Studenten

So sind sie

Studenten sind unpolitisch!

Nur noch 37 Prozent der Studenten interessieren sich für Politik, vor 25 Jahren waren es noch 54 Prozent, so kann man es im Studierendensurvey der Konstanzer AG Hochschulforschung nachlesen. Laut einer Studie des Hochschulinformationssystems (HIS) wollten sich 2008 nur noch 14 Prozent politisch »stark engagieren«, 2002 waren es fast doppelt so viele. Lediglich 56 Prozent gaben 2008 an, sich »für andere Menschen einsetzen« zu wollen, gegenüber noch 63 Prozent sechs Jahre zuvor.

Wahr ist aber auch: Studenten sind immer noch politisch engagierter als der Bevölkerungsdurchschnitt – und weniger angepasst: Der Studierendensurvey ordnet die Mehrheit der Jungakademiker immer noch dem linken politischen Lager zu.

Leser-Kommentare
  1. Erstens: Die meisten Bachelor-Studenten haben vor ihrem Studium kein anderen Magister- oder Diplom-Studiengang belegt. Von daher find ich die Anmerkung, dass ihnen die "vermeintlich größere Freiheit der alten Studiengänge" nicht fehlt, nicht passend. Sie haben damit keine Erfahrungen gemacht und können das gar nicht miteinander vergleichen.
    Zweitens: Der neue Studiengang Bachelor/Master ist anders aufgebaut als die Magister-/Diplom-Studiengänge. Beim Bachelor steht vielmehr die Schnelligkeit des Studiums im Vordergrund. Die Bachelor-Studenten werden anders gefordert als die "alten" Studenten. Deshalb find ich den Vergleich des Zeitaufwandes der beiden Studiengänge für nicht tauglich.
    Drittens: Ich finde es schade, dass hier so viel Bezug auf die neuen Studiengänge genommen wird und so wenig auf die alten Studiengänge. Allgemein werden Alt-Studierende mit ihren Problemen an der Uni oft nicht so Ernst genommen, wie Bachelor-Studierende; es scheint mir manchmal, sie sind für die Uni eher eine Last.
    Viertens: Das Problem mit der zu geringen Allgemeinbildung hängt mit der Weiterentwickulng des Menschens und seiner Umgebung zusammen. Das kann man auf keinen Fall nur auf Studenten und Schüler beziehen. Jedes Fachgebiet ist so weit erforscht worden und mit anderen Fachgebieten vernetzt, wovon man auch noch so viele Information aufnehmen muss. Man kann sich nicht alles merken. Jeden Tag dringen immer mehr Informationen auf einen ein. Man kann Allgemeinbildung meiner Meinung nach auch nicht so einfach definieren. Was ist denn schon "allgemein"? Außerdem muss man an die Sache auch historisch herangehen... aber das führt zu weit.
    Als letztes noch: Die meisten dieser angeblichen Vorurteile gegenüber Studenten habe ich noch nie gehört! Aus welchem Ärmel haben sie die denn geschüttelt?!

    • hinoko
    • 27.04.2009 um 9:40 Uhr

    also ich habe vor meinem bachelor studium 4 semester magister studiert und kann nur sagen, dass der vergleich auch bei mir positiv ausfällt. die bachelor studenten kommen frisch von der schule (meistens jedenfalls) und gelangen direkt wieder in ein schulähnliches system. das kennen sie, da können sie kaum etwas falsch machen. wieso sollte ihnen das nicht gefallen?
    auch ich als bachelorstudentin habe trotz nebenerwerb mit weit mehr als 12 stunden die woche nicht das gefühl, überbelastet zu sein. ich gebe zwar zu, anfangs etwas angst gehabt zu haben, inwieweit diese vorurteile über die neuen studiengänge wohl stimmen mögen, aber in der realität der studenten kommen diese kaum an, was leider daran liegt, dass sich tatsächlich sehr wenige studenten noch in organisationen engagieren, um ihre eigenen wünsche und verbesserungsvorschläge durchzusetzen.
    alles in allem sollte man den bachelor und ganz besonders noch den master an einigen universitäten reformieren, aber wir stehen ja noch relativ am anfang dieses systems und sollten erst einmal abwarten, was es deutschland bringen kann.

