Benzinpreise Osterzuschlag an der Tankstelle
Immer vor Feiertagen wird Sprit teurer, sagt der ADAC. "Bauernfängerei und Populismus", kontert der Mineralölverband. Wer sicher gehen will, tankt nach dem Wochenende

© Johannes Simon/Getty Images
Wenn´s geht, lieber erst nach Ostern volltanken: Vor Reisewochenenden ist Benzin im Schnitt drei Cent teurer als am darauffolgenden Montag
Wer heute seine Reise im Auto antritt, zahlt mindestens zehn bis 15 Euro pro Tankfüllung weniger als vor einem Jahr. 2008, da war Ostersonntag bereits am 23. März, lagen die Nerven der Autofahrer blank. Ein Liter Superbenzin kostete im Bundesschnitt mehr als 1,40, Diesel etwa 1,30 Euro. Die Preise steuerten damals schon auf ihr Allzeithoch Ende Juni 2008 zu, als Super über Wochen mehr als 1,55 Euro kostete und Diesel kaum weniger.
Von da an fielen die Preise stetig. Vor Weihnachten konnte man in einigen Städten wie etwa Berlin für weniger als einen Euro tanken, das gab es seit vielen Jahren nicht. Seit Januar aber steigen Öl- und Spritpreise wieder langsam: In dieser Osterwoche kostet ein Liter Super im Schnitt 1,27 Euro, Diesel rund 1,09.
Vor dem Hintergrund dieses Anstieges legte der ADAC in dieser Woche eine Studie vor, basierend auf den Spritpreisen von 2008, wonach die Preise fast immer zum Wochenende und speziell vor Feiertagen anziehen. "An solchen Tagen wird schon richtiges Geld verdient", sagte Jürgen Albrecht, ADAC-Referent für Verkehrspolitik.
Die Analyse habe ergeben, dass die Literpreise vor den Reisewochenenden im Schnitt drei Cent höher lagen als am darauffolgenden Montagmorgen. Auch in dieser Osterwoche müssten Autofahrer folglich mit höheren Preisen rechnen, so Albrechts Prognose. Auch der Auto Club Europa (ACE) macht seit Jahren auf das Phänomen aufmerksam und nannte es ein "großes Ärgernis", dass die Preismechanismen nicht transparent seien.
Bei Karin Retzlaff, Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes MWV klingt die angemahnte Transparenz so: Seit Beginn des Jahres seien die Rohölpreise um 40 Prozent gestiegen, die Benzin-Produktpreise (also für das raffinierte Öl an der Börse in Amsterdam) sogar um 58 Prozent, die Endverbraucherpreise an den Tankstellen aber nur um 11 Prozent.
Über die Studie mit den hohen Preisen zur Urlaubszeit sagt sie: "Es sind die immergleichen Sprüche des ADAC. Das ist in meinen Augen nicht mehr seriös". Sie wirft den Verbänden "Bauernfängerei und Populismus" vor.
- Datum 09.04.2009 - 13:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Ein fall für das Kartellamt, das ist eine Vorsätzliche Handlung und Absprache auf einer Ebene, oder wie wollen sie das Erklären..?
"dass die Preismechanismen nicht transparent seien."
hallo?
das ist ganz simple marktwirtschaft -- zu feiertagen und wochenenden ist die mobilität höher, folglich auch die nachfrage nach sprit -- jeder klardenkende kaufmann wird also die preise anheben, um davon zu profitieren.
wer das immer noch nicht begriffen hat und erst zum we tanken fährt, soll sich das meckern verkneifen -- im übrigen ist sprit nach wie vor zu billig, wenn sich schon allein atxifahrer erlauben können, ihre kisten stundenlang im stabd laufen zu lassen. von all denene, die den motor beim stehen (vorzüglich rad- und gehwege blockierend) laufen lassen oder aus langer wile runden um dne block drehen ganz zu schweigen.
... und mittendrin ein bisschen unsichtbare Hand?
Wie kommts, daß die Verfechter der Marktwirtschaft stets vergessen, auch die anderen wichtigen Merkmale zu erwähnen: freier Wettbewerb, freier Marktzugang.
Wäre dies gegeben, würden die Tanken - oft im Sichtabstand zueinander oder gar direkt aneinander angrenzend - nicht laufend synchron ihre Preise rauf- und runterfahren. Also erzählen Sie hier bitte nix von "simpler Marktwirtschaft", das wird der Realität -übrigens nicht nur beim Treibstoff-Markt- nicht gerecht.
Wenn Sie persönlichen Individual-Nahverkehr (der in der Regel nicht zum Spaß sondern der Arbeit wegen stattfindet) noch viel zu billig finden, dann stören Sie sich sicherlich auch daran, daß der Durchschnittsdeutsche nur 15% seines Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel ausgibt, und nur 40% für Miete. Überhaupt konsumiert er viel zu wenig, und sorgt gleichzeitig zu wenig fürs Alter vor. Ist schon ein Kreuz mit den Bürgern, daß sie nicht 150% ihres Einkommens verkonsumieren - in den USA gehts doch auch ...
