UN-Rassismuskonferenz Ahmadineschad-Rede sorgt weltweit für Empörung

"Hassrede", "nicht hinnehmbar", "abscheulich": Die Verbalattacke des iranischen Präsidenten auf Israel hat Entsetzen ausgelöst

Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad hat mit seinen verbalen Ausfällen auf Israel den befürchteten Eklat bei der Genfer UN-Anti-Rassismuskonferenz ausgelöst. Dutzende Diplomaten verließen demonstrativ den Saal, als er Israel ein "grausames und repressives rassistisches Regime" über die Palästinenser vorwarf.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte ungewöhnlich direkt Bedauern darüber, dass Ahmadineschad seine Bitte zur Mäßigung missachtet habe. Der Iraner habe das Treffen für eine Diskriminierung Israels missbraucht. "Das ist das Gegenteil dessen, was diese Konferenz erreichen will." Die Hochkommissarin für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, Navi Pillay, wies die Anschuldigungen Ahmadineschads ebenfalls zurück. Sie sei "geschockt und zutiefst traurig" über die Rede.

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Der US-Gesandte Alejandro Wolff sagte, er könne kein anderes Wort wählen als "beschämend". Die Rede Ahmadineschads sei widerwärtig und abscheulich und tue dem iranischen Volk unrecht. Die Regierung in Washington forderte Irans Präsidenten auf, seine "hetzerische, hasserfüllte Rhetorik" zu beenden. Der Sprecher des Außenministeriums, Robert Wood, bezeichnete dessen Äußerungen als "nicht hinnehmbar". Sie trügen nur dazu bei, rassistischen Hass weiter anzustacheln.

Auch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sprach von einer "Hassrede". Der Vortrag Ahmadineschads sei ein nicht tolerierbarer Aufruf zu rassistischem Hass gewesen. Der iranische Präsident verhöhne die Ideale und Werte der Menschenrechtserklärung. Israels Präsident Schimon Peres bezeichnete die gesamte UN-Konferenz als "Schande". Diese akzeptiere Rassismus eher als sie ihn bekämpfe.

Neben Israel hatten auch die USA, Deutschland, Italien, Polen und die Niederlande ihre Teilnahme abgesagt, da sie befürchtet hatten, dass die Genfer Konferenz zu einem Podium anti-israelischer Erklärungen werden könnten - Befürchtungen, die sich bewahrheiteten. Noch während der Rede Ahmadineschads brach Tschechien, das die derzeitige EU-Ratspräsidentschaft innehat, seine Teilnahme ab.

Die Teilnahme des iranischen Präsidenten an der Konferenz hatte schon vor deren Beginn für einen ersten diplomatischen Eklat gesorgt. Israel rief seinen Botschafter aus der Schweiz zu Beratungen zurück, nachdem Ahmadineschad am Vorabend vom Schweizer Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz empfangen worden war.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich finde es gut, wie deutschen Medien berichten, sie liefern nicht nur einen Bericht über die weltweiten und deutschen Reaktionen, sie liefern uns auch unsere Meinung dazu. Achtet mal drauf, an keiner Stelle erfährt man, was der Mann eigentlich gesagt hat. Ich habe gerade im WDR 5 schlappe zwei Beiträge zur Rede gehört und keine davon verrät mir, was da eigentlich genau gesagt wurde. A. ist ein Buzzword und die Freunde der Political Correctness fangen an zu sabbern.

    Und die Bundesregierung und halbe EU dazu macht sich in die Hose, anstatt eine dezidierte Reaktion abzugeben. Sie bleiben lieber zuhause.

    Dann schauen wir doch mal diese Achse des Guten an: Deutschland, dass vor einigen Jahren noch kein Zuwanderungsland gewesen sein wollte und sich für den Hort des Antirassismus hält, weil es dem schwarzen Präsidenten eines anderen Landes zujubelt. Italien, das eine rechte Regierung hat und offen gegen Ausländer hetzt mit einem äußerst sympathischen Regierungschef. Und Israel, das gerade eine rechte Regierung gewählt hat und für die Diskriminierung orientalischer Juden bekannt ist. Ein feiner Club, dem man gern angehören möchte.

