Nahost-Konflikt Ahmadineschad bewegt sich – minimal

Irans Präsident hat erstmals angedeutet, dass er im Nahost-Konflikt eine Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren würde. Das klingt kompromissbereiter, als es ist

Ahmadinedschad

Nur Wahlkampfgeplänkel? Irans Präsident Ahmadineschad äußert sich zur Zwei-Staaten-Lösung

Das Medienecho war groß, als der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad am Montag mit der Äußerung zitiert wurde, er werde eine Zwei-Staaten-Lösung in Nahost akzeptieren, wenn die Palästinenser sich dafür aussprächen. Während westliche Medien von einer "Abkehr" von der bisherigen iranischen Politik sprechen und das Bundesaußenministerium die Äußerungen als "interessant" bezeichnete, ruderte Teheran sofort zurück: Die Worte Ahmadineschads seien "total verzerrt" wiedergegeben und "meilenweit davon entfernt", was der Präsident gesagt habe.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC in Teheran antwortete Ahmadineschad laut Übersetzung auf die Frage, ob Iran eine Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren würde: "Wir unterstützen die Entscheidung der Palästinenser, wie auch immer sie aussehen mag." Zuvor hatte Ahmadineschad mehrfach wiederholt, die Palästinenser sollten in einem Referendum abstimmen, weil jedes Volk das Recht habe, über sein eigenes Schicksal zu bestimmen.

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Damit hat Ahmadineschad, der sich im Juni zur Wiederwahl stellt, in der Tat erstmals angedeutet, dass er eine Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren würde. Eine Abkehr Irans von seiner bisherigen Nahost-Politik bedeutet dies jedoch nicht. "Präsident Mohammed Khatami hat dies in den neunziger Jahren bereits gesagt, ohne dass ihm der Oberste Religionsführer Khamenei widersprochen hätte", sagte Henner Fürtig, Iran-Experte am Giga-Institut für Nahost-Studien in Hamburg, dem Tagesspiegel.

Der oberste Religionsführer bestimmt im Iran über die grundsätzliche Ausrichtung der Politik, nicht der Präsident. Khamenei hat mehrfach gefordert, dass die Palästinenser in einem Referendum entscheiden sollen, welche Lösung des Nahostproblems für sie akzeptabel ist. Allerdings sollten hier auch die Millionen Palästinenser im Exil stimmberechtigt sein.

Der populistische Präsident Ahmadineschad hatte sich bisher dadurch hervorgetan, dass er die Existenz des Holocausts in Frage stellte und 2005 ein Zitat von Religionsführer Ayatollah Khomeini wiederholte, wonach das "Regime, das Jerusalem besetzt hält, von der Seite der Zeit verschwinden" müsse – was allgemein als "Israel muss von der Landkarte verschwinden" übersetzt wurde.

Die jetzige neue Nuance in Ahmadineschads Position hat nach Ansicht Fürtigs mit dem Vorwahlkampf zu tun, in dem Ahmadineschad nicht als "Betonkopf" dastehen möchte, angesichts seines vielleicht stärksten Konkurrenten, des derzeitigen Teheraner Bürgermeisters Mohammed Baker Kalibaf. Dieser gehört zu den Konservativen, tritt aber smarter auf als der jetzige Amtsinhaber.

Bis zur Islamischen Revolution unterhielten Israel und der Iran enge Beziehungen und sahen sich als natürliche Alliierte gegenüber der arabischen Welt. Selbst nach der Revolution kaufte der Iran noch Waffen von Israel, obwohl die gemeinsamen strategischen Interessen mittlerweile zurückgetreten waren: Der Iran zielte auf Hegemonie in der islamischen Welt und benutzte dazu eine anti- israelische Rhetorik.

Leser-Kommentare
  1. Als nach dem Ersten Weltkrieg der Völkerbund das Mandat Palästina errichtete mit der Zielvorgabe eine jüdische Hiemstätte zu schaffen, verstieß die Mandatsmacht Großbritannien recht schnell gegen diesen Auftrag unt trennte Transjordanien ab. Dort gilt bis heute -ebenfalls mandatswidrig-ein Siedlungsverbot für Juden.
    So exisitiert also schon ein arabischer Staat im Mandatsgebiet.

