Iran / USA Ein Opfer der Pressezensur
Roxana Saberi soll acht Jahre ins Gefängnis, wegen Spionage. Die Journalistin berichtete aus Iran für US-Medien. Nun aber setzt sich Präsident Ahmadineschad höchstselbst für sie ein

© Atta Kenare/AFP/Getty Images
Das Bild der Verurteilten in der Hand der Mutter: Die Journalistin Roxana Saberi soll acht Jahre in Iran in Haft bleiben
Der 28. Revolutionsgerichtshof in Teheran machte kurzen Prozess. Wenige Stunden dauerte das Verfahren hinter verschlossenen Türen. Die eigens aus den USA angereisten Eltern durften den Gerichtssaal nicht betreten und erfuhren erst drei Tage später von dem Ergebnis. Acht Jahre soll ihre Tochter Roxana Saberi hinter Gitter. Es ist das bisher härteste Urteil gegen eine Auslandsiranerin, die neben der iranischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft innehat.
Präsident Barack Obama zeigte sich "tief enttäuscht angesichts dieser Nachrichten". Seine Gedanken und seine Gebete seien bei Saberi und ihren Eltern. Aus Sicht des Weißen Hauses sei es wichtig, "dass diese Situation geklärt wird", sagte sein Sprecher Robert Gibbs. Der Präsident gehe davon aus, dass die Beschuldigungen gegen die amerikanische Journalistin falsch seien, hieß es in seiner Umgebung.
Obama hatte sich vor drei Wochen zum persischen Neujahrsfest mit einer Videobotschaft an die iranische Führung und das iranische Volk gewandt und vorgeschlagen, die Beziehungen beider Völker auf eine neue Grundlage zu stellen. Die USA und Iran unterhalten seit 1980 keine diplomatischen Beziehungen mehr.
Die iranische Resonanz auf die amerikanische Initiative war jedoch bisher sehr zurückhaltend. Auch Außenministerin Hillary Clinton, die noch am 31. März auf der internationalen Afghanistan-Konferenz in Den Haag der iranischen Delegation ein Schreiben mit der Bitte um Freilassung von Roxana Saberi übergeben hatte, zeigte sich "tief enttäuscht".
Seit Januar sitzt die 31-Jährige in dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis in Untersuchungshaft – unter wechselnden Vorwürfen. Zunächst beschuldigte man sie, eine Flasche Wein gekauft zu haben, was in der Islamischen Republik verboten ist. Dann hieß es, sie habe ohne gültige Presseakkreditierung als Journalistin gearbeitet.
Anfang März schließlich gab der zuständige Staatsanwalt bekannt, der Fall habe sich erledigt, Saberi werde "in den nächsten Tagen" freigelassen. Vier Wochen später präsentierten die Behörden plötzlich die Spionagevorwürfe – und dann ging alles sehr schnell und rabiat.
Roxana Saberi lebt seit sechs Jahren in Iran. Ihr Vater stammt von hier, ihre Mutter Akiko ist Japanerin. Geboren in New Jersey, wuchs sie in dem Städtchen Fargo im amerikanischen Bundesstaat Nord Dakota auf. 1997 wurde sie dort Schönheitskönigin, im Jahr danach landete sie bei den Wahlen zur Miss Amerika unter den ersten zehn.
Ihre Journalistikausbildung schloss Saberi an der angesehenen Northwestern University in Chicago mit dem Master ab. 2003 zog sie nach Teheran, um Iranistik zu studieren. Nebenbei arbeitete sie als freie Journalistin, vor allem für das amerikanische National Public Radio (NPR) und den britischen Rundfunksender BBC.
- Datum 20.04.2009 - 07:13 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagespiegel
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"Nun aber setzt sich Präsident Achmadineschad höchstselbst für sie ein" Ach ja, der gute Achmadi! Hätte der das nur früher gewußt!
Herr Gehlen, wie naiv sind Ihrer Meinung nach ZEIT-Leser? Dieser Präsident Achmadineschad war von Anfang an genau unterrichtet und hat diesem Schauspiel zugesehen, um es für sich zu nutzen. Das ist billiger Machtpoker - aber wirksam.
Und was ist mit den iranischen Verurteilten? Setzt er sich auch für die ein?
Zeit-Leser würde ich nicht als naiv einstufen. ;-)
Ob Achmadineschad wirklich über alles Bescheid wusste/weiss, wage ich zu bezweifeln. Einiges mag er ahnen, anderes wird er veranlassen.
Für mich ist er eine Marionette; würde man ihn rein von seinem Gesichtsausdruck her beurteilen, darf man fragen, ob er "ganz dicht" sei.
Schlimm ist jedoch die Willkür im Iran (und in anderen Ländern). Pressefreiheit wird mit den Füssen getreten, die Freiheit der Menschen ist stark eingeschränkt bis gar nicht vorhanden.
Bei der Journalistin Roxana Saberi haben sie einfach mal einen Grund gesucht, der sich dann nicht erhärten liess; also den nächsten gesucht und gefunden, auch haltlos. Also muss der Spionagevorwurf her.
Was müssen diese "Machthaber" für eine Angst vor dieser Frau haben, dass sie sie wegsperren wollen? Oder soll/muss ein Exempel statuiert werden um "irgendwem" zu zeigen, wie stark der Iran sei?
