Enthüllung zur Wende Ehrmann, Schabowski und die Folgen
Neue Fragen zum Mauerfall: Welche Kräfte in der SED haben aus welchen Motiven den Korrespondenten, der 1989 das Stichwort für die Öffnung der Grenze lieferte, instruiert?
"Sofort, unverzüglich". Diese zwei Worte des SED-Politbüromitglieds Günter Schabowski vom 9. November 1989 lösten die Erstürmung der Grenze durch DDR-Bürger aus. Doch sie bedeuteten nicht nur, dass die verhasste Mauer fiel. Sie leiteten auch das Ende des Kalten Krieges und der jahrzehntelangen Blockkonfrontation ein. Es war ein historisches Ereignis.
Allein schon deshalb wird jedes Detail, das diese bedeutenden Stunden markiert, von Historikern und Journalisten weiterhin penibel beleuchtet. Das wird auch mit der späten Schilderung des italienischen Journalisten Riccardo Ehrman so sein.
Insofern müssen die Geschichtsbücher möglicherweise um ein Detail ergänzt werden. Doch neu geschrieben – im Sinne von anders interpretiert – werden muss die Geschichte sicherlich nicht. Immerhin öffnet der Sachverhalt, dass der italienische Journalist der Nachrichtenagentur Ansa kurz vor der Pressekonferenz von einem SED-Funktionär angerufen und dringend gebeten wurde, die Frage nach dem Reisegesetz zu stellen, viel Raum für Spekulationen.
These 1: Das Ganze war eine von Schabowski und anderen SED-Leuten inszenierte Sache, bei dem der italienische Journalist nur eine Marionette war
Dem widersprechen die Beteiligten, Schabowski und Ehrman, vehement. Schabowski sagte dem Berliner Tagesspiegel, diese Annahme sei absurd. Er habe die Unterlagen ja dabei gehabt, um auf jeden Fall darüber zu informieren. Das geht auch aus seinem als Dokument überlieferten Sprechzettel für die Pressekonferenz hervor. Um die mögliche Brisanz der Mitteilung und die Aufmerksamkeit der Weltpresse zu mildern, wollte Schabowski die Nachricht ganz am Ende der Pressekonferenz unterbringen, fast wie beiläufig.
Ehrman wiederum weist die Vermutung, er könne von SED-Leuten benutzt worden sein, zurück. Seiner Ansicht nach hat den befreundeten Anrufer, den Generaldirektor der DDR-Nachrichtenagentur Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN), Günter Pötschke, das Motiv getrieben, dass sich etwas bewegen müsse, dass das Thema an die Öffentlichkeit müsse. Aber er selbst, Ehrman, hätte die Frage ohnehin gestellt, schließlich sei das Thema Reisegesetz in jenen Tagen heftig diskutiert worden.
Der Leipziger Medienwissenschaftler Rüdiger Steinmetz ist allerdings seit Jahren davon überzeugt, dass die Dramaturgie dieser Minuten vorbereitet war. Schabowski sei Medienprofi genug gewesen, um zu wissen: "Wenn er dies am Anfang der Pressekonferenz verkündet hätte, wäre diese erste vom DDR-Fernsehen live übertragene Veranstaltung für die Weltpresse gleich wieder zu Ende gewesen. Also musste ihm am Ende jemand ein Stichwort geben." Daher habe Schabowski einen britischen Journalisten, der eigentlich an der Reihe gewesen sei, übergangen und das Wort Ehrman erteilt. Schabowski sei auch von der Nachfrage nach dem Termin des Inkrafttretens der neuen Reiseregelung nicht überrascht worden. "Diese Nachricht sollte live in die Welt hinaus und nicht erst in den frühen Morgenstunden des 10. November, wie es geplant war."
Die Äußerungen Ehrmans über den Anruf von Pötschke bestärken ihn nun in seiner Auffassung. Zwar ist davon auszugehen, dass sich der – inzwischen verstorbene – ADN-Generaldirektor, der seit 1986 Mitglied des SED-Zentralkomitees war, und Schabowski sehr gut kannten. Schließlich war Schabowski selbst Journalist und langjähriger Chefredakteur des Neuen Deutschland. Überdies war er wenige Tage vor der historischen Pressekonferenz, am 6. November, zum "Sekretär des Zentralkomitees der SED für Informationswesen" benannt worden, eine Art Regierungssprecher der führenden Partei. Damit hatte er spätestens zu diesem Zeitpunkt auch die Hoheit über jene Meldungen, die von der SED selbst formuliert und vom ADN anschließend nur noch unbearbeitet verbreitet wurden. Das setzte engsten Kontakt zu Pötschke voraus. Dennoch erscheint es unlogisch, dass Schabowski einen Ablauf inszenieren ließ, in dem er ohnehin selbst die Hauptperson war und alle Fäden in der Hand hielt.
