GfK-Index Konsumenten kaufen trotz düsterer Prognosen
Für Mai sagen die GfK-Marktforscher ein stabiles Konsumklima voraus. Die Verbraucher lassen sich trotz der negativen Konjunkturaussichten die Kauflaune nicht verderben
Das Barometer des Konsumklimaindex liegt laut GfK-Experten bei 2,5 Punkten und ist damit auf dem Stand vom Frühjahrsbeginn, ergab die Umfrage unter 2000 Verbrauchern. Dabei sei das Klima weiterhin erstaunlich robust.
Allerdings bleibt das Niveau insgesamt eher niedrig, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Deshalb wird die Binnennachfrage in diesem Jahr die schweren Einbrüche bei Export und Investitionen allenfalls etwas abfedern, jedoch bei weitem nicht kompensieren können." Die größte Gefahr sei ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Die düsteren Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute können in den kommenden Monaten zu einer Belastungsprobe für die Verbraucherstimmung werden. Momentan aber stützen Anzeichen für eine wirtschaftliche Trendwende das Konsumklima. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartungen konnten im April zulegen, erklärten die Marktforscher. Der entsprechende Indexwert für die Konjunkturerwartung stieg auf minus 31,2 Punkte nach minus 32,8 Zählern im März.
Das Barometer für die Einkommenserwartung verbesserte sich von minus 11,4 Punkten auf minus 8 Punkte. Auch die angekündigte Rentenerhöhung im Juli hellt die Einkommensaussichten auf, sagte Bürkl.
Die Anschaffungsneigung blieb im April vergleichsweise stabil und sank nur leicht auf 12,4 Zähler von 13,9 Punkten. Dabei spiele neben dem geringen Anstieg der Lebenshaltungskosten auch das Konjunkturpaket der Bundesregierung eine Rolle, sagte Bürkl: Vor allem die Abwrackprämie halte die Konsumenten offenbar bei Laune – zumal auch andere Branchen nun ähnliche Anreize böten.
Die GfK sagt für 2009 einen Anstieg des privaten Verbrauchs um 0,5 Prozent vorher.
- Datum 30.07.2009 - 20:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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... der Überschrift des Artikels: "Konsumenten kaufen WEGEN düsterer Prognosen".
Das Problem mit den GfK-Daten ist die mangelnde Nähe zur Realität. Ebenso wie die Befrager in den Einspielfilmen der politischen Talkshows kommen die GfK-Fragebogenausfüller (Forscher kann man sie nun wirklich nicht nennen) einfach nicht aus den Shopping Malls heraus. Jenseits von Kö-Galerie, Zeil-Galerie, Centro & Co. sieht die wirklcihe Welt jedoch ganz anders aus.
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.305/2008: 10,1 Millionen oder mehr als ein Viertel (28,8%) aller Steuerpflichtigen hatten im Jahr 2004 Gesamteinkünfte von höchstens 10 000 Euro. Ihre Einkünfte waren zum größten Teil steuerfrei. Die Hälfte der Steuerpflichtigen hatte jährliche Einkünfte von unter 23 000 Euro. Brutto - wohlgemerkt. Also monatlich unter 1.250 € netto. Seit Jahren sinken die Reallöhne und realen Renten der breiten Mehrheit, während die Zinseinkünfte (Kreditzinsen, Mietzinsen, Wertpapierverzinsung, Eigenkapitalverzinsung = Unternehmergewinne) steigen. Selbst der angebliche Aufschwung 2007/2008 lief an der breiten Masse der Bevölkerung vorbei. So sieht es aus.
Die Herrschaften sollten sich endlich die Mühe machen, in die Wohngebiete der Mittel- und Unterschicht zu sehen - dann wird die Datenbasis endlich mal repräsentativ für das GESAMTE deutsche Volk. Die Ergebnisse werden radikal schlechter ausfallen.
Die GfK kann mit der bisherigen Erhebungsmethode niemand ernst nehmen.
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