Ost-West-Konflikt Neue Eiszeit zwischen Nato und Russland
Mit scharfem Ton geht Moskau auf Konfrontationskurs mit der Nato. Russland fordert, dass die Nato Manöver in Georgien absagt. Das Ende der Eiszeit wurde zu früh verkündet

© Dirk Waem/epa/dpa
Russland droht, und die Nato ärgert sich. Vor wenigen Wochen hatte Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer angekündigt, wieder mit Moskau reden zu wollen. Nun droht eine neue Eiszeit
Russlands Sicherheits- und Außenpolitiker sind Freunde deutlicher Worte - zumindest wenn sie nicht der Adressat sind. Außenminister Lawrow warnte die Nato und den Westen vor einer weiteren engen militärischen Zusammenarbeit mit Georgien. Vor allem zwei im Mai geplante Manöver der Nato mit georgischen Streitkräften kritisierte der Kreml. "Die geplanten Aktionen dienen nicht der Stabilität in der Region", warnte Lawrow.
Der Krieg zwischen Russland und Georgien im August 2008 hatte die Stimmung zwischen den Staaten auf einen Nullpunkt sinken lassen. Die Nato hatte aus Protest gegen den russischen Einmarsch die offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Russland eingefroren. Die Arbeit im Nato-Russland-Rat, der gegründet wurde, um die Zusammenarbeit zu verbessern, stellte die Nato zeitweilig ein. Russland verurteilte den Abbruch der diplomatischen Beziehung und verteidigte sein Vorgehen gegen Georgien. Der Vorstoß sei nichts anderes gewesen als die Bombardierung Serbiens durch die Nato 1999.
Nur sehr langsam beruhigte sich die Lage. Der Amtsantritt von Barack Obama und das russischen Angebot, die Nato in Afghanistan zu unterstützen, schienen Belege für ein Interesse beider Seiten an einer Versöhnung zu sein. Moskau bot an, dass beide Seiten auf eine Stationierung von neuen Raketen verzichten könnten. Polnische Politiker schlugen daraufhin vor, eine Aufnahme Russlands in die Nato erneut zu prüfen.
Vergangenen Monat entschieden die Nato-Mitglieder dann, die Gespräche mit Russland wieder aufzunehmen. Noch im April wollten beide Seiten sich treffen. Doch nun sorgt Russland mit Rhetorik aus Zeiten des Kalten Krieges für neue Spannungen.
In den vergangenen Monaten hatte Russland immer wieder die Nato zu einer Kurskorrektur aufgefordert und mit Aufrüstung gedroht. Kurz vor dem Amtsantritt von Barack Obama kündigte Russland die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Kaliningrad an. Mehrfach verlangte Russlands Präsident Medwedjew, dass die USA ihr Raketenschirm-Projekt fallen lassen, und prangerte die Osterweiterung der Nato an. Das westliche Militärbündnis prüft die Aufnahme von Georgien und Ukraine in das Bündnis - beide Staaten gehörten zur ehemaligen Sowjetunion und grenzen direkt an Russland.
Nun schlägt auch noch der russische Botschafter bei der Nato in Brüssel einen harten Tonfall ein. Dmitri Rogosin protestierte in einem Brief an Nato-Generalsekretär Jaap De Hoop Scheffer gegen die im Mai geplanten Manöver in Georgien. Er drohte, die militärische Zusammenarbeit mit dem Bündnis weiter ruhen zu lassen. Wenn die Nato nicht einlenke, werde Russland entsprechende Schritte ergreifen. Acht Monate nach dem Südkaukasus-Krieg sei das Verhältnis zwischen Moskau und der Nato noch so zerbrechlich, dass die im Nachbarland geplanten Manöver schwere Besorgnis hervorrufen müssten. "Das für den 7. Mai angesetzte Treffen der Generalstäbe Russlands und der Nato findet nicht statt", sagte Rogosin.
- Datum 21.04.2009 - 20:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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worum geht's in dem manöver und warum veranstaltet die nato das in georgien, dessen regierung sich in der letzten zeit nicht wirklich als 'partner für den frieden' qualifiziert hat? der krieg wäre jedenfalls ein guter anlass gewesen, die ganze sache einfach abzublasen. ohne dabei gesicht zu verlieren.
wenn diese fakten auf dem tisch sind, können wir ggf. darüber diskutieren, ob und inwieweit das verhalten der russen gerechtfertigt ist oder nicht.
so ist es irgendwie...albern, und läuft auf eine reine, total undifferenzierte wertedebatte zwischen betonköpfen hinaus.
Gorbatschow ist im Mai 1990 nach Washington gereist. Es ging um den ebenso zentralen wie heiklen Punkt, ob die UdSSR zustimmt, daß ein wiedervereinigtes Deutschland Mitglied der Nato bleibt.
Bush sen. versprach: Die Nato geht keinen Zoll weiter nach Osten.
Zumindest alle Deutschen sollten sich an die Wahrheit erinnern und nicht aus blinder NATO-Bündnistreue lügen!
Russland und die Nato
Um 1000 Kilometer näher
VON ROLF HOCHHUTH
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
.... welch eine schockierende Hochhut -Analyse mit einer Übersicht über 70 Jahre!
.... welch eine schockierende Hochhut -Analyse mit einer Übersicht über 70 Jahre!
die russisch-westliche seifenoper, folge nummero 128. in der die guten immer noch gut sind und die bösen immer noch richtig schön böse.
außerdem: glückwunsch zu der originellen überschrift.
.... welch eine schockierende Hochhut -Analyse mit einer Übersicht über 70 Jahre!
...und da Wundert man sich über die "Eiszeit"?
Nun nach dem der offensichtlich in vielen Belangen unfähige Hr. S. aus Georgien mit einer Handverlesenen NATO Uebung den Rücken gekrault bekommt...
