Somalia Piraten bringen weiteren Tanker in ihre Gewalt

Nur wenige Tage nach zwei spektakulären Befreiungsaktionen haben Seeräuber erneut zugeschlagen: Im Golf von Aden kaperten sie den griechischen Tanker "MV Irene"

Piraten im Visier der US-Marine: Der amerikanische Kapitän Phillips konnte schließlich befreit werden

Piraten im Visier der US-Marine: Der amerikanische Kapitän Phillips konnte schließlich befreit werden

Vor der Küste Somalias haben Piraten ein weiteres Schiff in ihre Gewalt gebracht. Wie das Internationale Maritime Büro in London mitteilte, überfielen Seeräuber überfielen in der Nacht das Frachtschiff MV Irene .

Das 35.000-Tonnen-Schiff ist für eine griechische Reederei unterwegs und fährt unter der Flagge des karibischen Inselstaats St. Vincent. Die 22 Mann starke Besatzung ist nach Informationen der EU-Operation für Maritime Sicherheit in Northwood unverletzt.

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Einige Beobachter werten diese neue Entführung als Racheakt für den Einsatz von US-Elitesoldaten, die am Sonntag den amerikanischen Schiffskapitän Richard Phillips aus der Hand von Piraten befreit und dabei drei der vier Seeräuber getötet hatten. Nun wächst auch die Sorge um das Schicksal der anderen Geiseln in der Gewalt der Seeräuber. "Die Gewalt in diesem Teil der Welt könnte sprunghaft zunehmen, da besteht kein Zweifel", hatte der amerikanische Vizeadmiral William Gortney gewarnt.

Noch immer befindet sich mehr als ein Dutzend Schiffe mit mehr als 220 Menschen in Piratenhand, darunter die Hansa Stavanger mit fünf Deutschen an Bord. Ihr Schicksal ist weiterhin ungewiss. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes bemühe sich nach wie vor intensiv um eine Lösung des Falles, sagte eine Sprecherin. Details nannte sie nicht.

Unterdessen hat US-Präsident Barack Obama den Piraten am Horn von Afrika den Kampf angesagt. "Ich will es ganz klar sagen, dass wir entschlossen sind, der Zunahme der Piraterie in dieser Region Einhalt zu gebieten." Die USA müssten "mit ihren Partnern zusammenarbeiten, um künftige Angriffe zu verhindern". Zugleich signalisierte er, dass Militärs auf weitere Zusammenstöße vorbereitet sein müssten. Darüber hinaus müsse gewährleistet sein, dass die Piraten zur Verantwortung gezogen werden.

Überschattet wird der erfolgreiche Befreiungsschlag der US-Marine vom tragischen Ausgang einer ähnlichen Aktion französischer Truppen am Karfreitag. Bei der Befreiung der Segeljacht Tanit waren nicht nur zwei Piraten, sondern auch der 27-jährige Bootseigner beim Schusswechsel zwischen Piraten und Soldaten getötet worden.

 
Leser-Kommentare
  1. Es ist beschämend für uns Europäer, wie sehr sich bereits ein einziges Land wie Deutschland zu völlig unzeitgemäßen und kontraprodktiven Kompetensstreitigkeiten hinreissen lässt.
    Lediglich die Franzosen setzten bislang ein Zeichen- bis die Amerikaner allein- uns allen mal wieder zeigten. "wozu" eine Streitkraft ausgebildet wird.
    Wieviel wirtschaftlicher Schaden muss denn noch angerichtet werden, vom menschlichen Leiden der direkt Beteiligten ganz zu schweigen ?

    • bediko
    • 14.04.2009 um 12:41 Uhr

    Was ich nicht verstehe: Wir haben technische Geräte, die uns erlauben, eine Zeitung aus großer Höhe zu lesen. Wir haben Zielführungstechniken, mit deren Hilfe wir (wenigstens die Amerikaner) einer Fliege das linke Auge aus 1000 km Entfernung wegschießen können, und wir sind nicht in der Lage, ein paar verirrte Schwarze daran zu hindern, Unfug in dem Seegebiet um Somalia zu veranstalten? Dass die Deutschen das nicht können, ist mir klar; sie dürfen auch nicht, weil wir uns stets mit dem Grundgesetz unterm Arm verteidigen und bei derartigen gräßlichen Aktionen erst einen Beschluss des UN-Sicherheitsrates anforfern müssen. Dass aber die Engländer und Franzosen das auch nicht können, ist verblüffend. Oder sind wir in Europa schon so degeneriert, dass auch Selbstverteidigung unzulässig geworden ist?

