Merkel oder Steinmeier Showdown der sanften Populisten
Die SPD hat den Wahlkampf früh eröffnet. Hilft das Herausforderer Steinmeier im Duell mit Kanzlerin Merkel? Wer liegt vorn im Kandidatenrennen?
Die SPD hat am vergangenen Wochenende offiziell den Wahlkampf eröffnet. Doch der Weg bis zum Wahltag ist noch lang und steinig. Die Große Koalition muss regieren, weiter die Krise bekämpfen. Im Bundestag stehen noch sechs Sitzungswochen an. Am 23. Mai wird außerdem der Bundespräsident gekürt, am 7. Juni folgt die Europawahl. Dazu kommen noch jede Menge Kommunalwahlen und am 30. August drei Landtagswahlen. Es kann in diesem Superwahljahr also noch einiges passieren bis zur Bundestagswahl am 27. September.
Trotzdem haben die Parteien das Fundament für ihre Wahlkampagnen bereits gelegt. Grund genug, anhand von zwölf Kriterien der Frage nachzugehen, wer besser für die Wahlschlacht gerüstet ist: die Amtsinhaberin oder der Herausforderer, Angela Merkel (CDU) oder Frank-Walter Steinmeier (SPD).
Die Umfragen: Die Meinungsforscher sprechen eine klare Sprache. In allen Umfragen liegt die CDU deutlich vorn. Der Vorsprung, der bei der Bundestagswahl 2005 noch so knapp war, beträgt rund zehn Prozentpunkte. Bei einer Direktwahl würde die Amtsinhaberin mit sogar 51 Prozent gegenüber bloß 22 Prozent für Steinmeier klar gewinnen. Doch die Stimmung kann noch drehen, bei der letzten Bundestagswahl lag das bürgerliche Lager fünf Monate vor der Wahl schier uneinholbar in Führung, der Ausgang ist bekannt. Trotzdem gilt hier: Vorteil Merkel.
Die Partei: Selten hat sich die SPD in ihrer Geschichte so geschlossen präsentiert wie in den letzten Monaten. Parteichef Franz Müntefering hält den Laden zusammen. Die ewige Streitkultur scheint jetzt eher in der Union vorzuherrschen. Dort hagelt es Kritik angesichts des eher sozialdemokratischen Kurses der Bundesregierung bei der Krisenbekämpfung. Doch wenn es darauf ankommt, dann kann der Kanzlerwahlverein Union schnell seine Reihen schließen, wenngleich die CSU unberechenbarer geworden ist. Das heißt: Vorteil Steinmeier.
Die Basis: Die Parteienbindung erodiert in beiden Lagern. Doch die SPD-Basis ist eine Wahlkampfmaschine. Schon bei den letzten beiden Bundestagswahlen haben sich die Genossen in den letzten Tages des Wahlkampfes aus dem Meinungstief gekämpft. Zwar hat auch die CDU viel Erfahrung bei der Mobilisierung ihrer Stammwähler, aber wenn die Genossen kämpfen, dann gilt: Vorteil Steinmeier.
Das Programm: Die SPD hat ihr Wahlprogramm vorgelegt und dabei die Steuerpolitik in den Mittelpunkt ihrer Kampagne gestellt. CDU und CSU ziehen erst im Juni nach, und noch ist nicht klar, welche Schwerpunkte sie setzen werden. Das hat Vorteile, denn die Union kann nun auf den Programmentwurf der SPD reagieren. Ob es sich für Steinmeier auszahlt, das Programm so früh präsentiert zu haben, wird sich erst noch erweisen müssen. Nur eines steht fest, so neoliberal wie vor vier Jahren wird sich die Union nicht noch einmal zur Wahl stellen. Unentschieden.
Die Krise: Kein Thema wird den Wahlkampf so sehr dominieren wie die Finanz- und Wirtschaftskrise. Die SPD ist agiler, tut sich weniger schwer mit teuren Konjunkturprogrammen oder der Verstaatlichung einer Bank. Gelingt es der Regierung, die Krise einzudämmen und einen rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Sommer zu verhindern, dann wird Merkel sich als die Kanzlerin feiern können, die der Krise trotzt. Den Misserfolg hingegen würden die Wähler wohl beiden Parteien der Großen Koalition gleichermaßen anlasten. Vorteil Merkel.
- Datum 01.06.2009 - 12:25 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Was sagen sie zu einer Partei, die die Energiewende verspricht und aus der Atomenergie raus will? Vor Jahren versprach sie für 20 Jahre Investorsicherheit für Biogasanlagen, heute hat sie die Förderwende vollzogen und die Investoren stehen vor der Pleite des Biogaswerkes Penkun. Vorher hat sie das Objekt noch als Musterbeispiel Besuchern vorgeführt und sich gebrüstet, das ist die SPD! Vorne weg die Bundestagsabgeordneten Becker und Kelber (Kelber Solarlobby) stimmen offen gegen diese Anlage, die ihre Partei vorher noch gelobt hat!