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    und all die gutleute/ Mittäter im Geiste wiegelten ab
    h. did all waht he advised he wanted to do
    ja, und alle Geistes - Mittäter jubelten
    endlich zeigt einer dem Rest der Welt, dass diese sich irrte

    dann kam das große Erwachen
    die halbe Welt lag im Trümmern (heute ist a. bald weiter in seinen Möglichkeiten)
    und seine vorherigen Mitläufer und Zujubler waren auf einmal
    Gegner und Widerstandskämpfer gewesen, natürlich im Verborgenen.

    WerteR @obamania, willkommen im Club der Abwiegler und Zujubler
    jedenfalls heute.

    President Ahmadinejad's speech at the Durban Review Conference on racism

    Pressekonferenz danach:
    http://www.presstv.ir/det...

    ZEIT: Ahmadineschad-Rede sorgt weltweit für Empörung

    Das "weltweit" darf getrost bezweifelt werden, im "Westblock" oder den "NATO-Staaten" wäre treffender gewesen, bereits Österreich oder die Schweiz urteilen differenzierter.
    Da in Indien, Indonesien oder China sich auch keiner groß aufregt, die 800 Millionen Afrikaner haben sowieso andere Probleme, beschreibt "weltweit" eine Minderheit der Weltbevölkerung von ca. 1 Mrd. Menschen.
    _______________________________________________________
    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

    und all die gutleute/ Mittäter im Geiste wiegelten ab
    h. did all waht he advised he wanted to do
    ja, und alle Geistes - Mittäter jubelten
    endlich zeigt einer dem Rest der Welt, dass diese sich irrte

    dann kam das große Erwachen
    die halbe Welt lag im Trümmern (heute ist a. bald weiter in seinen Möglichkeiten)
    und seine vorherigen Mitläufer und Zujubler waren auf einmal
    Gegner und Widerstandskämpfer gewesen, natürlich im Verborgenen.

    WerteR @obamania, willkommen im Club der Abwiegler und Zujubler
    jedenfalls heute.

    President Ahmadinejad's speech at the Durban Review Conference on racism

    Pressekonferenz danach:
    http://www.presstv.ir/det...

    ZEIT: Ahmadineschad-Rede sorgt weltweit für Empörung

    Das "weltweit" darf getrost bezweifelt werden, im "Westblock" oder den "NATO-Staaten" wäre treffender gewesen, bereits Österreich oder die Schweiz urteilen differenzierter.
    Da in Indien, Indonesien oder China sich auch keiner groß aufregt, die 800 Millionen Afrikaner haben sowieso andere Probleme, beschreibt "weltweit" eine Minderheit der Weltbevölkerung von ca. 1 Mrd. Menschen.
    _______________________________________________________
    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

    • zetti
    • 21.04.2009 um 7:45 Uhr

    Wenn man, insbesondere Deutschland, 40 Jahre in Sachen Israel die Augen zudrückt, weil es ja das Land der Nachfahren eines geschundenen Volkes ist, darf man sich nicht Wundern, daß nach Generationen irgend jemanden diese Farce zuviel wird.

    Unsere Regierung wußte schon, warum Sie sich lieber nicht auf dieser Veranstaltung sehen lassen wollte.

    Ansonsten kann ich obamania nur Recht geben: Verdammt viel Blendwerk das hier abgefackelt wird. Ich vermute daß deswegen nicht aus der Rede nach außen dringt, weil Sie viel zu nahe aan das offensichtliche herankommt.

    Und nicht zu vergessen: Wer gegen Israel ist, ist gegen Amerika. Das traute sich ein Schröder, aber doch nicht eine Merkel.
    Zetti

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    reichte nach dem Krieg dem nächsten Führer die Hand und jubelte genau umgekehrt.

    Manche lernen aus der Geschichte, manche nicht

    schlimmer sind aber die, die das Nicht- Vollendete heute gerne radikal vollenden möchten.

