Amerika-Gipfel Neue Harmonie zwischen Washington und Lateinamerika
Der Gipfel der amerikanischen Staaten bringt dem Doppelkontinent neue Eintracht. Sogar Linkspopulist Chávez findet Gefallen am neuen Erzwidersacher aus den USA

© Yuri Cortez/AFP/Getty Images
Heiter debattieren Amerikas Regierungschefs: links US-Präsident Obama, rechts mit rotem Kragen Venezuelas Präsident Chavez
Unter Präsident Barack Obama wollen die USA und die Staaten Lateinamerikas nach Jahren der Distanz und zuweilen auch der Konfrontation einen Neuanfang wagen. Der soll selbst Kuba einschließen.
Jedoch: Zu einer gemeinsamen Schlusserklärung reichte die neue Einigkeit während des fünften Gipfels der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) am Wochenende in Trinidad dann doch nicht aus.
Obama betonte auf der dreitägigen Konferenz seinen Willen zu einer neuen Lateinamerikapolitik, die sich auf Respekt und Engagement gründen soll. Zudem strebe er eine "neue Richtung" in der Kuba-Politik an. Er bot der kubanischen Führung Gespräche über Themen wie Menschenrechte, Pressefreiheit und Wirtschaft an.
Ohne Erfolg allerdings blieben die Appelle der lateinamerikanischen Staaten, das vor einem halben Jahrhundert verhängte amerikanische Embargo gegen das kommunistische Kuba aufzugeben. Die USA erwarteten zunächst "ermutigende Signale" Havannas, sagte Obamas Sprecher Robert Gibbs.
Unter großem Beifall hatte der Präsident zu Beginn der Tagung der 34 Staaten gesagt, dass er auch im Verhältnis zu Lateinamerika eine "neue Partnerschaft" suche. Selbst der venezolanische Präsident und schärfste Kritiker der USA, Hugo Chávez, lobte: "Es ist ein guter Anfang mit guten Schritten."
Chávez will nun sogar die im vergangenen Jahr abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wieder aufleben lassen: "Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass es in der Zukunft eine weitere Annäherung geben wird." Chávez bekräftigte allerdings abermals, dass die Beziehungen zwischen den USA und den Ländern Lateinamerikas auf Gleichberechtigung und ohne Dominanz aufgebaut werden müssten.
Die Staaten der Bolivarischen Alternative für die Amerikas (Alba) - Venezuela, Kuba, Bolivien, Nicaragua, Honduras und die Insel Dominica - blieben deshalb während der Beratungen bei ihrer Ablehnung des Schlussdokumentes des OAS-Gipfels. Chávez führt diese Gruppe an. Sie fordert eine Abkehr von den Prinzipien der neoliberalen Marktwirtschaft und kritisierte vor allem, dass Kuba in dem Dokument keine Erwähnung findet.
- Datum 19.04.2009 - 16:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Immerhin tut er zum Teil, was er ankündigt, anders als z.B. die SPD in jüngerer Zeit. Und nicht Chavez, sondern Obama hat den Marketing award 2008 gewonnen und dabei z.B. Nike und Apple hinter sich gelassen.
http://inebriatedpress.wo...
Wer ist nun der größere Populist? Nichts gegen Obama... der ist sicher noch wesentlich besser als Bush. Aber da gehört nun auch nicht viel zu.
Was soll das überhaupt heissen Populist? Ist jemand der tut was das Volk will ein Populist? Dann wünsche ich mir auch hier einen Populisten an der Macht. Das ist ja gerade der Witz. Die Medien und Politiker wollen gerade nicht, dass jemand an die Macht kommt, der wirklich tut, was wir wollen.
Aus meiner Sicht ist das Problem nicht Populismus, sondern, dass Versprechen nicht eingehalten werden und stattdessen zugunsten von mächtigeren Interessengruppen gegen die Interessen des gemeinen Volkes entschieden wird. Bedient wird, wer am meisten Macht hat. Insofern ist Lateinamerika z.T. vielleicht sogar ein demokratisches Vorbild.
Man muss keinen Sozialismus mögen (war bisher auch nicht besonders erfolgreich...), aber z.B. bei der Wahl von Evo Morales hat sich ausnahmsweise mal nicht PR und big business durchgesetzt. Das sieht bei uns ganz anders aus Steinmeier, Steinbrück etc das sind richtige Marken da wird alles daran gesetzt, dass sie ein Image haben, welches gefällt (Steinbrück ist z.B. der mutige, kernige). Das wird dann benutzt um bestimmte Positionen durchzusetzen.
Was das Volk will spielt dabei kaum eine Rolle dafür hat man ja gleichgeschaltete Medien und Politiker, die fast täglich eine neue irrelevante Sau durchs Dorf treiben. Sonst wären wir schon lange aus Afghanistan raus (bzw. nie da hingegangen). Aber dann werden mal eben, möglichst unter Ausschluß der Öffentlichkeit, zig Milliarden Steuergelder an irgendwelche Investmentbanker verschenkt, die sich verzockt haben, anstatt die überflüssigen Teile der Banken abzuwickeln und sich nur auf die Kreditvergabe zum Erhalt der Realwirtschaft zu konzentrieren. Und es wird uns dann mit der Abwrackprämie noch vorgeschrieben was wir konsumieren sollen. Das ist nicht besonders kapitalistisch. Aber auch nicht sozialistisch. Der Staat betreibt Planwirtschaft zugunsten von Eliten. Und wir nennen es auch noch leidenschaftlich soziale Marktwirtschaft!
