Konjunkturgipfel im Kanzleramt Unternehmen dringen auf mehr Staatshilfe
Kurzarbeit, weniger Steuern, bessere Kreditversorgung: Die Wirtschaftsverbände reisen mit klaren Forderungen zur Kanzlerin. Diese schließt ein drittes Konjunkturpaket aus
Es ist der zweite große Konjunkturgipfel seit Beginn der Wirtschaftskrise: Eine Woche vor der neuen Prognose der Bundesregierung, die noch düsterer ausfallen wird als bisher angenommen, treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre wichtigen Minister mit gut drei Dutzend Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden.
Thema der Spitzenrunde ist neben dem gemeinsamen Gutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, das am morgigen Donnerstag vorgelegt werden soll, die Wirkung der bisherigen Konjunkturprogramme der Regierung. Wie bewerten die Experten die Maßnahmen? Wo gibt es Nachbesserungsbedarf? Wo gibt es Mängel? Ein weiteres schuldenfinanziertes Ausgabenprogramm des Staates, wie es vor allem die Gewerkschaften fordern, soll dagegen nicht diskutiert werden.
Das hindert die eingeladenen Vertreter der Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände jedoch nicht daran, weitere Ansprüche zu formulieren und die Kanzlerin mit weiteren Forderungen zu konfrontieren. Sie verlangen Korrekturen an der Unternehmenssteuerreform und nach einer Verlängerung der Zahldauer für das Kurzarbeitergeld von 18 auf 24 Monate.
Zudem sollten die Arbeitgeber befristet für 2009 und 2010 vollständig von den Sozialversicherungsbeiträgen auf Kurzarbeitergeld befreit werden. Und zwar auch dann, wenn die Firmen ihre Kurzarbeiter nicht weiterbilden. Das forderten Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt und der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser. "Wenn Kurzarbeit das wichtigste flankierende Arbeitsmarktinstrument in der Konjunkturkrise ist, dann sollte man dieses in den möglichen zwei Krisenjahren konsequent nutzen", sagte Kannegieser. Die Idee zu qualifizieren sei zwar "eine schöne Formel - aber sie ist in der Breite unpraktikabel".
Ähnlich äußerte sich Hundt und dringt daneben auf eine "angemessene" Finanzierung der Unternehmen durch die Banken. Dies habe "oberste Priorität", da sich das Problem verschärfe - "zunehmend insbesondere auch zulasten des Mittelstandes".
- Datum 22.04.2009 - 13:36 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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wären ganz generell die Mrd nicht besser direkt in der echten Wirtschaft untergebracht als in den offenen Gulli-Strudeln der Banken und Finanzwirtschaft (was immer das sein soll...)?
Nach Aussage des HRE-Aufsichtsrats Endres beträgt der Anteil "normaler" Kreditgeschäfte im modernen Bankengeschäft lediglich 10 bis 20% der Bilanzsumme, der Rest sei "artifiziell", wie Endres es nennt.
(Frankfurter Rundschau vom 21. März)
Wie soll die Bürgschaft für "artifizielle" als künstliche Finanzausgeburten die REALE Wirtschaft ankurbeln? Geben wir doch lieber richtiges Geld für richtige Produkte aus und überlassen die künstliche Finanzwelt seinem Schicksal! Wozu gibt es Hartz IV?
Müll sucht Eimer
"Finanzlegende George Soros und Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz brachten jüngst die "Good Bank" als Alternative zur Bad Bank ins Spiel. Der Staat solle die alten Banken ruhig Konkurs gehen lassen und ihnen anstatt der schlechten die guten Papiere abkaufen. Mit diesen Papieren – und dem Filialnetz – solle der Staat dann eine "Good Bank" gründen, die später bei Bedarf mit Gewinn wieder privatisiert werden kann."
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Nach Aussage des HRE-Aufsichtsrats Endres beträgt der Anteil "normaler" Kreditgeschäfte im modernen Bankengeschäft lediglich 10 bis 20% der Bilanzsumme, der Rest sei "artifiziell", wie Endres es nennt.
(Frankfurter Rundschau vom 21. März)
Wie soll die Bürgschaft für "artifizielle" als künstliche Finanzausgeburten die REALE Wirtschaft ankurbeln? Geben wir doch lieber richtiges Geld für richtige Produkte aus und überlassen die künstliche Finanzwelt seinem Schicksal! Wozu gibt es Hartz IV?