  2. Also, je mehr ich nachdenke, desto mehr wurmt mich dieser Begriff Freiheit im Studium an Universitäten. Mein Studium ist etwa 15 Jahre zurück, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass ich nie "frei" war. Ich musste eine bestimmte Anzahl Scheine machen oder Seminare belegen, die in ihrer Thematik vorgegeben waren. Die Auswahl war mehr als begrenzt, da ja viele Profs gerne auch mal nur Forschungssemester machten. Ich konnte meinen Stundenplan auch nicht frei gestalten, weil ich abhängig von den Profs war, die gerne auch mal Wochenendseminare anboten, welche dann zwei- bis dreimal im Semester stattfanden oder die Vorlesungen meiner Pflichtscheine gerne auch mal auf einen Tag und noch gerner mal auf eine Uhrzeit gelegt wurden. Tja, dann eben im nächsten Semester. Struktur war nicht zu erkennen, die Vorlesungen und Seminare wurden eben so gelegt, wie es die Lehrenden wollten.
    Im Rückblick fällt mir auf, dass Lehre im Sinne von Ausbildung nur untergeordnete Priorität hat. 90 % meiner Scheine hätte ich auch nur mit Lektüre der genannten Fachliteratur machen können. Die Vorlesungen waren ein Witz, die Seminare oft stundenlange Selbstdarstellung. Die sog. Lehrenden merken nicht, dass sie in einem geschützten kleinen Biotop sitzen, aber Menschen ausbilden sollen, die später in anderen Welten arbeiten sollen. Die Freiheit scheint mir nur auf Seiten der Lehrenden zu finden. Interessant wäre es doch auch zu wissen, wie viele der in den Verbänden engagierten Studenten im Elfenbeinturm verbleiben.
    Die Universitäten sind auf Forschung ausgelegt, hier Grundlagenforschung genannt, die natürlich niemals außerhalb der Uni stattfinden würde. Lächerlich, wie viele Studienabsolventen haben denn in ihrem Studium ernsthaft geforscht? Ich meine nicht die Doktoranden, sondern Diplomanden (genauer geisteswissenschaftliche Bereiche)

    Universitäten nennen sich doch auch Hochschulen, was ist denn daran so falsch gute Lernstrukturen mit festen Lernplänen anzubieten? Wissen auf hohem Niveau in gut lernbaren Happen auf drei Termine pro Woche zu verteilen. Feste Lernzeiten einzuführen und nicht Vorlesungen um 20:00 Uhr zu halten. Semesterferien verkürzen und Trimester einführen. Ich wollte damals frei sein, aber frei von Ausbildung. Ich wollte arbeiten, produzieren, kreativ sein etc., eigenverantwortlich, frei von den Zahlungen meiner Eltern.

    Zum Bachelor/Master: Wir waren früher neidisch auf diese Studiengänge, konnten doch die Briten und Amerikaner wesentlich früher mit der echten Arbeit anfangen und Erfahrungen sammeln, die in Deutschland bei einigen Studiengängen erst mit 30 möglich sind/waren

    Mein Studium hat mich auf ein Leben im Elfenbein vorbereitet, nicht aber auf meine Berufe. Man könnte jetzt natürlich einwenden, an der Uni hätte ich gelernt, mich in Themen einzuarbeiten, aber das stimmt leider auch nicht, weil ich es im Beruf eben nicht nur mit Büchern zu tun habe, sondern auch mit Menschen und produktionstechnischen Realitäten. Außerdem wurden mit an der Uni keine neuen Lernstrategien und -techniken näher gebracht. Das mußte man schon am Gymnasium gelernt haben.
    Mein Fazit: Lehre findet an Universitäten nicht statt.
    Hoffe, dass es heute besser geworden ist. Die Fachhochschulen sind da glücklicherweise ein ganzes Stück weiter.

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    Mir, als Bachelorstudentin an der (Fach)Hochschule in BW, kommen ihre Universitätsverhältnisse himmlisch vor. Ein kleiner Überblick zur heutigen Situation im Verlgeich:
    Mittlerweile entscheidet die Studienprüfungsordnung welche Module und Seminare in welchem Semester belegt werden. So gut wie keine Wahlmöglichkeiten mehr: Es gibt 4-6 Seminare zur Auswahl. Sind die Wunschseminare voll, so belegt man das das übrig bleibt- egal ob das inhaltlich zum Studienschwerpunkt passt oder nicht.
    Es bleibt einem dann auch nicht die Freiheit, von Seminaren die einen wirklich nicht interessieren fortzubleiben, denn: Anwesenheitslisten! Hat man zweimal gefehlt ist das eine nicht erfüllte Studienleistung! So sitzen auch in den Seminaren, die einen sehr interessieren ca. 1/3 Studierender, die keine Lust haben, sich nicht beteiligen und nur die Zeit totschlagen. "Super" Atmosphäre!
    Prüfungsleistungen werden natürlich auch nur in dem dafür vorhergesehenen Semester geschrieben. Kann oder will man das aus was für Gründen auch immer nicht, hilft nur krankschreiben oder nicht schreiben, wobei man dann nur noch einen Versuch zum Bestehen der Leistung hat.
    Ich finde das Studium die richtige Zeit um Dinge wie Zeitmanagement oder auch kritisches Denken zu lernen, aber bei solch starren Strukturen muss das dann wohl bei Gymnasiasten bis zum Berufseinstieg warten.

