Rückkehr ins Amt Althaus räumt Schuld am Tod der Skifahrerin ein
Dieter Althaus nimmt die Regierungsgeschäfte wieder auf. Erstmals hat er offen seine Schuld am Unfalltod der Skifahrerin eingestanden: "Ich trage schwer daran"
Deutliche Worte in Erfurt: Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Rückkehr in die Staatskanzlei hat Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus erstmals seine Schuld am Tod einer 41 Jahre alten Frau eingestanden. Das Gutachten ergebe, "dass ich Schuld trage. Das belastet mich. Ich trage schwer daran". Der Ski-Unfall am Neujahrstag habe sein Leben, aber vor allem das Leben der Familie "nachhaltig verändert".
Noch im Frühjahr hatte der CDU-Politiker in einem Interview gesagt: "Schuld ist nicht die richtige Kategorie, um ein solch tragisches Unglück zu bewerten. Ich fühle mich aber verantwortlich."
Bei dem Zusammenprall auf der Skipiste war die Frau tödlich verletzt worden. Sie hinterließ einen Ehemann und vier Kinder. Bei dem Unfall hatte Althaus selbst ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und danach viele Woche in Kliniken verbringen müssen.
Diese Zeit sei jetzt aber vorbei, versicherte Althaus. Er fühle sich wieder "zu 100 Prozent fit" und könne sich wieder "voll und ganz" seinem Amt als Regierungschef widmen.
Diesen Anspruch untermauerte er mit konkreten Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise in seinem Land. Er kündigte ein Bürgschaftsprogramm zur Sicherung der Liquidität von krisengeschüttelten Firmen in seinem Land sowie gesonderte Hilfen für das Opel-Werk in Eisenach an.
Der Politiker bekräftigte, er wolle Ende August bei den Landtagswahlen die Alleinregierung der CDU verteidigen. Aktuellen Umfragen zufolge ist dieses Ziel allerdings nicht zu erreichen.
- Datum 20.04.2009 - 13:07 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 6
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nachhaltig eiskalte sprache, nachhaltig eiskaltes gehabe.
nachhaltiges abservieren bei der wahl, bitte.
Herr Althaus ist nicht der Erste der wenn es der Partei nützt sich Asche übers Haupt streut. Die Asche im trauigsten Sinn zu sammeln hatten seine Berater lange genug Gelegenheit. Sein eigentliches Denken kann man im Bild Interview nachlesen.
Was ist diesem Mann ein Menschenleben wert, wenn er jetzt einfach da weiter macht, wo er vor diesem selbst verschuldeten Unfall aufgehört hat?
Sie bedauern das Unglueck und das ist auch das Mindeste was man erwarten kann. aber warum raus aus der Politik wie manche fordern ?
sie leisteten bisher gute Arbeit und das sollte honoriert werden, haben den Unfall zwar verschuldet aber nicht herausgefordert, warum also Ruecktritt ?
Ich wuerde SIE waehlen waere ich Thueringer, mit IHRER CDU kann ich jedoch weit weniger anfangen, im Moment......!arno-cote d'azur
Es genügt nicht, diesen tragischen Unfall zum Anlaß zu nehmen, um "lokale Politik" zu machen. Wenn die thüringer CDU nur über diesen einzig "fähigen" Politkiker verfügt - so wird das den Bürgern seit Wochen verkündet - , dann ist es sehr schlecht um diese Partei bestellt und wird höchste Zeit, einer anderen Partei die Verantwortung für das Land zu übertragen. Aus seinen schritlichen und verbalen Erklärungen ist nur ein sehr oberflächliches Schuldbewußtsein zu erkennen.
Aus mehreren Gründen wäre es geboten, das Althaus nicht wieder solch ein Amt bekleidet. Es bleibt zu hoffen, daß ihn seine Freunde diesbezüglich entsprechend beraten.
...kann ich beim besten Willen kein persönliches Empfinden von Schuld erkennen.
"Das Gutachten ergebe, "dass ich Schuld trage. Das belastet mich. Ich trage schwer daran"
Ja, dieses schlimme Gutachten aber auch. Gäbe es das nicht, es wär ihm wohl leichter.
Persönliche Schuldanerkennung sieht anders aus.
Soll er eines Gutachtens wegen über Konsequenzen nachdenken?.
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