These 2: Der Anrufer befürchtete, Schabowski könnte vielleicht doch nicht mit der Neuigkeit rausrücken und wollte über den italienischen Journalisten Druck aufbauen
ADN-Generaldirektor Pötschke hat sich zu Lebzeiten zumindest offiziell nie zu den Vorgängen an diesem Tag geäußert. Der 1929 in Halle an der Saale geborene Sohn eines Friseurs war zwar ein weltläufiger Journalist, der von Anfang der 50er bis Mitte der 60er Jahre für den ADN als Sonderkorrespondent ebenso von UN-Vollversammlungen in New York berichtete wie von der Genfer Außenministerkonferenz - oder aus Ungarn nach dem Volksaufstand 1956. Er galt auch beim ADN, wo er sich vom Reporter und stellvertretenden Bezirksstellenleiter in Halle bis zum Generaldirektor hocharbeitete, nicht als ideologischer Betonkopf.
Doch war Pötschke, der von 1966 bis 1977 als stellvertretender Abteilungsleiter im SED-Zentralkomitee tätig war, zugleich ein braver Parteisoldat, der bis weit ins Jahr 1989 hinein auch nicht als Vorkämpfer für Reformen oder gar als Umstürzler aufgefallen wäre. Dass ihn an jenem 9. November ganz bewusst ein strategisch-reformerischer Impuls und Misstrauen gegenüber Schabowski getrieben haben könnte, ist unter diesen Vorzeichen eher unwahrscheinlich.
These 3: Der Anrufer Pötschke hatte in der ZK-Sitzung am gleichen Tag erfahren, dass im engsten Machtzirkel der Partei eine neue Reiseregelung ausgearbeitet worden war. Er wollte seinem italienischen Journalistenfreund einen Tipp geben, von Kollege zu Kollege
Vielleicht ist diese unspektakulärste Variante die naheliegendste der damaligen Vorgänge. Der Italiener Ehrman, ein Sohn polnischer Juden, war schon 1976 als Korrespondent in die DDR gekommen und dort eine Art Institution geworden. Die gleichaltrigen Männer verband eine Art Freundschaft, die für Ehrman nach eigenen Aussagen auch der Grund war, dass er sich über diese Sache erst nach zwei Jahrzehnten öffentlich äußerte. Und so hat die kleine große Historie am Ende noch eine rein menschliche Dimension.
- Datum 21.04.2009 - 15:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Most unwichtig ... Kräfte aus der DDR?
Entscheidend war das Diktum der UDSSR. Die haben aufgegeben, weil sie am Ende waren.
Kohl wurde verkohlt, Gorbi war in Wirklichkeit Grobi aus der Sesamstraße. Wir haben im Westen einen völlig ausgelutschten sozialistischen Staat als Schoßkind erhalten und dafür in mehrfacher Hinsicht gezahlt.
Viel mehr als so ein Mensch aus dem Saarland prognostizierte - der es damals nicht wollte und sich heute wie Rumpelstilzchen aufführt ... Geschichte ist schon komisch.
Ich persönlich sehe es dennoch als ein spätes Kriegsopfer an; es war teuer und richtig - schade bloß, (entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk)
Schauen sie sich doch mal Die Linken an und ihre Zusammensetzung. Hier im Osten gehen da grad die wenigen real denkenden, ehemaligen SED-Leute raus. Was ich aber nun wirklich nicht bedauere. Und es sind auch noch genug ehemalige SED-Hadliner drin.
Lassen sie also einfach diese dämliche Spalterei. nach 20 Jahren sollte es dann mal gut sein.
Und mit den Kosten...was hat die alte BRD nicht alles an dem Afrika vor der Haustür verdient. Ein Anzug mittlerer Preisklasse kostete die Einkäufer aus dem Westen 20 DM! Schön blöd natürlich, wer das zu dem Preis verkauft, schon klar. Aber tun sie nicht so, als hätte die BRD seit 1949 nur schlecht gemacht gegenüber der DDR!
Schade dass Herr Ernst und Co. es nicht lassen können, die Ostdeutschen zu beschimpfen. So steht wohl die Wiedervereinigung noch längere Zeit aus. Schade auch, dass solche Pauschalisierungen jedes Gespräch blocken, was so wichtig wäre.
Dazu würde ich Herrn Ernst gern einladen.
Und - an die Zeit-Moderation: Wie lange werden Beschimpfungen einfach durchgewinkt? DEPP heißt immerhin "ein sehr dummer Mensch". Muss ich mir das als Ostdeutscher diplomierter Mensch bieten lassen?
Schauen sie sich doch mal Die Linken an und ihre Zusammensetzung. Hier im Osten gehen da grad die wenigen real denkenden, ehemaligen SED-Leute raus. Was ich aber nun wirklich nicht bedauere. Und es sind auch noch genug ehemalige SED-Hadliner drin.
Lassen sie also einfach diese dämliche Spalterei. nach 20 Jahren sollte es dann mal gut sein.
Und mit den Kosten...was hat die alte BRD nicht alles an dem Afrika vor der Haustür verdient. Ein Anzug mittlerer Preisklasse kostete die Einkäufer aus dem Westen 20 DM! Schön blöd natürlich, wer das zu dem Preis verkauft, schon klar. Aber tun sie nicht so, als hätte die BRD seit 1949 nur schlecht gemacht gegenüber der DDR!
Schade dass Herr Ernst und Co. es nicht lassen können, die Ostdeutschen zu beschimpfen. So steht wohl die Wiedervereinigung noch längere Zeit aus. Schade auch, dass solche Pauschalisierungen jedes Gespräch blocken, was so wichtig wäre.
Dazu würde ich Herrn Ernst gern einladen.
Und - an die Zeit-Moderation: Wie lange werden Beschimpfungen einfach durchgewinkt? DEPP heißt immerhin "ein sehr dummer Mensch". Muss ich mir das als Ostdeutscher diplomierter Mensch bieten lassen?
Schauen sie sich doch mal Die Linken an und ihre Zusammensetzung. Hier im Osten gehen da grad die wenigen real denkenden, ehemaligen SED-Leute raus. Was ich aber nun wirklich nicht bedauere. Und es sind auch noch genug ehemalige SED-Hadliner drin.
Lassen sie also einfach diese dämliche Spalterei. nach 20 Jahren sollte es dann mal gut sein.
Und mit den Kosten...was hat die alte BRD nicht alles an dem Afrika vor der Haustür verdient. Ein Anzug mittlerer Preisklasse kostete die Einkäufer aus dem Westen 20 DM! Schön blöd natürlich, wer das zu dem Preis verkauft, schon klar. Aber tun sie nicht so, als hätte die BRD seit 1949 nur schlecht gemacht gegenüber der DDR!
zumindest in einer Beziehung: Es wurde kein Militär eingesetzt und es wurde nicht auf die Demonstranten geschossen (anders als in China im selben Jahr).
Wenn ich mir die Bestrebungen des Merkel-Regimes nach Einsatz der Bundeswehr im Inneren vergegenwärtige, muß die BRD sich diesen Respekt erst noch verdienen, vor Allem sobald der Finanztsunami die deutschen Bürger überrollt und abermals wütende Massen ausrufen: "Wir sind das Volk!"
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Ein Regime, das seine Bürger mittels Mauer, Selbstschussanlagen und Minengürtel 28 Jahre in einem riesigen Freiluftgefängnis gehalten hat, verdient ihren Respekt? Was sind sie denn für einer?
Und das es zur Wende kein Blutvergießen gab, ist mit Sicherheit nicht irgendwelchen humanitären Anliegen der damaligen DDR-Führung geschuldet, sondern der puren Angst der Verantwortlichen. Wer hätte Denen denn damals wirklich gefährlich werden können? Der kleine Mann auf der Straße? Wohl kaum. Eher ihre Vasallen und Gefolgsleute, die unter anderem an die Schlüssel der Waffenkammern der Kampftruppen kamen. Also erhielt damals jeder Nomenklaturkader der DDR ein persönliches Schreiben, was er nach der Wende beruflich tun sollte, ab einer bestimmten Hierarchiestufe inklusive der dafür erforderlichen Ressourcen (Geld). Nur darum war es letztlich eine friedliche Revolution!