    Einem Tyrannen und Bluthund reicht man nicht die Hand, man adelt ihn auch nicht, indem man ihm seine Reverenz durch Anwesenheit erweist, ihn somit aufwertet.

    Was Ahmadinejahd will ist sattsam bekannt - solche Leute hofiert man nicht Anwesenheit
    solche Leute miß - achtet man, man ächtet solche Massenmörder der Tat und des Geistes.

    reichte nach dem Krieg dem nächsten Führer die Hand und jubelte genau umgekehrt.

    Manche lernen aus der Geschichte, manche nicht

    schlimmer sind aber die, die das Nicht- Vollendete heute gerne radikal vollenden möchten.

    Einem Tyrannen und Bluthund reicht man nicht die Hand, man adelt ihn auch nicht, indem man ihm seine Reverenz durch Anwesenheit erweist, ihn somit aufwertet.

    Was Ahmadinejahd will ist sattsam bekannt - solche Leute hofiert man nicht Anwesenheit
    solche Leute miß - achtet man, man ächtet solche Massenmörder der Tat und des Geistes.

    • Anonym
    • 21.04.2009 um 7:53 Uhr

    [entfernt, bitte vermeiden Sie Drohungen/ Redaktion; svb]

  2. Der Medienkritik von obamania kann ich in einem Punkt zustimmen, allerdings mit einem etwas anderen Tenor. Ich finde es schade, dass in sämtlichen deutschen Medien in diesem Zusammenhang wieder nur das Thema Israel aufgegriffen wird. Allein das Wort scheint für Viele hier schon ein rotes Tuch zu sein. Man sollte aufpassen, mit wem man sich gemein macht, wenn auf einmal A. ein missverstandener Staatschef sein soll, der sich als Einziger endlich getraut, die "Wahrheit" zu sagen und fast der gesamte Westen ist böse, böse.

    Dreck am Stecken hat beim Thema Rassismus wohl so ziemlich jeder Staat der Welt, ja jedes Individuum, wenn man bedenkt, was heutzutag` alles als Rassismus gilt. Dazu braucht man nur mal kurz in seine eigene Vorurteilssammlung zu schauen.

    Dass aber gerade die Staaten (und damit meine ich ausdrücklich nicht nur den Iran), die für die grausamsten Massenmorde der neuesten Geschichte verantwortlich zeigen, auf Durban II ungeschoren davonkommen, ja eher noch den Ankläger für Amerika, Europa usw. spielen, ist einfach unglaublich. Davon hört man in unseren Medien ziemlich wenig.

    Die Fokussierung mal wieder nur auf das "arme" Israel generiert hierzulande nichts als bedenkliche Kurzschlussreaktionen. Es sollten eher mal Themen wie Darfur (ich weiß, auch das ist schon ein ausgelutschtes Thema) aufgegriffen werden, die von Durban II mit keiner Silbe erwähnt werden. Schon aus solchen Gründen ist diese Konferenz eine einzige Farce.

  3. [Beitrag entfernt, bitte verbreiten Sie im Forum der ZEIT keine Staats-Propaganda/ Redaktion; svb]

  4. Ich kann Obamania nur zustimmen. Als Leser, der sich wirklich neutral über Politik informieren möchte, hätte ich doch eigentlich das Recht, wenigstens den Wortlaut der Rede zu erfahren, bevor man mir dazu eine Meinung in die Ohren schreit. Besonders für die ZEIT ein peinlich einseitiger Artikel. Man meint scheinbar wir sind allesamt einfach blöd genug um diese platten UNterscheidungen von gut und schlecht hinzunehmen und jemand wie Ahmadineschad ist als Verkörperung des Bösen wunderbar geeignet, da fragt keiner nach und ganz bald kann man mit Kopfnicken der schafsköpfigen Bevölkerung ein paar Bomben über seinem Kopf abwerfen - weil er ja ach so ein Rassist ist, darf er mit rassistischen Mitteln bekämpft werden und hat kein Recht darauf, gehört zu werden.
    Auf diesen Club habe auch ich keine Lust.