    Mir, als Bachelorstudentin an der (Fach)Hochschule in BW, kommen ihre Universitätsverhältnisse himmlisch vor. Ein kleiner Überblick zur heutigen Situation im Verlgeich:
    Mittlerweile entscheidet die Studienprüfungsordnung welche Module und Seminare in welchem Semester belegt werden. So gut wie keine Wahlmöglichkeiten mehr: Es gibt 4-6 Seminare zur Auswahl. Sind die Wunschseminare voll, so belegt man das das übrig bleibt- egal ob das inhaltlich zum Studienschwerpunkt passt oder nicht.
    Es bleibt einem dann auch nicht die Freiheit, von Seminaren die einen wirklich nicht interessieren fortzubleiben, denn: Anwesenheitslisten! Hat man zweimal gefehlt ist das eine nicht erfüllte Studienleistung! So sitzen auch in den Seminaren, die einen sehr interessieren ca. 1/3 Studierender, die keine Lust haben, sich nicht beteiligen und nur die Zeit totschlagen. "Super" Atmosphäre!
    Prüfungsleistungen werden natürlich auch nur in dem dafür vorhergesehenen Semester geschrieben. Kann oder will man das aus was für Gründen auch immer nicht, hilft nur krankschreiben oder nicht schreiben, wobei man dann nur noch einen Versuch zum Bestehen der Leistung hat.
    Ich finde das Studium die richtige Zeit um Dinge wie Zeitmanagement oder auch kritisches Denken zu lernen, aber bei solch starren Strukturen muss das dann wohl bei Gymnasiasten bis zum Berufseinstieg warten.

    • landab
    • 14.05.2009 um 13:43 Uhr

    Also wirklich, was für eine Verquickung von Halbwahrheiten, polemischen Platitüden und mehr als fragwürdigen Statistiken aus denen dann der Autor die allseits bekannten und vorhersehbaren Schlüsse zieht. Man fragt sich, hat er das in der Bunten abgeschrieben oder ist er tatsächlich dermaßen ignorant? Wann hört die Zeit eigentlich auf damit, ständig dieses Loblied auf den Bachelor und Master zu singen und nimmt sich der Realität an, wo doch das Echo der letzten Monate auf die vorangegangenen Artikel mit der allzu schmeichlerische Sichtweise der neuen Studeingänge mehr als deutlich zeigt, wie schlimm die Lage wirklich ist.

    Bitte, bitte, liebe Redakteure der Zeit, machen Sie sich Mut und einen starken Kaffee, wachen Sie auf und machen Sie wieder richtigen Journalismus. Ja, Sie können es. Stellen Sie Fragen, auf die so noch keiner gekommen ist und überraschen Sie uns. Wenn Sie dabei witzig sein wollen, um so besser. Die billige, neoliberale Meinungsmache aber überlassen sie mal lieber dem Spiegel, die können das eh viel besser.

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    Wie schlimm die Lage wirklich ist? Das war sie doch schon vor Bachelor- und Masterstudiengängen. Singen Sie doch bitte mal ein Loblied auf die guten alten Universitäten. Wird wahrscheinlich eine Kackophonie.

    Wie schlimm die Lage wirklich ist? Das war sie doch schon vor Bachelor- und Masterstudiengängen. Singen Sie doch bitte mal ein Loblied auf die guten alten Universitäten. Wird wahrscheinlich eine Kackophonie.

  3. Wie schlimm die Lage wirklich ist? Das war sie doch schon vor Bachelor- und Masterstudiengängen. Singen Sie doch bitte mal ein Loblied auf die guten alten Universitäten. Wird wahrscheinlich eine Kackophonie.

    Antwort auf "Ist die Zeit am Ende?"
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    • landab
    • 14.05.2009 um 15:07 Uhr

    Tatsächlich, verbessern können hätte man vieles und es gab reichlich Gelegenheit dafür. Hat nur leider niemand getan. Statdessen hat man sich angeschickt, dem angelsächsischem Vorbild nachzueifern und den hiesigen Bildungsstandard auf amerikanisch/britisches Niveau herunterzuschrumpfen. Also, nochmal zum mitschreiben, damit auch keiner was falsch versteht, so sehr er es denn auch will.
    Nein, natürlich war füher nicht alles besser, aber leider hat man nicht versucht, die wirklichen Probleme der Unis zu lösen, sondern die Sache den "marktregulierenden Kräften" zu überlassen. Wir sind zwar noch nicht da angekommen wo man z.B. in Großbritannien und den U.S.A schon längst ist, aber wir sind auf dem besten Wege unseren einmaligen Bildungsstand scheibchenweise zu verlieren ,zu Gunsten derer, die seit jeher nur die eigene Bereicherung im Sinn haben. Das letzte was wir da brauchen, ist eine Presse, die uns das als Fortschritt verkaufen will.

