Konjunktur-Prognose Wirtschaft schrumpft um sechs Prozent
Die Lage ist ernster als bisher gedacht: Führende Ökonomen servieren der Kanzlerin beim Konjunkturgipfel düstere Zahlen - einen Wirtschaftseinbruch von sechs Prozent
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrem Frühjahrsgutachten damit, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland in diesem Jahr insgesamt um 6,0 Prozent sinken wird. Damit schätzen sie die wirtschaftliche Lage noch pessimistischer ein als die Bundesregierung in ihrer eigenen Konjunkturprognose, die kommende Woche vorgestellt werden soll. Der Internationale Währungsfonds IWF gab bereits am Mittwoch seine Prognose für Deutschland bekannt und kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie die deutschen Wirtschaftsinstitute. Demnach schrumpft das Wirtschaftswachstum um immerhin 5,6 Prozent.
Das Gutachten der acht großen Institute wird offiziell erst am morgigen Donnerstag veröffentlicht. Mehrere Nachrichtenagenturen und Medien berichten aber schon vorab von den miserablen Konjunkturdaten - mit Verweis auf Kreise der Institute und das Umfeld des Konjunkturgipfels im Kanzleramt. Dort tagen zur Stunde führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden, um über Wirkung und Mängel der bisherigen Konjunkturmaßnahmen zu beraten. Der Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, unterrichtet die Runde dabei über die wichtigsten Ergebnisse der Wirtschaftsinstitute.
Demnach fällt der befürchtete Konjunktureinbruch im zweiten Quartal mit einem Minus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal besonders heftig aus. Im ersten Quartal erwarten die Ökonomen ein Minus von 6,3 Prozent. Investitionen und Exporte würden drastisch sinken. Für 2010 rechnen die Institute dann nur noch mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent. Eine wirtschaftliche Erholung wird es nach Meinung der Institute also in diesem und im nächsten Jahr nicht geben.
Zudem gehen die Forscher in ihrem Gemeinschaftsgutachten von einem Verlust von mehr als einer Million Arbeitsplätzen noch in diesem Jahr aus. Im Herbst werden ihren Berechnungen nach mehr als vier Millionen Menschen ohne Job dastehen, 2010 gar knapp 4,7 Millionen. Alarmierend sind auch die mittelfristig sehr schwachen Wachstumsaussichten: Noch im Jahr 2013 werde das Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht den Stand von 2008 überschreiten.
Dazu kommen werden erhebliche Fehlbeträge in den öffentlichen Haushalten. Für 2009 veranschlagen die Ökonomen das Finanzierungsdefizit auf 89 Milliarden Euro. Dies entspricht 3,7 Prozent des prognostizierten BIP. Für das nächste Jahr erwarten die Institute sogar einen Fehlbetrag von mehr als 132 Milliarden Euro und damit eine dann noch höhere Defizitquote von 5,5 Prozent.
Trotz der starken Rezession empfehlen Deutschlands führende Wirtschaftsexperten kein weiteres großes Konjunkturprogramm. Stattdessen erwarten sie, dass die beiden bereits beschlossenen Pakete mit einem Volumen von insgesamt 80 Milliarden Euro im Laufe des Jahres zu wirken beginnen werden.
An dem Frühjahrsgutachten sind im Auftrag der Bundesregierung acht Institute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Zum Gutachterkreis gehören das Münchner ifo-Institut, das Kieler IfW, das Düsseldorfer IMK, das Essener RWI, das IWH aus Halle, die Zürcher KOF sowie die beiden Wiener Institute IHS und Wifo.
Auf Basis dieses Gutachtens wird die Koalition kommende Woche ihre eigene neue Wirtschaftsprognose vorstellen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung liefert. Wie bereits bekannt wurde, hat auch die Regierung ihre Daten nach unten korrigiert: Sie rechnet mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um fünf Prozent. Damit sähe sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück mit gut 11 Milliarden Euro Steuermindereinnahmen konfrontiert.
- Datum 22.04.2009 - 18:07 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Spricht man hier wirklich von - 6 % Wachstum? Hört sich für mich lächerlich an.