Müll sucht Eimer
"Finanzlegende George Soros und Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz brachten jüngst die "Good Bank" als Alternative zur Bad Bank ins Spiel. Der Staat solle die alten Banken ruhig Konkurs gehen lassen und ihnen anstatt der schlechten die guten Papiere abkaufen. Mit diesen Papieren – und dem Filialnetz – solle der Staat dann eine "Good Bank" gründen, die später bei Bedarf mit Gewinn wieder privatisiert werden kann."
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
...und wie währe es mit frischem Kapital welches aktuell in den Steuroasen geparkt wird?
Das von den Grossaktionären, Hedgefonds, Private Equity und anderen Konstruktionen aus dem vergangenen Profit- und Renditewahn und mit staatlicher Hilfe kummulierte...
Die vergangenen Einnahmen aus Dividendenzahlungen wurden ja wunderbar steuerpräferenziert wogegen Arbeit herkömmlich besteuert wurde... immer schön mit angeblich sozialer Progression und merkwürdiger Definition des Mittelstandes dabei aber Einnahmen in Mrd. Höhe ausser acht lassend.
Die Wirtschaftsverbänden sollten ihre Köpfe mal auf die andere Seite drehen und die Anforderungen dort auch noch anbringen... So muss man später nicht das Heer der einfachen Steuerzahler mit fragwürdigen Argumenten belästigen. Zugleich würde damit eine Entlastung mittlerer, tieferer und sehr tiefer (im vergleich zu den Mrd Einnahmen) Einkommen möglich welche dann in die Binnenkonjunktur fliessen könnten...
Dies ohne Steuererhöhungen für künftige Generationen der Standardarbeitnehmer...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
"Unternehmen drängen auf mehr Staatshilfe"?
Nach Aussage des HRE-Aufsichtsrats Endres beträgt der Anteil "normaler" Kreditgeschäfte im modernen Bankengeschäft lediglich 10 bis 20% der Bilanzsumme, der Rest sei "artifiziell", wie Endres es nennt.
(Frankfurter Rundschau vom 21. März)
Wie soll die Bürgschaft für "artifizielle" als künstliche Finanzausgeburten die REALE Wirtschaft ankurbeln? Geben wir doch lieber richtiges Geld für richtige Produkte aus und überlassen die künstliche Finanzwelt seinem Schicksal! Wozu gibt es Hartz IV?
Müll sucht Eimer
"Finanzlegende George Soros und Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz brachten jüngst die "Good Bank" als Alternative zur Bad Bank ins Spiel. Der Staat solle die alten Banken ruhig Konkurs gehen lassen und ihnen anstatt der schlechten die guten Papiere abkaufen. Mit diesen Papieren – und dem Filialnetz – solle der Staat dann eine "Good Bank" gründen, die später bei Bedarf mit Gewinn wieder privatisiert werden kann."
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Das Problem ist, dass bei der Menge der Unternehmen, die ernsthafte Schwierigkeiten haben, die Selbstreinigungskraft der Wirtschaft nur mit außergewöhnlich heftigen wenn nicht katastrophalen Folgen für die Arbeitnehmer diese Probleme lösen würde. Welche politischen Folgen dies haben kann, zeigen das Ende der Weimarer Republik und die folgende Diktatur.
Also muss die Politik dafür sorgen, dass die aus den Fugen geratene Wirtschaft wieder ins richtige Geleis kommt - die Unternehmen benötigen Sicherheit.
Und das, was die Regierung(en) tun, kann ein richtiger Weg sein; sie müssen aber mehrere Wege zumindest versuchen, weil - mangels Erfahrung mit solchen Situationen - erst hinterher klar sein wird, was richtig und was falsch gewesen war.
Die Frage ist nicht nur: Was kostet es - wasbringt es, sondern auch: Was wird durch die Investition/Ausgabe vermieden.
Ich fand eine Lösung (von Mark Schieritz glaube ich in der ZEIT) ganz gut: Keine bad Bank (oder Bad xy) mit staatlicher Hilfe neu gründen, sondern good Bank (xy), dann kann sich das Alte wirtschaftlich selbst reinigen.
M. Flöger
Liebe Online-Leser,
persönlich halte ich die "good-bank" und eine weltweite Neuregelung des Finanzsystems (darunter auch die Abschaffung der Finanzoasen für Steuerflüchtlinge) die einzig nachhaltige Lösung der Finanzkrise, dadurch wäre natürlich der "heute existierende Kapitalismus" gefährdet, daher ist diese Lösung politisch (außer in Südamerika) noch nicht diskusionswürdig.
