Steinmeiers Wahlkampfauftakt Animateur mit mäßigem ErfolgSeite 4/4
Zusammengefasst: Steinmeier hat das Wahlprogramm der SPD referiert, ohne aber dem eine persönliche Färbung zu geben oder Euphorie zu erzeugen. Als Wahlkämpfer ist er ungeübt, zum Volkstribun wird er sich in diesem Sommer nicht mausern. Gegen die geübten Oppositionspolitiker Westerwelle und Lafontaine wird er es schwer haben. Schließlich ist er nicht populistisch, sein Auftritt hat eher etwas Ambivalentes. Irgendwo zwischen Kritik und Stolz an der Regierung, zwischen "Hartz IV war richtig" und neuer Gesellschaftsordnung.
All das ist nicht unsympathisch oder unreflektiert. Aber dass Steinmeier noch eine Wechselstimmung zugunsten der SPD erzeugt, gar eine Begeisterung auslöst, die mit seinen Vorbildern Schröder oder Obama zu vergleichen wäre, ist äußerst unwahrscheinlich. Momentan liegt er im direkten Vergleich mit Merkel bei 22 Prozent. Damit bringt er das Kunststück fertig, noch unter der SPD zu liegen.
- Datum 21.04.2009 - 13:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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(entfernt. Bitte geben Sie Ihren Beiträgen etwas mehr Substanz. Die Redaktion/jk)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Steinmeier Kanzlerin Merkel ernsthaft herausfordern kann. Um Merkel zu schlagen bräuchte man etwas, das sie nicht bieten kann. Das wäre zum Beispiel großer Charme und Charisma, ähnlich einem Typus Obama. Genau das bringt eben Steinmeier nicht. Er kann sich als fachlich anerkannter, nüchterner Politiker positionieren. Genau diese Position hat aber die Kanzlerin besetzt. Und diesem Match ist er meiner Einschätzung nach nicht gewachsen.
Persönlich finde ich das auch gut, denn ich glaube, dass gerade die Sozialdemokratie die Wirtschaftskrise und die notwendigen Konsequenzen, die aus ihr zu ziehen sind überhaupt nicht verstanden hat.
Die performance von Steinmeier bei Reden ist mir Wurst. Das Problem von FWS ist vor allem, dass ihm zu Recht niemand glaubt, was er da redet.
kann nicht überzeugen.
Wer die Gier am Kapitalmarkt geißelt, aber offensichtlich immer noch nicht zur Kenntnis nimmt, das diese Symptom, aber nicht Ursache der Krise ist, hat sich am Ende selbst disqualifiziert.
Da diese Realitätsverweigerung ein Problem der gesamten Linken ist, erklärt sich auch ihre Chancenlosigkeit hinsichtlich der kommenden Wahlen. Denn die Propaganda von der Partei des sozialen Ausgleichs besitzt so einfach keine Glaubwürdigkeit mehr.
Eine Politik die sich simpelst Sündenböcke bedient ohne Einsicht in die eigenen, wenn auch vielleicht im besten Glauben gemachten, Fehlleistungen ist ohne Zukunft und das ist die einzige gute Botschaft dieser Veranstaltung.
Berthold Grabe
Wer - so ZEIT-online in einem anderen Artikel zum Thema - "mit Schroeder's Segen" in den Wahlkampf zieht, dem ist nicht abzunehmen, dass er eine ueberzeugende Wende Richtung links unternehmen wird.
Die SPD hat sich meines Erachtens damit abzufinden, dass die neoliberalen Exzesse des Gashaendlers sie endgueltig als Volkspartei disqualifiziert haben.
Fuer die Zukunft sehe ich nicht mehr als 20% + X fuer dieses diffuse Konglomerat sozialbewegter Leistungstraeger.
...& das ist gut so!!!
Diesen Heuchlern und Agenda-Knechten, die unnötig so viel Unglück über viele Menschen in diesem Land brachten, die von unten nach oben umvewrteilten, die die Krise erst möglich machten, die Gewinne auf Zerschlagung von Firmen steuerfrei stellten usw.......denen wünsche ich
20 minus X
wobei die "Spitzen"genossen selbst dann noch nicht sich von der Agenda usw. abkehren würden.
Stellen Sie sich diese Talente mal als Produkt-Manager vor!
Diesen Heuchlern und Agenda-Knechten, die unnötig so viel Unglück über viele Menschen in diesem Land brachten, die von unten nach oben umvewrteilten, die die Krise erst möglich machten, die Gewinne auf Zerschlagung von Firmen steuerfrei stellten usw.......denen wünsche ich
20 minus X
wobei die "Spitzen"genossen selbst dann noch nicht sich von der Agenda usw. abkehren würden.