Ja, in der Wirtschaftswissenschaft spricht man immer von "Wachstum" auch wenn das Vorzeichen negativ ist - in diesem Zusammenhang wird dann allerdings zumeist der Begriff "Minuswachstum" verwendet.
Ja, in der Wirtschaftswissenschaft spricht man immer von "Wachstum" auch wenn das Vorzeichen negativ ist - in diesem Zusammenhang wird dann allerdings zumeist der Begriff "Minuswachstum" verwendet.
Ja, in der Wirtschaftswissenschaft spricht man immer von "Wachstum" auch wenn das Vorzeichen negativ ist - in diesem Zusammenhang wird dann allerdings zumeist der Begriff "Minuswachstum" verwendet.
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrem Frühjahrsgutachten damit, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland in diesem Jahr insgesamt um 6,0 Prozent sinken wird.
Wenn das der Herr Minister Steinbrück hört, gibt es aber Schelte, genau wie beim Banker, der im März von -5% gespochen hat und von unserem Finanzminister beschimpft wurde, er solle doch dieses ewige pesimistische Gehabe sein lassen.
Aber Prognosen sollen ja demnächst abgeschafft werden, weil sie vor der Wahl ja nur stören. Da kriegen wir Geschenke versprochen und dann passe negative Nachrichten nicht ins heile Bild der Parteien. Wie lange wollen die uns eigentlich noch vorführen wie Tanzbären?
Die Prognosen sollen abgeschafft werden, weil sie offensichtlich sinnlos sind. Jedesmal wird nach unten "korrigiert", jedesmal, wenn ein GFK-Index erscheint, sind die Experten "überrascht", wie sehr sie daneben gelegen haben. Und WENN es mal wieder aufwärts geht, dann sind die Experten auch wieder sowas von erstaunt und "korrigieren" nach oben. Wetten? Genausogut kann man auch bei AstroTV anrufen und die Tarot-Gisela fragen, für falsche Prognosen braucht es weder Akademiker noch Institute. Ahnungslosigkeit kann man auch billiger haben.
Und Steinbrück musste irgendwie versuchen, auf Optimismus zu machen - Wirtschaft ist eben auch Psychologie, und wenn alle mit dem Schlimmsten rechnen, dann wird's auch schlimm.
Die Prognosen sollen abgeschafft werden, weil sie offensichtlich sinnlos sind. Jedesmal wird nach unten "korrigiert", jedesmal, wenn ein GFK-Index erscheint, sind die Experten "überrascht", wie sehr sie daneben gelegen haben. Und WENN es mal wieder aufwärts geht, dann sind die Experten auch wieder sowas von erstaunt und "korrigieren" nach oben. Wetten? Genausogut kann man auch bei AstroTV anrufen und die Tarot-Gisela fragen, für falsche Prognosen braucht es weder Akademiker noch Institute. Ahnungslosigkeit kann man auch billiger haben.
Und Steinbrück musste irgendwie versuchen, auf Optimismus zu machen - Wirtschaft ist eben auch Psychologie, und wenn alle mit dem Schlimmsten rechnen, dann wird's auch schlimm.
Die Prognosen sollen abgeschafft werden, weil sie offensichtlich sinnlos sind. Jedesmal wird nach unten "korrigiert", jedesmal, wenn ein GFK-Index erscheint, sind die Experten "überrascht", wie sehr sie daneben gelegen haben. Und WENN es mal wieder aufwärts geht, dann sind die Experten auch wieder sowas von erstaunt und "korrigieren" nach oben. Wetten? Genausogut kann man auch bei AstroTV anrufen und die Tarot-Gisela fragen, für falsche Prognosen braucht es weder Akademiker noch Institute. Ahnungslosigkeit kann man auch billiger haben.
Und Steinbrück musste irgendwie versuchen, auf Optimismus zu machen - Wirtschaft ist eben auch Psychologie, und wenn alle mit dem Schlimmsten rechnen, dann wird's auch schlimm.
Du schriebst: "Wirtschaft ist eben auch Psychologie, und wenn alle mit dem Schlimmsten rechnen, dann wird's auch schlimm."
