Klinsmanns Entlassung Uli - der Fürst - Hoeneß
Die große Reform ist gescheitert, doch zerknirscht wirkt keiner der Bosse des FC Bayern. Im Stile Machiavellis spricht Manager Uli Hoeneß während Klinsmanns Entlassungserklärung wie ein Sieger.
Uli Hoeneß ist einer der Verlierer, doch er hat gesprochen wie ein Sieger. Denn er hat entschieden, und nach dem italienischen Philosophen Niccolò Machiavelli ist jede getroffene Entscheidung eine gute Entscheidung. Auf der Pressekonferenz kann der Manager seine Erleichterung (oder war es sogar Genugtuung?) darüber nicht verbergen, Jürgen Klinsmann entlassen zu haben. Klinsmanns Nachfolger kündigt er mit hohen Tönen an: "Jupp Heynckes ist ein Fußball-Lehrer, und das ist das, was wir jetzt brauchen.“ Eine wenig verschlüsselte Anspielung auf die Unerfahrenheit Klinsmanns, also desjenigen Trainernovizen, den Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Co. vor gut einem Jahr verpflichteten.
Heynckes war bereits von 1987 bis 1991 Trainer der Bayern, gilt als Trainerrentner. Doch Hoeneß sagt: "Er ist ein Mann, der Fußball lebt." Es gehe Heynckes nicht ums Geld. Der FC Bayern brauche wahrscheinlich nicht mal einen Vertrag für ihn. Dann sagt Hoeneß, derjenige, der oft für Klinsmanns Philosophie geworben hat, etwas, was wie eine Ohrfeige für den Geschassten klingt: "Wir brauchen jetzt mal Aufbruchstimmung, weil wir so viel Bremsen drin hatten."
Es ist bemerkenswert, wie wenig Gutes die Bayern-Verantwortlichen dem Gefeuerten nachsagen – jetzt, wo doch eigentlich Diplomatie gefragt wäre. Jürgen Klinsmann sei sehr enttäuscht gewesen, als er heute Morgen von seiner Entlassung in Kenntnis gesetzt worden ist. Er habe nach der Niederlage des Bayern-Konkurrenten Wolfsburg damit gerechnet, seine Arbeit fortsetzen zu dürfen. "Aber nein", korrigiert Hoeneß, als wollte er sich dabei ins Fäustchen lachen. "Er war dann doch überrascht, dass wir heute unsere Meinung so konsequent umgesetzt haben."
Offensichtlich wird während dieser Erklärung für die Öffentlichkeit auch, dass die Bayern seit Wochen überlegten, wie es mit (besser: ohne) Klinsmann weitergehen könnte. Man sei nun froh, dass man in aller Ruhe mit neuen Kandidaten verhandeln könne, ohne Rücksicht auf den Trainer zu nehmen. Das ging bislang nicht ohne Weiteres, heißt das wohl.
0:4 Barcelona, 1:5 Wolfsburg, 0:1 Schalke. "Alle wichtigen Spiele“, sagt Hoeneß zur Begründung, sich von Klinsmann zu trennen, "haben wir verloren. Das muss uns nachdenklich machen. Wir waren in dieser Saison noch nicht einmal Tabellenführer. Bei aller Liebe – das beste Konzept nutzt Dir nichts, wenn nicht die Ergebnisse kommen." Das klingt, als würde er darüber froh sein, dass der Reformversuch gescheitert ist und dass sein FC Bayern wieder den traditionellen Kurs einschlagen kann. "Wir haben keine drei bis vier Jahre Zeit." Die Frage, ob das wirklich so ist und warum, bleibt unbeantwortet.
Der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verneint die Spekulation, wonach Bayern schon länger mit Heynckes oder anderen Kandidaten verhandelt habe, etwa mit Ottmar Hitzfeld: "Der Besuch von Jupp Heynckes am Samstag im Stadion, war reiner Zufall."
