Online-Mediatheken Warum es den "Tatort" nicht auf Abruf gibtSeite 3/3

Der Zuschauer wird also nicht umhin kommen, weiterhin den Fernseher oder zumindest einen Rekorder gezielt einzuschalten. Auf Abruf wird es  auch in Zukunft nicht alles geben.

 
Leser-Kommentare
    • al321
    • 09.04.2009 um 20:51 Uhr

    - und da fragt man sich dann, mit welchem Recht bei der Erhebung von GEZ-Gebühren für "neuartige Empfangsgeräte" ein derartiges Aufheben gemacht wird.

  1. - die BBC hat sagenhaften Erfolg mit dem iPlayer, einem großartigem On-Demand Angebot. Leider von Deutschland aus nicht oder nur bruchstückhaft zu sehen, Stichwort Geo-Filtering (auch ein Ärgernis für den Konsumenten)

    http://www.bbc.co.uk/ipla...

    Hoffentlich dauert es nicht noch 3 Jahre oder länger bis die Öffentlich-Rechtlichen ein vergleichbares Angebot bereitstellen.

    • MikeW2
    • 11.04.2009 um 16:29 Uhr

    Kann sein, aber nur für Leute, die in England (Gross Brittanien) wohnen.

    Obwohl ich in Finnland wohnen, kann ich die meisten Sachen von zdf.de sehen. Besser überhaupt zu sehen als gar nicht.

    Ich selbst habe mich immer gewundert warum die enzige "Tatort" DVDs aus Holland kommen (und mit nicht ausschaltbarne Holländischen Texte). Ich wurde gern z.B. eine der Serien mit weiblichen Kriminalisten kaufen (ohne Holländisch!).

    Mike

  2. Was ich gerne mal wüsste: Wieso gestalten sich für ARD und ZDF die Fragen der Musikrechte und der Produzentenrechte so unendlich schwierig, während die Privatsender da offensichtlich wenig Probleme mit haben. RTL und die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe stellen längst werbefinanziert immer mehr ganze Folgen ihrer eigenproduzierten Serien und Shows frei abrufbar auf ihre Internetplattformen. Könnte es sein, dass die Rechte doch eher eine Frage des Wollens als des Könnens sind?

    Ulrike Langer

    • DBouhs
    • 13.04.2009 um 12:25 Uhr

    ARD und ZDF haben es tatsächlich nicht einfach: Vor allem bei Soaps haben sie teils über mehrere Jahre laufende Verträge geschlossen, die in ihrer jüngsten Fassung teils noch nicht die Internet-Rechte einschließen, weil das zum Verhandlungszeitpunkt noch nicht Thema war.

    Das ist bei Privatsendern oft anders: Verträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind dort selten. Dort wird in Staffeln gedacht, die meist nicht mal ein Sendejahr umfassen, und auch entsprechend verhandelt.

    So müssen die Öffentlich-Rechtlichen teils mühsam nachverhandeln - außer sie wollen ihre Produktionen aus anderen Gründen gar nicht frei ins Netz stellen. Beispiel "Tatort". Doch auch Private stellen gezielt nicht alles frei ins Netz: Beispiel "GZSZ". Allerdings scheint es legitim, ARD und ZDF hier stärker in die Pflicht zu nehmen: Auch die Internet-Angebote werden von der Allgemeinheit bezahlt. Werbung und damit eine Refinanzierung ist dort sogar gesetzlich (Rundfunkstaatsvertrag) verboten.

    Was das in den Kommentaren angeführte Beispiel des "BBC iPlayers" angeht: Stimmt. Die Briten sind da viel weiter als unsere Sender. Es sei aber auch gesagt: Das nationale Urheberrecht macht es den Briten deutlich einfacher als unseren Sendern. Das soll mit der im Artikel erwähnten Novelle des hiesigen Urheberrechts kommen.

  3. Da kann das auch im Netz stehen. Das dann mal ein par Leute weniger die Wiederholung im Dritten sehen ist doch egal.

    Etwas anderes ist viel wichtiger. Damit Europa endlich zusammenwächst sollten die öffentlich finanzierten Sender aller Europäischen Länder frei überall empfangbar sein. Da bekommt man ein viel besseres Bild von den Nachbarn und lernt auch noch die Sprache.

    Die Fernsehanstalten sollten sich aber beeilen weil ihnen sonst die Zuschauer zuvor kommen. Im Netz gibt es schon jetzt fast alle Sendungen und wer was sucht findet es in der Piratenbucht oft schneller und bequemer als in den offiziellen Mediotheken. Schwupps steht der Tatort im Netz und das Netz wird damit zum Tatort weil es ja immer noch nicht erlaubt ist öffentlich finanzierte Fernsehsendungen ins Netz zu stellen (dabei hilft man denen ja damit und spart Kosten).

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