Bundesagentur Krise erreicht Arbeitsmarkt am Jahresende

Die Bundesagentur für Arbeit erwartet, dass die Wirtschaftskrise zum Jahresende voll auf dem Arbeitsmarkt durchschlägt. Das trifft vor allem Bayern und Baden-Württemberg

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sagte mit Blick aufs Jahresende: "Dann dürfte der Puffer der Kurzarbeit aufgezehrt sein". 2010 werde die Lage voraussichtlich noch brisanter, sagte Weise bei einem Vortrag in Nürnberg am Montagabend.

"Die Frage wird sein, ob die Firmen in der schwierigen Situation durchhalten oder entlassen müssen." Vor allem die Standorte der Autoindustrie in Bayern und Baden-Württemberg wären dann wohl besonders stark betroffen.

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Trotz der zunehmenden finanziellen Belastung für die Bundesagentur ist aus Weises Sicht die Verlängerung der Kurzarbeit von bisher 18 auf 24 Monate sinnvoll. Auch wenn viele Unternehmen derzeit in der Hoffnung auf einen baldigen Aufschwung noch mit geringeren Kurzarbeitsphasen kalkulierten, stelle die Option auf bis zu zwei Jahre Kurzarbeit für manche ein Stück Planungssicherheit dar.

Massenentlassungen müssten heute sehr lange im Voraus bei den örtlichen Arbeitsagenturen angemeldet sein. "Die Möglichkeit, Kurzarbeit auf bis zu 24 Monate auszudehnen, könnte für Unternehmen wichtig sein, um auf Entlassungen zu verzichten", sagte Weise.

 
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