FC Bayern München Jürgen Klinsmann ist entlassen

Das Reformprojekt ist beendet: Der FC Bayern trennt sich von seinem Trainer. Bis zum Saisonende soll Jupp Heynckes die Mannschaft trainieren

Die Zeit von Jürgen Klinsmann auf der Trainerbank des FC Bayern ist abgelaufen

Ein für Klinsmann nicht erfreuliches Wochenende endete am Montagvormittag mit seiner Entlassung. Er war am Morgen des für die Profis trainingsfreien Tages um kurz nach 9 Uhr auf das Vereinsgelände gekommen. Im Gespräch mit dem Vorstand wurde er von dem vorzeitigen Ende der Zusammenarbeit unterrichtet. Der deutsche Fußball-Meister zog zwei Tage nach dem 0:1 gegen den FC Schalke 04 die Konsequenzen aus dem Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft.

Klinsmann zeigte sich in einer ersten Stellungnahme "sehr enttäuscht" über seinen Rauswurf beim FC Bayern München. "Trotzdem möchte ich mich von Herzen beim FC Bayern München, seinen Fans, den Trainern, den Spielern und den Mitarbeitern für eine ereignisreiche Zeit bedanken", erklärte der 44-Jährige am Montag. Der ehemalige Bundestrainer sieht sich in seiner nur zehnmonatigen Amtszeit beim deutschen Fußball-Rekordmeister nicht gescheitert. "Wir haben den Grundstein gelegt für die Zukunft. Ich glaube noch immer daran, dass die Mannschaft in dieser Saison deutscher Meister werden kann."

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Klinsmann brachte in den zehn Monaten als Cheftrainer das Team bis ins Viertelfinale der Champions League und ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Als Interims-Coach bis zum Saisonende hat der Verein Jupp Heynckes engagiert. Heynckes arbeitete schon von 1987 bis 1991 als Bayern-Trainer. Assistent von Heynckes wird Hermann Gerland, Trainer der Drittliga-Mannschaft des Rekordmeisters.

Klinsmanns Entlassung ist der insgesamt vierte Trainerwechsel in der laufenden Bundesliga-Saison. Der ehemalige Bundestrainer hatte als "absoluter Wunschtrainer" des Münchner Vorstandes um Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß sein Amt im vergangenen Juli als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld angetreten. Klinsmanns Vertrag wäre am 30. Juni 2010 ausgelaufen.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Der FC Bayern sollte endlich lernen, dass man nicht nur Trainer einstellen sollte, die mit gute Motivatoren sind und es mit "No-Name" Mannschaften bzw. Spielern zu etwas gebracht haben...

    2. Die Medien sind mächtig wie nie in Deutschland.

    3. Motivation lässt sich nicht kaufen.

  2. Er wird als nächster verheizt beim FC Bayern. Es wäre jetzt wünschenswert, dass Klinsmann bei einem Wurstlerverein einsteigt, dem FC Bayern mit diesem in der laufenden Saison noch 1 empfindliche Niederlage beibringt und letzteren somit noch ganz um die Meisterschaft bringt. Die Gesichter von Rumenigge und Beckenbauer werde ich mir dann einrahmen lassen...

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    • Gojira
    • 27.04.2009 um 12:35 Uhr

    Für Heynckes ist die schnelle Rückkehr nach München doch ein reiner Glücksfall. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Bayern mehr oder weniger am Boden und die Qualifikation für die Champions League wäre schon ein Erfolg. Objektiv gesehen stehen der Meisterschaft aber nur Wolfsburg und Berlin im Wege, die beide bei ihrem Restprogramm durchaus noch Punkte lassen werden.
    Wenn es total schief geht und man am Ende im UEFA-Cup landet, wird niemand dem Feuerwehrmann Heynckes die Schuld geben. Wenn man sich irgendwie da hält, wo Klinsmann schon war, darf Heynckes sich für das Erreichen seiner Vorgaben auf die Schulter klopfen lassen, wenn es sogar noch nach oben geht kann er in zwei Monaten wieder zum brillanten Meistertrainer werden.
    Auf jeden Fall ist sein Name so wieder im Geschäft und sein ramponierter Ruf wird wieder so aufpoliert, dass er ohne Probleme bei einer Bundesligamannschaft mit Ambitionen aufs internationale Geschäft unterkommen können wird.