  5. ...ist eine Sache, sie weltweit zu drucken und zu kommentieren eine Andere. Wenn Rassismus-Reden nicht kommentiert und gesendet, gedruckt oder sonstwie unters Volk gebracht würden - tja - dann würden sie ungehört verhallen - aber wer will das schon (smile)

    Schönen Tag noch... und wie sagte Hape Kerkeling so schön: "morgen jagt man wieder eine andere Sau durchs Dorf"

  6. Das Gejammere über das angebliche "Vorenthalten" der Rede ist doch wohlfeil. Es braucht nur ein paar Mausklicks bei google um den Text zu finden.

    Mal eine kleine Rückfrage: habt Ihr auch jede Rede von Bush im Original gelesen und jedes Detail studiert? Bei Bush war man immer gerne schnell mit einem raschen Urteil dabei. Wenn es aber um den iranischen Präsidenten geht, werden noch die seltsamsten Auslegungsverrenkungen gemacht, um den offensichtlich antisemitischen und israelhasserischen Inhalt wegzuschieben. Damit möchte man sich anscheinend nicht beschäftigen. Hier gehört etwa dieser ganze Mythos, die Rede auf der Konferenz "A World without Zionism" sei falsch übersetzt worden. Jeder, der sich 3 Minuten lang damit beschäftigt, kann erkennen, dass Herr. A. ein kranker Antisemit ist, dass er - wie die meisten aus der Führungselite des Iran - von einem starken Israelhass durchdrungen ist. Da hilft uns kein Appeasement weiter!

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    Es werden nicht mal mehr einzelne Wörter oder Sätze zitiert. Dafür aber zig ungerichtete Entrüstungen. Informationen zur Grundlage der Meinung soll sich jeder selbst holen (bei der UN). Was ist den jetzt los. Sollen die Deutschen Bürger (und mit ihnen die aller anderen Länder) einzeln jetzt die Informationen anfordern. Sollen jetzt geschätzte 60 Mill. Deutsche einzeln an die UN schreiben ob sie die Mitschrift bekommen. Nein, die Journalisten hätten die Pflicht dies mitzugeben. Das wissen sie auch. Dass sie es nicht tuen ist verdächtig.

    Es kommt auch der Verdacht, dass alle Statements und Handlungsanweisungen zum Saalverlassen vorher geschrieben und abgesprochen waren. Was er dann gesagt hat war dann egal. Falls er (wie es aus unanbhängig veröffentlichten Passagen hervorgeht) eher gemäßigt Israel kritisiert hat, waren die Reaktionen unangemäßen, qua ihrer Konzertiertheit aber nicht mehr aufzuhalten.

    Dies wäre eine Erklärung warum es in jeder Zeitung zig Meinungen gibt aber keine einzige Wiedergabe wenigstens von Abschnitten.

    Auch ist es vielleicht ein Test zu sehen wieviel der Leser akzeptiert, also führbar ist.

    ich habe tatsächlich eine ganz besondere rede bushs analysiert. es war seine rede direkt nacht den anschlägen auf das WTC. gut, vielleicht werden sie gerade diese als eine ausnahmesituation sehen, doch vom prinzip her mündeten bushs aussagen unweigerlich auf: "kampf gegen den terrorismus", das "gute" amerika gegen die "bösen" waffen und terroristen drüben im osten-da wo die muslime sind.

    ich gebe ihnen aber recht in dem punkt der vorenthaltung, doch bitte berücksichtigen Sie, dass die meisten menschen sich nie von ihrer unmündigkeit befreit haben, um endlich ihren verstand zu nutzen und sich ihre meinungen selber zu bilden. genau diese menschen sind das gefundene fressen für die medien, die ihre meinung sehr gerne übertragen möchten.

    ich denke aber auch, dass man es den menschen gönnen sollte zitate oder abschnitte anders zu interpretieren.
    A. ist schließlich nicht der einzige mensch, der nicht davon ausgeht, das israel lediglich friedliche absichten hat. natürlich ist es dabei ganz klar ein absichtlicher schachzug von ihm (seinem zufriedenen lächeln nach zu urteilen) so viel aufmerksamkeit zu bekommen. er ist wieder mal thema nummer 1, weil es auch sonst nichts zu berichten gäbe in letzter zeit: piraten, Finanzkrise, Wahlkampf, Politikertreffen mal hier mal da.