    1949 hätte man leicht aus Gaza, Westbank, Golan und Ostjerusalem einen zweiten arabischen Staat gründen können. Geschah aber nicht, stattdessen wurde die Westbank und Ostjerusalem von Jordanien annektiert, Gaza wurde von Ägypten besetzt.

    Vorschlag: Gaza als autonomes Gebiet zu Ägypten
    Westbank und israelische Gebiete mit arabischer Mehrheit (wie Lieberman vorgeschlagen hat-- im Austausch zu einigen jüdischen Gebieten in der Westbank, die zu Israel geschlagen werden) als Cisjordanien unabhängig in einer Konföderation mit Transjordanien.

    • Baikal
    • 28.04.2009 um 14:30 Uhr

    Man könnte eigentlich meinen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich die zwei Konfliktpareien versöhnen, denn laut der im Artikel erwähnten Umfrage befürworten beide Seiten die Zwei-Staaten-Lösung. Doch ich glaube hier gibt es ein grundlegendes Problem. Einerseits sind die Palästinänser ja in de facto zwei Hälften geteilt, die eine Hälfte im Westjordanland und die andere Hälfte im Gazastreifen, und in Israel ist eine Regierung an der Macht, die diese Zwei-Staaten-Lösung nicht forciert. Ich frage mich, wie solche Umfrageergebnisse zustande kommen, wenn auf beiden Seiten eine Regierung (vor allem im Gazastreifen) gewählt wurde, die offensichtlich gar kein Interesse an einer Lösung hat. Hier stimmt doch etwas nicht. Mich würde interessieren, woher die befragten Palistinänser kommen, ob sie nun aus dem Westjordanland oder dem Gazastreifen kommen, denn gerade im Gazastreifen wurde eben mit der Hamas eine Regierung gewählt, die sich als Ziel die Auslöschung Israels gesetzt hat und Israel nach wie vor das Existenzrecht abspricht.

    Dass der iranische Präsident jede Entscheidung des palästinänsischen Volkes anerkennen würde, ist wohl eher ein Lippenbekentnis, wie die verschiedensten Äußerungen und Anspielungen gegenüber Israel zeigen. Und durch die Unterstützung von Organistationen, die von verschiedenen westlichen Staaten als Terrororganistationen eingestuft werden, trägt er sicher nicht zum Frieden im Nahen Osten bei.

    Eine Zwei-Staaten-Lösung wäre wünschenswert, doch das ist sie schon seit mehr als 50 Jahren und passiert ist bis dato nicht viel. Schuld sind wahrscheinlich beide Konfliktparteien gleichermaßen und ob so schnell eine Lösung gefunden wird, darf bezweifelt werden.

    "Besser eine handvoll Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind"

