Scheint ganz so, als gäben die Deutschen ihr Geld lieber für sich selber aus, anstatt für die Krise zu zahlen. Die Stimmung der Konsumenten ist stabil. Statt Trübsal zu blasen, gehen sie fröhlich shoppen. Das sind die jüngsten Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für den April.

Von Depression also keine Spur, jedenfalls wenn es ums Einkaufen geht. Offensichtlich lassen sich die Verbraucher weniger durch düstere Prognosen als durch einen Blick auf ihr Konto leiten. Und der signalisiert eher gute Zeiten.

Da gab es zunächst die Rückzahlung aus der Pendlerpauschale, die das Budget vieler Haushalte um insgesamt rund 7,5 Milliarden Euro aufstockte. Weil es die Bundesregierung auch in diesem Jahr bei der alten, großzügigen Regelung beließ, sind zumindest die Langstrecken-Fahrer wieder besseren Mutes.

Der zweite aufmunternde Faktor dürften die Energiepreise sein. Sie fielen im vergangenen Jahr genauso rapide, wie sie zuvor gestiegen waren. Derzeit machen sich vor allem die sinkenden Gaspreise bemerkbar. Inzwischen hat es sich herumgesprochen: Deren Tarife steigen und fallen stets mit einer Zeitverzögerung. Alles in allem können sich die Deutschen über eine niedrige Inflationsrate freuen. Sie betrug im März nur 0,5 Prozent.

Drittens kann vor allem eine – nicht ganz kleine – Gruppe im Lande in diesem Jahr auf wachsende Einnahmen vertrauen: die Rentner. Im Vergleich zur privaten Vorsorgen zeigt damit in Zeiten der Finanzkrise ausgerechnet das oft gescholtene umlagefinanzierte gesetzliche System seine Stärke.