Heynckes habe nur fünf Minuten Bedenkzeit benötigt und hat dann in Absprache mit seiner Frau zugesagt. Rummenigge beteuert, dass Heynckes unabhängig von Ergebnissen eine Übergangslösung bleiben werde. Und dann gibt er den groben Zeitplan bekannt, bis er wieder über einen ehemaligen Bayern-Trainer reden wird: Der neu eingestellte Trainerrentner wird "nur für vier Wochen aktiv sein".
- Datum 27.04.2009 - 18:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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oder: FCB feuert XY!
Ok, Herr Klinsmann war nicht ein x-beliebiger, immerhin war er schon mal Bundes-Berti und schließlich da auch sehr erfolgreich... Trotzdem haben sich sicherlich viele vor 10 Monaten wegen dieser riskanten Personalentscheidung gewundert und die Augen und Ohren gerieben, als er zum Cheftrainer des FCB berufen wurde. Schließlich ist keinem verborgen geblieben, dass der ehrgeizige Schwabe kein Teamplayer ist. Es musste halt ein Wunder her, ein Guru der zaubern kann.
10 Monate später fühlen sich die meisten in ihren Zweifeln bestätigt: das konnte nicht gut gehen. Und gar nicht wirklich deshalb, weil Herr Klinsman nichts von Fußball verstünde - nein, deshalb weil der Fisch immer vom Kopf her stinkt und die FCB Führung handelt, wie die Unternehmensführung in fast jedem anderen deutschen Konzern:
1. Die Verantwortung für eigene Fehlentscheidungen wird immer demjenigen zugeschoben, der freiwillig den Schleudersitz besetzt, denn er hat schließlich nach außen hin für viel Zaster die Verantwortung für Erfolg oder Mißerfolg übernommen.
2. Der Mann auf dem Schleudersitz, der Retter, hat fast nie den Freiraum und die nötige unternehmerische Unterstützung, seine eigene reformerische Strategie tiefgreifend umzusetzen.
3. Man sucht immer die schnelle, aufgesetzte Lösung, die nicht an den Grundstrukturen rüttelt, sondern den aktuellen Mißerfolg lediglich der Unfähigkeit des letzten Schleudersitz-Inhabers zuschreibt. Zeit und Raum für organische, gewachsene Lösungen gibt es nie.
4. Es fehlt regelmäßig an einer gewachsenen Kultur des Vertrauens. Kommunikation findet stets von oben nach unten statt und eine grundlegende Firmenphilosophie, die entscheidende Dinge wie Umgangsformen und Arbeitskultur bestimmen müsste fehlt regelmäßig.
Kurz gesagt: die Führer sind meist selbst team-unfähig, attributieren Erfolg (bei sich selbst) und Mißerfolg (stets bei den anderen)
Veränderung ist aber nötig, um am Ball zu bleiben. Veränderung muss jedoch überall stattfinden, auch in den Köpfen der Unternehmensführung und der Mannschaft.
Es geht halt nie nur um einzelen Persoinen ( Hoeneß, Klinsmann, Magath,..), es geht immer um eine Gruppe, ein Team.
Viel Glück, FCB, bleibt am Ball!
Lieber Slink,
wenn ich sie richtig interpretiert habe, liegt die Schuld für die unbefriedigende Leistung des FC Bayern in dieser Saison bei Uli Hoeneß. Denn Jürgen Klinsmann ist lediglich ein Opfer der Umstände.
Dem möchte ich entschieden widersprechen. Entgegen aller medialen Mitleidsinszenierungen für Klinsmann und Machtstilisierung der Bayern-Troika finde ich, dass die Reaktion des Vorstandes durchaus gerechtfertigt und vertretbar ist. Auch zu diesem Zeitpunkt.
Denn die Veranwtortung für das Auftreten und die Spielweise der Mannschaft trägt nunmal der Trainer und nicht der Manager. Mir fällt beim besten Willen kein Mannschaftsteil ein, der sich im Vergleich zur letzten Saison leistungsmäßig gesteigert hätte. Die personell gleich gebliebene Abwehr wirkt verunsichert und planlos. Das Mittelfeld heißt "Ribery". Denn der einzige taktische Spielzug, den das Team im Laufe der Spielzeit perfektioniert hat, heißt: Pass auf den Franzosen. Und im Sturm steht Toni als einzige Spitze in einem System, in dem er vollkommen verloren wirkt.
