Arbeitslosigkeit Bundesagentur für Arbeit geht das Geld aus
Die Bundesagentur für Arbeit muss voraussichtlich im Herbst einen Überbrückungskredit beim Bund aufnehmen. Minister Scholz beteuert: Der Versicherungssatz bleibt stabil
Eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) bestätigte in Nürnberg einen Bericht des Magazins Spiegel. Demnach wird die Arbeitslosenversicherung im Oktober wahrscheinlich ein Liquiditätsproblem bekommen. Hintergrund ist neben den Auswirkungen der Wirtschaftskrise der veränderte Zahlungstermin für Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, die die BA zusätzlich zu den Beiträgen aus der Arbeitslosenversicherung erhält.
Der Zuschuss aus der Mehrwertsteuer war der BA bisher monatlich überwiesen worden. In diesem Jahr zahlt der Bund die Summe von rund 7,8 Milliarden Euro aber erst vollständig im Dezember. Dadurch ergibt sich eine finanzielle Lücke zwischen Herbst und Dezember, die durch ein Darlehen vom Bund geschlossen werden muss.
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) bekräftigte unterdessen, der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung solle auf jeden Fall bis einschließlich 2010 stabil bei 2,8 Prozent bleiben. "Wir haben den Beitragssatz von 6,5 auf jetzt 2,8 Prozent gesenkt. Dabei bleibt es in jedem Fall 2009 und 2010", sagte Scholz der Sächsischen Zeitung. "Falls die Rücklagen der Bundesagentur irgendwann nächstes Jahr nicht mehr reichen sollten, wird der Bundeshaushalt aushelfen. Das heißt: Wir werden nicht in der Krise den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung anheben. Und wir werden keine einzige Leistung reduzieren."
Scholz wandte sich gegen Ideen, das Arbeitslosengeld I länger zu zahlen oder das Schonvermögen für Hartz-IV-Empfänger zu erhöhen. "Ich bin dafür, alle Mittel darauf zu konzentrieren, die Arbeitsplätze zu sichern. Wo das nicht geht, sollten wir alles tun, was hilft, damit diejenigen, denen jetzt gekündigt wird, bald einen neuen Arbeitsplatz finden." Eine etwaige Verlängerung der Kurzarbeit auf zwei Jahre lasse sich mit einer Rechtsverordnung schnell machen, falls das nötig sei.
- Datum 18.04.2009 - 15:01 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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denn mit bedingungslosem Grundeinkommen?
Die Steuern werden erhöht.
Jedem Betrieb, der von dem Kurzarbeitergeld profitiert,
müßte die Bezeichnung VEB vorangestellt werden.
Tänzerinnen und Tänzer mit umgehängten großen Plakaten, auf denen Original-Absagen stehen, fassen sich an den Händen und drehen sich immer schneller im Kreis. In der Mitte, auf einem Scheiterhaufen aus Aktenordnern sitzend, salbadert die Sozialberatung (deutlich beschriftet) immer lauter und lauter. Auf einer Leiter steht die Agentur für Arbeit und wirft unablässig Geldscheine auf die Sozialberatung herab. Von Zeit zu Zeit steht die Sozialberatung auf und zündet einige Geldscheine an.
Nun singen die Tänzer, mal laut und mal leise, in abwechselnden Tonhöhen, kurze Passagen aus den Absagen. Zum Beispiel: Vielen Dank für Ihr Interesse, haben uns leider für einen anderen Bewerber entschieden, Ihre Unterlagen haben wir der Vernichtung (ganz laut mit schrillem Ton!) zugeführt. Die Sozialberatung schreit Worte dazwischen: Profiling, social engineering; das Arbeitsamt brüllt unablässig: Weiterqualifizieren! Der Tanz der Absagen wird immer schneller. Schwarzer, stinkender Rauch wird auf die Bühne geleitet, der Lärm schwillt infernalisch an. Die Tänzer sterben. Nur Sozialberatung und Arbeitsamt überleben und kriechen hilflos umher.
Graue Formulare rieseln in den Zuschauerraum.
Sie müssen ausgefüllt werden, um den Raum verlassen zu dürfen.
Vorhang
rheinelbe
Es war der größtmögliche Fehler, zum 1. Januar 2009 den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 3,3 auf 2,8 Prozent zu senken. Zwar hat die Bundesagentur in den Aufschwungjahren riesige Überschüsse angehäuft, aber die sollten möglichst langsam aufgebraucht werden – nicht wie jetzt innerhalb eines einzigen Jahres. Nun muss der Bund mit einem voraussichtlich sehr hohen Darlehen aushelfen, damit die Leistungen nicht reduziert werden resp. der Beitragssatz nicht prozyklisch angehoben wird. So wird jedoch das Affektationsprinzip (Zweckbindungsprinzip) der Sozialversicherungen ausgehöhlt, und die Versicherung wird vom Bund abhängig.
Zwar wird die Regierung die Arbeitslosenunterstützung 2010 wohl kaum kürzen. Aber um die laufenden Kosten durch steigende Arbeitslosigkeit zu finanzieren sowie das Darlehen zurückzuzahlen, wird es danach (und 2011 sind die Folgen der Krise noch nicht ausgestanden) zu einer massiven Anhebung, vermutlich gar einer Verdopplung des Beitragssatzes kommen müssen. Je nachdem welche Regierung (Große Koalition; CDU-FDP) dann gerade amtiert, wird das eher auf eine Kürzung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und einer Verringerung des Arbeitslosengeldes hinauslaufen. Wir wissen noch, wie solche Maßnahmen vorbereitet werden: der Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, die Sozialversicherungen gingen pleite usw.
