Konjunkturprognose Der Blick in den Abgrund
Eine Zahl, so unvorstellbar: Was bedeutet es, wenn die Wirtschaft um sechs Prozent schrumpft, wie es die Bundesregierung prognostiziert?
Es ist viel Psychologie im Spiel, wenn die Bundesregierung an diesem Mittwoch ihre Konjunkturprognose vorlegt. Sie geht von einem drastischen Konjunktureinbruch aus und erwartet ein Minus von sechs Prozent beim Bruttoinlandsprodukt. 2010 hofft die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel auf ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent.
Michael Hüther, Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, schätzt die Situation ähnlich wie die Bundesregierung ein: "Minus Fünf hätte geheißen, dass die Talsohle in diesem Jahr noch erreicht werden könnte", sagt der Institutschef. "Bei minus sechs Prozent wird es wohl eher 2010". Doch was heißt es eigentlich, wenn die Wirtschaft um sechs Prozent schrumpft? Wie bekommen wir das zu spüren?
Hierzu erstmal ein Vergleich: Vergangenes Jahr wuchs die deutsche Wirtschaft noch um 1,3 Prozent, vor drei Jahren gar um 2,9 Prozent. Mit dem rasanten Konjunktureinbruch wird Deutschland binnen eines halben Jahres auf das Einkommensniveau des Jahres 2006 zurückgeworfen.
Das wäre erstmal nicht schlimm, würden die Lasten der Rezession gerecht verteilt. Alle hätten einfach sechs Prozent weniger. Doch so einfach ist das nicht. "Die Arbeitslosigkeit wird im Verlauf des Jahres dramatisch steigen", sagt Joachim Scheide, Konjunkturexperte am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. "Viele Menschen werden das auf irgendeine Weise spüren – entweder weil sie selbst arbeitslos werden, oder weil etwa der Nachbar seinen Arbeitsplatz verloren hat." Die Wirtschaftsgutachter rechnen in ihrem Gutachten Ende 2010 mit knapp fünf Millionen Arbeitslosen – vor vier Jahren lag die Arbeitslosenzahl bei 4,8 Millionen, und damit ähnlich hoch.
Eine schrumpfende Wirtschaft bedeutet auch, dass weniger Güter produziert werden und Unternehmen weniger Arbeitskräfte nachfragen. So kommt ein Teufelskreis in Gang: Sind weniger Menschen regulär beschäftigt, sinken die Einnahmen in den Sozialversicherungen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ging bereits im letzten Quartal 2008 die Zahl sozialversicherungspflichtigen Jobs zurück. Im Mai wird die BA aktualisierte Zahlen für 2009 vorlegen.
Noch nutzen zahlreiche Unternehmen die Kurzarbeit, um Entlassungen zu vermeiden. Hierfür zahlt der Staat Zuschüsse und künftig nach den Plänen von Arbeitsminister Scholz auch die Sozialbeiträge. "Kurzarbeit vermeidet aber nur offene Arbeitslosigkeit", sagt Hüther, "Wenn im Sommer nicht ein Ende der Krise in Sicht ist, wird sie an Attraktivität verlieren – dann werden Firmen komplett neu über betriebsbedingte Kündigungen entscheiden."
- Datum 29.04.2009 - 14:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Warum zahlt man eigentlich Steuern, wenn es egal ist
ob der Staat mit zwei oder drei oder vier Billionen verschuldet ist ?
... das Ponzi-System "Fiat-Money mit Geldhortung" noch schneller am Ende wäre.
... das Ponzi-System "Fiat-Money mit Geldhortung" noch schneller am Ende wäre.
...haben einmal wieder Hochkonjunktur. Liebe Leute, ich kann auch Bleigießen, Frösche befragen oder das Pendel schwingen... Soll ich auch mal prognostizieren?
... das Ponzi-System "Fiat-Money mit Geldhortung" noch schneller am Ende wäre.
... Beitrag, der zur Abwechslung auch mal von Systemverstand geprägt ist, findet man übrigens hier:
Wiederholt sich die Geschichte? Das will ich doch gar nicht wissen!
Traurig, dass man erst in die Bloggerszene schauen muss, um dem Schwachsinn, den die Mainstream-Ökonomen nach wie vor verzapfen, entkommen zu können.
Wie war das gleich noch mal...
....alle hätten einfach 6% weniger und das wird als Gerecht verteilt angesehen..?
Warum dann aber die niedrigen und mittleren Einkommen in den vergangenen +10 Jahren weit weniger gewachsen sind als die höchsten Einkommen (falls überhaupt) und noch sehr viel weniger als Einnahmen auf Kapitaleinsätze bleibt ein Rätsel dessen Antwort noch aussteht.
Die Wahrheit dieser Antworten wird wohl eher dort zu finden sein wo die, die in der Vergangenheit sehr wenig oder überhaupt nicht vom Aufschwung profitiert haben, nun dazu herangezogen werden auch die Lasten zu übernehmen...
Gerecht heisst in diesem Fall... Lohnsenkung, Kurzarbeit und/oder Entlassung versus einige % Einkommensverminderung auf der anderen Seite (in speziellen Fällen können es sogar +25% auf Kapitaleinkommen sein welche zum Teil mit Entlassungen finanziert werden)
Es zeigt aber doch deutlich die Gesinnung der Prognose bzw. deren Verfechter. Vieleicht währe es nun wirklich mal an der Zeit sich andere Oekonomen und andere Erklärungen zu suchen...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Wie ein Kettenbrief, also auf die selbe Weise wieder der Kapitalismus, funktioniert auch die Sozialversicherung.
Sie benötigt für die Befriedigung der Ansprüche der älteren Generation neue Beitragszahler. Bleiben die aus (Geburtenrate), so schrumpfen als erstes die Absatzmärkte im Inland, weil Familien mit Kindern mit Abstand die größten Konsumenten sind. Das führt zu Firmenpleiten und Arbeitslosigkeit in der noch nicht geburtengeschwächten arbeitenden Vorgängergeneration (Pleiten von Kinderschuh- Spielzeug- und Möbelherstellern etc., die alle schon stattgefunden haben) und damit zu Rentenausfällen.
An diesem Mechanismus ist solange nichts Schlechtes wie der Nachschub gesichert ist, also immer wieder neue Teilnehmer mit dem gleichen Interesse beitreten.
Da der natürliche Kreislauf (Pillenknick) durchbrochen wurde, kann das System auch nicht funktionieren, nicht mal ein Sozialistisches, weil jedes System abhängig von einer zahlenmäßig stabilen leistungsfähigen zukünftigen Generation ist. Das ist sozusagen ein Grundaxiom bisher noch jeder überlebensfähigen Gesellschaft.
Die seit 30 Jahren bewusste Ignoranz und bewusste Weigerung ernsthaft und wirksam entgegenzusteuern ist nun irreparabel. Bevor es wieder aufwärts gehen kann, müssen diese Sünden erst mit deutlichen Wohlstandsverlusten bezahlt werden, daran führt kein Weg vorbei.
Berthold Grabe
Lieber BGrabe,
nicht halbe Wahrheiten, sondern Halbwahrheiten verbreiten Sie in Unkenntniss bestimmter demographischer Erkenntnisse!!!
Die angebliche "Überalterung" (nicht nur die in Deutschland) dient als Vorwand bestimmter Kreise einen weiteren Sozialabbau betreiben zu können.
Ein Tipp: Lesen gefährdet die Dummheit!!!!
Aber mit Bild, Welt , Focus und ähnlichen Blättern wird man(n) bzw. frau bestimmt nicht klüger!!!!!
... wenn man die Sache innerhalb des jetzigen Systems betrachtet, könnte man durchaus zu deinen Schlüssen kommen. Da dieser Blick jedoch von zahlreichen Worthülsen und Definitionen vernebelt ist, betrachten wir das Ganze doch mal ganz ohne Geld:
Jede alte Generation wird IMMER von den gerade jungen Generationen durchgefüttert. Ganz egal ob kapitalgedeckt oder umlagenfinanziert. In dem einen Fall müssen die Jungen die Rendite erwirtschaften, in dem anderen die Rentenbeiträge. Kommt aufs gleiche heraus.