  2. Nach der x-ten Auffuehrung des Theaters koennte man dem Zuschauer dann doch abverlangen, dass er sich vom Verlauf der Tragikkomoedie nicht irre fuehren laesst. Unzaehlige Male war in diesem und anderen ehrenwerten Blaettern schon zu vernehmen, dass die Diplomatie Fortschritte mache, ja gar vor einem Durchbruch stehe, und der Iran sich bewege und der Praesident Entgegenkommen zeige und ueberhaupt eine Loesung des Konflikts noch eine Frage der Zeit ist. Ist das Vabanquespiel des Achmadinedschad so schwer zu durchschauen oder fehlt einfach der Mut konsequent gegen den Griff des Mullahregimes zur Atombobme vorzugehen. So bequem es ist, sich in die TAsche luegen zu lassen, so unvermeidbar deckt es den wunden Punkt des Westens auf. Solange jede Konfrontation gescheut wird, hat der Iran freie Bahn um seine Plaenen von einer Welt ohne Zionismus voranzutreiben. Falsche Signale an die dilomatiebereite Weltoeffentlichkeit zu senden hat Methode.
    Nach der soundsovielten Wiederholung sind nun einige Abreibungseffekte zu Irans Gunsten zu konstatieren. Es ist zu befuerchten, dass am Ende schlicht vergessen wird, dass es die nukleare Aufruestung des Iran zu verhindern gilt und alle Anstrengungen nur noch darauf zielen werden, sich mit dem iranischen Praesidenten bei einer Tase Tee fotografieren zu lassen. Gerade die Effekthascherei des Barak Obama scheint es geradezu unumgaenglich zu machen. Ein Handschlag des iranischen Praesidenten ist fuer ihn ein kalkulierbares Risiko. Wuenscht die Welt sich doch, ueber die Gefahren des des radikalen Islamismus hinwegbetrogen zu werden und Bilder serviert zu bekommen, die ihrer Vorstellung einer moeglichen Versoehnung mit der islamischen Welt Vorschub leisten. Schrecklich nur, dass die vom Iran [ohne grossen Aufwand] inszinierte und von der westlichen Welt - speziell seit Amtsantritt Obama - dankbar aufgenommene und fein ausgearbeitete Verschleierung besorgniserregender Zustaende, zu Lasten Israels gehen muss. Letztlich wird die IAF es zum Showdown ueber iranischen Atomanlagen kommen lassen muesen. Der Zorn einer Welt, die im Iran stets das Gute sieht, wo er das Boese schafft, wird Israel gewiss sein.

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    Hab ich was verpasst? Sind die amerikanischen Geheimdienste nun doch wieder der Meinung, Iran arbeite engagiert an einem Atomarsenal? Wurden IAEO-Inspekteure ausgewiesen? Hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag gekündigt? Schottet er sich von der Atomenergiebehörde ab? Gibt es nun doch echte Hinweise auf eine militärische Nutzung der Urananreicherung? Sie fallen grandios auf die Panikmache durch George W. Bush herein.

    Hab ich was verpasst? Sind die amerikanischen Geheimdienste nun doch wieder der Meinung, Iran arbeite engagiert an einem Atomarsenal? Wurden IAEO-Inspekteure ausgewiesen? Hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag gekündigt? Schottet er sich von der Atomenergiebehörde ab? Gibt es nun doch echte Hinweise auf eine militärische Nutzung der Urananreicherung? Sie fallen grandios auf die Panikmache durch George W. Bush herein.

  3. Da lt. Ahmadinedschad jedes Volk das Recht haben soll, über sein eigenes Schicksal zu bestimmen, empfehle ich ihm, in den Kurdengebieten im Iran ein Referendum darüber abzuhalten, ob die Kurden auf iranischem Gebiet einen eigenen Staat gründen dürfen. Ich weiß, wie das Ergebnis aussehen würde, Ahmadinedschad auch. Deswegen wird es auch so etwas nicht geben. Interessant ist auch, dass er den Israelis grundsätzlich das Recht auf Selbstbestimmung, bzw. gar der Existenz, abspricht, was er angeblich den Palästinensern zuerkennt (wie großzügig).

    Leider hat die Autorin das Grundprinzip des Nahostkonflikts nicht verstanden. Es geht gar nicht um die Frage, ob die Menschen dort sich eine Zweistaatenlösung wünschen (die die Hamas sowieso ablehnt, da für sie nur eine "Einstaatenlösung" in Frage kommt), sondern ob die palästinensische Autonomiebehörde überhaupt willens und in der Lage ist, etwas zu schaffen, das man staatliche Strukturen nennen kann. Bislang hat sie sich durch das Verteilen von Hilfsgeldern aus Europa und den USA an Clanchefs und die aufgeblähten "Sicherheitsapparate" ausgezeichnet, beim Aufbau einer funktionierenden Müllabfuhr stößt sie schon an ihre Grenzen. Außerdem muss sie fähig sein, die berechtigten Sicherheitsinteressen Israels zu berücksichtigen und den (Raketen-)Terror entschieden zu bekämpfen. Allein daran scheitert es schon, da die Autonomiebehörde keine Macht mehr in Gaza ausübt.