Das was hier heute betrieben wird, ist in meinen Augen der Versuch einer dreisten Geschichtsfälschung. Motto: die dem Volke treusorgenden SED-Verantwortlichen waren die wahren Initiatoren der Wende. Klar, das könnte einigen so passen.
Ein Regime, das seine Bürger mittels Mauer, Selbstschussanlagen und Minengürtel 28 Jahre in einem riesigen Freiluftgefängnis gehalten hat, verdient ihren Respekt? Was sind sie denn für einer?
Und das es zur Wende kein Blutvergießen gab, ist mit Sicherheit nicht irgendwelchen humanitären Anliegen der damaligen DDR-Führung geschuldet, sondern der puren Angst der Verantwortlichen. Wer hätte Denen denn damals wirklich gefährlich werden können? Der kleine Mann auf der Straße? Wohl kaum. Eher ihre Vasallen und Gefolgsleute, die unter anderem an die Schlüssel der Waffenkammern der Kampftruppen kamen. Also erhielt damals jeder Nomenklaturkader der DDR ein persönliches Schreiben, was er nach der Wende beruflich tun sollte, ab einer bestimmten Hierarchiestufe inklusive der dafür erforderlichen Ressourcen (Geld). Nur darum war es letztlich eine friedliche Revolution!
Das was hier heute betrieben wird, ist in meinen Augen der Versuch einer dreisten Geschichtsfälschung. Motto: die dem Volke treusorgenden SED-Verantwortlichen waren die wahren Initiatoren der Wende. Klar, das könnte einigen so passen.
Ein Regime, das seine Bürger mittels Mauer, Selbstschussanlagen und Minengürtel 28 Jahre in einem riesigen Freiluftgefängnis gehalten hat, verdient ihren Respekt? Was sind sie denn für einer?
Und das es zur Wende kein Blutvergießen gab, ist mit Sicherheit nicht irgendwelchen humanitären Anliegen der damaligen DDR-Führung geschuldet, sondern der puren Angst der Verantwortlichen. Wer hätte Denen denn damals wirklich gefährlich werden können? Der kleine Mann auf der Straße? Wohl kaum. Eher ihre Vasallen und Gefolgsleute, die unter anderem an die Schlüssel der Waffenkammern der Kampftruppen kamen. Also erhielt damals jeder Nomenklaturkader der DDR ein persönliches Schreiben, was er nach der Wende beruflich tun sollte, ab einer bestimmten Hierarchiestufe inklusive der dafür erforderlichen Ressourcen (Geld). Nur darum war es letztlich eine friedliche Revolution!
Das was hier heute betrieben wird, ist in meinen Augen der Versuch einer dreisten Geschichtsfälschung. Motto: die dem Volke treusorgenden SED-Verantwortlichen waren die wahren Initiatoren der Wende. Klar, das könnte einigen so passen.
Wieso soll "die Führung" "pure Angst" gehabt haben, wenn Sie gleichzeitig feststellen, daß NIEMAND "Denen denn damals wirklich gefährlich werden können"? Klarer Widerspruch.
Unser gegenwärtiges Regime demonstriert doch gerade seine Reformunfähigkeit, da die breite Masse der Bürger für die Investitionen der Geldelite aufkommen muß, obwohl es sich nur um Zahlenhokuspokus, ein legalisiertes Schneeballsystem handelt. Die Parallelen zum Staatsbankrott in der Endzeit der DDR werden offensichtlich für jeden der rechnen kann.
Ihr "Motto: die dem Volke treusorgenden SED-Verantwortlichen waren die wahren Initiatoren der Wende" -- phantasieren Sie in meinen Beitrag hinein. Tatsache bleibt: 1989 fand eine friedliche Revolution in Ostdeutschland statt, weil die Elite nicht auf die Bürger schießen ließ.
In unserem inhumanen Zeitalter, in dem z.B. auf der Welt alle 6 Minuten ein Kind verhungern darf, nenne ich dies eine respektable Leistung!
