Chrysler Die Gewerkschaft als Kapitalist

Die amerikanische Automobilgewerkschaft UAW soll eine Mehrheit am Autobauer Chrysler übernehmen. Auch Fiat wäre nach den neuesten Plänen mit im Spiel

In der freien Marktwirtschaft dürfte dieser Deal, wenn er denn durchgezogen wird, einmalig sein: eine Gewerkschaft als Mehrheitseigner eines Autoherstellers. Dieser Plan wurde am Montagnachmittag (Ostküstenzeit USA) bekannt. Das Wall Street Journal meldet die ersten Einzelheiten. Nach der Vereinbarung werden die United Automobile Workers (UAW), einst die mächtigste Gewerkschaft des Landes, 55 Prozent der Anteil an Chrysler übernehmen.

Fiat, dem italienischen Autogigangen, dem in den vergangene Tagen nachgesagt wurde, er werde Chrysler ganz übernehmen, käme auf 35 Prozent der Aktien. Bleiben zehn Prozent übrig, und die würde die amerikanische Bundesregierung sowie einige bislang ungenannten Gläubiger übernehmen.

Ob der Deal verwirklicht wird, hängt von zweierlei ab: Einmal muss Chrysler umstrukturiert werden. Dann müssen die Arbeiter des Unternehmens in einer Urabstimmung das Geschäft besiegeln.

Vorläufig tauchen faszinierende Fragen auf: Wer vertritt die Arbeiter, wenn die Arbeitervertretung Mehrheitsbesitzer ist? Woher kommt das dringend benötigte Kapital, wenn Fiat nur 35 Prozent der Stimmrechte hat? Und wen unter seinen Beamten wird Finanzminister Timothy Geithner in den Aufsichtsrat schicken?

 
Leser-Kommentare
  1. Vorerst... "Die Gewerkschaft als Eigentümer" währe angebrachter... fehlen nur noch Anteilscheine für die Mitarbeiter.

    Ich unterstütze das Projekt als leidenschaftlicher Jeep Fahrer und Eigentümer...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

  2. Ich bin mir sicher, eine Gewerkschaft wird auf die Gewinnerzielung als Geschäftszweck vollständig verzichten, zum Proletarierwohl.

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    Die Erfolge des Kibbuz-Systems sind signifikant - und haben keinen Kibbuzim jemals arm gemacht.
    Was allerdings n einer solchen Konstruktion leichter zu realisieren ist als in einer Kapitalist-Arbeiter-Dichotomie, ist eine Lohnzurückhaltung im Krisenfall. Ausserdem zeigt das Beispiel Japan, dass Unternehmenserfolg sich leichter einstellt, wenn alle im Betrieb eine Stimme haben, als wenn alle Entscheidungen von einer Bande elitaristischer Solipsisten getroffen werden.

    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

    anders werden Sie das doch wohl nicht gemeint haben, lieber Viscount.

    Mit Gewerkschaften als Unternehmern haben wir in der BRD ja reichlich Erfahrungen gesammelt; Stichworte sind Neue Heimat, Bank für Gemeinwirtschaft und ähnliche Katastrophen.

    Speziell bei der NH hatte ich Gelegenheit für tiefere Einblicke - Korruption, Vetternwirtschaft, Gewinnmaximierung und obendrein miese Behandlung der Mitarbeiter sind kennzeichned gewesen.

    Die Erfolge des Kibbuz-Systems sind signifikant - und haben keinen Kibbuzim jemals arm gemacht.
    Was allerdings n einer solchen Konstruktion leichter zu realisieren ist als in einer Kapitalist-Arbeiter-Dichotomie, ist eine Lohnzurückhaltung im Krisenfall. Ausserdem zeigt das Beispiel Japan, dass Unternehmenserfolg sich leichter einstellt, wenn alle im Betrieb eine Stimme haben, als wenn alle Entscheidungen von einer Bande elitaristischer Solipsisten getroffen werden.

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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    anders werden Sie das doch wohl nicht gemeint haben, lieber Viscount.