Die Frage: haben wir genug Junge? Kann aber definitiv mit JA beantwortet werden, da wir es uns offensichtlich leisten können Millionen davon aufs Abstellgleis (Arbeitslosigkeit) zu schieben und trotzdem kein Rentner verhungert. Offensichtlich haben wir sogar noch jede Menge Potential für noch viel mehr Rentner. Die maschinengesteigerte Effizienz macht es möglich.
Warum funktioniert das System dann aber nicht? Wenn man es aus obigen Blickwinkel betrachtet, dann liegt das offensichtlich daran, dass das Geld, welches als Mittler zwischen Jungen und Alten fungiert immer öfter fehlt, oder anders ausgedrückt: es fließt in die falschen Kanäle und steht für Renten nicht mehr zur Verfügung. Diese Erklärung scheint auch ganz plausibel, es funktioniert eben nicht, wenn seit den 80-iger Jahren die Reallöhne sinken, gleichzeitig die Arbeitslosigkeit immer mehr zunimmt und weite (gut verdienende) Kreise nichts zur Finanzierung beitragen (Pensionen aus Steuergeldern). Dann trocknet die Rentenkasse zwangsläufig aus.
Herrscht etwa in den Ländern, in denen man Verboten irgendwelcher Wojtilas, Ratzingers und Pillen-Paules immer noch mehr oder weniger von irgendwelchen selbsternannten Eliten erzwungen folgt, der gnadenlose Wohlstand? Dort hält man staatlicherseits die Leute dumm, verkauft regierungshörige Religion als Opium fürs Volk und jammert andererseits herum, man würde der exorbitant hohen Geburtenrate nicht Herr, die vielen Kinder würden den dortigen Leistungsträgern die Haare vom Kopf fressen - der Westen müsse einen Teil der Bevölkerung aufnehmen.
Ich meine, es könnte sich auf der Welt einiges zum Besseren wenden, wenn man den selbsternannten Eliten, die mit verantwortungsloser Zockerei die jetzige Wirtschaftskrise das der Allgemeinheit gestohlene Vermögen einfach mal wegnehmen würde und wenn man zukünftig auch für Spitzenverdiener im Angestelltenverhältnis gesetzliche Sozialversicherungsbeiträge verlangen würde. Die ganze Bagage hat während ihrer Tätigkeit als 'High-Potenzials' nicht einen Cent in die Sozialkassen gezahlt, greint und jammert aber, wie ungerecht doch staatliche Transferleistungen seien, die deshalb vom Staat gezahlt werden müssen, weil es genau die jetzigen Jammerer und Greiner waren, die für diese Entwicklung verantwortlich sind.
(Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und versuchen Sie, auf unnötige Polemik zu verzichten. Die Redaktion/jk)
Sie schreiben: Das führt zu Firmenpleiten und Arbeitslosigkeit in der noch nicht geburtengeschwächten arbeitenden Vorgängergeneration (Pleiten von Kinderschuh- Spielzeug- und Möbelherstellern etc., die alle schon stattgefunden haben) und damit zu Rentenausfällen.
Absurd ist es, zu glauben, daß die von Ihnen genannten Gründe zu den Firmenpleiten und dem Verschwinden ganzer Industrien geführt haben. Vielmehr ist es so, daß die Asiaten mit Ihren Menschenmassen und den nur gering ausgeprägten Sozialsystemen diese Industrien übernommen haben. Das dortige System läßt nämlich dadurch exorbitant niedrige Löhne zu. Wollen Sie das mit Ihrer Vermehrungswut auch hier erreichen? Was wohl ein BGrabe sagt, wenn er dann selbst arbeitslos mit seiner Kinderschar einer Welchblechhütte mit 20 qm am Stadrand einer Großstadt haust und jeden Tag überlegen muß, wie er was zum Fressen besorgt? In einem Bericht über Indien, mit seiner Bevölkerungsstruktur, wie sie wohl Ihnen vorschwebt, war kürzlich die Rede über das benötigt Wirtschaftswachstum. Da hieß es, 5 Prozent sind bei weitem nicht ausreichend, um die nachwachsende Generation mit Jobs zu versorgen. Jetzt ist aber Indien noch keine gesättigte Volkswirtschaft wie Deutschland, so daß in solchen Ländern höhere Raten bei guter Weltwirtschaft durchaus möglich sind. Hier aber nicht. Weltweit wird es künftig den Ländern am besten gehen, die eine kleine Volkswirtschaft sind und deren Innovationspotential hoch ist. Das heißt defacto: Wenig Kinder, aber diese gut ausgebildet. Sie sind gedanklich in der Zeit der Agrarwirtschaft stehen geblieben. Sehen Sie mal auf den Kalender. Wir schreiben das Jahr 2009. Und zu guter Letzt: Wenn man Arbeitskräfte benötigt ist es leichter diese zu "importieren" als die schon heute vielfach "Überflüssigen" zu exportieren. Die nimmt Ihnen keiner mehr ab.
Lieber BGrabe,
nicht halbe Wahrheiten, sondern Halbwahrheiten verbreiten Sie in Unkenntniss bestimmter demographischer Erkenntnisse!!!
Die angebliche "Überalterung" (nicht nur die in Deutschland) dient als Vorwand bestimmter Kreise einen weiteren Sozialabbau betreiben zu können.
Ein Tipp: Lesen gefährdet die Dummheit!!!!
Aber mit Bild, Welt , Focus und ähnlichen Blättern wird man(n) bzw. frau bestimmt nicht klüger!!!!!
... wenn man die Sache innerhalb des jetzigen Systems betrachtet, könnte man durchaus zu deinen Schlüssen kommen. Da dieser Blick jedoch von zahlreichen Worthülsen und Definitionen vernebelt ist, betrachten wir das Ganze doch mal ganz ohne Geld:
Jede alte Generation wird IMMER von den gerade jungen Generationen durchgefüttert. Ganz egal ob kapitalgedeckt oder umlagenfinanziert. In dem einen Fall müssen die Jungen die Rendite erwirtschaften, in dem anderen die Rentenbeiträge. Kommt aufs gleiche heraus.
Die Frage: haben wir genug Junge? Kann aber definitiv mit JA beantwortet werden, da wir es uns offensichtlich leisten können Millionen davon aufs Abstellgleis (Arbeitslosigkeit) zu schieben und trotzdem kein Rentner verhungert. Offensichtlich haben wir sogar noch jede Menge Potential für noch viel mehr Rentner. Die maschinengesteigerte Effizienz macht es möglich.
Warum funktioniert das System dann aber nicht? Wenn man es aus obigen Blickwinkel betrachtet, dann liegt das offensichtlich daran, dass das Geld, welches als Mittler zwischen Jungen und Alten fungiert immer öfter fehlt, oder anders ausgedrückt: es fließt in die falschen Kanäle und steht für Renten nicht mehr zur Verfügung. Diese Erklärung scheint auch ganz plausibel, es funktioniert eben nicht, wenn seit den 80-iger Jahren die Reallöhne sinken, gleichzeitig die Arbeitslosigkeit immer mehr zunimmt und weite (gut verdienende) Kreise nichts zur Finanzierung beitragen (Pensionen aus Steuergeldern). Dann trocknet die Rentenkasse zwangsläufig aus.
Herrscht etwa in den Ländern, in denen man Verboten irgendwelcher Wojtilas, Ratzingers und Pillen-Paules immer noch mehr oder weniger von irgendwelchen selbsternannten Eliten erzwungen folgt, der gnadenlose Wohlstand? Dort hält man staatlicherseits die Leute dumm, verkauft regierungshörige Religion als Opium fürs Volk und jammert andererseits herum, man würde der exorbitant hohen Geburtenrate nicht Herr, die vielen Kinder würden den dortigen Leistungsträgern die Haare vom Kopf fressen - der Westen müsse einen Teil der Bevölkerung aufnehmen.
Ich meine, es könnte sich auf der Welt einiges zum Besseren wenden, wenn man den selbsternannten Eliten, die mit verantwortungsloser Zockerei die jetzige Wirtschaftskrise das der Allgemeinheit gestohlene Vermögen einfach mal wegnehmen würde und wenn man zukünftig auch für Spitzenverdiener im Angestelltenverhältnis gesetzliche Sozialversicherungsbeiträge verlangen würde. Die ganze Bagage hat während ihrer Tätigkeit als 'High-Potenzials' nicht einen Cent in die Sozialkassen gezahlt, greint und jammert aber, wie ungerecht doch staatliche Transferleistungen seien, die deshalb vom Staat gezahlt werden müssen, weil es genau die jetzigen Jammerer und Greiner waren, die für diese Entwicklung verantwortlich sind.
(Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und versuchen Sie, auf unnötige Polemik zu verzichten. Die Redaktion/jk)
Sie schreiben: Das führt zu Firmenpleiten und Arbeitslosigkeit in der noch nicht geburtengeschwächten arbeitenden Vorgängergeneration (Pleiten von Kinderschuh- Spielzeug- und Möbelherstellern etc., die alle schon stattgefunden haben) und damit zu Rentenausfällen.
Absurd ist es, zu glauben, daß die von Ihnen genannten Gründe zu den Firmenpleiten und dem Verschwinden ganzer Industrien geführt haben. Vielmehr ist es so, daß die Asiaten mit Ihren Menschenmassen und den nur gering ausgeprägten Sozialsystemen diese Industrien übernommen haben. Das dortige System läßt nämlich dadurch exorbitant niedrige Löhne zu. Wollen Sie das mit Ihrer Vermehrungswut auch hier erreichen? Was wohl ein BGrabe sagt, wenn er dann selbst arbeitslos mit seiner Kinderschar einer Welchblechhütte mit 20 qm am Stadrand einer Großstadt haust und jeden Tag überlegen muß, wie er was zum Fressen besorgt? In einem Bericht über Indien, mit seiner Bevölkerungsstruktur, wie sie wohl Ihnen vorschwebt, war kürzlich die Rede über das benötigt Wirtschaftswachstum. Da hieß es, 5 Prozent sind bei weitem nicht ausreichend, um die nachwachsende Generation mit Jobs zu versorgen. Jetzt ist aber Indien noch keine gesättigte Volkswirtschaft wie Deutschland, so daß in solchen Ländern höhere Raten bei guter Weltwirtschaft durchaus möglich sind. Hier aber nicht. Weltweit wird es künftig den Ländern am besten gehen, die eine kleine Volkswirtschaft sind und deren Innovationspotential hoch ist. Das heißt defacto: Wenig Kinder, aber diese gut ausgebildet. Sie sind gedanklich in der Zeit der Agrarwirtschaft stehen geblieben. Sehen Sie mal auf den Kalender. Wir schreiben das Jahr 2009. Und zu guter Letzt: Wenn man Arbeitskräfte benötigt ist es leichter diese zu "importieren" als die schon heute vielfach "Überflüssigen" zu exportieren. Die nimmt Ihnen keiner mehr ab.
Lieber BGrabe,
nicht halbe Wahrheiten, sondern Halbwahrheiten verbreiten Sie in Unkenntniss bestimmter demographischer Erkenntnisse!!!
Die angebliche "Überalterung" (nicht nur die in Deutschland) dient als Vorwand bestimmter Kreise einen weiteren Sozialabbau betreiben zu können.
Ein Tipp: Lesen gefährdet die Dummheit!!!!
Aber mit Bild, Welt , Focus und ähnlichen Blättern wird man(n) bzw. frau bestimmt nicht klüger!!!!!