Zu den Forderungen der Unternehmen kann ich nur folgendes sagen:
Es kann doch nicht sein, dass international agierende Unternehmen aus nationalen Ökonomien Gelder vom Staat abkassieren und dann in anderen nationalen Ökonomien (ziemlich heimlich) neue Werke bauen. Auch hier brauchen wir weltweite Regelungen!
Es wäre doch tatsächlich mal zu überdenken, ob ein "Weltweites Grundeinkommen" nicht günstiger und nachhaltiger wirken würde, als all die "kleinen" Konjunkturpakete...
Herzliche Grüße
die uns als die Söhne der Herren Kohl und Genscher in allen Parteien, offenbar auch in allen Vorständen und Aufsichtsräten der deutschen Großunternehmen sowie als Erben der deutschen Großvermögen (hier sind die 66.2/3 aller Privatvermögen gemeint, die von nur 10% der deutschen Bevölkerung besessen werden) in unsere Gesellschaft gewachsen sind,
fallen leider bei der Prüfung ihrer Fachqualifikation und ihrer Verantwortungsfähigkeit schlicht durch.
Manieriert, degeneriert, arriviert, sowie durch und durch von prä- und omnipotenten Wahnvorstellungen durchdrungen, gieren und geiern sie in der Manier von narzistischen Gecken, Laffen, Dandys und bösartigen Kobolden durch unser Land und die heutigen Tage.
Längst haben diese "Führungskräfte" und "Exzelenzelitaristen" jegliche Kontrolle über die Konsequenzen ihrer betrügerischen Finanzspekulationen verloren, die sie aufgrund der Agitprop-Parolen aus der Meinungsbeeinflussungszentrale der sogen. Unternehmerverbände, hier ist speziell auf die sogen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hingewiesen,
als "alternativlose" Geniestreiche zur Ergatterung von Lohn ohne Arbeit kreiert hatten.
Solche entgeistigten und enthirnten Führungsidioten wurden immer wieder von den real-existierenden Vettern- und Günstlingswirtschaftsstrukturen in die wirtschaftlichen und politischen Machtpositionen gespühlt. Egal ob es sich da um solche Existenzen wie Gerhard Schröder, Wolfgang Clement, Hans Eichel, Ron Sommer, Herrn Schrempp, Herrn Middelhoff, Herrn Windhorst etc., etc., handelt.
All diese "Koriphäen", "Alphatiere", "Spitzenleister", etc., sind doch nur Zauberlehrlinge, die über die gleichen real-existierenden Fähigkeiten verfügen, wie einst die "Experten" der real-existierenden, theoretischen Planwirtschaft, die sich an ihren Theorien ebenso berauschten, wie das heute von unseren Finanzanalysten, Wirtschafts- und Unternehmensberatern und -sachverständigen a la Raffelhüschen, Miegel, Straubhaar, Guttenberg, Angela Merkel, Müntefering, Steinbrück, Steinmeier & Konsorten so wahnsinnig beeindruckend demonstriert wird.
Übrigens, nicht dass da ein Trugschluss aufkommt. All diese "Theorien" schaffen keinerlei realen Mehrwert im Sinne einer produktiven Wirtschaftsarbeit. Das sind alles nur äußerst kostspielige Wortgeplänkel und Wortspielereien, die uns eher in den Konkurs steuern, weil nichts davon in der Praxis funktioniert.
Also - von der DDR lernen heisst siegen lernen. So dogamatisch, verbohrt und selbstverliebt, wie die Funktionäre dieser Herrschaftselite waren, so sind es auch die bei uns überhall herum scharwenzelnden Funktionärskarrieristen in Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Obacht Ihr Leut.
Experience is the only way to understand.
Woher kommen denn die morschen Kredite, unverkäufliche Wertpapiere und anderer Müll, den die Fiskale Elite in jahrelanger Arbeit angehäuft hat?
Diese Frage wird weder gestellt, noch scheint sie überhaupt relevant zu sein.
Ganz im Gegenteil: Der Elitäre Zirkel der Finanzwirtschaft steckt sich währenddessen selbst bei Milliardenverlusten noch ohne rot zu werden Abfindungen in Millionenhöhe in die Tasche. Obwohl man die Karre sehenden Auges an die Wand gefahren hat.
Bei Investitionen in Bildungs- oder Familienpolitik ist kein Geld da. Bei Hypo-Real-Estate & Konsorten schüttelt man auf einmal hunderte von Milliarden aus dem Ärmel.
Die Systematik mit der Verluste solidarisiert und Gewinne privatisiert werden,
hat die Grenze von Sinn und Verstand schon längst überschritten.
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