Dem Team eine passende, effektive Spielweise zu vermitteln ist Aufgabe des Trainers, nicht des Managers. Auch wenn es hart klingt, hier hat Klinsmann leider auf ganzer Linie versagt. Die Auftritte der Mannschaft sind mit dem Fortschreiten der Saison zunehmend planloser und uninspirierter geworden.
Und auch bei den personellen Entscheidungen konnte Jürgen K. sich nicht sonderlich auszeichnen. Marcell Jansen vor der Saison abzugeben ist mit Sicherheit nicht über seinen Kopf hinweg entschieden worden. Dass der einzige Spieler, für dessen Verpflichtung er sich stark gemacht hat, ausgerechnt L. Donovan war, wirkt im Nachhinein eher als unfähig denn als unglücklich. Einen Spieler zu fordern, der sich bei zwei Anläufen in Leverkusen keinmal durchsetzen konnte und die Torgefährlichkeit eines Sebastian Freis ausstrahlt, zeugt leider nur von einer sehr individuellen Wahrnehmung der Realität. Dazu kommt seine scheinbar beschränkte Sozialkompetenz im Umgang mit Spielern wie Podolski, van Bommel, van Buyten, Rensing.
Und leider hat Uli Hoeneß auch recht, wenn er sagt, dass die Mannschaft in den entscheidenden Spielen versagt hat. Ein 4:0 gegen Eintracht Frankfurt als gelungene Trotzreaktion zu bezeichnen, ist schon eine sehr euphemistische Auslegung der Tatsachen. Denn mental haben die Bayern immer versagt, wenn sie die Chance hatten nach der Tabellenführung zu greifen. Und auch hier ist es der Trainer der die Mannschaft einzustellen hat, nicht der Manager.
Mir scheint, als ob viele vor lauter Hassliebe zu Uli Hoeneß das Versagen des Jürgen Klinsmann nicht sähen. Eine Vision zu haben und für viel Geld ein modernes Trainingszentrum und einen großen Trainerstab zu verlangen, ist das eine. Einer Mannschaft seine taktische Handschrift aufzudrücken, das andere. Klinsmanns gute Vorsätze in allen Ehren, aber sportlich war er drauf und dran, den FC Bayern ins deutsche und europäische Niemandsland zu führen.
Lieber Slink,
wenn ich sie richtig interpretiert habe, liegt die Schuld für die unbefriedigende Leistung des FC Bayern in dieser Saison bei Uli Hoeneß. Denn Jürgen Klinsmann ist lediglich ein Opfer der Umstände.
Dem möchte ich entschieden widersprechen. Entgegen aller medialen Mitleidsinszenierungen für Klinsmann und Machtstilisierung der Bayern-Troika finde ich, dass die Reaktion des Vorstandes durchaus gerechtfertigt und vertretbar ist. Auch zu diesem Zeitpunkt.
Denn die Veranwtortung für das Auftreten und die Spielweise der Mannschaft trägt nunmal der Trainer und nicht der Manager. Mir fällt beim besten Willen kein Mannschaftsteil ein, der sich im Vergleich zur letzten Saison leistungsmäßig gesteigert hätte. Die personell gleich gebliebene Abwehr wirkt verunsichert und planlos. Das Mittelfeld heißt "Ribery". Denn der einzige taktische Spielzug, den das Team im Laufe der Spielzeit perfektioniert hat, heißt: Pass auf den Franzosen. Und im Sturm steht Toni als einzige Spitze in einem System, in dem er vollkommen verloren wirkt.
Dem Team eine passende, effektive Spielweise zu vermitteln ist Aufgabe des Trainers, nicht des Managers. Auch wenn es hart klingt, hier hat Klinsmann leider auf ganzer Linie versagt. Die Auftritte der Mannschaft sind mit dem Fortschreiten der Saison zunehmend planloser und uninspirierter geworden.
