Beitragseinbruch Milliardenlücke im Gesundheitsfonds
Gerade erst gestartet, schlittert der Gesundheitsfonds direkt in die roten Zahlen. Gesundheitsministerin Schmidt rechnet mit bis zu drei Milliarden Euro Mindereinnahmen
Durch die starke Rezession in Deutschland muss die Bundesgesundheitsministerin mit weitaus weniger Einnahmen für den Gesundheitsfonds rechnen, als bisher geplant. Anlass für die negative Berechnung Schmidts sind die Prognosen des am Donnerstag vorgestellten Frühjahrsgutachtens der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute.
Diese hatten einen starken Einbruch bei Beschäftigung und Löhnen prognostiziert, wodurch weniger Arbeitnehmer Beiträge in den Gesundheitsfonds einzahlen würden. "Wenn solche Prognosen tatsächlich eintreten würden, würden über drei Milliarden Euro weniger Beiträge fließen", sagte Schmidt der Süddeutschen Zeitung vom Freitag.
Die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, sagte ebenfalls: "Wir erwarten infolge der Krise einen spürbaren Rückgang der Beitragszahlungen." Die Krankenkassen könnten ihre Aufgaben jedoch ohne Finanzsorgen erfüllen, hob die Ministerin hervor. Sie versicherte erneut, dass "die konjunkturbedingt ausfallenden Beiträge dieses Jahr vom Steuerzahler ausgeglichen werden". Allerdings müssen die Kassen diesen Zuschuss später zurückzahlen.
Der Chef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, forderte angesichts der Prognose eine Aufhebung der Rückzahlungspflicht für die Krankenkassen. "Bei einer Finanzlücke in dieser Höhe ist es unmöglich, dass die Kassen die Beiträge 2011 zurückzahlen", erklärte er. "Wenn die Regelung nicht aufgehoben wird, steht das Gesundheitssystem vor einem finanziellen Kollaps."
- Datum 23.04.2009 - 19:40 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
- Kommentare 7
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einführte wie in europäischen Nachbarländern, in dem den Pharma-Unternehmen nicht einfach jeder beliebige Preis für ihre Medikamente gefordert werden kann, dann wäre das zu erwartende Defizit schon deutlich geringer! Aber bei uns schreiben ja oft genug Lobbyisten die Gesetze ihre Branche betreffend, was soll man da erwarten?
.......von den Pharma-Firmen jeder beliebige.........
Da bin ich ja beruhigt, dass der Steuerzahler "die konjunkturbedingt ausfallenden Beiträge" ausgleicht. Frau Schmidt ist eben die Beste und hat an alles gedacht!
Und ich muss meinen Vorkommentatoren beipflichten.
Habe gerade ein Experiment in angewandter Betriebswirtschaft gemacht und mir für 10 Euro die Kräuter für eines der bekanntesten Schnupfenmedikament in einer Apotheke zusammenmischen lassen. Ab durch die Mühle und fertig ist ein Pulver, das sich gut portionieren lässt. Die Menge entspricht der, die es für ungefähr 340 Euro gibt, wenn man die entsprechenden apothekenpflichtigen Dragees kauft, die auch der Arzt verschreibt.
Bei einem System, dass solche Gewinnspannen ermöglicht und schützt, wundert es nicht, wenn die Krankenkassen ständig die Pleite vor Augen haben. Wie gesagt, Frau Schmidt ist eben die Beste und hat an alles gedacht!
Alles Gute
Kai Hamann
Aktuell ist es ja sehr beliebt, Manager für ihre Fehler in die Verantwortung nehmen zu wollen. Da kann man hier gleich weiter machen. Frau Schmidt hat sich mit ihrer performance mindestens 10 Jahre Bettpfannenreinigung als Belohnung verdient. Dann mal mit gutem Beispiel voran, Politik muss wieder glaubwürdig werden.....
sind die einnahmen irgendwie immer zu niedrig und die ausgaben steigen...
natuerlich nur weil wir immer aelter werden, die apparatemedizin so teuer ist etc.
selbstverstaendlich arbeiten alle krankenkassen effzient, der einheitssatz spornt dazu noch mehr an als die vorherige pseudokonkurrenz der kassen.
bei den medikamenten die man mit zuzahlung erwerben darf, verdient irgendwie jeder genug geld und irgendwie reicht es am ende trotzdem nicht.
hat schon mal jemand von einem pharmabetrieb gehoert der vom markt verschwindet?
saemtliche verbaende rund um die medizin sind natuerlich ebenso unentbehrlich.
schlieslich muss man sich in berlin mit politikern herumschlagen die keine ahnung von der medizin haben und manchmal sogar noch versuchen als interessenverband ihrer waehler aufzutreten.
wenn die einnahmen sinken, dann muss man sich die ausgabenseite genau anschauen.
einfacher ist es natuerlich man melkt weiterhin den beduerftigen buerger oder verlaesst sich auf die hilfreichen tips der interessenvertreter.
wozu einigen diese sich eigentlich aller monate und trotzdem jammert irgendeine gruppe das sie diesmal zu kurz gekommen ist?
ich glaube nicht das die fehlenden einnahmen das problem sind, sondern vielmehr die verteilung des geldes.
abgesehen davon beruht die annahme des ausfalls von 3 mia auf den prognosen der
glaskugel-fetischisten. da kann es schon mal passieren das man da abweichungen in milliardenhoehe einplanen muss.
schlieslich muss man sich in berlin mit politikern herumschlagen die keine ahnung von der medizin haben und manchmal sogar noch versuchen als interessenverband ihrer waehler aufzutreten.
Also derjenige Politiker, der auch nur manchmal als interessenverband seiner waehler auftritt - oder das auch nur versucht. Vergeblich versucht, natürlich, aber immerhin: Der gute Wille zählt.
"Dieser Politiker ist mir unbekannt" - heisst es nicht so?
.
schlieslich muss man sich in berlin mit politikern herumschlagen die keine ahnung von der medizin haben und manchmal sogar noch versuchen als interessenverband ihrer waehler aufzutreten.
Also derjenige Politiker, der auch nur manchmal als interessenverband seiner waehler auftritt - oder das auch nur versucht. Vergeblich versucht, natürlich, aber immerhin: Der gute Wille zählt.
"Dieser Politiker ist mir unbekannt" - heisst es nicht so?
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schlieslich muss man sich in berlin mit politikern herumschlagen die keine ahnung von der medizin haben und manchmal sogar noch versuchen als interessenverband ihrer waehler aufzutreten.
Also derjenige Politiker, der auch nur manchmal als interessenverband seiner waehler auftritt - oder das auch nur versucht. Vergeblich versucht, natürlich, aber immerhin: Der gute Wille zählt.
"Dieser Politiker ist mir unbekannt" - heisst es nicht so?
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