Ich weis nicht woher sie Ihre Ignoranz nehmen, aus der Bevölkerungsstatistik jedenfalls nicht.
Und das die diversen Hersteller für Kinder- und Jugendbedarf in den letzten Jahren reihenweise vom Markt verschwunden sind oder Absatzprobleme haben ist auch eine Tatsache.
Lesen, vor allem vieler Quellen gefährdet die Dummheit, aber kaum das lesen von Einzelquellen.
Berthold Grabe
Ich weis nicht woher sie Ihre Ignoranz nehmen, aus der Bevölkerungsstatistik jedenfalls nicht.
Und das die diversen Hersteller für Kinder- und Jugendbedarf in den letzten Jahren reihenweise vom Markt verschwunden sind oder Absatzprobleme haben ist auch eine Tatsache.
Lesen, vor allem vieler Quellen gefährdet die Dummheit, aber kaum das lesen von Einzelquellen.
Berthold Grabe
... wenn man die Sache innerhalb des jetzigen Systems betrachtet, könnte man durchaus zu deinen Schlüssen kommen. Da dieser Blick jedoch von zahlreichen Worthülsen und Definitionen vernebelt ist, betrachten wir das Ganze doch mal ganz ohne Geld:
Jede alte Generation wird IMMER von den gerade jungen Generationen durchgefüttert. Ganz egal ob kapitalgedeckt oder umlagenfinanziert. In dem einen Fall müssen die Jungen die Rendite erwirtschaften, in dem anderen die Rentenbeiträge. Kommt aufs gleiche heraus.
Die Frage: haben wir genug Junge? Kann aber definitiv mit JA beantwortet werden, da wir es uns offensichtlich leisten können Millionen davon aufs Abstellgleis (Arbeitslosigkeit) zu schieben und trotzdem kein Rentner verhungert. Offensichtlich haben wir sogar noch jede Menge Potential für noch viel mehr Rentner. Die maschinengesteigerte Effizienz macht es möglich.
Warum funktioniert das System dann aber nicht? Wenn man es aus obigen Blickwinkel betrachtet, dann liegt das offensichtlich daran, dass das Geld, welches als Mittler zwischen Jungen und Alten fungiert immer öfter fehlt, oder anders ausgedrückt: es fließt in die falschen Kanäle und steht für Renten nicht mehr zur Verfügung. Diese Erklärung scheint auch ganz plausibel, es funktioniert eben nicht, wenn seit den 80-iger Jahren die Reallöhne sinken, gleichzeitig die Arbeitslosigkeit immer mehr zunimmt und weite (gut verdienende) Kreise nichts zur Finanzierung beitragen (Pensionen aus Steuergeldern). Dann trocknet die Rentenkasse zwangsläufig aus.
Danke Johaupt, genau mein Gedankengang, nur besser ausgedrückt!
Diese beiden Fakten (Junge füttern Alte immer durch und es gibt noch ausreichend Reserve-Junge) sollten jeder Diskussion zu diesem Thema vorangestellt werden!
Ihren ersten beiden Absätzen kann ich vorbehaltlos zustimmen, entscheident ist die Frage, haben wir genug Junge?
Sie schließen aus dem bis jetzt mangelnden Zusammenbruch darauf, das dem so wäre. Was allerdings ein äußerst dünnes Brett ist.
Warum konnten wir uns das bis jetzt leisten?
1. Die zahlenmäßig geburtenstarken Jahrgänge sind noch voll im Erwerbsleben. Die zukünftige Knappheit ist noch gar nicht voll durch Eintritt ins Arbeitsleben wirksam.
2. die Erwerbstätigkeit der Frauen erhöht den Anteil der Einzahler, und kompensiert teilweise den Verlust des Nachwuchses.
3. Die Staatsverschuldung und die schuldenfinanzierten Exportüberschüsse haben das Finanzierungsdefizit bisher überdeckt. Kurz gesagt, wir haben unsere Arbeitslosigkeit bisher mit amerikanischen Schulden finanziert. Das dürfte aber ein für allemal vorbei sein.