Stellen Sie sich diese Talente mal als Produkt-Manager vor!
über dem Artikel, in der 2. Reihe, zwischen Münte und Schwan ?
aber ich werde das TIEFgehend prüfen, aufklären und dann weiterSEEn. Sie haben das Recht auf restlose Aufklärung, ich wusste aber von gar nichts und werde erst morgen darüber informiert worden sein.
aber ich werde das TIEFgehend prüfen, aufklären und dann weiterSEEn. Sie haben das Recht auf restlose Aufklärung, ich wusste aber von gar nichts und werde erst morgen darüber informiert worden sein.
Frank Walter Steinmeier schon der Name läuft nicht flüssig. Mr. Stone wäre da etwas griffiger. Er hat etwas unbewegliches, wohlformuliertes verkopftes Auftretten und dazu passen keine populistische Wahlkampfsprüche. Wenn seine Image Berater dem Kandidaten nun zusätzlich noch ein Latzhose überstreift um Volks- bzw. Arbeiter-näher zu wirken, dann kann das auch dazu führen dass der "Neue" zunächst noch steifer wirkt, und an manchen Stellen doch der Anzug darunter durchscheint, und so den Zuhörer verunsichert.
Die Menschen sind sehr feinfühlig und bemerken schon die leisesten Andeutungen. Oft können Sie nicht lokalisieren oder präzisiert werden, aber es stellt sich ein Bauchgefühl ein dass einem sagt ob das Gegenüber sich wohlfühlt in seiner (neuen) Haut. Wer irritiert wird, neigt automatisch zur Vorsicht. Deshalb fallen Worte wie: versuchte, wollte, wirkte wie ...
Lasst doch denn Steimeier Steinmeier sein. Das kann er am Besten. Es kann auch eine Auszeichnung sein, wenn man kein Schauspieler ist, oder sich weigert eine andere Rolle anzunehmen. Wer sagt den dass die Wähler einen Schröder oder Münte nicht nur lieber hören sondern tatsächlich auch gerner wählen. Ist man wirklich auf diese Promille angewiesen die nach dem schöneren Plakat oder nach den spannenderen Reden seine Wahl trifft.
Es muß eben eine Aufteilung geben, Münte für das Herz und Hände und Mr. Stone die Verkopfte der Mitte. Ein echter Kopf ist besser als ein unsicheres Herz. Mein Tipp an Alle Kandidaten: Authentisch bleiben.
kwer-denker
der sich tagsüber in flammenden Reden und Latzhosen für die Rechte der Unterprivilegierten einsetzt, und nachts, benebelt durch selbstgemixte, hochtoxische neoliberale Substanzen, in Frack und Zylinder opulente, dekadente Feste mit den Eleven der Finanzwelt feiert, später dann irre kichernd bei Neumond durch düstere Arbeitersiedlungen schleicht und den Ärmsten der Armen ihren letzten Kant schimmelig Brot stiehlt ..., um morgens verkatert und um Erinnerung ringend auf der Treppe neben der Pförtnerloge des Kanzleramtes zu erwachen.
der sich tagsüber in flammenden Reden und Latzhosen für die Rechte der Unterprivilegierten einsetzt, und nachts, benebelt durch selbstgemixte, hochtoxische neoliberale Substanzen, in Frack und Zylinder opulente, dekadente Feste mit den Eleven der Finanzwelt feiert, später dann irre kichernd bei Neumond durch düstere Arbeitersiedlungen schleicht und den Ärmsten der Armen ihren letzten Kant schimmelig Brot stiehlt ..., um morgens verkatert und um Erinnerung ringend auf der Treppe neben der Pförtnerloge des Kanzleramtes zu erwachen.
Nach den Kanzleramtsproblemen mit Menschenrechtsfragen unter Schröders Ägide, etwa in der Causa Kurnaz, hatte sich Steinmeier qua Außenminister eigentlich exzellent präsentiert. Im Vorwahlkampf schleichen sich nun allerdings immer mehr Fehler ein: ein ungewohnt flammender, aggressiver Gewerkschafterduktus vor Opel-Mitarbeitern bei gleichzeitiger Abkehr von einigen Vorstellungen des linken Flügels klingt wieder einmal nach faulem Kompromiss, der weder dem linken noch dem rechten SPD-Flügel Vertrauen zu schenken imstande ist - und wohl der Linken in die Hände spielen muss. Letzter Lapsus ist meines Erachtens die Nichtteilnahme an der sog. UN-Rassismus-Konkurrenz. Diese kann nämlich von der Konkurrenz ganz einfach und einleuchtend als wahlweise Mangel an Traute, an Willen, an Können oder am Interesse an Menschenrechtsfragen ausgelegt werden.
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