... und mittendrin ein bisschen unsichtbare Hand?
Wie kommts, daß die Verfechter der Marktwirtschaft stets vergessen, auch die anderen wichtigen Merkmale zu erwähnen: freier Wettbewerb, freier Marktzugang.
Wäre dies gegeben, würden die Tanken - oft im Sichtabstand zueinander oder gar direkt aneinander angrenzend - nicht laufend synchron ihre Preise rauf- und runterfahren. Also erzählen Sie hier bitte nix von "simpler Marktwirtschaft", das wird der Realität -übrigens nicht nur beim Treibstoff-Markt- nicht gerecht.
Wenn Sie persönlichen Individual-Nahverkehr (der in der Regel nicht zum Spaß sondern der Arbeit wegen stattfindet) noch viel zu billig finden, dann stören Sie sich sicherlich auch daran, daß der Durchschnittsdeutsche nur 15% seines Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel ausgibt, und nur 40% für Miete. Überhaupt konsumiert er viel zu wenig, und sorgt gleichzeitig zu wenig fürs Alter vor. Ist schon ein Kreuz mit den Bürgern, daß sie nicht 150% ihres Einkommens verkonsumieren - in den USA gehts doch auch ...
Alle Jahre wieder mindestens eine Woche vor und nach irgendwelchen Ereignissen, Ferienbeginn und Ende - vollkommen losgelöst von Ölpreis und/oder Dollar-Eurokurs werden die Preise manipuliert.
Die Ölpreise sind gerade wieder massiv wegen übervoller Lager trotz Förderdrosselung gefallen, die Spekulanten haben sich auch falsche Hoffnungen gemacht und mit steigenden Preisen verspekuliert, der Eurpo steht hoch wie schon lange nicht mehr - aber an den Tanken lassen die Konzerne abzocken vom Feinsten, der Staat kassiert Öko-, Mineralöl- und Mehrwertsteuer (interessiert den also auch nicht ausser allenfalls scheinheiligen Lippenbekenntnissen).
Hauptsache die Melkkuh der Nation - die Autofahrer - löhnt an der Kasse.
Wurde Jesus vor 200 Jahren deswegen ans Kreuz geschlagen und gemein mit Essig aus dem Schwamm getränkt, dass wir an der Tankstellenkasse ebenso gemein behandelt werden müssen von den jetzigen Herrschern?
Jedes Jahr dasselbe und wie jedes Jahr kommt nichts als heiße Lüft dabei raus. Man sollte sich an diese Spielchen schon gewöhnt haben, da man sich sonst nur unnötig ärgert. Man sollte halt versuchen nicht bei den grossen (Avia, Esso, Shell, Aral) zu tanken, das tut es auch.
... und mittendrin ein bisschen unsichtbare Hand?
Wie kommts, daß die Verfechter der Marktwirtschaft stets vergessen, auch die anderen wichtigen Merkmale zu erwähnen: freier Wettbewerb, freier Marktzugang.
Wäre dies gegeben, würden die Tanken - oft im Sichtabstand zueinander oder gar direkt aneinander angrenzend - nicht laufend synchron ihre Preise rauf- und runterfahren. Also erzählen Sie hier bitte nix von "simpler Marktwirtschaft", das wird der Realität -übrigens nicht nur beim Treibstoff-Markt- nicht gerecht.
Wenn Sie persönlichen Individual-Nahverkehr (der in der Regel nicht zum Spaß sondern der Arbeit wegen stattfindet) noch viel zu billig finden, dann stören Sie sich sicherlich auch daran, daß der Durchschnittsdeutsche nur 15% seines Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel ausgibt, und nur 40% für Miete. Überhaupt konsumiert er viel zu wenig, und sorgt gleichzeitig zu wenig fürs Alter vor. Ist schon ein Kreuz mit den Bürgern, daß sie nicht 150% ihres Einkommens verkonsumieren - in den USA gehts doch auch ...
nannte es ein "großes Ärgernis", dass die Preismechanismen nicht transparent seien.
Was ist denn daran UNtransparent? Die Verar.. find ich äußerst durchsichtig ;-)
Also einfach vorher tanken oder am besten in der Cz für derzeit einen Euro :D
Ansonsten wärs schön wenn man sich Zugfahren leisten könnte, leider ists keine Alternative mehr (finanziell).
Ganz einfach:
Man schließe sich im Ort zusammen, kaufe ein Lager und den passenden Sprit und gebe diesen dann zu einkaufspreis weiter. Der Mindestlohn-jobber an der Tanke wird über die "Vereins-Gebühren" bezahlt. Das rechnet sich schon nach wenigen Tankfüllungen und sollte legal sein - ist ja ein Verein.
Genau das, was Sie hier vorschlagen, wurde vor einigen Jahren in einem Vorort von München versucht - und genau solche Lösungen würde ja eine tatsächlich freie Marktwirtschaft auch hervorbringen.