So etwas kenne ich auch von Herrn Heusinger (vormals bei der Zeit beschäftigt). An alle Vulgärkeynesianisten: Autos kaufen keine Autos (Henry Ford). Da könnt Ihr Euch Eure Psychogagie an die Haare schmieren. Sorry, mich regen angesichts des zunehmenden Hungers solche hohlen, dekadenten Sprüche immer mehr auf.
Sie sind sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Wählen Sie ruhig weiter die Depressionsparteien. Für die anderen Leser: Denkzettelwahljahr ist's...
~~~ Herr, lass Hirn vom Himmel regnen ~~~
Du schriebst: "Wirtschaft ist eben auch Psychologie, und wenn alle mit dem Schlimmsten rechnen, dann wird's auch schlimm."
So etwas kenne ich auch von Herrn Heusinger (vormals bei der Zeit beschäftigt). An alle Vulgärkeynesianisten: Autos kaufen keine Autos (Henry Ford). Da könnt Ihr Euch Eure Psychogagie an die Haare schmieren. Sorry, mich regen angesichts des zunehmenden Hungers solche hohlen, dekadenten Sprüche immer mehr auf.
Sie sind sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Wählen Sie ruhig weiter die Depressionsparteien. Für die anderen Leser: Denkzettelwahljahr ist's...
~~~ Herr, lass Hirn vom Himmel regnen ~~~
Jetzt haben wir den Salat.
6 prozent minus.
Schaut man sich die Konjunkturprogramme an,
dann hat man den Eindruck, diese Programme seien nicht wegen der Konjunkturbelebung erfunden worden sondern wegen der Bildung, Sozialem und scheinbar auch wegen der Umwelt.
Dann kommen und greifen sie sie auch noch viel zu spät.
Die einzige Maßnahme die bisher gewirkt hat, war die Abwrackprämie, die manchem deutschen Autohersteller ein bisschen, besonders aber ausländischen Anbietern mit ihren Kleinwagen geholfen hat.
Das Programm in die Belebung der deutschen Autokonjunktur, hier begann schließlich die deutsche Wirtschaftskrise, hätte noch viel wirksamer sein können, hätte man generell den Kauf eines Neuwagens mit einem zeitlich befristeten drastischem Abschlag auf die MWST bedacht.
Da hatte die linke Regierung wohl zu viel Angst, dass zu viele teure Porsche, Daimler, BMW und Audi (mit hohen MWST-Ersparnissen ) gekauft werden könnten.
Meine Meinung, dies Konjunkturprogramm wurde von Ideologen gemacht, nicht von Leuten, die der Wirtschaft wirklich helfen wollten. Vielleicht waren es ja auch Deppen oder beides.
Welches Konjunkturprogramm? Im ersten Quartal 09 sind die meisten Maßnahmen überhaupt noch gar nicht in Kraft getreten - eine Ausnahme bildet die Abwrackprämie. Anders gesagt: Die Politiker haben das erste Quartal aufgrund ihrer Zögerlichkeit weggeschenkt - wie Feuerwehrleute die Angst vor dem Wasser haben. Lange wollten sie das Wort "Konjunkturprogramm" erst gar nicht in den Mund nehmen. Und zwar aus ideologischen Gründen!
Zitat: Die einzige Maßnahme die bisher gewirkt hat, war die Abwrackprämie...
Soso, was hat die denn bewirkt? Dass sich der komplette Gebrauchtwagenmarkt am nächsten Wagenheber aufhängen kann? Was tut diese "Prämie" für die GESAMTwirtschaft? Wie viele Arbeitsplätze sind bei VW und Opel noch immer in Gefahr und wie viele Menschen arbeiten deutschlandweit bei Autohändlern, die keine Ware mehr bekommen, weil Müller-Schulzes Kadett nach großzügiger Gewährung eines Konsumentenkredites und 1.000 Ocken in bar auf einem 80m hohen Schrottberg steht? Für mich ist diese Abwrackprämie nicht nur eine Farce, sondern ein staatlich verprüftes Todesurteil für eine ganze Branche. Haben wir noch Ende letzten Jahres kopfschüttelnd über die doofen Ami's, die sich heillos verschuldet haben, gelacht, sollen heute Dank staatlicher 2.500,- Euro Menschen, die ein mind. 10 Jahre altes Auto fahren, knapp 10.000,- Euro für einen Neuwagen über haben. Was ist DAS nur für ein Schwachsinn?!? Und dazu werben die Hersteller noch mit Bargeld und "Jetzt mitnehmen - Später zahlen". Kommt das irgend jemandem bekannt vor? Diejenigen, die sich auf diesen Kuhhandel einlassen, müssen noch blöder, als unsere Freunde in Übersee sein ... die haben nämlich wenigstens die Entschuldigung, die Krise seinerzeit nicht kommen gesehen zu haben. Wir dagegen sind mitten drin und verschulden uns für einen Neuwagen und ein bisschen Bargeld vor einer mehr als ungewissen Zukunft. Mein Kopf schüttelt sich nicht mehr, er rotiert ... und fragt sich, wie viele der 1.000.000+ neuen Arbeitslosen Ende 2009 Gott sei Dank wenigstens einen Neuwagen in der Garage haben!
Welches Konjunkturprogramm? Im ersten Quartal 09 sind die meisten Maßnahmen überhaupt noch gar nicht in Kraft getreten - eine Ausnahme bildet die Abwrackprämie. Anders gesagt: Die Politiker haben das erste Quartal aufgrund ihrer Zögerlichkeit weggeschenkt - wie Feuerwehrleute die Angst vor dem Wasser haben. Lange wollten sie das Wort "Konjunkturprogramm" erst gar nicht in den Mund nehmen. Und zwar aus ideologischen Gründen!
Zitat: Die einzige Maßnahme die bisher gewirkt hat, war die Abwrackprämie...
Soso, was hat die denn bewirkt? Dass sich der komplette Gebrauchtwagenmarkt am nächsten Wagenheber aufhängen kann? Was tut diese "Prämie" für die GESAMTwirtschaft? Wie viele Arbeitsplätze sind bei VW und Opel noch immer in Gefahr und wie viele Menschen arbeiten deutschlandweit bei Autohändlern, die keine Ware mehr bekommen, weil Müller-Schulzes Kadett nach großzügiger Gewährung eines Konsumentenkredites und 1.000 Ocken in bar auf einem 80m hohen Schrottberg steht? Für mich ist diese Abwrackprämie nicht nur eine Farce, sondern ein staatlich verprüftes Todesurteil für eine ganze Branche. Haben wir noch Ende letzten Jahres kopfschüttelnd über die doofen Ami's, die sich heillos verschuldet haben, gelacht, sollen heute Dank staatlicher 2.500,- Euro Menschen, die ein mind. 10 Jahre altes Auto fahren, knapp 10.000,- Euro für einen Neuwagen über haben. Was ist DAS nur für ein Schwachsinn?!? Und dazu werben die Hersteller noch mit Bargeld und "Jetzt mitnehmen - Später zahlen". Kommt das irgend jemandem bekannt vor? Diejenigen, die sich auf diesen Kuhhandel einlassen, müssen noch blöder, als unsere Freunde in Übersee sein ... die haben nämlich wenigstens die Entschuldigung, die Krise seinerzeit nicht kommen gesehen zu haben. Wir dagegen sind mitten drin und verschulden uns für einen Neuwagen und ein bisschen Bargeld vor einer mehr als ungewissen Zukunft. Mein Kopf schüttelt sich nicht mehr, er rotiert ... und fragt sich, wie viele der 1.000.000+ neuen Arbeitslosen Ende 2009 Gott sei Dank wenigstens einen Neuwagen in der Garage haben!
hieß es noch vor ein paar Monaten, dass bei einem Minuswachstum von 0,7% die Arbeitslosenzahlen um bis zu 400000 steigen sollten.
Wie kommen dann die Experten bei- 6% auf nur 1Mill mehr Arbeitslose?
Diese Wahlkampfrechnerei ist ...(Selbstzensur)!
In den Jahren der vermeintlichen Finanzmarkt-Hausse wurden betrügerische Fonds zur Regel, die mit der festen Absicht aufgelegt wurden, dass die damit verbundenen Schulden niemals im Leben zurück gezahlt werden könne.