    Mit Gewerkschaften als Unternehmern haben wir in der BRD ja reichlich Erfahrungen gesammelt; Stichworte sind Neue Heimat, Bank für Gemeinwirtschaft und ähnliche Katastrophen.

    Speziell bei der NH hatte ich Gelegenheit für tiefere Einblicke - Korruption, Vetternwirtschaft, Gewinnmaximierung und obendrein miese Behandlung der Mitarbeiter sind kennzeichned gewesen.

  3. Wenn "die Gewerkschaft" Mehrheitsaktionär ist gibt es keine Streiks mehr oder vielleicht doch.

    Ich stelle mir dass wie folgt vor: Sagt Kollege A zu den Kollegen B1 bis B5000 lasst uns Lohnerhöhung machen 20%, weil "wir" sind ja Eigentümer.

    Der Geschäftsführer/ Direktor warnt vergeblich vor den danach alsbald zu erwartenden Konkurs. Den meldet er dann auch an, weil er ja nicht wegen Konkursverschleppung verknackt werden will.

    Der Konkursverwalter erscheint auf der Bühne und setzt den Kollegen A und seine 5000 weiteren Spezies an die Luft. Mit viel Glück sind diese über die Gewerkschaft auch noch als Eigentümer persönlich haftbar und müssen ihr klein Häuschen rausrücken.

    Das geschieht diesen "Kapitalisten" dann recht!

  4. Die Erfolge des Kibbuz-Systems sind signifikant - und haben keinen Kibbuzim jemals arm gemacht.
    Was allerdings n einer solchen Konstruktion leichter zu realisieren ist als in einer Kapitalist-Arbeiter-Dichotomie, ist eine Lohnzurückhaltung im Krisenfall. Ausserdem zeigt das Beispiel Japan, dass Unternehmenserfolg sich leichter einstellt, wenn alle im Betrieb eine Stimme haben, als wenn alle Entscheidungen von einer Bande elitaristischer Solipsisten getroffen werden.

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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    Wenn Sie meine Meinung hören wollen: Ich bin in dieser Frage absolut neutral. Wieso sollte eine Gewerkschaft denn nicht Eigentümer einer Firma sein? Wenn der unternehmerische Gesamterfolg das zulässt - was spricht denn dagegen?

    Natürlich müssen, wie im Artikel angesprochen, andere Probleme erstmal gelöst werden, zB das der Arbeitnehmervertretung. Die kann ja wohl nicht aus derselben Gewerkschaft bestehen als der, die als Eigentümer auftritt - das verbietet sich im übrigen schon aus der gesetzlichen Trennungspflicht, die weiland auf Betreiben der Gewerkschaften eingeführt wurde.

    Sofern das geklärt ist, sage ich Ihnen: Warten wir's ab und sehen zu, wie sich die Dinge entwickeln. Das ist ja gerade der Vorteil des Wettbewerbs: Die passendste Lösung setzt sich durch.

    Wenn Sie meine Meinung hören wollen: Ich bin in dieser Frage absolut neutral. Wieso sollte eine Gewerkschaft denn nicht Eigentümer einer Firma sein? Wenn der unternehmerische Gesamterfolg das zulässt - was spricht denn dagegen?

    Natürlich müssen, wie im Artikel angesprochen, andere Probleme erstmal gelöst werden, zB das der Arbeitnehmervertretung. Die kann ja wohl nicht aus derselben Gewerkschaft bestehen als der, die als Eigentümer auftritt - das verbietet sich im übrigen schon aus der gesetzlichen Trennungspflicht, die weiland auf Betreiben der Gewerkschaften eingeführt wurde.

    Sofern das geklärt ist, sage ich Ihnen: Warten wir's ab und sehen zu, wie sich die Dinge entwickeln. Das ist ja gerade der Vorteil des Wettbewerbs: Die passendste Lösung setzt sich durch.

  5. Wenn Sie meine Meinung hören wollen: Ich bin in dieser Frage absolut neutral. Wieso sollte eine Gewerkschaft denn nicht Eigentümer einer Firma sein? Wenn der unternehmerische Gesamterfolg das zulässt - was spricht denn dagegen?