    • Gojira
    • 27.04.2009 um 12:35 Uhr

    Für Heynckes ist die schnelle Rückkehr nach München doch ein reiner Glücksfall. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Bayern mehr oder weniger am Boden und die Qualifikation für die Champions League wäre schon ein Erfolg. Objektiv gesehen stehen der Meisterschaft aber nur Wolfsburg und Berlin im Wege, die beide bei ihrem Restprogramm durchaus noch Punkte lassen werden.
    Wenn es total schief geht und man am Ende im UEFA-Cup landet, wird niemand dem Feuerwehrmann Heynckes die Schuld geben. Wenn man sich irgendwie da hält, wo Klinsmann schon war, darf Heynckes sich für das Erreichen seiner Vorgaben auf die Schulter klopfen lassen, wenn es sogar noch nach oben geht kann er in zwei Monaten wieder zum brillanten Meistertrainer werden.
    Auf jeden Fall ist sein Name so wieder im Geschäft und sein ramponierter Ruf wird wieder so aufpoliert, dass er ohne Probleme bei einer Bundesligamannschaft mit Ambitionen aufs internationale Geschäft unterkommen können wird.

  3. ...macht kloppo noch ein jahr bei dortmund, erreicht die aufstiegsränge, wechselt dann zu bayern für weitere zwei jahre um sich dann als bundestrainer verpflichten zu lassen.

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    "jetzt...

    ...macht kloppo noch ein jahr bei dortmund, erreicht die aufstiegsränge, wechselt dann zu bayern für weitere zwei jahre[...]"...., wer glaubt, daß man ihn gehen ließe, der war zu lange in der zu heißen badewanne...!
    Niemals-nie nicht !!!
    Es werden im Gegenteil die ersten Stimmen laut, die mit der Vertrags-Laufzeit bis lediglich 2012 unzufrieden sind...; ich habe auch schon Wünsche nach 10-Jahres-Kontrakten gelesen. Das mag der momentanen Euphorie geschuldet sein, sollte jedoch auch als Ausdruck des ungeheuren Vertrauens angesehen werden, das Klopp schon vor seiner ersten Partie in schwarz-gelb im Überschmaß entgegen-geschaufelt wurde und das sich seitdem eher noch verstärkt hat, da es mittlerweile gar keine ernstzunehmenden Kritiker mehr gibt !

    Ich weiss, das ist an dieser Stelle "off topic", ich wollte das nur kurz los werden, damit hier keine utopischen Begehrlichkeiten ins Kraut schießen !

    Der BVB, der BVB, der BVB ist wieder da !!!

    "jetzt...

    ...macht kloppo noch ein jahr bei dortmund, erreicht die aufstiegsränge, wechselt dann zu bayern für weitere zwei jahre[...]"...., wer glaubt, daß man ihn gehen ließe, der war zu lange in der zu heißen badewanne...!
    Niemals-nie nicht !!!
    Es werden im Gegenteil die ersten Stimmen laut, die mit der Vertrags-Laufzeit bis lediglich 2012 unzufrieden sind...; ich habe auch schon Wünsche nach 10-Jahres-Kontrakten gelesen. Das mag der momentanen Euphorie geschuldet sein, sollte jedoch auch als Ausdruck des ungeheuren Vertrauens angesehen werden, das Klopp schon vor seiner ersten Partie in schwarz-gelb im Überschmaß entgegen-geschaufelt wurde und das sich seitdem eher noch verstärkt hat, da es mittlerweile gar keine ernstzunehmenden Kritiker mehr gibt !

    Ich weiss, das ist an dieser Stelle "off topic", ich wollte das nur kurz los werden, damit hier keine utopischen Begehrlichkeiten ins Kraut schießen !

    Der BVB, der BVB, der BVB ist wieder da !!!

  4. brauchen immer ein Opfer
    die Chefetage sollte man auch mal ausmisten,da scheint mir die Zeit in einigen Köpfen stehengeblieben zu sein
    Wir sind der FC Bayern reicht heute nicht mehr
    gegen Barcelona gabs dazu ja ein Lehrstück inSachen Fussball