Beim Namen genannt ist es der "verlorene" Irak-Krieg der Amerikaner, der es dem Westen nicht mehr erlaubt, über die Kontrolle zu Zugang zum arabischen Öl die Welt nach ihren Regeln tanzen zu lassen. Hätten sie "gewonnen", und die arabischen Staaten in einem Domino-Effekt umgekippt, dann wäre diese Betrügerei einfach weiter gegangen und wir hätten (noch) keine Krise. Ich denke, genau das war die Wette der Neocons. Diese Wette haben sie schallend verloren und wir zahlen heute für den Betrug, weil die Amerikaner ihn in Form von undurchsichtiger Finanzprodukte über die ganze Welt verteilt haben.
Aber zurück: Hinter all dem steckt Betrug - schlichter Betrug, wie ihn der Baulöwe "Schneider" und tausende andere schon begangen haben. Nur weil es den Amerikanern in die Finanzierung des Krieges passte wurde der Betrug in den USA aber generalstabsmäßig geplant, weshalb alle Kontrollorgane synchron versagt haben und selbst die fundiertesten Kritiken des US-Schuldenmachens als "unterirdisch" diskreditiert oder schlicht ignoriert wurden.
Aber wenn es Betrug ist, dann sind auch die Gewinne der vergangenen Jahre nicht legal zustande gekommen. Jeder Betrüger muss sich ja nicht nur vor einem Gericht verantworten, sondern zudem auch dafür sorgen, dass der Schaden, den er angerichtet hat, maximal kompensiert wird.
Aus diesem Grunde müsste man doch feststellen, dass gewisse Beteiligungen an Finanztransaktionen auf Betrug basierten und die daraus resultiernden Gewinne den Steuerzahlern zur Verfügung gestellt werden, um damit den Konsum zu fördern und die Wirtschaft zu retten ..
Das klingt jetzt vielleicht extrem, aber da ich Deutschland (noch) als Rechtsstaat ansehe, erwarte ich, dass der Betrug auch hier als solcher benannt wird und dass die Profiteure des Betruges abgeschöpft werden.
Merkwürdigerweise wird der Betrug, der der Finanzmarkt- und damit auch der Weltwirtschaftskrise zugrunde liegt, aber gerade nicht benannt. Wenn er nicht benannt wird, dann führt das dazu, dass Rechtsbruch nicht geahndet wird -- und jeder Bürger darf sich dann zu recht fragen, warum er nicht die nächste Bank oder Tankstelle überfällt um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Im Rechtsstaat muss es hier klare Prinzipien geben und nur, weil es so ungeheuer viel ist kann es nicht sein, dass der Staat die Steuerzahler in Ketten legt um ihnen abzupressen, was die Banker sich in falsch verstandener (FDP-)Liberalität vorher ergaunert und geraubt haben. Die Verantwortlichen gehören ins Gefängnis und die Gewinne konfisziert -- egal ob in Königsstein oder auf den Caymans ..
Pervers ist an dem ganzen ja, dass das absehbar war und dass der Karren mit vollster Absicht so vor die Wand gefahren wurde, dass die Steuern zahlende Krankenschwester nun die Banken der Reichen aus dem Dreck ziehen soll.
Wenn das folgenlos bleibt, dann ist das hier kein Staat, in dem ich leben will! Ich will meine Arbeit nicht denen "schenken müssen", die schon vor Jahren berechnet haben, dass der Staat mich nun zwingen wird, deren Trümmerlandschaft wieder in Ordnung zu bringen, wenn die Katastrophe nur groß genug ist. Diese Strategie der verbrannten Erde darf keinen Erfolg haben, die Köpfe der Verantwortlichen und der Mitläufer müssen rollen!
F. Mayer
"Aber wenn es Betrug ist, dann sind auch die Gewinne der vergangenen Jahre nicht legal zustande gekommen. Jeder Betrüger muss sich ja nicht nur vor einem Gericht verantworten, sondern zudem auch dafür sorgen, dass der Schaden, den er angerichtet hat, maximal kompensiert wird."