Ich finde, Achmadinedschad blickt recht gescheit drein und läßt sich nicht einschüchtern.
Würden Sie ihm das, was sie von ihm denken, auch ins Gesicht sagen?
Und woher kennen Sie die ganzen Hintergründe?
Waren Sie dabei?
Ich finde, Achmadinedschad blickt recht gescheit drein und läßt sich nicht einschüchtern.
Würden Sie ihm das, was sie von ihm denken, auch ins Gesicht sagen?
Und woher kennen Sie die ganzen Hintergründe?
Waren Sie dabei?
das Iran, Pakistan, Indien und diese ganzen Fundamentalisten-Staaten im Begriff sind sich die eigene Hose atomar anzuzünden und einen verseuchten Gürtel um die Erde zu schaffen, genau da wo es Kohlenstoff bzw. Erdöl in verbrennbarer Form gibt. Bin strahlenresistent und gespannt.
Schließlich könnte der Iran heutzutage ein demokratischer Staat sein. Ach ja...
http://hpd.de/node/6597
nicht im Iran leben zu koennen und schon gar nicht als aufgeklaerte westliche Frau. Da ja die Maenner dort mehr zu sagen haben als die Frauen waere neben der politischen Veraenderung auch eine geschlechtliche Gleichstellung dringenst vonnoeten.
...kurzer Prozeß hinter verschlossenen Türen...das berüchtigte Teheraner Gefängnis...der unbarmherzige Ajatollah...das erpreßte Geständnis...das härteste Urteil ----
....die Schönheitskönigin...die angesehene Northwestern Univerity...kurz die schöne, kluge und unschuldige westliche Cinderella----
und der böse finstere Iran.
Die tief enttäuschte US-Regierung, die den CIA-Folterern Straffreiheit gewährt, die ewig den Guantanomoknast unterhielt, bis es dann doch nicht mehr ging, zeigt sich enttäuscht!
Spionage? Ach was, Papperlapapp....
Der moderne hedonistische Westen mit seiner Pornographie, Prostitution, Pädophilie, plastischer Chirurgie und seinen Kleinfamilien und der
altmodische Iran mit seinen Großfamilien, gesunden jungen Menschen:
Kla 3, 39: "Ein jeder murre wider s e i n e Sünde!"
Übrigens: Der Porno-Aufklärungsspot ist selbst schon fast ein angedeuteter
oder halber Porno.
Was wollen Sie uns bitte mit Ihrem posting kundtun in Hinblick auf die Anlage, das Gericht, die Verhandlung, das Urteil, die Verurteilte?
Wenn aus Ihrer Sicht hier im Westen dunkle Machenschaften an der Tagesordnung sind, Sie aber trotzdem frei zu diesen dunklen Machenschaften Kritik üben und diese sogar aufdecken können (möglichst noch mit link zu einem @.ir wahrheitstechnisch auf glänzendem Stand Medienbericht)
dann ist das alles Grund genug für die Vorgangsweise in der Islamischen Republik und Vorbild für den Westen für offene und tolerante Umgangsweise mit Menschen und Kritikern?
Übrigens wird hier anscheinend ja etwas gemacht gegen Porno und Kinderporno
und nicht Kinder mit Greisen staatsgeduldet verheiratet und die Ehe vollzogen...
heroinabhängig wie im Iran. Muss ja ein richtig glückliches Völkchen sein...
_________________________________________________
In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
______
Hallo Kaleb, nach Ihren Vorwürfen an den Westen möchte ich Sie gerne an das Heiratsalter ihres Propheten mit seiner Frau Aisha erinnern. Aus diesem Grund sind Ehen mit Kindern, im Gegensatz zum Westen, in vielen muslemischen Ländern (wie dem Iran) erlaubt oder geduldet.
Was wollen Sie uns bitte mit Ihrem posting kundtun in Hinblick auf die Anlage, das Gericht, die Verhandlung, das Urteil, die Verurteilte?
Wenn aus Ihrer Sicht hier im Westen dunkle Machenschaften an der Tagesordnung sind, Sie aber trotzdem frei zu diesen dunklen Machenschaften Kritik üben und diese sogar aufdecken können (möglichst noch mit link zu einem @.ir wahrheitstechnisch auf glänzendem Stand Medienbericht)
dann ist das alles Grund genug für die Vorgangsweise in der Islamischen Republik und Vorbild für den Westen für offene und tolerante Umgangsweise mit Menschen und Kritikern?
Übrigens wird hier anscheinend ja etwas gemacht gegen Porno und Kinderporno
und nicht Kinder mit Greisen staatsgeduldet verheiratet und die Ehe vollzogen...
heroinabhängig wie im Iran. Muss ja ein richtig glückliches Völkchen sein...
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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Hallo Kaleb, nach Ihren Vorwürfen an den Westen möchte ich Sie gerne an das Heiratsalter ihres Propheten mit seiner Frau Aisha erinnern. Aus diesem Grund sind Ehen mit Kindern, im Gegensatz zum Westen, in vielen muslemischen Ländern (wie dem Iran) erlaubt oder geduldet.
[entfernt wegen Doppelposting/ Redaktion; svb]
Ich finde, Achmadinedschad blickt recht gescheit drein und läßt sich nicht einschüchtern.
Würden Sie ihm das, was sie von ihm denken, auch ins Gesicht sagen?
Und woher kennen Sie die ganzen Hintergründe?
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