Regulierung Koalition will Regeln für Manager verschärfen
Künftig sollen Vorstandsmitglieder von Unternehmen mit ihrem Gehalt für Schäden einstehen. Über eine Begrenzung der Manager-Vergütung wird weiter gestritten
Die Große Koalition will die geplanten neuen Regeln für Manager noch weiter verschärfen. Darauf verständigten sich am Donnerstag die Vertreter der Fraktionen von CDU/CSU und SPD in Berlin. So sollen Vorstandsmitglieder künftig nicht mehr alle Schäden auf Versicherungen abwälzen können, sondern dafür mit maximal einem Jahresgehalt selbst einstehen.
Der stellvertretende Unionsfraktionschef Wolfgang Bosbach (CDU) sagte: "Wir wollen über den bisherigen Gesetzentwurf hinausgehen." Sein SPD-Kollege Joachim Poß verwies darauf, dass es weiter Uneinigkeit in einzelnen Fragen gebe. So sei die Union nicht bereit, eine indirekte Begrenzung der Managervergütung über das Steuerrecht mitzutragen. Die Union habe es auch abgelehnt, eine Börsenumsatzsteuer einzuführen.
Die Runde einigte sich auch grundsätzlich, die Zahl der Aufsichtsratsmandate neu zu begrenzen, die ein Manager übernehmen darf. Nach Angaben von Poß ist daran gedacht, die Höchstzahl der Mandate von bisher zehn auf fünf zu begrenzen. Außerdem sollen erfolgsabhängige Bestandteile der Managervergütung - die sogenannten Boni - erst nach dem Ausscheiden des Managers aus der Firma ausgezahlt werden können.
- Datum 23.04.2009 - 10:46 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dh
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