    Natürlich müssen, wie im Artikel angesprochen, andere Probleme erstmal gelöst werden, zB das der Arbeitnehmervertretung. Die kann ja wohl nicht aus derselben Gewerkschaft bestehen als der, die als Eigentümer auftritt - das verbietet sich im übrigen schon aus der gesetzlichen Trennungspflicht, die weiland auf Betreiben der Gewerkschaften eingeführt wurde.

    Sofern das geklärt ist, sage ich Ihnen: Warten wir's ab und sehen zu, wie sich die Dinge entwickeln. Das ist ja gerade der Vorteil des Wettbewerbs: Die passendste Lösung setzt sich durch.

    Antwort auf "Oder umgekehrt..."
  6. Zumindest wandern Gewinne nun nicht mehr vollständig zu den Aktionären oder in gewaltige Boni für ein paar Spitzenmanager (deren Leistungen oft weit weniger Spitze als die Gehälter sind).
    Wenn die Gewerkschaft verständige Leute hat, wird endlich wieder reinvestiert, anstatt die Gewinne regelmäßig an Aktionäre und Vorstände abzuführen oder für spekulative Gewinnvermehrung an den Börsen zu nutzen.
    Dies war nämlich das größte Problem fast aller großen US-Industrieunternehmen und ganz besonders bei den Automobilfirmen.

    Das zweite Problem, die Kurzfristorientierung bei der Produktpalette (nicht nur Hybridantriebe u.ä. wurden viel zu spät entwickelt, auch das Kleinwagenegment ist nahezu unerschlossen, die Cash Cows waren die SUVs und niemand dachte daran, dass dies einmal anders werden könnte) , könnte immerhin auch überwunden werden, schließlich ist eine langfristige Erhaltung der Arbeitsplätze im Gewerkschaftsinteresse.

    Auch sind Einschnitte nun viel leichter zu vermitteln, da die Beschäftigten nicht auf Teile des Lohn für ihre Arbeit verzichten müssen, während diejenigen, die versagt haben, weiterhin Millionensaläre beziehen.
    Die Arbeitnehmer arbeiten nun nicht mehr für die "Shareholder value", sondern für sich selber, da sieht manches anders aus.
    Auch für Deutschland wäre ein Investivlohnmodell sinnvoll: Anstatt Löhne und Gehälter zu kürzen, sollte vielmehr ein Teil des Arbeitsentgelts in Unternehmensanteilen gezahlt werden.
    Vorausgesetzt werden muss natürlich, dass die riesige US-Automobilgewerkschaft noch eine gewisse Nähe zum Einzelmitglied hat und nicht längst zu einer Versicherungsgesellschaft mit Namen Gewerkschaft verkommen ist (die Börsenspekulation wird in den USA auch von gewerkschaftlichen Pensionsfonds mitbetrieben).

    Das Problem, das ich sehe, ist der Investitionsbedarf angesichts einer vollkommen unzeitgemäßen Produktpalette und Produktionsanlagen aus den 1970ern. Dieser ist gewaltig und kann von der Gewerkschaft unmöglich gestemmt werden - und für eine Minderheitsbeteiligung wird Fiat kaum soviel aufbringen.
    Dennoch halte ich die Idee, das diejenigen am Unternehmen Eigentum erwerben, die ihm langfristig verbunden sind, richtig. Auch im Falle Opels ist eine Beteiligung der Arbeitnehmer im Sinne eines Investivlohnmodells sowie der interessierten Opelhändler zu prüfen. Im Gegensatz zu Konkurrenzfirmen (wie Fiat mit ähnlicher Produktpalette) oder Finanzinvestoren verfolgen Beschäftigte und Händler sowie Zulieferer (da gibt es bei Opel ja auch einen Interessenten) eine langfristige Unternehmensstabilität, da sie die Anteile nicht "mal eben" schadlos abstoßen können.