Und auch bei den personellen Entscheidungen konnte Jürgen K. sich nicht sonderlich auszeichnen. Marcell Jansen vor der Saison abzugeben ist mit Sicherheit nicht über seinen Kopf hinweg entschieden worden. Dass der einzige Spieler, für dessen Verpflichtung er sich stark gemacht hat, ausgerechnt L. Donovan war, wirkt im Nachhinein eher als unfähig denn als unglücklich. Einen Spieler zu fordern, der sich bei zwei Anläufen in Leverkusen keinmal durchsetzen konnte und die Torgefährlichkeit eines Sebastian Freis ausstrahlt, zeugt leider nur von einer sehr individuellen Wahrnehmung der Realität. Dazu kommt seine scheinbar beschränkte Sozialkompetenz im Umgang mit Spielern wie Podolski, van Bommel, van Buyten, Rensing.
Und leider hat Uli Hoeneß auch recht, wenn er sagt, dass die Mannschaft in den entscheidenden Spielen versagt hat. Ein 4:0 gegen Eintracht Frankfurt als gelungene Trotzreaktion zu bezeichnen, ist schon eine sehr euphemistische Auslegung der Tatsachen. Denn mental haben die Bayern immer versagt, wenn sie die Chance hatten nach der Tabellenführung zu greifen. Und auch hier ist es der Trainer der die Mannschaft einzustellen hat, nicht der Manager.
Mir scheint, als ob viele vor lauter Hassliebe zu Uli Hoeneß das Versagen des Jürgen Klinsmann nicht sähen. Eine Vision zu haben und für viel Geld ein modernes Trainingszentrum und einen großen Trainerstab zu verlangen, ist das eine. Einer Mannschaft seine taktische Handschrift aufzudrücken, das andere. Klinsmanns gute Vorsätze in allen Ehren, aber sportlich war er drauf und dran, den FC Bayern ins deutsche und europäische Niemandsland zu führen.
[Entfernt wg. Doppelpostings. /Die Redaktion pt.]
Finanzkrise, Bankenkrise, Welthunger ...
Wen interessiert der FC Bayern?
Sollte das Thema nicht besser dem
Boulevard überlassen werden?
Das interessanteste Thema wird sowieso
nicht angeschnitten.
Wieviel Abfindung bekommt Klinsmann.
wieviel Abfindung bekommen die Leiharbeiter
bei BMW, wer bezahlt die Abfindung und warum???
Sie leben auch wirklich in Ihrer kleinen arroganten Welt. Natürlich gibt es wichtigere Dinge, aber dennoch darf sich jeder auch noch für Fußball interessieren und die ZEIT sollte das auch berücksichtigen. Wirklich ein peinlicher Beitrag...
sich doch in den vertrag schreiben lassen, daß er bei vorzeitigem weggang die millonen für das laufende und ein weiteres jahr bekommt ! d.h er kriegt 24 monate kohle für 10 monate schaffe... was das finanzielle angeht, war er also kein l(e)ehrling. jedoch in californien gibts doch bestimmt jetzt noch marmorne finanzmagnatenschlösser zum sondertarif.. :)
Sie leben auch wirklich in Ihrer kleinen arroganten Welt. Natürlich gibt es wichtigere Dinge, aber dennoch darf sich jeder auch noch für Fußball interessieren und die ZEIT sollte das auch berücksichtigen. Wirklich ein peinlicher Beitrag...
sich doch in den vertrag schreiben lassen, daß er bei vorzeitigem weggang die millonen für das laufende und ein weiteres jahr bekommt ! d.h er kriegt 24 monate kohle für 10 monate schaffe... was das finanzielle angeht, war er also kein l(e)ehrling. jedoch in californien gibts doch bestimmt jetzt noch marmorne finanzmagnatenschlösser zum sondertarif.. :)
Nervensäge Neurrurer schon damals sagte: Der best bezahlte Lehrling der Welt
Sie leben auch wirklich in Ihrer kleinen arroganten Welt. Natürlich gibt es wichtigere Dinge, aber dennoch darf sich jeder auch noch für Fußball interessieren und die ZEIT sollte das auch berücksichtigen. Wirklich ein peinlicher Beitrag...