Dem stimme ich ganz grundsätzlich zu. Es stellt sich allerdings im Gefolge dieser Befunde die Frage nach der Praktikabilität: Sind wirklich alle Erträgnisse, die auf diesen betrügerischen Handlungen begründet wurden, zu kompensieren, also de facto in ein Rückgewährschuldverhältnis umzuwandeln? Oder haben Sie hier insbesondere wieder nur einmal die berühmt-berüchtigten Bonus-Zahlungen im Blick?
Um ehrlich zu sein, ich halte den weitaus größten Teil der vereinbarten Bonusleistungen persönlich für sittenwidrig, aber ich bin weder der Geschädigte noch der Begünstigte, also ist meine persönliche Sicht der Dinge hier reichlich irrelevant.
Die Frage, die sich wie gesagt hier stellt, ist doppelter Natur: Nach dem Verursacherprinzip müsste man fragen, wer eigentlich in erster Linie für diese Misere verantwortlich zeichte, mithin, wer sie überhaupt ermöglichte. Das sind zum einen natürlich diejenigen Banken, die in solche betrügerischen Geschäfte verwickelt waren. Nur woher bezogen die ihre Mittel? Sie bezogen ihre Mittel in einem staatlich veranlaßten Betrugskarussell, das sich zusammensetzt aus der politisch erklärlichen Notwendigkeit, Staatshaushalte immer weiter auszuweiten und zum zweiten diese Ausweitung der Staatsfinanzen mit immer weiteren Schulden zu finanzieren, und zuletzt mit dem fiat money-Regime, also der statlich verordneten Geldfälschung.
Wenn wir allerdings fragen: "cui bono", dann müssen wir anerkennen, daß wir eben auch davon profitiert haben - von niedrigen Bankgebühren, von Zinsen, die wir auf unsere Einlagen bekommen haben, von Steuern, die die Institute an den Fiskus überwiesen haben...
Wo ziehen wir also die Grenze? Wer soll wem welche Schäden ersetzen?
... System ist Betrug. Oder wie kann es sein, dass eine Geldadelsklasse entsteht, die nie auch nur einen Finger krumm machen muss und am Tag mehr durch fremde Arbeit einnimmt, als andere im ganzen Jahr durch eigene harte Arbeit? Das ist weder fair, noch logisch, noch irgendwie sozial. Vor allem wenn diese Reichen mit ihren gigantischen Vermögen auch noch Blasen an den Märkten produzieren, die dann halt gelegentlich platzen und zusätzliche Probleme und Kosten verursachen. Während das Geld an anderer Stelle ständig fehlt und Leute in die Sozialabhängigkeit und Sklavenarbeit getrieben werden.
Ebenso wie bei den Banken, fehlt den Handelnden dabei einfach der Gesamt-Überblick und jedwedes Verantwortungsbewusstsein. Anders ist nicht zu erklären, warum z.B. die Banken bei ihrem eigenen Betrug bankrott gehen bzw. verstaatlicht werden müssen. Auch die deregulierenden Politiker sehen sich nur als Opfer, unfähig die Tragweite ihrer Entscheidungen zu erkennen.
Der Betrug ist also nur schwer auf personeller Ebene festzumachen (außer man taucht in die VT-Welt ein). Aber tröste dich, da alles auf eine Währungsreform hinausläuft ist auch bei vielen das Geld futsch oder zumindest ein großer Teil davon. Gerecht wirds aber auch da nicht zugehen, der kleine Mann wird bei H4 landen und seine Altersvorsorge verfrühstücken und sich vom Amt schikanieren lassen müssen. Dem reichen Mitnehmer bleibt immerhin die Villa, das Ferienhaus, die volle Garage und der Goldschmuck.
"Aber wenn es Betrug ist, dann sind auch die Gewinne der vergangenen Jahre nicht legal zustande gekommen. Jeder Betrüger muss sich ja nicht nur vor einem Gericht verantworten, sondern zudem auch dafür sorgen, dass der Schaden, den er angerichtet hat, maximal kompensiert wird."