Den zahllosen Oppositionellen in Georgien kommt das vor wie eine Faust in's Gesicht. In dem Land wird seit einiger Zeit heftigst gegen Hr. S. demonstriert und man liest beinahe nicht's darüber in den freien westlichen Medien. Noch liest man etwas darüber mit welch gewalttätigen Mitteln sich der nette Hr. S dagegen wehrt. Aber die Methoden sind ja Land auf Land ab üblich um nicht regierungstreue zur Räson zu bringen...
Ich bin nach wie vor der Ansicht das ein Russlandfreundlicher Kurs der EU mehr bringt als der gegenwärtige auf Agression basierende. Wie etwa der Hr. O. von der anderen Seite des Atlantik viele neue Worte in seiner Rethorik verwendet aber eigentlich nicht viel an der Politik ändert...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
"Bei den Übungen handele es sich nicht um eine Zusammenarbeit zwischen der Nato und Georgien, sondern um Übungen der Nato mit der Organisation Partnerschaft für den Frieden. Für eine Entspannung sorgte diese Erklärung nicht."
kein Wunder.
die eigentliche Frage ist:"Wie weit kann ich gehen, wann fühlt er sich angegriffen. Kindergarten.
Ich hab NTV gesehen lief ein geiler Film! Voll Gruselig, in der Hauptrolle das bitter böse Russland mit seinen buckligen Assistenten Med. Die Handlung: Phantom saugt aus ahnungslosen Umliegenden Militärischen Fahrzeugen jegliches Öl aus den Treibstoff Filtern, Special Agent der Nato Bantz J. Craddock hat nur 24 Stunden Zeit bevor er die 271 Folge von Inspektor Columbo verpasst. Wird Special Agent Craddok das Rätsel um Väterchen Russland, lösen`? ...wird Columbo sich endlich die Haare waschen?.. und wird es Graf Vladimir Putin gelingen den geklauten Treibstoff aus Georgischen Nato Panzern an Steinbrück zu verticken?
Was, wäre, wenn könnte? Ist es wieder soweit das wir die Russen fürchten`?
Soviel offiziell seitens der NATO verlautet, wurde der diesjährige Ort der Manöver schon lange vor der Georgienkrise ausgehandelt. Irgendwo müssen sie schließlich stattfinden. Das paranoide Russland versucht nur wieder seine übliche Quertreiberei, denn es protestiert oder droht bekanntlich überall, egal ob es sich um Irak, Iran, Syrien, Afghanistan, Kasakhstan, Ukraine, Israel oder sonst etwas handelt. Dabei veranstaltet es selbst vor den Küsten von Venezuela und Japan seine U-Boot-Manöver.
titelte Helmut Schmidt bereits vor 10 Jahren in der ZEIT.
http://www.zeit.de/1999/1...
Er warnte damals: "Viele Russen empfinden die Ostverschiebung der Grenze des Nato-Territoriums als Demütigung. Es wird deshalb eine der wichtigsten zukünftigen Aufgaben sein, ein gutes Nachbarschaftsverhältnis zu Rußland herzustellen."
In den letzten 10 Jahren hat sich die NATO endgültig als Instrument US-amerikanischer Hegemonie demaskiert, um, so Schmidt, "die eigene Wertordnung und den American way of life auf die ganze Welt zu übertragen". In der heutigen Zeit, vor der Finanzapokalypse, dämmert es den meisten Bürgern Europas, welcher Wert und welche Ordnung gemeint sind.
Schmidt hat bereits vor 10 Jahren klar erkannt: "Man rechnete in Washington für die nächsten 15 Jahre mit gewaltigen militärischen Investitionen der drei neuen Nato-Mitgliedsstaaten: 60 bis über 100 Milliarden US-Dollar." So schafft man sich Vasallen und profitiert gleichzeitig.
Diplomatisch verklausuliert bezeichnete Schmidt 1999 die NATO-Doktrin als "illusionäre Vorstellung von der Weltmacht Amerika, die als globaler Friedensrichter und Friedensmacher mit Hilfe der Nato die Welt in Ordnung hält", letztes Jahr schrieb er in der ZEIT statt von Illusion, offen von "westlicher Propaganda".
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
titelte Helmut Schmidt bereits vor 10 Jahren in der ZEIT.
http://www.zeit.de/1999/1...
Er warnte damals: "Viele Russen empfinden die Ostverschiebung der Grenze des Nato-Territoriums als Demütigung. Es wird deshalb eine der wichtigsten zukünftigen Aufgaben sein, ein gutes Nachbarschaftsverhältnis zu Rußland herzustellen."
In den letzten 10 Jahren hat sich die NATO endgültig als Instrument US-amerikanischer Hegemonie demaskiert, um, so Schmidt, "die eigene Wertordnung und den American way of life auf die ganze Welt zu übertragen". In der heutigen Zeit, vor der Finanzapokalypse, dämmert es den meisten Bürgern Europas, welcher Wert und welche Ordnung gemeint sind.
Schmidt hat bereits vor 10 Jahren klar erkannt: "Man rechnete in Washington für die nächsten 15 Jahre mit gewaltigen militärischen Investitionen der drei neuen Nato-Mitgliedsstaaten: 60 bis über 100 Milliarden US-Dollar." So schafft man sich Vasallen und profitiert gleichzeitig.
Diplomatisch verklausuliert bezeichnete Schmidt 1999 die NATO-Doktrin als "illusionäre Vorstellung von der Weltmacht Amerika, die als globaler Friedensrichter und Friedensmacher mit Hilfe der Nato die Welt in Ordnung hält", letztes Jahr schrieb er in der ZEIT statt von Illusion, offen von "westlicher Propaganda".
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
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