"Heynckes habe nur fünf Minuten Bedenkzeit benötigt und hat dann in Absprache mit seiner Frau zugesagt."
Na, Don Jupp selbst sagt da etwas anderes (siehe Interview in der SZ):
"Ich habe schon etwas nachgedacht und mich mit meiner Frau beraten. Sie hat mich bestärkt, das ruhig zu machen. Mir geht es ja nach einigen Operationen wieder ganz gut. Montagmorgen habe ich dann mit Karl Hopfner gesprochen und zugesagt."
Aber vielleicht wurde er auch um 5 Minuten vor Mittenacht gefragt.
Wie auch immer. Schade finde ich, dass wohl mit der Entlassung von JK all die guten Ansätze und Ideen wieder in die Mottenkiste zu den Buddhas kommen. Meiner Meinung nach hat JK vor allem einen Fehler gemacht, er hat sich die falschen Assistenten gesucht. Vielleicht wäre es für ihn besser gewesen, sich einen erfahreneren Trainer an die Seite zu holen um dann nach und nach mehr in das Trainergeschäft einzusteigen.
Als Trainer mag er gescheitert sein. Dennoch hoffe ich, dass sich einige seiner Ideen durchsetzen werden.
Es gibt ja nicht nur Bayern München
Lieber Slink,
wenn ich sie richtig interpretiert habe, liegt die Schuld für die unbefriedigende Leistung des FC Bayern in dieser Saison bei Uli Hoeneß. Denn Jürgen Klinsmann ist lediglich ein Opfer der Umstände.
Dem möchte ich entschieden widersprechen. Entgegen aller medialen Mitleidsinszenierungen für Klinsmann und Machtstilisierung der Bayern-Troika finde ich, dass die Reaktion des Vorstandes durchaus gerechtfertigt und vertretbar ist. Auch zu diesem Zeitpunkt.
Denn die Veranwtortung für das Auftreten und die Spielweise der Mannschaft trägt nunmal der Trainer und nicht der Manager. Mir fällt beim besten Willen kein Mannschaftsteil ein, der sich im Vergleich zur letzten Saison leistungsmäßig gesteigert hätte. Die personell gleich gebliebene Abwehr wirkt verunsichert und planlos. Das Mittelfeld heißt "Ribery". Denn der einzige taktische Spielzug, den das Team im Laufe der Spielzeit perfektioniert hat, heißt: Pass auf den Franzosen. Und im Sturm steht Toni als einzige Spitze in einem System, in dem er vollkommen verloren wirkt.
Dem Team eine passende, effektive Spielweise zu vermitteln ist Aufgabe des Trainers, nicht des Managers. Auch wenn es hart klingt, hier hat Klinsmann leider auf ganzer Linie versagt. Die Auftritte der Mannschaft sind mit dem Fortschreiten der Saison zunehmend planloser und uninspirierter geworden.
Und auch bei den personellen Entscheidungen konnte Jürgen K. sich nicht sonderlich auszeichnen. Marcell Jansen vor der Saison abzugeben ist mit Sicherheit nicht über seinen Kopf hinweg entschieden worden. Dass der einzige Spieler, für dessen Verpflichtung er sich stark gemacht hat, ausgerechnt L. Donovan war, wirkt im Nachhinein eher als unfähig denn als unglücklich. Einen Spieler zu fordern, der sich bei zwei Anläufen in Leverkusen keinmal durchsetzen konnte und die Torgefährlichkeit eines Sebastian Freis ausstrahlt, zeugt leider nur von einer sehr individuellen Wahrnehmung der Realität. Dazu kommt seine scheinbar beschränkte Sozialkompetenz im Umgang mit Spielern wie Podolski, van Bommel, van Buyten, Rensing.