4. Die immer größere Automatisierung ist nur solange von Vorteil, wie sie Einkommen der Masse produziert, dafür ist aber eine ausreichende Mengenabnahme des Marktes erforderlich. Beides ist nicht mehr gewährleistet, womit auch zu erwarten steht, dass es zum Abbau von Überkapazitäten kommen wird. Ich gebe Ihnen recht, wenn keiner mehr arbeitet, aber viel produziert werden kann, entsteht ein Verteilungsproblem.
Ich sehe allerdings im Gegensatz zu Ihnen nicht die Möglichkeit dieses zu lösen, weil reine Umverteilung die selben Effekte hat wie eine Planwirtschaft, ohne Vorteil für die Tätigen stirbt die Motivation tätig zu werden.
Wenn also ein paar Industrielle die Massen alimentieren, haben sie immer auch die Macht diese Alimentation niedrig zu halten. Selbst wenn diese ausreichend wäre, wäre damit großen Teilen der Menge die Möglichkeit genommen selbst durch Mehrleistung mehr Einkommen zu erzielen, weil diese Industrie schon aus sozialen Gründen geschützt werden müßte, eine existenzgefährdende Konkurrenz ausgeschlossen werden müßte und damit würden die Besitzverhältnisse zementiert. Teilweise kann man diese Effekte schon heute beobachten.
Berthold Grabe
Danke Johaupt, genau mein Gedankengang, nur besser ausgedrückt!
Diese beiden Fakten (Junge füttern Alte immer durch und es gibt noch ausreichend Reserve-Junge) sollten jeder Diskussion zu diesem Thema vorangestellt werden!
Ihren ersten beiden Absätzen kann ich vorbehaltlos zustimmen, entscheident ist die Frage, haben wir genug Junge?
Sie schließen aus dem bis jetzt mangelnden Zusammenbruch darauf, das dem so wäre. Was allerdings ein äußerst dünnes Brett ist.
Warum konnten wir uns das bis jetzt leisten?
1. Die zahlenmäßig geburtenstarken Jahrgänge sind noch voll im Erwerbsleben. Die zukünftige Knappheit ist noch gar nicht voll durch Eintritt ins Arbeitsleben wirksam.
2. die Erwerbstätigkeit der Frauen erhöht den Anteil der Einzahler, und kompensiert teilweise den Verlust des Nachwuchses.
3. Die Staatsverschuldung und die schuldenfinanzierten Exportüberschüsse haben das Finanzierungsdefizit bisher überdeckt. Kurz gesagt, wir haben unsere Arbeitslosigkeit bisher mit amerikanischen Schulden finanziert. Das dürfte aber ein für allemal vorbei sein.
4. Die immer größere Automatisierung ist nur solange von Vorteil, wie sie Einkommen der Masse produziert, dafür ist aber eine ausreichende Mengenabnahme des Marktes erforderlich. Beides ist nicht mehr gewährleistet, womit auch zu erwarten steht, dass es zum Abbau von Überkapazitäten kommen wird. Ich gebe Ihnen recht, wenn keiner mehr arbeitet, aber viel produziert werden kann, entsteht ein Verteilungsproblem.
Ich sehe allerdings im Gegensatz zu Ihnen nicht die Möglichkeit dieses zu lösen, weil reine Umverteilung die selben Effekte hat wie eine Planwirtschaft, ohne Vorteil für die Tätigen stirbt die Motivation tätig zu werden.
Wenn also ein paar Industrielle die Massen alimentieren, haben sie immer auch die Macht diese Alimentation niedrig zu halten. Selbst wenn diese ausreichend wäre, wäre damit großen Teilen der Menge die Möglichkeit genommen selbst durch Mehrleistung mehr Einkommen zu erzielen, weil diese Industrie schon aus sozialen Gründen geschützt werden müßte, eine existenzgefährdende Konkurrenz ausgeschlossen werden müßte und damit würden die Besitzverhältnisse zementiert. Teilweise kann man diese Effekte schon heute beobachten.
Berthold Grabe
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