Dem stimme ich ganz grundsätzlich zu. Es stellt sich allerdings im Gefolge dieser Befunde die Frage nach der Praktikabilität: Sind wirklich alle Erträgnisse, die auf diesen betrügerischen Handlungen begründet wurden, zu kompensieren, also de facto in ein Rückgewährschuldverhältnis umzuwandeln? Oder haben Sie hier insbesondere wieder nur einmal die berühmt-berüchtigten Bonus-Zahlungen im Blick?
Um ehrlich zu sein, ich halte den weitaus größten Teil der vereinbarten Bonusleistungen persönlich für sittenwidrig, aber ich bin weder der Geschädigte noch der Begünstigte, also ist meine persönliche Sicht der Dinge hier reichlich irrelevant.
Die Frage, die sich wie gesagt hier stellt, ist doppelter Natur: Nach dem Verursacherprinzip müsste man fragen, wer eigentlich in erster Linie für diese Misere verantwortlich zeichte, mithin, wer sie überhaupt ermöglichte. Das sind zum einen natürlich diejenigen Banken, die in solche betrügerischen Geschäfte verwickelt waren. Nur woher bezogen die ihre Mittel? Sie bezogen ihre Mittel in einem staatlich veranlaßten Betrugskarussell, das sich zusammensetzt aus der politisch erklärlichen Notwendigkeit, Staatshaushalte immer weiter auszuweiten und zum zweiten diese Ausweitung der Staatsfinanzen mit immer weiteren Schulden zu finanzieren, und zuletzt mit dem fiat money-Regime, also der statlich verordneten Geldfälschung.
Wenn wir allerdings fragen: "cui bono", dann müssen wir anerkennen, daß wir eben auch davon profitiert haben - von niedrigen Bankgebühren, von Zinsen, die wir auf unsere Einlagen bekommen haben, von Steuern, die die Institute an den Fiskus überwiesen haben...
Wo ziehen wir also die Grenze? Wer soll wem welche Schäden ersetzen?
... System ist Betrug. Oder wie kann es sein, dass eine Geldadelsklasse entsteht, die nie auch nur einen Finger krumm machen muss und am Tag mehr durch fremde Arbeit einnimmt, als andere im ganzen Jahr durch eigene harte Arbeit? Das ist weder fair, noch logisch, noch irgendwie sozial. Vor allem wenn diese Reichen mit ihren gigantischen Vermögen auch noch Blasen an den Märkten produzieren, die dann halt gelegentlich platzen und zusätzliche Probleme und Kosten verursachen. Während das Geld an anderer Stelle ständig fehlt und Leute in die Sozialabhängigkeit und Sklavenarbeit getrieben werden.
Ebenso wie bei den Banken, fehlt den Handelnden dabei einfach der Gesamt-Überblick und jedwedes Verantwortungsbewusstsein. Anders ist nicht zu erklären, warum z.B. die Banken bei ihrem eigenen Betrug bankrott gehen bzw. verstaatlicht werden müssen. Auch die deregulierenden Politiker sehen sich nur als Opfer, unfähig die Tragweite ihrer Entscheidungen zu erkennen.
Der Betrug ist also nur schwer auf personeller Ebene festzumachen (außer man taucht in die VT-Welt ein). Aber tröste dich, da alles auf eine Währungsreform hinausläuft ist auch bei vielen das Geld futsch oder zumindest ein großer Teil davon. Gerecht wirds aber auch da nicht zugehen, der kleine Mann wird bei H4 landen und seine Altersvorsorge verfrühstücken und sich vom Amt schikanieren lassen müssen. Dem reichen Mitnehmer bleibt immerhin die Villa, das Ferienhaus, die volle Garage und der Goldschmuck.
Welches Konjunkturprogramm? Im ersten Quartal 09 sind die meisten Maßnahmen überhaupt noch gar nicht in Kraft getreten - eine Ausnahme bildet die Abwrackprämie. Anders gesagt: Die Politiker haben das erste Quartal aufgrund ihrer Zögerlichkeit weggeschenkt - wie Feuerwehrleute die Angst vor dem Wasser haben. Lange wollten sie das Wort "Konjunkturprogramm" erst gar nicht in den Mund nehmen. Und zwar aus ideologischen Gründen!
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