Gentechnik Mein Gen gehört mir

Die Koalition will strenge Regeln für Gentests beschließen: Keine Untersuchung von Bewerbern und Kunden, keine heimlichen Vaterschaftstests

Jahrelang wurde diskutiert, nun haben sich Union und SPD offenbar darauf geeinigt, hohe Hürden vor Gentests zu setzen.

Das beschlussreife Gendiagnostikgesetz sei ein Meilenstein beim Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten der Bürger, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Carola Reimann, am Sonntag. Das Gesetz soll diese Woche den Bundestag passieren.

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Anders als ursprünglich vorgesehen sollen vorgeburtliche Untersuchungen auf Krankheiten im Erwachsenenalter verboten werden.

"Es ist ein weiterer Fortschritt, dass keine pränatalen Untersuchungen auf spätmanifestierende Krankheiten durchgeführt werden sollen", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Annette Widmann-Mauz (CDU).

Über diese Frage waren sich Union und SPD bis zuletzt uneins gewesen. Reimann betonte, dass in dem bisher gänzlich ungeregelten Bereich vorgeburtlicher Untersuchungen strenge Voraussetzungen eingeführt würden.

Im Einzelfall aber könnten Tests auf späte Krankheiten Schwangeren in unzumutbare Konfliktsituationen helfen. Dies könne etwa in Familien gelten, in denen schon mehrere Frauen an erblichem Brustkrebs früh gestorben seien. Ein Verbot verletze zudem das Recht der Schwangeren auf Wissen.

Leser-Kommentare
  1. Gentest sofort für alle. Keine bzw. weniger Kriminalität dadurch. Echte Vaterschaften stehen sofort fest. Spender sind sofort bekannt und freiwillig natürlich sofort verfügbar. Aufwendige Suchen ( Zeitgewinn ) entfallen. Nur wer gegen Gesetze verstoßen will, also kriminell veranlagt ist, kann etwas dagegen haben.

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