Internationaler Kunstmarkt Art Cologne trotzt der Krise
Die Kölner Kunstmesse ist die älteste ihrer Art. Trotz Wirtschaftsflaute zieht sie im 43. Jahr eine positive Bilanz
Am Sonntag endete der Internationale Kunstmarkt Art Cologne in Köln. Rund 184 Galeristen aus zwei Dutzend Ländern hatten fünf Tage lang Kunstwerke von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart angeboten. Obwohl die älteste Kunstmesse der Welt stark unter Konkurrenzdruck geraten ist, konnte sie gute Verkäufe und rund 56.500 Besucher verzeichnen. Das waren gut tausend Besucher mehr als im Vorjahr. Allerdings hatten auch etwa 30 Galerien mehr ausgestellt als 2008.
Nach Angaben der Messeleitung waren Auswirkungen der Wirtschaftskrise "kaum spürbar, es wurde in allen Bereichen gut verkauft". Ein Kölner Galerist sagte hingegen am Sonntag der Agentur dpa, dass die Stimmung im Vergleich zu den Vorjahren "gedämpft" gewesen sei und sich die Kunst nicht mehr so schnell wie früher verkaufe. Im Handel hieß es, dass eine "Rückbesinnung auf qualitativ hochwertige Stücke" spürbar sei. Einzelne Galeristen berichteten, dass besonders Käufer von Werken der Klassischen Moderne den Kunstkauf trotz Wirtschaftskrise durchaus als Geldanlage gesehen hätten.
Mehrere Werke erbrachten große Geldsummen. Besonders hohe Preise erzielten Werke wie Ernst Wilhelm Nays Spirale in blau, welches für 335.000 Euro verkauft wurde und das Pop-Art Werk Red Ending von Tom Wesselmanns, dass 450.000 Euro erbrachte. Ebenfalls für eine sechsstellige Summe kaufte ein Sammler die Skulptur Ikarus von Stephan Balkenhol. Die Galerie Thomas aus München erlöste den Angaben zufolge für Werke von Sam Francis und Max Ernst ebenfalls Summen im sechsstelligen Bereich.
- Datum 27.04.2009 - 15:48 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren