Konsum Fröhlich shoppen in der Krise
Die Wirtschaft stöhnt, doch die Deutschen gehen munter einkaufen. Denn sie haben mehr Geld in der Tasche als noch vor einem Jahr
Scheint ganz so, als gäben die Deutschen ihr Geld lieber für sich selber aus, anstatt für die Krise zu zahlen. Die Stimmung der Konsumenten ist stabil. Statt Trübsal zu blasen, gehen sie fröhlich shoppen. Das sind die jüngsten Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für den April.
Von Depression also keine Spur, jedenfalls wenn es ums Einkaufen geht. Offensichtlich lassen sich die Verbraucher weniger durch düstere Prognosen als durch einen Blick auf ihr Konto leiten. Und der signalisiert eher gute Zeiten.
Da gab es zunächst die Rückzahlung aus der Pendlerpauschale, die das Budget vieler Haushalte um insgesamt rund 7,5 Milliarden Euro aufstockte. Weil es die Bundesregierung auch in diesem Jahr bei der alten, großzügigen Regelung beließ, sind zumindest die Langstrecken-Fahrer wieder besseren Mutes.
Der zweite aufmunternde Faktor dürften die Energiepreise sein. Sie fielen im vergangenen Jahr genauso rapide, wie sie zuvor gestiegen waren. Derzeit machen sich vor allem die sinkenden Gaspreise bemerkbar. Inzwischen hat es sich herumgesprochen: Deren Tarife steigen und fallen stets mit einer Zeitverzögerung. Alles in allem können sich die Deutschen über eine niedrige Inflationsrate freuen. Sie betrug im März nur 0,5 Prozent.
Drittens kann vor allem eine – nicht ganz kleine – Gruppe im Lande in diesem Jahr auf wachsende Einnahmen vertrauen: die Rentner. Im Vergleich zur privaten Vorsorgen zeigt damit in Zeiten der Finanzkrise ausgerechnet das oft gescholtene umlagefinanzierte gesetzliche System seine Stärke.
- Datum 14.05.2009 - 15:04 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 12
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"Die Deutschen gehen munter einkaufen." In welchem Land, muss man den Autor fragen, lebt er denn eigentlich? Statt einer inhaltlichen Stellungnahme verweise ich auf den Monitor-Beitrag zu diesem Thema. Selbst wenn die Mehrheit der Deutschen derzeit noch ihre Ausgaben nicht drastisch einschränken würde, ist die Verallgemeinerung "die Deutschen" nur als zynisch zu bezeichnen. Hunderttausende sind schon arbeitslos geworden, und Millionen sind in Kurzarbeit und müssen die Ausgaben herunterfahren. Sinkende Energiepreise sind da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Eine noch gravierende Manipulation herrscht beim allmonatlichen GfK-Konsumklimaindex vor. Wie kann die GfK von einem "robusten Konsumklima" sprechen, wenn sie doch selbst zugibt, dass es seit langem auf einem historisch niedrigen Stand verharrt? Das Konsumklina stagniert seit einigen Monaten, weil sich an der schlechten Ausgangslage der deutschen Wirtschaft nichts geändert hat. Ein gutes Zeichen ist das nicht.
Innerhalb des Indexes selbst wird jedoch die größte Verwirrung gestiftet. Beeinflusst vom Schönreden der Konjunktur durch die Medien, sind die "Konjunkturerwartungen" und die "Einkommenserwartungen" gestiegen. Diese Erwartungen fließen in den Index ein, sind aber ohne jede Relevanz für die Entwicklung des privaten Konsums. Entscheidend ist die Frage nach der Anschaffungsneigung, denn nur die gibt über das Verhalten der Konsumenten Auskunft.
Und siehe da: Wer näher nachschaut, wird eine kontinuierliche Verschlechterung dieses Indikators feststellen. Im Januar 2009 stand der Indikator bei 15,5. Im Februar sank er auf 14,6. Im März war eine weitere Abnahme auf 13,9 zu verzeichnen. Und auch im April ging die Anschaffungsneigung weiter auf 12,4 zurück. Unglaublicherweise schreibt die GfK dann jedes Mal etwas von einer "nur geringfügigen Abnahme". Über mehrere Monate hinweg ergibt sich jedoch eine deutliche Verschlechterung.
bis die Arbeitslosigkeit kommt.
Noch einmal
die Tüten vollpacken
können.
Rechnung
folgt später!
rheinelbe
Foto mit dem Kommenter in Zusammenhang bringt , kennt das Leben der einfachen Leute nicht!
Das kaufen wird ja in Bereichen geradezu unsinnig gefördert. Ich glaube nicht dass das eigene Geld locker sitzt, vielmehr das des Staates (unser aller übergebenes) und das der Banken. So scheint es zumindest, oder wie wahrscheinlich ist es das sich gerade in der Krise die Leute ein Auto mit Zuschuss aus eigener Kraft leisten können?
Die Frage woher die Deutschen trotz Krise soviel Geld nehmen, stelle ich mir verstärkt seit dem run auf die Abwrackprämie. Entweder geht es den Bundesbürgern doch finanziell besser als allgemein angenommen, oder die Zahl derer, die dabei ist, fleissig an ihrer Privatinsolvenz zu bauen, ohne es zu wissen, ist aktuell im Wachsen begriffen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum Otto Normalverbraucher gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit plötzlich grössere Investitionen tätigt, die einige Leute über Jahre hinaus regelmässigen finanziellen Verpflichtungen unterwerfen.....
Oder handelt es sich bei all den Autokäufern wirklich nur um jene, die genug Spielkapital haben, um so etwas vom Girokonto weg zu bezahlen? Aber für den Fall gibt es wirklich bessere Investitionen als ausgerechnet einen Haufen Blech, der von Jahr zu Jahr massiv an Wert verliert.....
