Proteste Thailand sieht RotSeite 2/2
Der Telekom-Milliardär Thaksin gewann seit 2001 vier demokratische Wahlen. Seine Gegner sehen in ihm einen korrupten Populisten. Weil Thaksin als Premier immer reicher wurde, weil er die Medien gängelte und weil er Drogenhändler ohne Prozess erschießen ließ, warfen ihm Kritiker vor, die Demokratie auszuhebeln.
2006 putschte das Militär mit Billigung von König Bhumibol Adulyadej. Offiziell ging es darum, die Demokratie vor Thaksin zu schützen. Nach Neubesetzung von Justizämtern wurde Thaksin zu zwei Jahren Gefängnis wegen Korruption verurteilt. Er flüchtete ins Exil. Es ist nicht bekannt, wo er sich aufhält. Die Putschisten hielten ihr Versprechen, nach einer militärischen Übergangsregierung Neuwahlen abzuhalten. Sie fanden 2007 statt, Thaksins Parteifreunde gewannen auch ohne ihren Chef. Die PAD wollte das nicht akzeptieren, sie reagierte mit Massenprotesten erreichte einen Regierungswechsel. Diesen Wechsel akzeptiert jetzt die UDD nicht.
"Wir brauchen so viele Menschen wie möglich", sagte Thaksin per Videoübertragung zu Demonstranten. Er hatte bereits zuvor zu einem friedlichen Aufstand aufgerufen. Thaksin fordert auch den Rückzug von General Prem, der dem thailändischen König als Berater dient. Eine solche Forderung gilt bei den monarchietreuen Thailändern als Tabubruch. Thaksin wirft Prem vor, seinen Sturz herbeigeführt zu haben. Das Gipfeltreffen des Verbandes Südostasiatischer Staaten (ASEAN) soll am Freitag wie geplant im Badeort Pattaya stattfinden. Der Gipfel war letztes Jahr verschoben worden, als seinerzeit Gegner Thaksins Regierungsgebäude und Flughäfen besetzten hatten.
- Datum 14.04.2009 - 08:08 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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leben in Bangkok oder im Grossraum Bangkok. Viele fahren 3er-BMWs und machen auch mal einen Badeurlaub und auch sonst unterscheiden sie sich kaum von unsereinem in ihrer Lebensführung
Und genau da liegt die Bruchstelle des Schwellenlandes Thailand: Die städtische Elite in Bangkok lebt fast auf Erste-Welt - Niveau, der Rest des Landes ist Dritte Welt. Die stellen aber die Mehrheit und wählen gerne Parteien, die ihnen versprechen, dass sie auf Bangkoker Niveau leben können. Das würde nicht gehen, ohne den alten Eliten in den Arm zu fallen, sie ihrer Wichtigkeit und ihres Einflusses zu berauben.
Eine föderale Lösung wäre für das Land am besten - und seien es nur die zwei Bundesländer Gross-Bangkok und Rest-Thailand. Ohne ein ausgleichendes Moment wird die Demokratie den Thais um die Ohren fliegen.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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