Schmuggel USA und Mexiko sagen Waffenhändlern den Kampf an

US-Präsident Barack Obama hat dem südlichen Nachbarland Unterstützung bei der Bekämpfung von Drogenbanden zugesagt. Ein Abkommen soll zudem Waffenhandel unterbinden

Beschlagnahmte Waffen und Drogen in Mexiko

Beschlagnahmte Waffen und Drogen in Mexiko

Zum Auftakt gab es ein Lob: Die mexikanische Regierung gehe couragiert gegen Drogenkartelle vor und könne dabei auf Amerika als Partner zählen, sagte Obama auf seiner ersten Reise nach Lateinamerika als US-Präsident. "Ich bin mir mit Präsident Calderon einig, dass dieser Krieg nicht nur von einer Seite aus gewonnen werden kann", sagte Obama.

Bereits zuvor hatte die US-Regierung angekündigt, mehr für die Sicherheit an der Grenze tun zu wollen, über die Waffen bislang unkontrolliert in die Hände der mexikanischen Drogenkartelle gelangen. In einem Artikel, den zahlreiche große Zeitungen in Lateinamerika druckten, hatte der US-Präsident bereits Unterstützung beim Kampf gegen die Drogenkartelle zugesagt. Obama sagte, der Senat solle bald ein Abkommen ratifizieren, dass den Fluss von Waffen und Munition an unterbinden soll.

Am Vorabend seiner Reise ernannte Obamas Regierung bereits einen "Grenz-Zaren", der die Drogengewalt entlang der Tausende von Kilometern langen Grenze beenden soll. Es ist Alan Bersin, ein ehemaliger Staatsanwalt, der bereits unter Präsident Bill Clinton dieselbe Funktion innehatte. George W. Bush hatte sich in seinen acht Amtsjahren von einer Verantwortung für den mexikanischen Drogenkrieg distanziert.

Obama unterzeichnete in Mexiko auch einen Kooperationsvertrag, um emissionsärmere Energie zu produzieren und die Umwelt zu schützen. Zudem hoffe er, den Streit über das Verbot mexikanischer Lastwagen auf US-Straßen zu beheben, sagte Obama. Über das Verbot war ein Handelsstreit zwischen den beiden Nachbarländern ausgebrochen.

Am Freitag reist Obama weiter nach Trinidad und Tobago, wo er am Gipfel der Organisation Amerikanischer Staaten teilnimmt. Zudem will er sich mit den Staats- und Regierungschefs der nach dem Vorbild der Europäischen Union gebildeten Gemeinschaft Unasur treffen.

Wie ernst die Lage in Mexiko ist, wurde kurz vor dem Eintreffen Obamas deutlich: Im Süden des Landes starben 16 Menschen bei einer Schießerei. In Mexiko bekämpfen die Streitkräfte seit Längerem die Rauschgiftkartelle, dabei kamen allein im vergangenen Jahr 6300 Menschen ums Leben.

Leser-Kommentare
  1. Wieso ist in Amerika das Verlangen nach Drogen so gross, dass mit dem Drogenverkauf in benachbarten Mexiko ganze Drogenkartelle entstehen können? Dies scheint mir ein grundlegenes gesellschaftliches Problem zu sein,welches zu analysieren ich diversen amerikanischen Politikern dringend rate. Jedenfalls würde dann die Möglichkeit geschaffeb,dass Problem langfristig zu lösen.

  2. Ungezügelter gesellschaftlicher Konkurrenzdruck treibt die Schwachen und Abgehängten in den Drogenkonsum, Alkohol inklusive. Da sollte man dann wenigstens so ehrlich sein, diesen Fluchtweg als unabschaltbar zu erkennen und statt mit staatlich betriebenen Anti-Drogen-Milizen a la DEA den Terror selbst zu betreiben, die Drogen legal zu handeln.
    Diese Schattenstaaten der Drogenbarone existieren, weil die so viel Geld verdienen. Und die verdienen so viel, weil Drogen illegal sind.
    Wer die Illegalität von Drogen betreibt, betreibt das Geschäft der Mafia, und nicht eben selten sogar auf deren Rechnung.

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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