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Es ist eben nicht alles nur schwarz-weiß, wie es immer wieder diskutiert wird. Ich kannte jedenfalls tatsächlich "Staatsvertreter" auf der Kreisebene, die schon lange vor dem Herbst 89 auf Veränderungen hofften (natürlich nicht SO) und an dem Druck selbst krank geworden waren (einer ist später an seinem Alkoholismus gestorben) und die im Herbst tatsächlich nicht hätten schießen lassen. Sie waren gefangen in ihrem System und mussten bei allem "Reformwillen" scheitern, aber sie waren keine schießwütigen Brutalos. SOLCHE gabs eben auch und wenn wir über "die DDR" reden, reden wir nie über ein homogenes System (was sie gern sein wollte und was mancher nun gern ihr nachträglich würdig zuteil werden läßt).
Ich denke, die DDR (und übrigens auch die völlig idealisierte Bundesrepublik) werden wir nur einigermaßen verstehen können, wenn wir uns unsere Geschichten erzählen. Wir werden entdecken: die Wahrheit liegt irgendwo zwischen allem. Wenn ich daran denke, wie uns die westdeutschen Besucher über ihre eigene Wirklichkeit die Hucke vollgehauen haben, dann haben wir noch viel miteinander zu reden.
Wieso soll "die Führung" "pure Angst" gehabt haben, wenn Sie gleichzeitig feststellen, daß NIEMAND "Denen denn damals wirklich gefährlich werden können"? Klarer Widerspruch.
Unser gegenwärtiges Regime demonstriert doch gerade seine Reformunfähigkeit, da die breite Masse der Bürger für die Investitionen der Geldelite aufkommen muß, obwohl es sich nur um Zahlenhokuspokus, ein legalisiertes Schneeballsystem handelt. Die Parallelen zum Staatsbankrott in der Endzeit der DDR werden offensichtlich für jeden der rechnen kann.
Ihr "Motto: die dem Volke treusorgenden SED-Verantwortlichen waren die wahren Initiatoren der Wende" -- phantasieren Sie in meinen Beitrag hinein. Tatsache bleibt: 1989 fand eine friedliche Revolution in Ostdeutschland statt, weil die Elite nicht auf die Bürger schießen ließ.
In unserem inhumanen Zeitalter, in dem z.B. auf der Welt alle 6 Minuten ein Kind verhungern darf, nenne ich dies eine respektable Leistung!
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Es ist eben nicht alles nur schwarz-weiß, wie es immer wieder diskutiert wird. Ich kannte jedenfalls tatsächlich "Staatsvertreter" auf der Kreisebene, die schon lange vor dem Herbst 89 auf Veränderungen hofften (natürlich nicht SO) und an dem Druck selbst krank geworden waren (einer ist später an seinem Alkoholismus gestorben) und die im Herbst tatsächlich nicht hätten schießen lassen. Sie waren gefangen in ihrem System und mussten bei allem "Reformwillen" scheitern, aber sie waren keine schießwütigen Brutalos. SOLCHE gabs eben auch und wenn wir über "die DDR" reden, reden wir nie über ein homogenes System (was sie gern sein wollte und was mancher nun gern ihr nachträglich würdig zuteil werden läßt).
Ich denke, die DDR (und übrigens auch die völlig idealisierte Bundesrepublik) werden wir nur einigermaßen verstehen können, wenn wir uns unsere Geschichten erzählen. Wir werden entdecken: die Wahrheit liegt irgendwo zwischen allem. Wenn ich daran denke, wie uns die westdeutschen Besucher über ihre eigene Wirklichkeit die Hucke vollgehauen haben, dann haben wir noch viel miteinander zu reden.
Wieso soll "die Führung" "pure Angst" gehabt haben, wenn Sie gleichzeitig feststellen, daß NIEMAND "Denen denn damals wirklich gefährlich werden können"? Klarer Widerspruch.
Unser gegenwärtiges Regime demonstriert doch gerade seine Reformunfähigkeit, da die breite Masse der Bürger für die Investitionen der Geldelite aufkommen muß, obwohl es sich nur um Zahlenhokuspokus, ein legalisiertes Schneeballsystem handelt. Die Parallelen zum Staatsbankrott in der Endzeit der DDR werden offensichtlich für jeden der rechnen kann.
Ihr "Motto: die dem Volke treusorgenden SED-Verantwortlichen waren die wahren Initiatoren der Wende" -- phantasieren Sie in meinen Beitrag hinein. Tatsache bleibt: 1989 fand eine friedliche Revolution in Ostdeutschland statt, weil die Elite nicht auf die Bürger schießen ließ.