    • landab
    • 14.05.2009 um 15:07 Uhr

    Tatsächlich, verbessern können hätte man vieles und es gab reichlich Gelegenheit dafür. Hat nur leider niemand getan. Statdessen hat man sich angeschickt, dem angelsächsischem Vorbild nachzueifern und den hiesigen Bildungsstandard auf amerikanisch/britisches Niveau herunterzuschrumpfen. Also, nochmal zum mitschreiben, damit auch keiner was falsch versteht, so sehr er es denn auch will.
    Nein, natürlich war füher nicht alles besser, aber leider hat man nicht versucht, die wirklichen Probleme der Unis zu lösen, sondern die Sache den "marktregulierenden Kräften" zu überlassen. Wir sind zwar noch nicht da angekommen wo man z.B. in Großbritannien und den U.S.A schon längst ist, aber wir sind auf dem besten Wege unseren einmaligen Bildungsstand scheibchenweise zu verlieren ,zu Gunsten derer, die seit jeher nur die eigene Bereicherung im Sinn haben. Das letzte was wir da brauchen, ist eine Presse, die uns das als Fortschritt verkaufen will.

    • landab
    • 14.05.2009 um 15:07 Uhr

    Tatsächlich, verbessern können hätte man vieles und es gab reichlich Gelegenheit dafür. Hat nur leider niemand getan. Statdessen hat man sich angeschickt, dem angelsächsischem Vorbild nachzueifern und den hiesigen Bildungsstandard auf amerikanisch/britisches Niveau herunterzuschrumpfen. Also, nochmal zum mitschreiben, damit auch keiner was falsch versteht, so sehr er es denn auch will.
    Nein, natürlich war füher nicht alles besser, aber leider hat man nicht versucht, die wirklichen Probleme der Unis zu lösen, sondern die Sache den "marktregulierenden Kräften" zu überlassen. Wir sind zwar noch nicht da angekommen wo man z.B. in Großbritannien und den U.S.A schon längst ist, aber wir sind auf dem besten Wege unseren einmaligen Bildungsstand scheibchenweise zu verlieren ,zu Gunsten derer, die seit jeher nur die eigene Bereicherung im Sinn haben. Das letzte was wir da brauchen, ist eine Presse, die uns das als Fortschritt verkaufen will.

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    amerikanisch/britisches Niveau? Dieser Artikel beschreibt Studenten und eben Universitäten. In welcher Disziplin wollen Sie sich vergleichen. Für jeden Chemiker, den ich kenne, war es Standard seinen Post-Doc an einer solchen Uni zu machen. Die haben sich nicht beklagt. Ich war in Bristol an der Uni, solche Möglichkeiten hätte ich hier gerne gehabt. Und natürlich sind unsere Unis "alle" internationale Spitzenklasse gewesen. Geistenwissenschaften (Geschichte) in Oxford, das treibt mir immer noch Tränen des Neides in die Augen. 1 Prof auf 4 Studenten im Seminar. Die haben andere Probleme als wir.

    Oder meinen Sie den gesellschaftlichen Bildungsstandard? Ich habe viele offene und gut ausgebildete Menschen in diesen Ländern kennengelernt. Die waren nicht schlechter ausgebildet/gebildet als wir. Sind wir in der Masse gebildeter als "die"? Kann ich nicht mit gutem Gewissen sagen. Waren wir in der Masse gebildeter als "die"? Auch das lässt sich nicht ohne Chauvinismus sagen. Auch diese Nationen haben Dichter und Denker hervorgebracht. An der Uni übt man sich nicht in Allgemeinbildung (für mich Bildungsstandard) auch dort ist Allgemeinbildung eine Frage der Eigeninitiative. Und bitte Fachidioten haben wir in Deutschland schon immer gehabt. In den 50ern, 60ern usw.

    Zum heutigen Bildungsstandard (trivial:Allgemeinbildung) gehört es, sich mit Computer, Internet und entsprechenden Programmen auszukennen. Da sind die Meister der klassischen Allgemeinbildung, Lehrer und Professoren ihre Schülern weit unterlegen. Naturwissenschaftliche Berufe haben sich früher auch nicht um diese Art von Allgemeinbildung gekümmert. Warum sollten sie auch? Kenne genügend Sprachwissenschaftler, die mit ihren null-Kenntnissen im naturwissenschaftlichen Bereich koketieren. Hach, in Mathe war ich immer schlecht.

    Jede Nation hat ihre eigenen Themen, die die Allgemeinbildung des Landes definiert. Warum sollte das jetzt unbedingt miteinander verglichen werden. In England gehört Typografie zum feinen Ton in der besser gebildeten Bevölkerung, hier in Deutschland kennen die meisten nur Arial und Times New Roman und können nur unter schwersten Anstrengungen Unterschiede erkennen.

    Bildungsstandard wäre für mich, im Leben mit dem Erlernten eine Basis für weiteres Wissen zu erlangen. Wir lernen immer noch 333- Issos Keilerei, super. Interessant wäre Speedreading und fortgeschrittenere Lernstrategien. Aber nein, immer weiter zumüllen mit veralteten Informationen und Texten.