    Fazit: Israel wäre schön blöd, wenn es der Gründung eines palästinensischen Staates zusehen würde, aus dem Tag für Tag Raketen auf israelisches Gebiet niederprasseln. Nach einem Rückzug aus dem Westjordanland befände sich ganz Israel im Einzugsgebiet der palästinensischen Raketen. Eine Separatlösung mit der Fatah in der Westbank stünde zudem auf zu wackeligen Füßen. Wer weiß, wann die Hamas mit Hilfe Teherans dort die Macht übernimmt?

  4. Hab ich was verpasst? Sind die amerikanischen Geheimdienste nun doch wieder der Meinung, Iran arbeite engagiert an einem Atomarsenal? Wurden IAEO-Inspekteure ausgewiesen? Hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag gekündigt? Schottet er sich von der Atomenergiebehörde ab? Gibt es nun doch echte Hinweise auf eine militärische Nutzung der Urananreicherung? Sie fallen grandios auf die Panikmache durch George W. Bush herein.

  5. -
    Hat er denn jemals was anderes gesagt? Es wurde in unseren Medien halt nicht berichtet. Hier z.B. Guardian vom 29.09.2008:
    http://www.guardian.co.uk...

  6. 7. --

    es ist eigentlich kaum vorstellbar, dass die diplomatische offensive obama's und seines stabs dem naiven glauben an die kompromissbereitschaft und die politische vernunft der iranischen führung entspringt (wie er sich inzwischen im öffentlichen bewusstsein weiter teile der westlichen gesellschaften festgesetzt hat). auch dürften sich die us-regierung und ihre experten der ideologischen natur der notorischen diplomatischen hinhalte- und verwirrspielchen teherans nur allzu bewusst sein. dass 'zugeständnisse' von der art des am montag lancierten (und eilig dementierten) nebensatzes ahmadinejads - zumal angesichts der im wochen-takt wahlweise von regierungspolitikern, geistlichen, militärs, zeitungsredakteuren etc. geäußerten angriffs- und vernichtungsdrohungen gegen israel - keinen pfifferling wert sind, wird also auch obama wissen. (ob ahmadinejads 'wipe off the map'-phrase inakkurat übersetzt wurde oder nicht, ist übrigens völlig irrelevant, da sie in dieser fassung von der iranischen republik selbst in umlauf gebracht und unermüdlich wiederholt wurde).
    geht man also von dem kaum bezweifelbaren umstand aus, dass sich die amerikanische regierung über den taktisch-delusiven charakter solcher 'konzessionen' und die gefahr im klaren ist, die von einer atomar bewaffneten antisemiten-diktatur iran ausgehen würde, kann es eigentlich nur eine plausible erklärung für obama's 'annäherungskurs' geben: die angesichts der gegenwärtigen stimmung bestehende notwendigkeit, im falle eines durch das verhalten irans erzwungenen militärschlags der welt gegenüber darauf verweisen zu können, dass zuvor alle politisch-diplomatischen optionen ausgeschöpft wurden. die zweite erklärungsmöglichkeit, dass nämlich amerika seine langwährende solidarität mit der einzigen aufgeklärten demokratie im arabischen raum im angesicht des risikos eines zweiten holocaust zugunsten der politischen profilierungsversuche seines präsidenten einfach aufkündigt, entzieht sich (bis jetzt) meiner vorstellungskraft.

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    liebe BettyFord

    stets die selbe langatmige, kriegsbefürwortende Rhetorik ist langsam mühsam zu lesen. Stets die gleiche leier bei allen sinn- und sachverwandten Themen.

    Ich denke Ihre Meinung kommt immer sehr deutlich zum Ausdruck. Sie befürworten einen Präventivschlag gegen den Iran und nehmen gerne in Kauf, dass unzählige Millionen Menschen leiden müssen. Auf beiden Seiten.

    Kommt mir schrecklich bekannt vor.

    Sie glauben wohl nicht ernsthaft, dass ein allfälliger Krieg vor den Grenzen Israels halt macht, oder? Wenn jemand die Existenz Israels bedroht, dann sind es notorische Verhandlungsgegener und Präventivschlagsbefürworter wie Sie einer sind.