In unserem inhumanen Zeitalter, in dem z.B. auf der Welt alle 6 Minuten ein Kind verhungern darf, nenne ich dies eine respektable Leistung!
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Nicht nur von Interpretationen aus Geschichtsbüchern können wir lernen das die, ja eben die Geschichte (und somit unsere Realität und Weltbild) vom Sieger geschrieben wird. Das war früher schon so und ist auch heute der Fall... die Länder, Klassenzimmer und Medien dieser Welt (auch und gerade die angeblich aufgeklärtesten und liberalsten) sind voll mit einseitigen Interpretationen und Erzählungen der eigenen Geschichte.
Nun kann man sich ohne weiteres ein ganzes Leben daran festklammern oder man nimmt die Möglichkeit war sich die Meinungen der Verlierer und anderer Beteiligter zu holen. Das allerdings liegt versteckt in den Archiven, die allerdings auch schon von den Siegern gereinigt wurden, und mit etwas Glück findet man dann tatsächlich raus was damals passierte und warum.
Alles andere bleiben Interpretationen einer Wahrheit, der eigenen produziert von den anderen... Warum diese Geschichten nun gerade jetzt auftauchen sollte alleine schon nachdenklich stimmen, wo doch bereits 20 Jahre vergangen sind.
;.)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
@berliner zitiert Goethe:
"Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein",
Das ist eine Erkenntnis, die in unserem Fall sehr brisant ist, ja, wie beim Fall der Mauer sogar revolutionär wirken wird. Wenn die Wahrheit offenbar wird, wird eine Tyrannei stürzen. Wir glauben alle, in einer pluralistisch-freiheitlichen Gesellschaft zu leben. In Wirklichkeit aber herrscht ein geheimer Steuerungswissensclan, eine Art moderner Rumpelstilzchen-Caesar, der mit einem geheimen Prozesssteuerungs-Wissen an die Macht gekommen ist, und die freiheitlich-demokratischen Strukturen ausgehebelt hat - um seine Wachstumszwang-Tyrannei vom Typ Kapitalstockmaximierung aufrichten und fortführen zu können. Nur Eingeweihte wissen, dass der Wachstumszwang nicht natürlich gewachsen ist, sondern eine macht- und steuerungsinstrumentelle, hergestellte Tyrannei-der-Ökonomie ist. Die Tyrannei funktioniert über das Metalltarifkartell, das für stetig steigende Bruttoarbeitskosten sorgt - und das generiert Wachstumszwang via Rationalisierungsinvestitionen usf. Die IGMetall-Vorstände haben freiwillig und betrügerisch mitgewirkt, dass Deutschland zu einem Kapitalstockmaximierungs-Absolutismus mutierte, das von einer 'Wissensmauer' umgeben ist - und auf einen Systemcrash zusteuert.
Wenn dieses Steuerungswissen öffentlich wird, dann fällt die Wissensmauer und die Herrschaft des modernen Rumpelstilzchen-Caesar bricht zusammen. Bundeskanzlerin Merkel kennt die Lage und die evolutionsprozess-logisch folgende Steuerungs- und Weltwirtschaftsordnung-des-Öko-Kreativen-Fortschritts (= Weltordnung des nachhaltigen Wirtschaftens). Sie versucht mit ihrer 'Charta für nachhaltiges Wirtschaften' den Exodus sowohl nationale wie global zu organisieren.
Der Journalist, der Angela Merkel nach ihrem Evolutionsprojektwissen für den Exodus fragt und ihre Angtwort veröffentlicht, der wird in die Geschichte eingehen. Wer mit 'Merkel verstehen' googelt, kann sich heute schon informieren und vielleicht begreifen, was hinter der Wissensmauer ante portas auf uns wartet und mit welchen wirtschaftlichen Steuerungstricks (=mit 'in tyrannos' zu ergoogeln) wir uns bisher versklaven ließen.
Ich hätte einem westdeutschen Joghurt zwar jede Menge kulturellen Hintergrund, doch nie eine solche Chuzpe zugetraut - ein solches Verhalten auf Pressekonferenzen ist ja allem Anschein nach investigativer als die Zeitgeschichte-Redaktion einer renommierten deutschen Wochenzeitung...
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