Ersteinmal vielen Dank für Ihren Beitrag - Sie haben mir damit sehr aus der Seele gesprochen!
Ich denke, die Idee dahinter, jemanden als Populisten zu bezeichnen ist, dass viele Sachzwänge und komplizierte Zusammenhänge aller Orten gesehen, sich eingebildet oder vorgeschoben werden. Jemand, der diesen Zwängen zugunsten der Volksnähe keine Beachtung schenkt, soll als Populist bezeichnet werden.
Da ich dem Konzept der Sachzwänge überaus skeptisch gegenüber stehe (Naturgesetze ausgenommen), stehe ich dementsprechend auch dem Konzept des Populisten sehr skeptisch gegenüber. Selbst als Totschlagargument ist es mittlerweile nicht mehr so schlagkräftig. Aus merkwürdigen Gründen finden zunehmend viele Menschen es gut, wenn sich jemand für das einsetzt, was sie wollen. Das sind Menschen, die meinen selber am besten zu wissen, was gut für sie ist; die meinen, dass nicht patronisierend entschieden werden müsste, was das Beste für sie sei. Viele Menschen sehen hier auch einen Zusammenhang mit "Demokratie".
Daher setzt sich als Totschlagargument auch zunehmend der Ausdruck "Demagoge" durch. Ich glaube - oder hoffe zumindest, dass ihm nur eine kurze Karriere beschieden ist.
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Ich denke, die Idee dahinter, jemanden als Populisten zu bezeichnen ist, dass viele Sachzwänge und komplizierte Zusammenhänge aller Orten gesehen, sich eingebildet oder vorgeschoben werden. Jemand, der diesen Zwängen zugunsten der Volksnähe keine Beachtung schenkt, soll als Populist bezeichnet werden.
Da ich dem Konzept der Sachzwänge überaus skeptisch gegenüber stehe (Naturgesetze ausgenommen), stehe ich dementsprechend auch dem Konzept des Populisten sehr skeptisch gegenüber. Selbst als Totschlagargument ist es mittlerweile nicht mehr so schlagkräftig. Aus merkwürdigen Gründen finden zunehmend viele Menschen es gut, wenn sich jemand für das einsetzt, was sie wollen. Das sind Menschen, die meinen selber am besten zu wissen, was gut für sie ist; die meinen, dass nicht patronisierend entschieden werden müsste, was das Beste für sie sei. Viele Menschen sehen hier auch einen Zusammenhang mit "Demokratie".
Daher setzt sich als Totschlagargument auch zunehmend der Ausdruck "Demagoge" durch. Ich glaube - oder hoffe zumindest, dass ihm nur eine kurze Karriere beschieden ist.
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Ich denke, die Idee dahinter, jemanden als Populisten zu bezeichnen ist, dass viele Sachzwänge und komplizierte Zusammenhänge aller Orten gesehen, sich eingebildet oder vorgeschoben werden. Jemand, der diesen Zwängen zugunsten der Volksnähe keine Beachtung schenkt, soll als Populist bezeichnet werden.
Da ich dem Konzept der Sachzwänge überaus skeptisch gegenüber stehe (Naturgesetze ausgenommen), stehe ich dementsprechend auch dem Konzept des Populisten sehr skeptisch gegenüber. Selbst als Totschlagargument ist es mittlerweile nicht mehr so schlagkräftig. Aus merkwürdigen Gründen finden zunehmend viele Menschen es gut, wenn sich jemand für das einsetzt, was sie wollen. Das sind Menschen, die meinen selber am besten zu wissen, was gut für sie ist; die meinen, dass nicht patronisierend entschieden werden müsste, was das Beste für sie sei. Viele Menschen sehen hier auch einen Zusammenhang mit "Demokratie".
Daher setzt sich als Totschlagargument auch zunehmend der Ausdruck "Demagoge" durch. Ich glaube - oder hoffe zumindest, dass ihm nur eine kurze Karriere beschieden ist.
Das 1. Jahr im neuen Jahrtausend hat die UNO dem "Dialog der Kulturen" gewidmet: Es folgten der 11.9.01 und der "War on terror", der Huntingtons Prophezeiung vom "Kampf der Kulturen" zu rerfüllen drohte.
OBAMAS Auftritte in der Türkei, gegenüber Kuba und in Lateinamerika nähren die Hoffnung, dass im 21. Jahrhundert die Weltprobleme doch noch im Dialog der Kulturen" gelöst werden könnten !
Kofi Annans Manifest "Brücken in die Zukunft" (Crossing the Divide)
- von Eminent Persons in 2001 verfasst: Richard von Weizsäcker, Hans Küng, Hassan bin Talal, Amartya Sen, Jacques Delors, Hannah Ashrawi, u.a.m. -
bildet für den "Dialog der Kulturen " eine fantastische interkulturelle Grundlage !
Dies ist keine Prognose, sondern eine
Hoffnung auf eine CHANCE für CHANGE,
auf einen Neustart in das 21. Jahrhundert !
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