    In was für einer Welt wollen Sie eigentlich leben? In einer der ständigen Bedrohung und Kriegsandrohung? Glauben Sie dass das ganze ein finales Ende hätte mit einem Krieg, mit nur einem Präventivschlag? Falls das so ist, dann empfehle ich Ihnen: Lesen Sie bitte mal ein paar Geschichtsbücher...

    MfG

    • sam84
    • 29.04.2009 um 15:29 Uhr

    Wir hatten bereits Kriegstreiber, bzw. Kriegsbefürworter in unserem Lande... Ich dachte diese Zeiten seien vorüber und die in Deutschland wohnhaften Menschen hätten endlich aus der Geschichte gelernt....
    Sie halten die Demokratie Israels für aufgeklärt? In welcher aufgeklärten Demokratie bestimmen Ultranationalisten (nichts anderes als Rechtsextreme) und jüdische Erzkonservative (nichts anderes als jüdische Fundamentalisten) die Regierung? In welcher aufgeklärten Demkoratie werden Minderheiten systematisch benachteiligt und ihres Landes verwiesen? Auf eine aufgeklärte Demokratie treffen diese schrecklichen Kriterien definitiv nicht zu, aber dafür leider auf die israelische "Demokratie".... Recherchieren sie im Duden das Wort "aufgeklärt"... sie scheinen es, zu missverstehen...

    Ahmadinedschad bewegt sich - minimal? Netanjahu bewegt sich gar nicht... bzw. zurück...

    liebe BettyFord

    stets die selbe langatmige, kriegsbefürwortende Rhetorik ist langsam mühsam zu lesen. Stets die gleiche leier bei allen sinn- und sachverwandten Themen.

    Ich denke Ihre Meinung kommt immer sehr deutlich zum Ausdruck. Sie befürworten einen Präventivschlag gegen den Iran und nehmen gerne in Kauf, dass unzählige Millionen Menschen leiden müssen. Auf beiden Seiten.

    Kommt mir schrecklich bekannt vor.

    Sie glauben wohl nicht ernsthaft, dass ein allfälliger Krieg vor den Grenzen Israels halt macht, oder? Wenn jemand die Existenz Israels bedroht, dann sind es notorische Verhandlungsgegener und Präventivschlagsbefürworter wie Sie einer sind.

    In was für einer Welt wollen Sie eigentlich leben? In einer der ständigen Bedrohung und Kriegsandrohung? Glauben Sie dass das ganze ein finales Ende hätte mit einem Krieg, mit nur einem Präventivschlag? Falls das so ist, dann empfehle ich Ihnen: Lesen Sie bitte mal ein paar Geschichtsbücher...

    MfG

    • sam84
    • 29.04.2009 um 15:29 Uhr

    Wir hatten bereits Kriegstreiber, bzw. Kriegsbefürworter in unserem Lande... Ich dachte diese Zeiten seien vorüber und die in Deutschland wohnhaften Menschen hätten endlich aus der Geschichte gelernt....
    Sie halten die Demokratie Israels für aufgeklärt? In welcher aufgeklärten Demokratie bestimmen Ultranationalisten (nichts anderes als Rechtsextreme) und jüdische Erzkonservative (nichts anderes als jüdische Fundamentalisten) die Regierung? In welcher aufgeklärten Demkoratie werden Minderheiten systematisch benachteiligt und ihres Landes verwiesen? Auf eine aufgeklärte Demokratie treffen diese schrecklichen Kriterien definitiv nicht zu, aber dafür leider auf die israelische "Demokratie".... Recherchieren sie im Duden das Wort "aufgeklärt"... sie scheinen es, zu missverstehen...

    Ahmadinedschad bewegt sich - minimal? Netanjahu bewegt sich gar nicht... bzw. zurück...

  7. liebe BettyFord

    stets die selbe langatmige, kriegsbefürwortende Rhetorik ist langsam mühsam zu lesen. Stets die gleiche leier bei allen sinn- und sachverwandten Themen.

    Ich denke Ihre Meinung kommt immer sehr deutlich zum Ausdruck. Sie befürworten einen Präventivschlag gegen den Iran und nehmen gerne in Kauf, dass unzählige Millionen Menschen leiden müssen. Auf beiden Seiten.

