Abkehr von Bush US-Präsident Obama lockert Embargo gegen Kuba

Barack Obama hat eine Wende in der US-Kubapolitik eingeleitet: Die Reisebeschränkungen für Exilkubaner sind aufgehoben. Diese dürfen ihren Angehörigen nun Geld überweisen

US-Präsident Barack Obama erfüllt sein Wahlversprechen und hat einen drastischen Kurswechsel gegenüber der harten Haltung seines Vorgängers George W. Bush vollzogen: Das jahrzehntelange Embargo gegen das kommunistische Kuba wird gelockert.

Künftig sollen Reisebeschränkungen unter Familienmitgliedern ebenso wegfallen wie die Obergrenze für Gelder, die Exilkubaner aus den USA zur Unterstützung in ihr Heimatland schicken können. Zudem sollen Firmen Telekom-Dienstleistungen für Kubaner anbieten dürfen, und es soll reguläre Linienflüge zwischen beiden Ländern geben. Auch der freie Fluss politischer Informationen solle gewährleistet werden.

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Der Politik-Wechsel bedeutet allerdings nicht das Ende des seit 47 Jahren bestehenden Handelsembargos gegen Kuba. Dennoch lässt er Raum für die Aussicht auf eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den lange Jahre verfeindeten Staaten.

Derzeit dürfen die in den USA lebenden 1,5 Millionen Exilkubaner einmal im Jahr auf die Insel reisen und ihre Verwandten pro Person mit 1200 Dollar jährlich unterstützen. Die Reisebeschränkungen hatte Obamas Vorgänger George W. Bush 2004 verhängt. Die jetzige Milderung gilt ein Jahr nach dem Rückzug von Kubas Staatschef Fidel Castro als erster Schritt, auch das Handelsembargo gegen Kuba aufzuheben.

Leser-Kommentare
    • RalphS
    • 18.04.2009 um 11:59 Uhr

    Zitat: Robert Gibbs. Diese Schritte sollen den Ein-Parteien-Staat zur Umsetzung demokratischer Reformen ermutigen.
    Eine sehr edle Vorstellung von US-Regierungssprecher Robert Gibbs. Kaum ist Bush, welcher die USA nach Art eines Römischen Diktator in einen ungerechtfertigten Krieg gegen den Irak geführt hat, aus dem Amt getrieben, was die ganze Welt aufatmen lässt, schon will man wieder ein Land mit Demokratie beglücken. Was aber bisher nicht im Irak und Afghanistan glückte, muss man nun nicht als neue Voraussetzung in den Raum stellen, nach dem die alte Forderung: "Rücktritt von Fidel Castro" erfüllt wurde.
    Die Armen Kubaner wurden nicht nur von Castros glückloser Politik, sondern auch von Amerikas und Deutschlands (Germany z. Z. ausgesetzt, aber nicht aufgehoben) Embargo, seit 50 Jahren gequält. Was harte Embargos und fehlgeschlagene CIA-Mordversuche gegen Castro nicht erreichten, wird auch ein abgemildertes Embargo nicht schaffen.
    Robert Gibbs, unterstützen Sie die bedingungslose Beendigung des Helms-Burton Act.

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