Wissen Sie, woran das scheiterte? Die Idee scheiterte daran, daß zwei Tage, nachdem die Klitsche aufmachte die Behörde vor der Tür stand und eine Gewerbeuntersagung ins Haus stand. Sie können nämlich in diesem Land, so schwer glaublich das auch ist, nicht "einfach so" ein Mineralölgeschäft betreiben.
Hadraniel hat es weiter oben schon geschrieben, weshalb: Ein freier Markt würde nämlich auch freien Wettbewerb und freie Preiskonkurrenz bedeuten, bei jederzeit freiem Zugang, d.h. Eintritt neuer Wettbewerber. Und genau da haperts.
Sie haben es nämlich auf dem Mineralölmarkt mit einem Ungeheuer zu tun, das nicht nur aus den Multis, sondern auch aus dem Staat selbst besteht. Der Fiskus verdient nämlich sage und schreibe mehr als 60% an jedem Liter, der aus dem Hahn kommt. Und je höher der Preis (und folglich: je geringer die tatsächliche Konkurrenz), desto höher sprudeln die fiskalischen Geldquellen. Die Ölförderländer sind ein Kartell, die Mutis sind auch eines, der Fiskus duldet sie alle, weil er mitunter am meisten dabei verdient.
Mit freier Marktwirtschaft hat das alles leider rein gar nichts mehr zu tun.
Genau das, was Sie hier vorschlagen, wurde vor einigen Jahren in einem Vorort von München versucht - und genau solche Lösungen würde ja eine tatsächlich freie Marktwirtschaft auch hervorbringen.
Wissen Sie, woran das scheiterte? Die Idee scheiterte daran, daß zwei Tage, nachdem die Klitsche aufmachte die Behörde vor der Tür stand und eine Gewerbeuntersagung ins Haus stand. Sie können nämlich in diesem Land, so schwer glaublich das auch ist, nicht "einfach so" ein Mineralölgeschäft betreiben.
Hadraniel hat es weiter oben schon geschrieben, weshalb: Ein freier Markt würde nämlich auch freien Wettbewerb und freie Preiskonkurrenz bedeuten, bei jederzeit freiem Zugang, d.h. Eintritt neuer Wettbewerber. Und genau da haperts.
Sie haben es nämlich auf dem Mineralölmarkt mit einem Ungeheuer zu tun, das nicht nur aus den Multis, sondern auch aus dem Staat selbst besteht. Der Fiskus verdient nämlich sage und schreibe mehr als 60% an jedem Liter, der aus dem Hahn kommt. Und je höher der Preis (und folglich: je geringer die tatsächliche Konkurrenz), desto höher sprudeln die fiskalischen Geldquellen. Die Ölförderländer sind ein Kartell, die Mutis sind auch eines, der Fiskus duldet sie alle, weil er mitunter am meisten dabei verdient.
Mit freier Marktwirtschaft hat das alles leider rein gar nichts mehr zu tun.
Genau das, was Sie hier vorschlagen, wurde vor einigen Jahren in einem Vorort von München versucht - und genau solche Lösungen würde ja eine tatsächlich freie Marktwirtschaft auch hervorbringen.
Wissen Sie, woran das scheiterte? Die Idee scheiterte daran, daß zwei Tage, nachdem die Klitsche aufmachte die Behörde vor der Tür stand und eine Gewerbeuntersagung ins Haus stand. Sie können nämlich in diesem Land, so schwer glaublich das auch ist, nicht "einfach so" ein Mineralölgeschäft betreiben.
Hadraniel hat es weiter oben schon geschrieben, weshalb: Ein freier Markt würde nämlich auch freien Wettbewerb und freie Preiskonkurrenz bedeuten, bei jederzeit freiem Zugang, d.h. Eintritt neuer Wettbewerber. Und genau da haperts.
Sie haben es nämlich auf dem Mineralölmarkt mit einem Ungeheuer zu tun, das nicht nur aus den Multis, sondern auch aus dem Staat selbst besteht. Der Fiskus verdient nämlich sage und schreibe mehr als 60% an jedem Liter, der aus dem Hahn kommt. Und je höher der Preis (und folglich: je geringer die tatsächliche Konkurrenz), desto höher sprudeln die fiskalischen Geldquellen. Die Ölförderländer sind ein Kartell, die Mutis sind auch eines, der Fiskus duldet sie alle, weil er mitunter am meisten dabei verdient.
Mit freier Marktwirtschaft hat das alles leider rein gar nichts mehr zu tun.
der Fiskus kann nichts "verdienen", er sammelt alle Gelder für die Gemeinschaft der Bürger ein, für die er das Geld auch wieder ausgibt (beim Tanken z.B. für die Rente), wo sollte das Geld denn sonst abbleiben als im Haushalt ? Also, je mehr Steuereinnahmen, desto besser für die Bürger.
Markus70
der Fiskus kann nichts "verdienen", er sammelt alle Gelder für die Gemeinschaft der Bürger ein, für die er das Geld auch wieder ausgibt (beim Tanken z.B. für die Rente), wo sollte das Geld denn sonst abbleiben als im Haushalt ? Also, je mehr Steuereinnahmen, desto besser für die Bürger.
Markus70
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