Dieser Kanzlerkandidat, Herr Steinmeier, wurde unterrichtet, er macht nichts dagegen, in dieser Partei herrscht Chaos vor, die Linkspartei gibt die Schwerpunkte vor. Mit Frau Ypsilanti haben wir gesehen was Sache ist. Wahltag ist Zahltag, wir haben jedes Vertrauen in diese Partei verloren.
...die SPD noch für die CDU zu einer Alleinvertretung des Volkes reichen.
Also werden sich die Verlierer mit der größten Chuzpe wieder mal zu Siegern erklären, und behaupten, sie entsprächen damit dem Willen der Bevölkerung.
Anschließend schaut man, ob an dem verdorrten Baum noch ein oder zwei Früchte ( auch leicht angeschimmelte werden gern genommen ) zu finden sind, und erklärt deren Vorhandensein mit der eigenen, überragenden Gärtnerkunst.
Mundus vult decipi
für das Land macht das doch keinen Unterschied. Ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Das sind beides ausweislich ihrer Handlungen überzeugte Vertreter von noch mehr Umverteilung von den Leistungsträgern, nämlich der Mitte der Gesellschaft, an ihre Klientel nach oben und unten. Udn damit wird das Land zwangsläufig noch weiter vor die Wand gefahren.
Die USA hatten mit Obama und McCain zwei respektable Kandidaten zur Wahl, und wir haben Figuren wie Merkel und Steinmeier. Es ist zum heulen.
Wie auch immer, nach der Wahl wird weiter die SPU regieren. Das steht für 'Sozialistische Parteien Union', und nichts anderes sind CDUSPDCSU inzwischen. Würde da auch die SED-Erbpartei 'Die Linke' mitregieren, es würde kaum noch einen Unterschied machen.
Egal wer von beiden in Zukunft an der an der Spitze steht: Diesen Menschen fehlt einfach der Sinn für Realität. Ich möchte hier nicht auf Aussagen und Versprechen, die gemacht wurden eingehen - hier gilt wie immer: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern".
Verantwortung ist ein Fremdwort!
...immer: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern". Ist ein guter Anfang, wenn Sie "von gestern" weglassen, haben Sie eine Punktlandung.
...immer: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern". Ist ein guter Anfang, wenn Sie "von gestern" weglassen, haben Sie eine Punktlandung.
Nicht nur das Wahlprogramm wurde viel zu früh präsentiert, sodass es schnell seinen bleibenden Neuigkeitswert verliert. Auch die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur im September 2008, also ein Jahr vor der Bundestagswahl, hätte viel später erfolgen müssen. Erinnern wir uns an die Bundestagswahl 1998, als die Sozialdemokraten das letzte Mal das Kanzleramt übernehmen wollten. Schröder wurde erst nach der Landtagswahl am 1. März 1998 – sechs Monate vor dem Wahlgang – zum Kandidaten ausgerufen, zuvor fand ein spannender Wettlauf zwischen ihm und Lafontaine statt, der für gute Wahlumfragen bei der SPD sorgte. Schröder gewann schließlich die Wahl.
Die Menschen verlieren zu schnell das Interesse am SPD-Kandidaten ebenso wie am SPD-Regierungsprogramm. Das sind keine guten Voraussetzungen für einen Erfolg am 27. September.
...immer: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern". Ist ein guter Anfang, wenn Sie "von gestern" weglassen, haben Sie eine Punktlandung.
Deutschland, Du Feudalrepublik.
Erst Dichter und Denker,
dann Richter und Henker,
interim Macher und Lenker,
heut´ Lobbiisten und Banker.
Und nun "Weiter so!", artig ´s Maul gehalten,
funktionieren für der Oberen Wohl?
Oder endlich einmal selber denken?
Erkennen, dass Kaiser, König, Fürst und Herr
nicht wen´ger eitel, gierig, egoman,
nur weil man sie sich selber wählen kann?
Alles Gute
Kai Hamann
Steinmeier und die SPD, die alte Arbeiterpartei und der Spitzendiplomat. Mehr gibt es schon fast nicht zu sagen. Der Architekt der Agenda 2010, der im Auftrag von Gerhard Schröder die "neue Mitte" erobern sollte, soll jetzt eine Erhöhung der Reichensteuer, einen steileren Anstieg der Lohnsteuerprogression für die Mittelschicht, eine Einführung der Börsenumsatzsteuer, etc. vertreten? Mit Verlaub, das passt nicht zusammen. Zwar ist Angela auch eine Sozialdemokratin, der CDU nimmt man Steuererleichterungen für die Mitte dann aber wohl doch eher ab.
Aber es kann ja zum zweiten Mal zu einer großen Koalition kommen, denn für Schwarz-Gelb gibt es nur ein ganz kleines Fenster, da es mittlerweile drei linke Parteien gibt. Angie sorgt für die linke Mitte, und Guido kümmert sich um die "wahren" Liberalen und Konservativen. Eine Chance ist da, dass das Land wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt, wenn auch nur eine kleine.
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"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
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