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    Als erstes sollten Sie Ihre Vorschläge bei Chrysler kundtun, denn ich weiß nicht, ob die das schon alles so erkannt haben.

    Und so dann sollten Sie darauf hinweisen, dass wir in Deutschland durchaus Erfahrung mit gewerkschaftseigenen Betrieben haben, auf die zurückgegeriffen werden kann. Aktuell wären da AHBR und BHW. Aber es gibt noch eine Vielzahl anderer Firmen, deren Gründung schon länger zurückliegt.

    Bei der richtigen Ausgestaltung des Betriebsrats in gewerkschaftseigenen Unternehmen kann der Betriebsrat von Verdi klare Konzepte vorlegen. Auch die gewerkschaftsgerechte Entlohnung der Mitarbeiter funktioniert dort prächtig.

    Natürlich sind - wie Sie sagen - gewissche Lohneinbußen zunächst unvermeidlich. Aber dafür werden ja nun die Gewinne ausgeschüttet. Und Obama wird sich sicherlich mit einer kleinen Dauersubvention für die Wahlkampfhilfe seiner Freunde erkenntlich zeigen. So schlecht ist die Situation also nicht.

    Nur mit dem "Shareholed Value" bin ich nicht bei Ihnen. Wieso sind sie dafür, dass die Betriebsmitglieder, also die Eigentümer, die für ihr neues Eigentum auf Lohn verzichten, die das Risiko tragen und auch noch Investitionen tätigen, nicht zu berücksichtigen sind? Dann wären ja auch ihre Anteile nichts wert. Warum dann der Werker überhaupt Anteile besitzen, sie wären ja nur eine Belastung?

    Als erstes sollten Sie Ihre Vorschläge bei Chrysler kundtun, denn ich weiß nicht, ob die das schon alles so erkannt haben.

    Und so dann sollten Sie darauf hinweisen, dass wir in Deutschland durchaus Erfahrung mit gewerkschaftseigenen Betrieben haben, auf die zurückgegeriffen werden kann. Aktuell wären da AHBR und BHW. Aber es gibt noch eine Vielzahl anderer Firmen, deren Gründung schon länger zurückliegt.

    Bei der richtigen Ausgestaltung des Betriebsrats in gewerkschaftseigenen Unternehmen kann der Betriebsrat von Verdi klare Konzepte vorlegen. Auch die gewerkschaftsgerechte Entlohnung der Mitarbeiter funktioniert dort prächtig.

    Natürlich sind - wie Sie sagen - gewissche Lohneinbußen zunächst unvermeidlich. Aber dafür werden ja nun die Gewinne ausgeschüttet. Und Obama wird sich sicherlich mit einer kleinen Dauersubvention für die Wahlkampfhilfe seiner Freunde erkenntlich zeigen. So schlecht ist die Situation also nicht.

    Nur mit dem "Shareholed Value" bin ich nicht bei Ihnen. Wieso sind sie dafür, dass die Betriebsmitglieder, also die Eigentümer, die für ihr neues Eigentum auf Lohn verzichten, die das Risiko tragen und auch noch Investitionen tätigen, nicht zu berücksichtigen sind? Dann wären ja auch ihre Anteile nichts wert. Warum dann der Werker überhaupt Anteile besitzen, sie wären ja nur eine Belastung?

  7. ...zu nehmen, kann man wohl als ein Zeichen dafür bewerten, dass das als eine Rettungsaktion für ein ansonsten demnächst zum Absaufen verurteiltes Schiff ist.

    Andererseits ist es eine Idee, die reizvolle Perspektiven bietet. Die Arbeitnehmer als Miteigentümer böten wohl eine Gewähr dafür, dass das Risiko unkontrollierter Streiks oder ähnlicher Ativitäten deutlich minimiert würde.

    Das Risiko, dass zu Kapitalisten gewandelt Gewerkschaftsfunktionäre in Leitungsfunktonen kommen könnten, dies aber charakterlich nicht verkraften und dazu tendieren könnten, sich ungerechtfertigt zu bereichern, ist durchaus auch vorhanden.