    in erster linie verurteile ich persönlich das wegbleiben einiger nationen somit konnten sie nicht einmal demonstrativ während der rede den saal verlassen, wenn sie A. so stark verurteilen. wenn man wirklich frieden will, kann man schließlich nicht nach dem motto handeln: dessen gesicht passt mir nicht, nein da gehe ich einfach nicht hin.

    wenn es um frieden geht drückt man sich; geht es jedoch um geld/wirtschaft dann ist man gern mittendrin...

    Es werden nicht mal mehr einzelne Wörter oder Sätze zitiert. Dafür aber zig ungerichtete Entrüstungen. Informationen zur Grundlage der Meinung soll sich jeder selbst holen (bei der UN). Was ist den jetzt los. Sollen die Deutschen Bürger (und mit ihnen die aller anderen Länder) einzeln jetzt die Informationen anfordern. Sollen jetzt geschätzte 60 Mill. Deutsche einzeln an die UN schreiben ob sie die Mitschrift bekommen. Nein, die Journalisten hätten die Pflicht dies mitzugeben. Das wissen sie auch. Dass sie es nicht tuen ist verdächtig.

    Es kommt auch der Verdacht, dass alle Statements und Handlungsanweisungen zum Saalverlassen vorher geschrieben und abgesprochen waren. Was er dann gesagt hat war dann egal. Falls er (wie es aus unanbhängig veröffentlichten Passagen hervorgeht) eher gemäßigt Israel kritisiert hat, waren die Reaktionen unangemäßen, qua ihrer Konzertiertheit aber nicht mehr aufzuhalten.

    Dies wäre eine Erklärung warum es in jeder Zeitung zig Meinungen gibt aber keine einzige Wiedergabe wenigstens von Abschnitten.

    Auch ist es vielleicht ein Test zu sehen wieviel der Leser akzeptiert, also führbar ist.

    ich habe tatsächlich eine ganz besondere rede bushs analysiert. es war seine rede direkt nacht den anschlägen auf das WTC. gut, vielleicht werden sie gerade diese als eine ausnahmesituation sehen, doch vom prinzip her mündeten bushs aussagen unweigerlich auf: "kampf gegen den terrorismus", das "gute" amerika gegen die "bösen" waffen und terroristen drüben im osten-da wo die muslime sind.

    ich gebe ihnen aber recht in dem punkt der vorenthaltung, doch bitte berücksichtigen Sie, dass die meisten menschen sich nie von ihrer unmündigkeit befreit haben, um endlich ihren verstand zu nutzen und sich ihre meinungen selber zu bilden. genau diese menschen sind das gefundene fressen für die medien, die ihre meinung sehr gerne übertragen möchten.

    ich denke aber auch, dass man es den menschen gönnen sollte zitate oder abschnitte anders zu interpretieren.
    A. ist schließlich nicht der einzige mensch, der nicht davon ausgeht, das israel lediglich friedliche absichten hat. natürlich ist es dabei ganz klar ein absichtlicher schachzug von ihm (seinem zufriedenen lächeln nach zu urteilen) so viel aufmerksamkeit zu bekommen. er ist wieder mal thema nummer 1, weil es auch sonst nichts zu berichten gäbe in letzter zeit: piraten, Finanzkrise, Wahlkampf, Politikertreffen mal hier mal da.

    in erster linie verurteile ich persönlich das wegbleiben einiger nationen somit konnten sie nicht einmal demonstrativ während der rede den saal verlassen, wenn sie A. so stark verurteilen. wenn man wirklich frieden will, kann man schließlich nicht nach dem motto handeln: dessen gesicht passt mir nicht, nein da gehe ich einfach nicht hin.

    wenn es um frieden geht drückt man sich; geht es jedoch um geld/wirtschaft dann ist man gern mittendrin...

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