    Die Schüler und Studenten sind schlechter ausgebildet und fauler und dümmer als die vor 20 Jahren, 40 Jahren, 60 Jahren. Vor 20 Jahren habe ich schon gehört, dass mein Abi nichts mehr wert ist. "Weil in den 60ern, hat man viel schwerere Prüfungen ablegen müssen." Die heutigen Studenten sind viel zielstrebiger. Sie müssen es sein, weil unsere Generation 24-jährige Multifunktions-Mitarbeiter verlangt, die dann noch 5 Jahre in Praktika investieren müssen. Die "Spaßgeneration" arbeitet sogar erheblich mehr neben dem Studium. Zum Teil des Geldes wegen, zum Teil der Erfahrung wegen. Damit das Praktikum nicht mehr so lange dauert.

    Intelligente und ambitionierte Menschen verdummen nicht, sie entwickeln sich weiter. Egal, wie der Studiengang sich gerade nennt. Vielleicht wäre es sinniger gewesen, die neuen Studiengänge nicht mit englischen Namen zu benennen. Das hätte es garantiert nur die Hälfte an Aufregung gegeben.

    amerikanisch/britisches Niveau? Dieser Artikel beschreibt Studenten und eben Universitäten. In welcher Disziplin wollen Sie sich vergleichen. Für jeden Chemiker, den ich kenne, war es Standard seinen Post-Doc an einer solchen Uni zu machen. Die haben sich nicht beklagt. Ich war in Bristol an der Uni, solche Möglichkeiten hätte ich hier gerne gehabt. Und natürlich sind unsere Unis "alle" internationale Spitzenklasse gewesen. Geistenwissenschaften (Geschichte) in Oxford, das treibt mir immer noch Tränen des Neides in die Augen. 1 Prof auf 4 Studenten im Seminar. Die haben andere Probleme als wir.

    Oder meinen Sie den gesellschaftlichen Bildungsstandard? Ich habe viele offene und gut ausgebildete Menschen in diesen Ländern kennengelernt. Die waren nicht schlechter ausgebildet/gebildet als wir. Sind wir in der Masse gebildeter als "die"? Kann ich nicht mit gutem Gewissen sagen. Waren wir in der Masse gebildeter als "die"? Auch das lässt sich nicht ohne Chauvinismus sagen. Auch diese Nationen haben Dichter und Denker hervorgebracht. An der Uni übt man sich nicht in Allgemeinbildung (für mich Bildungsstandard) auch dort ist Allgemeinbildung eine Frage der Eigeninitiative. Und bitte Fachidioten haben wir in Deutschland schon immer gehabt. In den 50ern, 60ern usw.

    Zum heutigen Bildungsstandard (trivial:Allgemeinbildung) gehört es, sich mit Computer, Internet und entsprechenden Programmen auszukennen. Da sind die Meister der klassischen Allgemeinbildung, Lehrer und Professoren ihre Schülern weit unterlegen. Naturwissenschaftliche Berufe haben sich früher auch nicht um diese Art von Allgemeinbildung gekümmert. Warum sollten sie auch? Kenne genügend Sprachwissenschaftler, die mit ihren null-Kenntnissen im naturwissenschaftlichen Bereich koketieren. Hach, in Mathe war ich immer schlecht.

    Jede Nation hat ihre eigenen Themen, die die Allgemeinbildung des Landes definiert. Warum sollte das jetzt unbedingt miteinander verglichen werden. In England gehört Typografie zum feinen Ton in der besser gebildeten Bevölkerung, hier in Deutschland kennen die meisten nur Arial und Times New Roman und können nur unter schwersten Anstrengungen Unterschiede erkennen.

    Bildungsstandard wäre für mich, im Leben mit dem Erlernten eine Basis für weiteres Wissen zu erlangen. Wir lernen immer noch 333- Issos Keilerei, super. Interessant wäre Speedreading und fortgeschrittenere Lernstrategien. Aber nein, immer weiter zumüllen mit veralteten Informationen und Texten.

    Die Schüler und Studenten sind schlechter ausgebildet und fauler und dümmer als die vor 20 Jahren, 40 Jahren, 60 Jahren. Vor 20 Jahren habe ich schon gehört, dass mein Abi nichts mehr wert ist. "Weil in den 60ern, hat man viel schwerere Prüfungen ablegen müssen." Die heutigen Studenten sind viel zielstrebiger. Sie müssen es sein, weil unsere Generation 24-jährige Multifunktions-Mitarbeiter verlangt, die dann noch 5 Jahre in Praktika investieren müssen. Die "Spaßgeneration" arbeitet sogar erheblich mehr neben dem Studium. Zum Teil des Geldes wegen, zum Teil der Erfahrung wegen. Damit das Praktikum nicht mehr so lange dauert.

    Intelligente und ambitionierte Menschen verdummen nicht, sie entwickeln sich weiter. Egal, wie der Studiengang sich gerade nennt. Vielleicht wäre es sinniger gewesen, die neuen Studiengänge nicht mit englischen Namen zu benennen. Das hätte es garantiert nur die Hälfte an Aufregung gegeben.