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    diese Hochsee-Gangster sind Muslime, und Europa hat eine grosse Anzahl dieser Islam Glaeubigen in den Laendern und man will sie wahrscheinlich nicht veraergern. Dazu kommen in D. noch diese Leute wie Trittin,der sich mehr Sorgen macht um diese' armen' Piraten machen als um die Besatzungen auf den gekaperten Schiffen.
    Dass unsere Behoerden sich um Kompetenzen streiten ist wirklich unglaublich, aber so ist das heute denn alle moeglichen Verbote verursachen dass unsere Leute voellig uneffektiv geworden sind.Man kann sie wirklich nur noch als Dekoration raus schicken.
    Waehrend sich diese ex-Soldaten und Soeldner in Somali jede Woche ein neues Schiff einfangen diskutieren die Europaer ueber die harmloseste Methode diese Verbrecher davon abzuhalten mehr Schiffe zu kapern.
    Sie sollten es mal mit Bonbons versuchen.............Ausser den Franzosen und den Amerikanern hat noch niemand versucht diesem Unsinn ein Ende zu machen ,leider. Die USA und die Franzosen haben sich bemueht ihre Buerger zu schuetzen waehrend die anderen Laender sich ratlos ansehen.
    Aber dann muss man auch bedenken dass so viele Schiffe unter von Laendern fahren die nicht mal einen Polizisten haben. Die Reeder werden sich entschliessen muessen ihre Schiffe selber zu verteidigen oder sich immer wieder freizukaufen.

    diese Hochsee-Gangster sind Muslime, und Europa hat eine grosse Anzahl dieser Islam Glaeubigen in den Laendern und man will sie wahrscheinlich nicht veraergern. Dazu kommen in D. noch diese Leute wie Trittin,der sich mehr Sorgen macht um diese' armen' Piraten machen als um die Besatzungen auf den gekaperten Schiffen.
    Dass unsere Behoerden sich um Kompetenzen streiten ist wirklich unglaublich, aber so ist das heute denn alle moeglichen Verbote verursachen dass unsere Leute voellig uneffektiv geworden sind.Man kann sie wirklich nur noch als Dekoration raus schicken.
    Waehrend sich diese ex-Soldaten und Soeldner in Somali jede Woche ein neues Schiff einfangen diskutieren die Europaer ueber die harmloseste Methode diese Verbrecher davon abzuhalten mehr Schiffe zu kapern.
    Sie sollten es mal mit Bonbons versuchen.............Ausser den Franzosen und den Amerikanern hat noch niemand versucht diesem Unsinn ein Ende zu machen ,leider. Die USA und die Franzosen haben sich bemueht ihre Buerger zu schuetzen waehrend die anderen Laender sich ratlos ansehen.
    Aber dann muss man auch bedenken dass so viele Schiffe unter von Laendern fahren die nicht mal einen Polizisten haben. Die Reeder werden sich entschliessen muessen ihre Schiffe selber zu verteidigen oder sich immer wieder freizukaufen.

  2. .. hat erklärt, dass es für dieses Problem keine rein militärische Lösung gäbe.

    Sind nach der operettenmässigen Befreiung des Kapitäns und der trickreichen Tötung dreier halbwüchsigen Piraten die John-Wayne-Hormone allerorts am sprudeln?

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    wenn man die Einsicht bei den Reedern vorhanden wäre, in Konvois zu fahren. Doch leider scheuen viele Reeder die Kosten.

    Mehr Fregatten könnten die Takte und damit die Wartezeit und damit die Kosten verkürzen. Eine effizientere Koordination zwischen den beteiligten Staaten würde den Erfolg ebenfalls steigern.

    wenn man die Einsicht bei den Reedern vorhanden wäre, in Konvois zu fahren. Doch leider scheuen viele Reeder die Kosten.

    Mehr Fregatten könnten die Takte und damit die Wartezeit und damit die Kosten verkürzen. Eine effizientere Koordination zwischen den beteiligten Staaten würde den Erfolg ebenfalls steigern.

  3. wenn man die Einsicht bei den Reedern vorhanden wäre, in Konvois zu fahren. Doch leider scheuen viele Reeder die Kosten.

    Mehr Fregatten könnten die Takte und damit die Wartezeit und damit die Kosten verkürzen. Eine effizientere Koordination zwischen den beteiligten Staaten würde den Erfolg ebenfalls steigern.

  4. diese Hochsee-Gangster sind Muslime, und Europa hat eine grosse Anzahl dieser Islam Glaeubigen in den Laendern und man will sie wahrscheinlich nicht veraergern. Dazu kommen in D. noch diese Leute wie Trittin,der sich mehr Sorgen macht um diese' armen' Piraten machen als um die Besatzungen auf den gekaperten Schiffen.
    Dass unsere Behoerden sich um Kompetenzen streiten ist wirklich unglaublich, aber so ist das heute denn alle moeglichen Verbote verursachen dass unsere Leute voellig uneffektiv geworden sind.Man kann sie wirklich nur noch als Dekoration raus schicken.
    Waehrend sich diese ex-Soldaten und Soeldner in Somali jede Woche ein neues Schiff einfangen diskutieren die Europaer ueber die harmloseste Methode diese Verbrecher davon abzuhalten mehr Schiffe zu kapern.
    Sie sollten es mal mit Bonbons versuchen.............Ausser den Franzosen und den Amerikanern hat noch niemand versucht diesem Unsinn ein Ende zu machen ,leider. Die USA und die Franzosen haben sich bemueht ihre Buerger zu schuetzen waehrend die anderen Laender sich ratlos ansehen.
    Aber dann muss man auch bedenken dass so viele Schiffe unter von Laendern fahren die nicht mal einen Polizisten haben. Die Reeder werden sich entschliessen muessen ihre Schiffe selber zu verteidigen oder sich immer wieder freizukaufen.