Dass die Rentner trotz Krise begeistert konsumieren, darf nicht verwundernt, denn immerhin leben Sie vom Geld derer, die aktuell das Privileg haben, als Beitragszahler dieses System finanzieren zu dürfen, und nicht von dem, was sie selbst mehr oder weniger klug investiert haben.
Die Tretminen des umlagenfinanzierten Systems zeigen sich spätestens in den Wirtschaftskrisen der kommenden Jahrzehnte, wenn die jetzigen Beitragszahler wg aktueller finanzieller Mehrfachbelastungen bzw. diverser dann auftretender Versorgungslücken und gesunkener Rentenleistungen in grösserer Zahl mit dem Phänomen Altersarmut konfrontiert werden. Und die wenigsten der Autos, die sie sich heute gekauft haben, dürften dann den Sammlerwert haben, der es erlauben würde, sie als Kapitalanlage zu betrachten....
"Dass die Rentner trotz Krise begeistert konsumieren, darf nicht verwundernt, denn immerhin leben Sie vom Geld derer, die aktuell das Privileg haben, als Beitragszahler dieses System finanzieren zu dürfen, und nicht von dem, was sie selbst mehr oder weniger klug investiert haben."
Werden Sie nie EU-Rentner. Das steht in keinem Plan. Übrigens gibt es Rentner und Rentner (west / ost). Diese Verallgemeinerung ist zum kotzen. Nach Ihrer Meinung leben Rentner in saus und braus. Pfui. Kann man sehen wie Bilder manipulieren!
"Dass die Rentner trotz Krise begeistert konsumieren, darf nicht verwundernt, denn immerhin leben Sie vom Geld derer, die aktuell das Privileg haben, als Beitragszahler dieses System finanzieren zu dürfen, und nicht von dem, was sie selbst mehr oder weniger klug investiert haben."
Werden Sie nie EU-Rentner. Das steht in keinem Plan. Übrigens gibt es Rentner und Rentner (west / ost). Diese Verallgemeinerung ist zum kotzen. Nach Ihrer Meinung leben Rentner in saus und braus. Pfui. Kann man sehen wie Bilder manipulieren!
""Der zweite aufmunternde Faktor dürften die Energiepreise sein. Sie fielen im vergangenen Jahr genauso rapide, wie sie zuvor gestiegnen waren.""?
Strom, Gas wurden doch erhöht und Die Tanke ist wieder im steigen ohne Grund!
WEITER TRÄUMEN! Bezieht sich Energie nur auf Oel oder Benzin?
warten wir mal ab, wie schnell diese Preise (Zeitverzögerung) steigen ,wenn der Ölpreis wieder hoch geht.
Hallo "soziales Gewissen", genau diesen Text wollte ich auch gerade kommentieren.
Also nur noch ein Nachsatz. Ich sehe noch kein Sinken der Gaspreise bei meinem Versorger. Und sollte das wirklich geschehen dann passt das gut zum Sommer. Vor dem nächsten Winter wird dann wieder erhöht weil die Benzinpreise vor dem Sommer wieder steigen werden. Passt doch alles perfekt.
Oh Mann, wie kann man nur einen solch schlechten Artikel schreiben. Vermutlich sind das Zahlen vom "Statistischen Bundesamt", eine weitere Alibi-Behörde des Bundes. Meine Fixkosten (also alles ohne Nahrung und Vergnügen) sind in den letzten zwölf Monaten um 8,3% gestiegen. Wie war noch mal die veröffentlichte Inflationsrate?
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
warten wir mal ab, wie schnell diese Preise (Zeitverzögerung) steigen ,wenn der Ölpreis wieder hoch geht.
Hallo "soziales Gewissen", genau diesen Text wollte ich auch gerade kommentieren.
Also nur noch ein Nachsatz. Ich sehe noch kein Sinken der Gaspreise bei meinem Versorger. Und sollte das wirklich geschehen dann passt das gut zum Sommer. Vor dem nächsten Winter wird dann wieder erhöht weil die Benzinpreise vor dem Sommer wieder steigen werden. Passt doch alles perfekt.
Oh Mann, wie kann man nur einen solch schlechten Artikel schreiben. Vermutlich sind das Zahlen vom "Statistischen Bundesamt", eine weitere Alibi-Behörde des Bundes. Meine Fixkosten (also alles ohne Nahrung und Vergnügen) sind in den letzten zwölf Monaten um 8,3% gestiegen. Wie war noch mal die veröffentlichte Inflationsrate?
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
warten wir mal ab, wie schnell diese Preise (Zeitverzögerung) steigen ,wenn der Ölpreis wieder hoch geht.
Hallo "soziales Gewissen", genau diesen Text wollte ich auch gerade kommentieren.
Also nur noch ein Nachsatz. Ich sehe noch kein Sinken der Gaspreise bei meinem Versorger. Und sollte das wirklich geschehen dann passt das gut zum Sommer. Vor dem nächsten Winter wird dann wieder erhöht weil die Benzinpreise vor dem Sommer wieder steigen werden. Passt doch alles perfekt.
Oh Mann, wie kann man nur einen solch schlechten Artikel schreiben. Vermutlich sind das Zahlen vom "Statistischen Bundesamt", eine weitere Alibi-Behörde des Bundes. Meine Fixkosten (also alles ohne Nahrung und Vergnügen) sind in den letzten zwölf Monaten um 8,3% gestiegen. Wie war noch mal die veröffentlichte Inflationsrate?
Gruß, Bernd
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