  4. amerikanisch/britisches Niveau? Dieser Artikel beschreibt Studenten und eben Universitäten. In welcher Disziplin wollen Sie sich vergleichen. Für jeden Chemiker, den ich kenne, war es Standard seinen Post-Doc an einer solchen Uni zu machen. Die haben sich nicht beklagt. Ich war in Bristol an der Uni, solche Möglichkeiten hätte ich hier gerne gehabt. Und natürlich sind unsere Unis "alle" internationale Spitzenklasse gewesen. Geistenwissenschaften (Geschichte) in Oxford, das treibt mir immer noch Tränen des Neides in die Augen. 1 Prof auf 4 Studenten im Seminar. Die haben andere Probleme als wir.

    Oder meinen Sie den gesellschaftlichen Bildungsstandard? Ich habe viele offene und gut ausgebildete Menschen in diesen Ländern kennengelernt. Die waren nicht schlechter ausgebildet/gebildet als wir. Sind wir in der Masse gebildeter als "die"? Kann ich nicht mit gutem Gewissen sagen. Waren wir in der Masse gebildeter als "die"? Auch das lässt sich nicht ohne Chauvinismus sagen. Auch diese Nationen haben Dichter und Denker hervorgebracht. An der Uni übt man sich nicht in Allgemeinbildung (für mich Bildungsstandard) auch dort ist Allgemeinbildung eine Frage der Eigeninitiative. Und bitte Fachidioten haben wir in Deutschland schon immer gehabt. In den 50ern, 60ern usw.

    Zum heutigen Bildungsstandard (trivial:Allgemeinbildung) gehört es, sich mit Computer, Internet und entsprechenden Programmen auszukennen. Da sind die Meister der klassischen Allgemeinbildung, Lehrer und Professoren ihre Schülern weit unterlegen. Naturwissenschaftliche Berufe haben sich früher auch nicht um diese Art von Allgemeinbildung gekümmert. Warum sollten sie auch? Kenne genügend Sprachwissenschaftler, die mit ihren null-Kenntnissen im naturwissenschaftlichen Bereich koketieren. Hach, in Mathe war ich immer schlecht.

    Jede Nation hat ihre eigenen Themen, die die Allgemeinbildung des Landes definiert. Warum sollte das jetzt unbedingt miteinander verglichen werden. In England gehört Typografie zum feinen Ton in der besser gebildeten Bevölkerung, hier in Deutschland kennen die meisten nur Arial und Times New Roman und können nur unter schwersten Anstrengungen Unterschiede erkennen.

    Bildungsstandard wäre für mich, im Leben mit dem Erlernten eine Basis für weiteres Wissen zu erlangen. Wir lernen immer noch 333- Issos Keilerei, super. Interessant wäre Speedreading und fortgeschrittenere Lernstrategien. Aber nein, immer weiter zumüllen mit veralteten Informationen und Texten.

    Die Schüler und Studenten sind schlechter ausgebildet und fauler und dümmer als die vor 20 Jahren, 40 Jahren, 60 Jahren. Vor 20 Jahren habe ich schon gehört, dass mein Abi nichts mehr wert ist. "Weil in den 60ern, hat man viel schwerere Prüfungen ablegen müssen." Die heutigen Studenten sind viel zielstrebiger. Sie müssen es sein, weil unsere Generation 24-jährige Multifunktions-Mitarbeiter verlangt, die dann noch 5 Jahre in Praktika investieren müssen. Die "Spaßgeneration" arbeitet sogar erheblich mehr neben dem Studium. Zum Teil des Geldes wegen, zum Teil der Erfahrung wegen. Damit das Praktikum nicht mehr so lange dauert.

    Intelligente und ambitionierte Menschen verdummen nicht, sie entwickeln sich weiter. Egal, wie der Studiengang sich gerade nennt. Vielleicht wäre es sinniger gewesen, die neuen Studiengänge nicht mit englischen Namen zu benennen. Das hätte es garantiert nur die Hälfte an Aufregung gegeben.

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    • landab
    • 14.05.2009 um 18:00 Uhr

