Bedrohte Arten Singvögel unter ZugzwangSeite 3/3

Die Langstreckenzieher, die über die Sahara fliegen müssen, dürften bei einer solchen Mutation allerdings kaum Glück haben: "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Zufall der Evolution diese Vögel so stark ablenkt, dass sie nicht mitten in der Wüste landen, sondern in einem neuen Winterquartier nördlich der Sahara ankommen", sagt Hüppop.

Unter den Grasmücken haben sich unterschiedliche Zuggewohnheiten ausgebildet: Viele schwedische Mönchsgrasmücken überqueren etwa die Sahara, anders als ihre südlicher brütenden Artgenossen, die allenfalls bis in den Mittelmeerraum ziehen. Andere Mönchsgrasmücken fliegen weiter nach Westen und überwintern auf den britischen Inseln.

Anzeige

Wie sich der Klimawandel am Ende auf die Zugvögel auswirken wird, hängt von vielen Faktoren ab. "Dabei wird es vor allem darauf ankommen, welche Qualität die Winterquartiere im Süden und die Brutstätten im Norden haben werden", sagt der MPI-Forscher Goymann. Um zu verstehen, warum der Gartenrotschwanz in Deutschland immer seltener wird, während sich der Hausrotschwanz seit 100 Jahren ausbreitet, müsse man die Klimabedingungen auf der ganzen Route berücksichtigen.

Hinzu kommen klimabedingte Veränderungen der Lebensräume, meint Ommo Hüppop. Die Verlagerung der Waldflächen nach Norden könnte für Arten ein Problem werden, die in der Tundra zu Hause sind. "Ringelgänse brauchen zur Nahrungssuche offenes Grasland. In Wäldern und Buschlandschaften können sie nicht brüten."

Die beiden Ornithologen sind sich einig: Genau wie der Klimawandel ist der Vogelzug ein globales Phänomen. Und so muss es auch betrachtet werden.

 
Leser-Kommentare
  1. Zitat: "Durch die Versteppung der Landschaft im Mittelmeerraum finden die Vögel dort nicht genug Nahrung für den nächsten Reiseabschnitt - Zitatende

    Letzte Woche lief eine Doku im TV, den Sender weiss ich leider nicht mehr.
    In besagter Doku wurde berichtet, dass insbesondere in Spanien viele Vögel nicht mehr genügend Nahrung, als auch nicht mehr genügend Trinkwasser finden würden. Leider verdursten dort sehr viele Vögel.
    Der Grund: Das ohnehin schon knappe Wasser wird für den Anbau UNSERER Erdbeeren (die viele Zeitgenossen hier sogar im Winter verzehren wollen) verplempert, schreib ich mal. Insofern, auch wir, jeder Einzelne kann seinen wenn auch kleinen Beitrag dazu tun, um diesen Vögelchen nicht auch noch ihr Trinkwasser strittig zu machen. Einfach auf die Erdbeeren zu Weihnachten verzichten. Im Winter soll es ja auch Orangen und Äpfel für uns federlose Spezies zu futtern geben ;)

    Grüsse
    The Game

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    wird es sich kaum anders verhalten, als mit den Erdbeeren.
    Insofern blieben noch die Äpfel und die Nüsse, die wahrscheinlich nicht so intensiv bewässert werden müssen.

    wird es sich kaum anders verhalten, als mit den Erdbeeren.
    Insofern blieben noch die Äpfel und die Nüsse, die wahrscheinlich nicht so intensiv bewässert werden müssen.

  2. wird es sich kaum anders verhalten, als mit den Erdbeeren.
    Insofern blieben noch die Äpfel und die Nüsse, die wahrscheinlich nicht so intensiv bewässert werden müssen.

    • spacko
    • 20.04.2009 um 10:24 Uhr

    all die Konjunktive im Text, was übrigbleibt, ist der lustige Name des Herrn Hüpphopp und viel Belanglosigkeit. Könnte sein, aber vielleicht auch nicht, möglicherweise, aha.

    Wassererdbeeren aus Spanien oder Marokko? Wer die kauft, hat sowieso ein Problem mit den Papillen - kann man doch genausogut ein Glas Wasser trinken.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service