  5. Mal ganz abgesehen davon, daß es nur Symptom-Bekämpfung ist, wenn man die Piraten militärisch bekämpft, und ich es zumindest nachvollziehen kann, wenn hoffnungslose Menschen sich bedienen, weil das eigene Land im in der Wurzel nicht selbstverursachten Chaos versinkt, während gleichzeitig vor der Nase die Reichtümer der Welt vorbeischippern:

    Warum setzt die Marine nicht U-Boote ein? Wenn Piratenboote und "Mutterschiffe" regelmässig spurlos auf dem Meer verschwinden und von ihren Raubzügen nicht heimkehren würde, dann wird ein Pirat sein Glück möglicherweise doch in einem ehrlicheren Gewerbe versuchen?

    • Midway
    • 14.04.2009 um 15:15 Uhr

    Ich bin ziemlich überrascht darüber, dass die Bundesregierung überhaupt mit diesen Entführern verhandelt, während die Franzosen und Amerikanern ihnen die Stirn bietet. Wenn man weiterhin, wie Deutschland, den Piraten das Lösegeld zukommen lässt, dann bringt das nichts außer, dass sie weiter ermutigt werden, mehr Schiffe zu kapern.
    Militärisch sind wir vollkommen eingeschränkt durch die Geschichte und die Angst vor dem Friedensbruch, der seit über 60 Jahren anhält.
    Aber sind wir doch mal ehrlich. Wenn man nur ein paar Schiffe runter schickt und hofft, dass die Piraten nicht angreifen, liegt man falsch.
    Diese Piraten haben nichts, was sie verlieren könnten. Da nützt nur militärische Gewalt. Man bräuchte mehr Kriegsschiffe und die Reeder zwingen, sich Konvois anzuschließen, da sie ganz allein die Kosten übernehmen müssten, um das Lösegeld aufzubringen.

    Aber dies reicht auch nicht aus, wenn ausländische Fischer vor der somalischen Küste das Meer leerfischen und Abfälle illegal entsorgen.

    Es wäre auf ein schlauer Schritt, wenn man dort die heimische Fisch- und Seeindustrie neu aufbaut und schützt. Dann dadurch gehen den Warlords die Leute aus.

    Wer will den schon Schiffe kapern und reskieren, dass man getötet wird, obwohl man zuhause ein normaler Fischer sein kann?

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    Das Geschaeft mit dem Fischfang bringt nichts. War vorher auch schon so. Selbst wenn Spanier und Asiaten da nicht fischen, was sie ja auch schon lange nicht mehr tun, wuerde heute kein Somalier mehr auf die Idee kommen, sich dieser Taetigkeit zu widmen. Dafuer ist die Piraterei zu attraktiv und ausserdem voellig ungefaehrlich. Drogen -und Waffenhandel sind gefaehrlicher. Ausserdem gibt's da eine mords Konkurrenz. Die Somalier arbeiten in totaler Sicherheit und ohne Wettbewerb. So ein schoenes Geschaeft gibt's nirgends.

    Das Geschaeft mit dem Fischfang bringt nichts. War vorher auch schon so. Selbst wenn Spanier und Asiaten da nicht fischen, was sie ja auch schon lange nicht mehr tun, wuerde heute kein Somalier mehr auf die Idee kommen, sich dieser Taetigkeit zu widmen. Dafuer ist die Piraterei zu attraktiv und ausserdem voellig ungefaehrlich. Drogen -und Waffenhandel sind gefaehrlicher. Ausserdem gibt's da eine mords Konkurrenz. Die Somalier arbeiten in totaler Sicherheit und ohne Wettbewerb. So ein schoenes Geschaeft gibt's nirgends.

  6. Das Geschaeft mit dem Fischfang bringt nichts. War vorher auch schon so. Selbst wenn Spanier und Asiaten da nicht fischen, was sie ja auch schon lange nicht mehr tun, wuerde heute kein Somalier mehr auf die Idee kommen, sich dieser Taetigkeit zu widmen. Dafuer ist die Piraterei zu attraktiv und ausserdem voellig ungefaehrlich. Drogen -und Waffenhandel sind gefaehrlicher. Ausserdem gibt's da eine mords Konkurrenz. Die Somalier arbeiten in totaler Sicherheit und ohne Wettbewerb. So ein schoenes Geschaeft gibt's nirgends.

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