  5. Das System Klinsmann war in Prinzip schon zu dem Zeitpunkt gescheitert, als zum ersten Mathieau Flamini nicht verpflichtet werden konnte und zum zweiten sich die Bayern-Bosse gegen einen Rensing-Ersatz votierten (ob Lehmann hier die richtige Alternative gerade in München gewesen wäre, ist natürlich ein anderes Thema). Hier hat sich die "Bereitschaft" der Bayer-Bosse zu einer echten Reform schon gezeigt; sei es nun die mangelnde Bereitschaft einen unfertigen, taktisch bestens geschulten und vor allem aber jungen (im Gegensatz zu van Bommel) Spieler in Form von Flamini unbedingt an die Isar zu holen und damit das Projekt Zukunft voran zu treiben oder sich Klinsmanns Vorstellungen in Form eines Lehmann-Transfers zu unterwerfen. Also keine Chance auf echte Reformen; stattdessen musst er sich mit fertigen (van Bommel, Lucio, Demichelis, Toni) oder untalentierten (Lell, Ottl, Podolski, Schweinsteiger, Rensing - untalentiert hier im Sinne von "nicht genug" für einen Champions-League-Sieg) Fußballern rumärgern, denen die taktische Flexibilität abgeht. Was sich vor allem in der ersten Saisonhälfte gezeigt hatte. Als dann das gewohnte hitzfeldsche 4-4-2 gespielt wurde und alle Spieler in guter Form waren, lief es ja auch (auch wenn viel von Ribérys Tagesform abhängig ist).
    Man schaue nur mal nach England: Ferguson, der 1986 bei Manchester anfing, gewann seinen ersten Titel 1990; Wenger seiner ersten zwei Jahre nach Amstantritt, nachdem ihnen dort größtenteils sämtliche Budgetwünsche erfüllt wurden.

  6. Wer hat eigentlich all diese Fussball-Legionäre eingestellt?
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    Sollte der versammelte Bayern-Vorstand nicht endlich die Konsequenzen ziehen und selbst abdanken, um den Weg frei zu machen für Leute mit Sachverstand.
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    Mit Klinsmann tritt ein Trainer ab, der für mich das Modell des intelligenten und selbstständigen Spielers propagiert.
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    Mit Heynkes tritt nun das genaue Gegenteil an. Die Dinosaurier aus der Vorstandsetage haben sich einen der Ihren ins sinkende Boot geholt.
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    Wenn der Verein Glück hat, dann kann er sich gerade mal eben direkt für den UEFA-Cup qualifizieren.
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    Selbst dies hat jedoch dieser Vorstand nicht verdient.

    • Gojira
    • 27.04.2009 um 12:35 Uhr

    Für Heynckes ist die schnelle Rückkehr nach München doch ein reiner Glücksfall. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Bayern mehr oder weniger am Boden und die Qualifikation für die Champions League wäre schon ein Erfolg. Objektiv gesehen stehen der Meisterschaft aber nur Wolfsburg und Berlin im Wege, die beide bei ihrem Restprogramm durchaus noch Punkte lassen werden.
    Wenn es total schief geht und man am Ende im UEFA-Cup landet, wird niemand dem Feuerwehrmann Heynckes die Schuld geben. Wenn man sich irgendwie da hält, wo Klinsmann schon war, darf Heynckes sich für das Erreichen seiner Vorgaben auf die Schulter klopfen lassen, wenn es sogar noch nach oben geht kann er in zwei Monaten wieder zum brillanten Meistertrainer werden.
    Auf jeden Fall ist sein Name so wieder im Geschäft und sein ramponierter Ruf wird wieder so aufpoliert, dass er ohne Probleme bei einer Bundesligamannschaft mit Ambitionen aufs internationale Geschäft unterkommen können wird.

    Antwort auf "Armer Jupp Heynckes"
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    "Objektiv gesehen stehen der Meisterschaft aber nur Wolfsburg und Berlin im Wege, die beide bei ihrem Restprogramm durchaus noch Punkte lassen werden."
    Offenbar ist es Ihnen nicht aufgefallen, dass sowohl der HSV, als auch der VfB punktgleich mit den Bayern sind.

    "Objektiv gesehen stehen der Meisterschaft aber nur Wolfsburg und Berlin im Wege, die beide bei ihrem Restprogramm durchaus noch Punkte lassen werden."
    Offenbar ist es Ihnen nicht aufgefallen, dass sowohl der HSV, als auch der VfB punktgleich mit den Bayern sind.

  7. Er hatte einmal versprochen, die Champions League zu gewinnen, und war jämmerlich eingegangen. Und er hat die Frankfurter Eintracht auf Jahrzehnte geschädigt. Der Mann hat keine Ahnung, wie man Menschen führt.

    Wer sich wünscht, dass Bayern jetzt wirklich abtaucht, für den ist heute ein Jubeltag!

    Und dem wackeren Schwaben ist sehr zu gönnen, dass er jetzt seine Ruhe hat vor den völlig irreal denkenden Medien Münchens uns Umgebung.

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