    Es überrascht wieder einmal nicht, daß die Befürworter des Bachelor/Master immer und ewig die Institute wie Oxford, MIT, etc. anführen um die Vorzüge eines Systems anzupreisen, welches in erster Linie hervorragende Bedingungen für eine betuchte Elite schafft (die finanziellen Mittel dieser Unis aus privater Hand treiben einem wirklich die Tränen in die Augen), es aber dabei dem Großteil der Gesellschaft weitaus schwerer macht. Lassen wir doch einmal die Rethorikkeule und so abgedroschene Floskeln wie "Spaßgesellschaft" beiseite. Fakt ist z.B., daß die Mehrheit derer, die sich ihr Studium nicht von ihren Eltern finanzieren lassen können und somit nebenher arbeiten müssen, es heute weitaus schwerer haben, dank entsprechender Verschulung und mangelnder Flexibilität der neuen Studiengänge. Auch wenn sie es gerne so verstehen möchten, die Kritik gilt nicht den Menschen des angelsächsischem Raumes oder ihrer Kultur, sondern dem System, welches die Rahmenbedingungen schafft. Davon mal abgesehen sieht z.B. die Mehrheit der britischen Studenten ihr eigenes Bildungssystem weitaus kritischer als wir, mit Ausnahme derer von Oxbridge. Der geradezu reflexhafte Vorwurf von kulturellem Chauvinismus ist auch wieder so eine Phrase aus der Rethorikkiste und steuert die Diskussion in reichlich emotionales Gewässer, wo sie nichts zu suchen hat. Es ist jedoch unerträglich mitanzsehen, wie ambitionierte und intelligente Menschen weit unter ihren Fähigkeiten bleiben, da das Studium es ihnen nicht ermöglicht, ihr volles Potential zu entfalten. Dies gilt für Europa ebenso wie für die andere Seite des Atlantiks. Wie Sie schon sagten, es stimmt, daß man in den Betrieben nach der eierlegenden Wollmilchsau Ausschau hält, die auch gerne erstmal für lau ein paar Praktika absolviert und somit nicht dem Unternehmen finanziell zur Last fällt. Die Frage ist bloß, wollen wir das? Und falls nicht, wie können wir dagegen steuern, anstatt es bloß hinzunehmen. Andernfalls werden wir zu dem, was man mittlerweile überall als "Human Resources" bezeichnet, und es kommt, wer hätte das gedacht (Achtung: Chauvinismus) auch aus dem englischem Sprachgebrauch und zeugt von einer unmenschlichen Haltung der Betriebe gegenüber ihren Mitarbeitern, die wir uns mittlerweile auch hier zu Eigen gemacht haben. Der Mensch, ein Kostenfaktor und Verbrauchsmaterial, wie Erdöl oder Kohle. Es ist schon lächerlich, das sagen zu müssen, aber das zu kritisieren heißt wohl kaum eine Feindseligkeit gegenüber einem Kulturraum zu hegen. Die Gegenüberstellung einer verschnarchten und uneffizienten Bildungsinstitution wie der klassischen Bummeluni aus den 60ern mit der wirtschaftorientierten und schnellen Ausbildung heutzutage führt leider am wahren Dilemma vorbei und ist zutiefst polemisch. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Universitäten reformieren müssen, sondern ob wir dies zu Gunsten der Wirtschaft oder der Gesellschaft tun sollten, die momentan leider weniger miteinander zu tun haben als wir glauben. Es hilft dabei aber überhapt nicht wenn wir, anstatt eigene Lösungen zu finden, die den entprechenden Besonderheiten gerecht werden, von anderen abkupfern um dann zu realisiren, das dies nicht funktionieren kann.

    • landab
    • 14.05.2009 um 18:00 Uhr

    Es überrascht wieder einmal nicht, daß die Befürworter des Bachelor/Master immer und ewig die Institute wie Oxford, MIT, etc. anführen um die Vorzüge eines Systems anzupreisen, welches in erster Linie hervorragende Bedingungen für eine betuchte Elite schafft (die finanziellen Mittel dieser Unis aus privater Hand treiben einem wirklich die Tränen in die Augen), es aber dabei dem Großteil der Gesellschaft weitaus schwerer macht. Lassen wir doch einmal die Rethorikkeule und so abgedroschene Floskeln wie "Spaßgesellschaft" beiseite. Fakt ist z.B., daß die Mehrheit derer, die sich ihr Studium nicht von ihren Eltern finanzieren lassen können und somit nebenher arbeiten müssen, es heute weitaus schwerer haben, dank entsprechender Verschulung und mangelnder Flexibilität der neuen Studiengänge. Auch wenn sie es gerne so verstehen möchten, die Kritik gilt nicht den Menschen des angelsächsischem Raumes oder ihrer Kultur, sondern dem System, welches die Rahmenbedingungen schafft. Davon mal abgesehen sieht z.B. die Mehrheit der britischen Studenten ihr eigenes Bildungssystem weitaus kritischer als wir, mit Ausnahme derer von Oxbridge. Der geradezu reflexhafte Vorwurf von kulturellem Chauvinismus ist auch wieder so eine Phrase aus der Rethorikkiste und steuert die Diskussion in reichlich emotionales Gewässer, wo sie nichts zu suchen hat. Es ist jedoch unerträglich mitanzsehen, wie ambitionierte und intelligente Menschen weit unter ihren Fähigkeiten bleiben, da das Studium es ihnen nicht ermöglicht, ihr volles Potential zu entfalten. Dies gilt für Europa ebenso wie für die andere Seite des Atlantiks. Wie Sie schon sagten, es stimmt, daß man in den Betrieben nach der eierlegenden Wollmilchsau Ausschau hält, die auch gerne erstmal für lau ein paar Praktika absolviert und somit nicht dem Unternehmen finanziell zur Last fällt. Die Frage ist bloß, wollen wir das? Und falls nicht, wie können wir dagegen steuern, anstatt es bloß hinzunehmen. Andernfalls werden wir zu dem, was man mittlerweile überall als "Human Resources" bezeichnet, und es kommt, wer hätte das gedacht (Achtung: Chauvinismus) auch aus dem englischem Sprachgebrauch und zeugt von einer unmenschlichen Haltung der Betriebe gegenüber ihren Mitarbeitern, die wir uns mittlerweile auch hier zu Eigen gemacht haben. Der Mensch, ein Kostenfaktor und Verbrauchsmaterial, wie Erdöl oder Kohle. Es ist schon lächerlich, das sagen zu müssen, aber das zu kritisieren heißt wohl kaum eine Feindseligkeit gegenüber einem Kulturraum zu hegen. Die Gegenüberstellung einer verschnarchten und uneffizienten Bildungsinstitution wie der klassischen Bummeluni aus den 60ern mit der wirtschaftorientierten und schnellen Ausbildung heutzutage führt leider am wahren Dilemma vorbei und ist zutiefst polemisch. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Universitäten reformieren müssen, sondern ob wir dies zu Gunsten der Wirtschaft oder der Gesellschaft tun sollten, die momentan leider weniger miteinander zu tun haben als wir glauben. Es hilft dabei aber überhapt nicht wenn wir, anstatt eigene Lösungen zu finden, die den entprechenden Besonderheiten gerecht werden, von anderen abkupfern um dann zu realisiren, das dies nicht funktionieren kann.