Und leider hat Uli Hoeneß auch recht, wenn er sagt, dass die Mannschaft in den entscheidenden Spielen versagt hat. Ein 4:0 gegen Eintracht Frankfurt als gelungene Trotzreaktion zu bezeichnen, ist schon eine sehr euphemistische Auslegung der Tatsachen. Denn mental haben die Bayern immer versagt, wenn sie die Chance hatten nach der Tabellenführung zu greifen. Und auch hier ist es der Trainer der die Mannschaft einzustellen hat, nicht der Manager.
Mir scheint, als ob viele vor lauter Hassliebe zu Uli Hoeneß das Versagen des Jürgen Klinsmann nicht sähen. Eine Vision zu haben und für viel Geld ein modernes Trainingszentrum und einen großen Trainerstab zu verlangen, ist das eine. Einer Mannschaft seine taktische Handschrift aufzudrücken, das andere. Klinsmanns gute Vorsätze in allen Ehren, aber sportlich war er drauf und dran, den FC Bayern ins deutsche und europäische Niemandsland zu führen.
Ist ja alles ganz richtig, ich meine auch, dass Klinsmann die Misere zu großen Teilen zu verantworten hat. Dennoch haben Hoeneß und Rummenigge auch Fehler gemacht. Der Größte ist natürlich die Verpflichtung Klinsmanns, Hoeneß' Rensing-Zwang ist einer, und die viel zu dünne Personaldecke im Sturm ein anderer. Angesehen davon ist es doch sehr auffällig, dass seit geraumer Zeit, unabhängig vom Trainer, nahezu alle Transfers aus Bundesligavereinen zum FCB zur Verschlechterung oder zumindest Stagnation der jeweiligen Spieler führen (Podolski, Frings, Schlaudraff, Jansen, Klose, Ismael, Borowski, Deisler, Hashemian,...) Seit Klinsmann ist neu, dass auch Eigengewächse wie Schweinsteiger und Lahm nicht mehr besser werden, von so Quotenbayern wie Ottl oder Lell ganz zu schweigen. Toni ist auch dort angekommen. Irgendwas muss da psychologisch in der Mannschaftsführung nicht stimmen, und das kann nicht (nur) am jeweiligen Trainer liegen.
Mir ist allerdings rätselhaft, warum Hoeneß mit Hinweis auf den meuternden Podolski bereits angekündigt hat, außer Olic keinen Stürmer zu holen, damit er Ruhe auf der Bank hat. Die Fortsetzung des Sturmproblems ist da doch schon vorprogrammiert, und das ist nicht Klinsmanns Schuld.
Ist ja alles ganz richtig, ich meine auch, dass Klinsmann die Misere zu großen Teilen zu verantworten hat. Dennoch haben Hoeneß und Rummenigge auch Fehler gemacht. Der Größte ist natürlich die Verpflichtung Klinsmanns, Hoeneß' Rensing-Zwang ist einer, und die viel zu dünne Personaldecke im Sturm ein anderer. Angesehen davon ist es doch sehr auffällig, dass seit geraumer Zeit, unabhängig vom Trainer, nahezu alle Transfers aus Bundesligavereinen zum FCB zur Verschlechterung oder zumindest Stagnation der jeweiligen Spieler führen (Podolski, Frings, Schlaudraff, Jansen, Klose, Ismael, Borowski, Deisler, Hashemian,...) Seit Klinsmann ist neu, dass auch Eigengewächse wie Schweinsteiger und Lahm nicht mehr besser werden, von so Quotenbayern wie Ottl oder Lell ganz zu schweigen. Toni ist auch dort angekommen. Irgendwas muss da psychologisch in der Mannschaftsführung nicht stimmen, und das kann nicht (nur) am jeweiligen Trainer liegen.
Mir ist allerdings rätselhaft, warum Hoeneß mit Hinweis auf den meuternden Podolski bereits angekündigt hat, außer Olic keinen Stürmer zu holen, damit er Ruhe auf der Bank hat. Die Fortsetzung des Sturmproblems ist da doch schon vorprogrammiert, und das ist nicht Klinsmanns Schuld.
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