Amerika Obama will Kuba aus der Isolation holenSeite 2/2
Er wisse, dass frühere Versprechungen der USA hinsichtlich einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Lateinamerika nicht erfüllt worden seien, sagte Obama. Aber es dürfe künftig keine "Seniorpartner und Juniorpartner in unseren Beziehungen" geben. Er sei nach Trinidad gekommen, um ein "neues Kapitel des Dialogs" zu starten, das während seiner Amtszeit im Weißen Haus Bestand haben solle. Die Zusammenarbeit müsse sich auf "gegenseitigen Respekt, gemeinsame Interessen und Werte" stützen. Allerdings "dürfen wir uns nicht erlauben, Gefangene vergangener Meinungsunterschiede zu sein".
Obama wandte sich insbesondere "gegen die falsche Wahl zwischen einer rigiden, staatlich gelenkten Wirtschaft und einem ungezügelten und unreguliertem Kapitalismus". Auch gehe es nicht um die Entscheidung, entweder an einer "unflexiblen Politik gegenüber Kuba" festzuhalten oder das Recht des kubanischen Volkes auf die Verwirklichung der Menschenrechte zu ignorieren.
Ziel müssten eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den USA und Lateinamerika besonders auf wirtschaftlichem Gebiet und gemeinsame Anstrengungen bei der Sicherung der Energieversorgung sowie der Entwicklung und Förderung alternativer Energiequellen sein. Obama erinnerte aber auch daran, dass man die USA nicht für alle Probleme der Welt verantwortlich machen dürfe.
Zuvor hatte die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner die amerikanischen Staaten aufgefordert, gemeinsam eine neue Ordnung für den Kontinent zu schaffen. Kuba müsse in die neue Ordnung eingeschlossen werden. Fernández de Kirchner sagte, es sei ein "Paradoxon", dass der Ausschluss Kubas aus dem interamerikanischen System nach wie vor mit dem Argument begründet werde, es gehöre dem "sowjetischen Pol" an, was die Sicherheit des Kontinents gefährde. Kubas OAS-Mitgliedschaft war wegen der Allianz der karibischen Staaten mit der kommunistischen Sowjetunion 1962 ausgesetzt worden.
- Datum 18.04.2009 - 09:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Unter den lateinamerikanischen Staaten ist nicht Kuba isoliert, sondern eher die USA. Insofern ist diese hier angepriesene Großtat des barmherzigen Messias Obama journalistische Schönschreiberei.
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Das mag ja in gewisser Hinsicht zutreffen, wenn man die Veränderung der politischen Landschaft in den letzten Jahren betrachtet. Man denke an Chavez, Morales etc... Und auf der anderen Seite natürlich Bush! Aber was die wirtschaftliche und militärische Seite anbetrifft, spielen die USA für ihre Nachbarn "south of the border" noch immer eine überragende Rolle. US-amerikanische Konzerne und US-amerikansiches Kapital sind in Lateinamerika immer noch von großer Bedeutung. Die Bedeutung von Kuba ist auf diesen Gebieten dagegen vernachlässigbar gering, sieht man mal von dem symbolischen "Export" kubanischer Ärzte ab.
Mir fallen schon gleich mal zwei entscheidende und zuletzt recht erfolgreiche Länder ein, die sicher nicht auf der Chavez-Castro-Morales-Welle, sondern eher entgegengesetzt laufen: Brasilien und Chile. Beides gemäßigt linke Regierungen.
GWB konnte ja kaum noch von jemandem gemocht werden, aber es gibt einige 'natürliche' Allianzen für die USA in Lateinamerika (eben einer wie Lula), und einige (eben Kuba, Venezuela), an die sich eine intelligente Diplomatie der USA annähern kann.
Ansonsten stimme ich @Autopoietiker zu.
Das mag ja in gewisser Hinsicht zutreffen, wenn man die Veränderung der politischen Landschaft in den letzten Jahren betrachtet. Man denke an Chavez, Morales etc... Und auf der anderen Seite natürlich Bush! Aber was die wirtschaftliche und militärische Seite anbetrifft, spielen die USA für ihre Nachbarn "south of the border" noch immer eine überragende Rolle. US-amerikanische Konzerne und US-amerikansiches Kapital sind in Lateinamerika immer noch von großer Bedeutung. Die Bedeutung von Kuba ist auf diesen Gebieten dagegen vernachlässigbar gering, sieht man mal von dem symbolischen "Export" kubanischer Ärzte ab.
Mir fallen schon gleich mal zwei entscheidende und zuletzt recht erfolgreiche Länder ein, die sicher nicht auf der Chavez-Castro-Morales-Welle, sondern eher entgegengesetzt laufen: Brasilien und Chile. Beides gemäßigt linke Regierungen.
GWB konnte ja kaum noch von jemandem gemocht werden, aber es gibt einige 'natürliche' Allianzen für die USA in Lateinamerika (eben einer wie Lula), und einige (eben Kuba, Venezuela), an die sich eine intelligente Diplomatie der USA annähern kann.
Ansonsten stimme ich @Autopoietiker zu.
Das mag ja in gewisser Hinsicht zutreffen, wenn man die Veränderung der politischen Landschaft in den letzten Jahren betrachtet. Man denke an Chavez, Morales etc... Und auf der anderen Seite natürlich Bush! Aber was die wirtschaftliche und militärische Seite anbetrifft, spielen die USA für ihre Nachbarn "south of the border" noch immer eine überragende Rolle. US-amerikanische Konzerne und US-amerikansiches Kapital sind in Lateinamerika immer noch von großer Bedeutung. Die Bedeutung von Kuba ist auf diesen Gebieten dagegen vernachlässigbar gering, sieht man mal von dem symbolischen "Export" kubanischer Ärzte ab.
Wollen die Kubaner das denn auch?
Wer sind denn die Kubaner? Die herrschende Funktionärskaste, die sich auf Kuba wie in jedem anderen "sozialistischen " Land gebildet hat? Oder sind es die einfachen Leute, die sich mehr persönliche Freiheit und Wohlstand erhoffen? Oder sind es die Intellektuellen, die sehr wohl die Gefahr eines plötzlichen Systemwechsels sehen, jedoch wissen, dass es langfristig keine Alternative zur Abkehr vom Fidelismus gibt?
Wer sind denn die Kubaner? Die herrschende Funktionärskaste, die sich auf Kuba wie in jedem anderen "sozialistischen " Land gebildet hat? Oder sind es die einfachen Leute, die sich mehr persönliche Freiheit und Wohlstand erhoffen? Oder sind es die Intellektuellen, die sehr wohl die Gefahr eines plötzlichen Systemwechsels sehen, jedoch wissen, dass es langfristig keine Alternative zur Abkehr vom Fidelismus gibt?
Wer sind denn die Kubaner? Die herrschende Funktionärskaste, die sich auf Kuba wie in jedem anderen "sozialistischen " Land gebildet hat? Oder sind es die einfachen Leute, die sich mehr persönliche Freiheit und Wohlstand erhoffen? Oder sind es die Intellektuellen, die sehr wohl die Gefahr eines plötzlichen Systemwechsels sehen, jedoch wissen, dass es langfristig keine Alternative zur Abkehr vom Fidelismus gibt?
ich Ihnen, wenn Sie mir verraten, wer die Deutschen sind. OK?
ich Ihnen, wenn Sie mir verraten, wer die Deutschen sind. OK?
ich Ihnen, wenn Sie mir verraten, wer die Deutschen sind. OK?
Kubas Dilemma sollte uns bekannt vorkommen: Das Feindbild hat sich gewandelt. Solange man Amerika für alle eigenen Unzulänglichkeiten verantwortlich machen konnte, funktionierte die kommunistische Diktatur der beiden Brüder Castro. Doch vor 8 Tagen traf die schwarze US-Abgeordnete Frau Lee in Havana ein, um eine Erleichterung der drahtlosen Geldsendungen und Telefonate anzubieten. An den USA kann dieses Problem also nicht mehr liegen. Ist jetzt alles in Butter? Nicht ganz, denn unser lieber Genosse Chavez aus Venezuela wird damit sein bisheriges kubanisches Telefonmonopol einbüßen.
Mir fallen schon gleich mal zwei entscheidende und zuletzt recht erfolgreiche Länder ein, die sicher nicht auf der Chavez-Castro-Morales-Welle, sondern eher entgegengesetzt laufen: Brasilien und Chile. Beides gemäßigt linke Regierungen.
GWB konnte ja kaum noch von jemandem gemocht werden, aber es gibt einige 'natürliche' Allianzen für die USA in Lateinamerika (eben einer wie Lula), und einige (eben Kuba, Venezuela), an die sich eine intelligente Diplomatie der USA annähern kann.
Ansonsten stimme ich @Autopoietiker zu.
Seien wir ehrlich. Obama hat im Wahlkampf den Mund ziemlich voll genommen. Jetzt ist er Präsident und muss Initiative zeigen. So sucht er sich Themen, die populär sind.
Da wäre das Verbot von Atomwaffen. Es ist ein Märchen und ein gefährliches obendrei. Obama weiß das. Aber den Menschen gefällt es. Und da ist Kuba. Seit einem halben Jahrhundert ist es von den USA blockiert. Der Grund dafür lag m.E. weniger in seiner sozialistischen Regierung, als vielmehr darin, dass Kuba der westlichste Vorposten der UdSSR war. Jetzt, nach dem Ende der Sowjetunion hat sich diese Rolle Kubas erledigt. Man kann zu normalen Beziehungen zurückfinden. Es fragt sich nur, ob der Zeitpunkt der rchtige ist.
Das Regime Castros nähert sich aus rein biologischen Gründen seinem Ende. Ob sein Bruder fähig ist, die Nachfolge anzutreten, erscheint fraglich. Es wäre also von Obama klug, das Ende der Blockade mit einem Systemwechsel auf Kuba, hin zu mehr Freiheit verbinden würde. Das wäre dann auch für die übrigen Staten in Latein-Amerika ein Signal!
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