    Kommt mir schrecklich bekannt vor.

    Sie glauben wohl nicht ernsthaft, dass ein allfälliger Krieg vor den Grenzen Israels halt macht, oder? Wenn jemand die Existenz Israels bedroht, dann sind es notorische Verhandlungsgegener und Präventivschlagsbefürworter wie Sie einer sind.

    In was für einer Welt wollen Sie eigentlich leben? In einer der ständigen Bedrohung und Kriegsandrohung? Glauben Sie dass das ganze ein finales Ende hätte mit einem Krieg, mit nur einem Präventivschlag? Falls das so ist, dann empfehle ich Ihnen: Lesen Sie bitte mal ein paar Geschichtsbücher...

    MfG

    Antwort auf "--"
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    • Baikal
    • 29.04.2009 um 15:53 Uhr

    Gewalt erzeugt Gegegengewalt, das ist uns wohl allen klar und ein Krieg aus welchen Motiven auch immer erzeugt mehr oder minder großes Leid auf beiden Seiten, doch was haben Sie für Vorschläge? Ein atomar bewaffneter Iran mit einem Präsidenten, der Israel lieber gestern ins Mittelmeer gestürzt hätte, soll eine Stabilisierung der Region bringen? Wenn der Iran Atomwaffen besitzt, wird es nicht lang dauern, bis auch andere Staaten sich gezwungen sehen nachzuziehen. Die misstrauensbildenden Maßnahmen (Wiederaufnahme der Atomanreicherung, Ablehnung von Kompromissvorschlägen etc.) des Irans führen nicht dazu, dass dort Frieden entsteht.

    Ich frage mich in was für einer Welt Sie leben wollen? In einer Welt in der ein Land, dessen Führer mehr oder weniger offen mit der Vernichtung eines Landes droht, Atomwaffen besitzt? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich halte Krieg nicht für den richtigen Weg, aber was sind die Optionen? Erhöhung des diplomatischen Drucks, Sanktionen? Die Frage ist doch mit was wir eher Leben können? Mit einem Präventivschlag, der die Atomanlagen zerstört und vermutlich vielen Menschen das Leben kosten würde oder mit einer bis aufs Äußerste destabilisierte Region, in der sich zwei atomar bewaffnete Feinde gegenüberstehen, die sich jetzt schon, wenn auch mehr auf rhetorischer Ebene, bekämpfen?

    "Besser eine handvoll Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind"

    • Baikal
    • 29.04.2009 um 15:53 Uhr

    Gewalt erzeugt Gegegengewalt, das ist uns wohl allen klar und ein Krieg aus welchen Motiven auch immer erzeugt mehr oder minder großes Leid auf beiden Seiten, doch was haben Sie für Vorschläge? Ein atomar bewaffneter Iran mit einem Präsidenten, der Israel lieber gestern ins Mittelmeer gestürzt hätte, soll eine Stabilisierung der Region bringen? Wenn der Iran Atomwaffen besitzt, wird es nicht lang dauern, bis auch andere Staaten sich gezwungen sehen nachzuziehen. Die misstrauensbildenden Maßnahmen (Wiederaufnahme der Atomanreicherung, Ablehnung von Kompromissvorschlägen etc.) des Irans führen nicht dazu, dass dort Frieden entsteht.

    Ich frage mich in was für einer Welt Sie leben wollen? In einer Welt in der ein Land, dessen Führer mehr oder weniger offen mit der Vernichtung eines Landes droht, Atomwaffen besitzt? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich halte Krieg nicht für den richtigen Weg, aber was sind die Optionen? Erhöhung des diplomatischen Drucks, Sanktionen? Die Frage ist doch mit was wir eher Leben können? Mit einem Präventivschlag, der die Atomanlagen zerstört und vermutlich vielen Menschen das Leben kosten würde oder mit einer bis aufs Äußerste destabilisierte Region, in der sich zwei atomar bewaffnete Feinde gegenüberstehen, die sich jetzt schon, wenn auch mehr auf rhetorischer Ebene, bekämpfen?

    "Besser eine handvoll Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind"

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