"Amflora" Schwerin prüft Klage gegen Genkartoffel-Anbau

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Backhaus will gegen Bundesministerin Aigner gerichtlich vorgehen. Diese hatte Freilandversuche mit einer Gen-Kartoffel genehmigt

Die Genehmigung des Versuchsanbaus sollte nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) zurückgenommen werden. Man prüfe rechtliche Schritte gegen die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die umstrittene Sorte zum Anbau zuzulassen, sagte eine Ministeriumssprecherin in Schwerin.

Die Kartoffel soll am Montag auf einem Feld im Müritzkreis gepflanzt werden. Backhaus kritisierte am Mittwoch erneut, bei 20 Hektar Fläche könne man nicht mehr von einem Versuch sprechen. Dies sei schon Anbau. "Der Anbau der Amflora-Kartoffel ist aber in Europa nicht zugelassen." Mecklenburg-Vorpommern habe im vergangenen Dezember vorgeschlagen, die Fläche auf bis zu 1000 Quadratmeter pro Standort und Jahr zu begrenzen. "Das ist eine Größe, die man ausreichend sichern und überwachen kann."

Der Bund könne nicht einfach die Stellungnahme des betroffenen Landes ausblenden. Das sei Willkür. Aigner hatte die Freilandversuche des Chemiekonzerns BASF am Montag genehmigt, allerdings auf einer kleineren Fläche als den beantragten 150 Hektar.

 
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