    • landab
    • 14.05.2009 um 18:00 Uhr

    Es überrascht wieder einmal nicht, daß die Befürworter des Bachelor/Master immer und ewig die Institute wie Oxford, MIT, etc. anführen um die Vorzüge eines Systems anzupreisen, welches in erster Linie hervorragende Bedingungen für eine betuchte Elite schafft (die finanziellen Mittel dieser Unis aus privater Hand treiben einem wirklich die Tränen in die Augen), es aber dabei dem Großteil der Gesellschaft weitaus schwerer macht. Lassen wir doch einmal die Rethorikkeule und so abgedroschene Floskeln wie "Spaßgesellschaft" beiseite. Fakt ist z.B., daß die Mehrheit derer, die sich ihr Studium nicht von ihren Eltern finanzieren lassen können und somit nebenher arbeiten müssen, es heute weitaus schwerer haben, dank entsprechender Verschulung und mangelnder Flexibilität der neuen Studiengänge. Auch wenn sie es gerne so verstehen möchten, die Kritik gilt nicht den Menschen des angelsächsischem Raumes oder ihrer Kultur, sondern dem System, welches die Rahmenbedingungen schafft. Davon mal abgesehen sieht z.B. die Mehrheit der britischen Studenten ihr eigenes Bildungssystem weitaus kritischer als wir, mit Ausnahme derer von Oxbridge. Der geradezu reflexhafte Vorwurf von kulturellem Chauvinismus ist auch wieder so eine Phrase aus der Rethorikkiste und steuert die Diskussion in reichlich emotionales Gewässer, wo sie nichts zu suchen hat. Es ist jedoch unerträglich mitanzsehen, wie ambitionierte und intelligente Menschen weit unter ihren Fähigkeiten bleiben, da das Studium es ihnen nicht ermöglicht, ihr volles Potential zu entfalten. Dies gilt für Europa ebenso wie für die andere Seite des Atlantiks. Wie Sie schon sagten, es stimmt, daß man in den Betrieben nach der eierlegenden Wollmilchsau Ausschau hält, die auch gerne erstmal für lau ein paar Praktika absolviert und somit nicht dem Unternehmen finanziell zur Last fällt. Die Frage ist bloß, wollen wir das? Und falls nicht, wie können wir dagegen steuern, anstatt es bloß hinzunehmen. Andernfalls werden wir zu dem, was man mittlerweile überall als "Human Resources" bezeichnet, und es kommt, wer hätte das gedacht (Achtung: Chauvinismus) auch aus dem englischem Sprachgebrauch und zeugt von einer unmenschlichen Haltung der Betriebe gegenüber ihren Mitarbeitern, die wir uns mittlerweile auch hier zu Eigen gemacht haben. Der Mensch, ein Kostenfaktor und Verbrauchsmaterial, wie Erdöl oder Kohle. Es ist schon lächerlich, das sagen zu müssen, aber das zu kritisieren heißt wohl kaum eine Feindseligkeit gegenüber einem Kulturraum zu hegen. Die Gegenüberstellung einer verschnarchten und uneffizienten Bildungsinstitution wie der klassischen Bummeluni aus den 60ern mit der wirtschaftorientierten und schnellen Ausbildung heutzutage führt leider am wahren Dilemma vorbei und ist zutiefst polemisch. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Universitäten reformieren müssen, sondern ob wir dies zu Gunsten der Wirtschaft oder der Gesellschaft tun sollten, die momentan leider weniger miteinander zu tun haben als wir glauben. Es hilft dabei aber überhapt nicht wenn wir, anstatt eigene Lösungen zu finden, die den entprechenden Besonderheiten gerecht werden, von anderen abkupfern um dann zu realisiren, das dies nicht funktionieren kann.

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