    In dem Zusammenhang erinnere ich an die Affäre der "Neuen Heimat", eines gewerkschaftseigenen Immobilien-und Baukonzerns, dessen "Bosse" glaubten, jetzt wäre wohl ihre Zeit gekommen, der irdischen Ungerechtigkeit als Gewerkschafter ein Ende zu bereiten und sich schamlos bereichern zu können.

    Wer darüber nicht informiert ist, findet hier einige grundsätzliche Details zum Verständnis dessen, was ich meine.
    http://wissen.spiegel.de/...

    Angesichts der patriotischen Einstellung der US-Amerikaner könnte - sofern die Werbeklaviatur entspr. gespielt würde - daraus sogar eine Erfolgsgeschichte werden.

    Tüchtige Arbeiter und Fachingenieure zu finden, dürfte im Land der fortschreitenden Entindustrialisierung nicht allzu schwierig sein.

    Bleibt, der Idee Erfolg zu wünschen...zumal kaum bessere Alternativen zu sehen sind.

  8. Als erstes sollten Sie Ihre Vorschläge bei Chrysler kundtun, denn ich weiß nicht, ob die das schon alles so erkannt haben.

    Und so dann sollten Sie darauf hinweisen, dass wir in Deutschland durchaus Erfahrung mit gewerkschaftseigenen Betrieben haben, auf die zurückgegeriffen werden kann. Aktuell wären da AHBR und BHW. Aber es gibt noch eine Vielzahl anderer Firmen, deren Gründung schon länger zurückliegt.

    Bei der richtigen Ausgestaltung des Betriebsrats in gewerkschaftseigenen Unternehmen kann der Betriebsrat von Verdi klare Konzepte vorlegen. Auch die gewerkschaftsgerechte Entlohnung der Mitarbeiter funktioniert dort prächtig.

    Natürlich sind - wie Sie sagen - gewissche Lohneinbußen zunächst unvermeidlich. Aber dafür werden ja nun die Gewinne ausgeschüttet. Und Obama wird sich sicherlich mit einer kleinen Dauersubvention für die Wahlkampfhilfe seiner Freunde erkenntlich zeigen. So schlecht ist die Situation also nicht.

    Nur mit dem "Shareholed Value" bin ich nicht bei Ihnen. Wieso sind sie dafür, dass die Betriebsmitglieder, also die Eigentümer, die für ihr neues Eigentum auf Lohn verzichten, die das Risiko tragen und auch noch Investitionen tätigen, nicht zu berücksichtigen sind? Dann wären ja auch ihre Anteile nichts wert. Warum dann der Werker überhaupt Anteile besitzen, sie wären ja nur eine Belastung?

    Antwort auf "Interessantes Modell"
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    Da liegt ein kleines Missverständnis vor:
    Wenn es große Überschüsse gibt, sollten diese natürlich allen Anteilseignern gleicher Maßen zu Gute kommen.
    Doch die Prioritätenliste sollte genau umgekehrt gegenüber der Wirtschaftsweise der letzten 2 Dekaden, bzw. in den USA 3 Dekaden, sein:
    Erst wenn alle notwendigen oder für die langfristige Ausrichtung und Stretegie sinnvollen Investitionen getätigt sowie die Rückstellungen und Polster für Krisenzeiten angelegt sind, sollte es Gewinnausschüttungen geben, vorher möglichst nicht.

    Da liegt ein kleines Missverständnis vor:
    Wenn es große Überschüsse gibt, sollten diese natürlich allen Anteilseignern gleicher Maßen zu Gute kommen.
    Doch die Prioritätenliste sollte genau umgekehrt gegenüber der Wirtschaftsweise der letzten 2 Dekaden, bzw. in den USA 3 Dekaden, sein:
    Erst wenn alle notwendigen oder für die langfristige Ausrichtung und Stretegie sinnvollen Investitionen getätigt sowie die Rückstellungen und Polster für Krisenzeiten angelegt sind, sollte es Gewinnausschüttungen geben, vorher möglichst nicht.

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