Und das alles nur, weil man der Arbeitslosenversicherung Anfang 2009 die finanzielle Grundlage entzogen hat.
Es war offensichtlich, dass der Bedarf 2009 und 2010 steigen wird; wenn man davon ausgeht, dass keiner so dumm sein kann, da die Einnahmen zu senken, bleibt nur anzunehmen, dass es gewollt war, eine weitere Entlastung der Arbeitgeber durch den Steuerzahler finanzieren zu lassen.
Schande ueber die SPD, die auf ihren Arbeitsminister nun wirklich nicht schtolz sein kann!
Es war offensichtlich, dass der Bedarf 2009 und 2010 steigen wird; wenn man davon ausgeht, dass keiner so dumm sein kann, da die Einnahmen zu senken, bleibt nur anzunehmen, dass es gewollt war, eine weitere Entlastung der Arbeitgeber durch den Steuerzahler finanzieren zu lassen.
Schande ueber die SPD, die auf ihren Arbeitsminister nun wirklich nicht schtolz sein kann!
Die Tatsache dass die Linken wie auch Gewerkschaften eher gegen das bedingungslose Grundeinkommen sind, macht es mir schon mal sehr symphatisch.
Der Umstand, dass in Deutschland einerseits der Wohlstand wächst, andererseits immer mehr Menschen nahe der Armutsgrenze leben, während Deutschland inzwischen siebenhundert Milliarden für Sozialleistungen pro Jahr ausgibt, was pro Kopf siebenhundert Euro im Monat wären, zeigt doch, dass wir in diesem Land ein ganz gewaltiges Verteilungsproblem haben.. Pauschal jedem Bürger die siebenhundert Euro auszuzahlen, halte ich für zeitgemäßer, als diese gegenwärtige Sozialstaatmaschinerie...
http://www.unternimm-die-...
Okay, Dieter Althaus hat mit seinem Solidarischen Bürgergeld ein umfassendes Konzept vorgelegt, aber das die Linken was dagegen haben sollen, ist aus diesem Interview beim besten Willen nicht herauszulesen.
Okay, Dieter Althaus hat mit seinem Solidarischen Bürgergeld ein umfassendes Konzept vorgelegt, aber das die Linken was dagegen haben sollen, ist aus diesem Interview beim besten Willen nicht herauszulesen.
Okay, Dieter Althaus hat mit seinem Solidarischen Bürgergeld ein umfassendes Konzept vorgelegt, aber das die Linken was dagegen haben sollen, ist aus diesem Interview beim besten Willen nicht herauszulesen.
Gemeint sind die ganz linken Linken.
Gemeint sind die ganz linken Linken.
Gemeint sind die ganz linken Linken.
Es war offensichtlich, dass der Bedarf 2009 und 2010 steigen wird; wenn man davon ausgeht, dass keiner so dumm sein kann, da die Einnahmen zu senken, bleibt nur anzunehmen, dass es gewollt war, eine weitere Entlastung der Arbeitgeber durch den Steuerzahler finanzieren zu lassen.
Schande ueber die SPD, die auf ihren Arbeitsminister nun wirklich nicht schtolz sein kann!
Scholz war als SPD-Generalsekretär einer der vehementesten und radikalsten Befürworter der Agenda 2010 innerhalb seiner Partei. Er sprach sich sogar gegen den Mindestlohn aus, den die SPD jetzt als ihr politisches Kernthema ansieht. Trotzdem hat man ihn schon einen Tag nach dem Rücktritt von Franz Müntefering als Arbeits- und Sozialminister zu dessen Nachfolger berufen. Nun gibt er sich gemäßigt und als großer Vorkämpfer der sozialdemokratischen Vorstellungen. Vielleicht möchte er auch erreichen, dass die 2008 in Kraft getretene Verlängerung des ALG I für ältere Arbeitslose wieder rückgängig gemacht wird, womit die Agenda 2010 ja teilweise revidiert wurde.
Das geschieht eben, wenn man als SPD in der Bundesregierung die allerwichtigsten Posten mit Anhängern des rechten Parteiflügels besetzt. Nur die Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul gehört zum eher linken Flügel.
Scholz war als SPD-Generalsekretär einer der vehementesten und radikalsten Befürworter der Agenda 2010 innerhalb seiner Partei. Er sprach sich sogar gegen den Mindestlohn aus, den die SPD jetzt als ihr politisches Kernthema ansieht. Trotzdem hat man ihn schon einen Tag nach dem Rücktritt von Franz Müntefering als Arbeits- und Sozialminister zu dessen Nachfolger berufen. Nun gibt er sich gemäßigt und als großer Vorkämpfer der sozialdemokratischen Vorstellungen. Vielleicht möchte er auch erreichen, dass die 2008 in Kraft getretene Verlängerung des ALG I für ältere Arbeitslose wieder rückgängig gemacht wird, womit die Agenda 2010 ja teilweise revidiert wurde.
Das geschieht eben, wenn man als SPD in der Bundesregierung die allerwichtigsten Posten mit Anhängern des rechten Parteiflügels besetzt. Nur die Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul gehört zum eher linken Flügel.
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