Somalia Kreuzfahrtschiff entkommt Piraten-Überfall nur knapp

Somalische Piraten sind mit einer Attacke gegen den italienischen Luxusliner "MS Melody" gescheitert: Bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord konnten den Angriff abwehren

Luxusliner im Visier der Piraten: Das italienische Kreuzfahrtschiff "MS Melody" wurde von Piraten angegriffen

1500 Menschen sind knapp einem Überfall entkommen: Piraten haben versucht, das italienische Kreuzfahrtschiff MS Melody zu kapern. Die Seeräuber griffen das Schiff der italienischen Kreuzfahrtgesellschaft MSC Crociere S.A. am Samstagabend von einem Schnellboot aus an. Dabei kam es zu einem heftigen Schusswechsel mit bewaffneten Sicherheitskräften, denen es schließlich gelang, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Auch der Kapitan hatte mit entsprechenden "Manövern" reagiert, woraufhin die Seeräuber ihre Attacke abgebrochen hatten.

Über Verletzte auf dem Schiff oder unter den Angreifern liegen keine Informationen vor. Das Schiff mit rund 1500 Passagieren an Bord, darunter viele Deutsche, hat seine Fahrt nach Genua mittlerweile fortgesetzt.

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Ein Passagier aus Baden-Württemberg hatte gegenüber Spiegel online telefonisch von dem Angriff berichtet. "Während einer Show an Bord sind plötzlich Schüsse gefallen". Er habe etwa 50 Schüsse gehört, die offenbar außerhalb des Kreuzfahrtschiffes abgegeben worden seien. Andere Passagiere hätten zuvor ein weißes Schnellboot gesehen, das dem Kreuzfahrtschiff gefolgt sei. Von der Brücke aus wurden alle Passagiere aufgefordert, in ihre Kabinen zu gehen und die Lichter zu löschen. "Das ganze Schiff ist verdunkelt."

Die versuchte Entführung ereignete sich am Samstag um etwa 21.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit, etwa neun Stunden, nachdem das Schiff von den Seychellen aufgebrochen war. Ein Kriegsschiff der EU-Mission "Atalanta" war bei dem Angriff rund hundert Seemeilen entfernt, konnte aber nicht mehr eingreifen.

Erst am Samstag war ein deutscher Getreidefrachter im Golf von Aden gekapert worden. Die 17-köpfige Besatzung des Schiffes sei unverletzt, teilte ein Vertreter der in Kenia ansässigen Organisation East African Seafarers Assistance mit.

In den vergangenen Monaten haben somalische Piraten zahlreiche Schiffe entführt und Lösegelder in Millionenhöhe erpresst. Auch der deutsche Frachter Hansa Stavanger ist in der Gewalt von Seeräubern.

 
Leser-Kommentare
  1. ...in piratenverseuchten Gewässern ? Abenteuerurlaub ? Sensationsgier ?

    Ich schlage vor Reederei und Reiseleituung wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vor Gericht zu stellen.

    Warum nicht gleich eine Trekking-Tour durch Afghanistan und Pakistan nach Indien ?

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    • taxis
    • 26.04.2009 um 12:39 Uhr

    "Laut Kapitän Pinto ereignete sich der Angriff auf offener See - gut 330 Kilometer von den Seychellen und rund 1100 Kilometer von der somalischen Küste entfernt. Es sei daher anzunehmen, dass die Piraten Unterstützung von einem Schiff bekommen hätten, so der Kapitän." so Netzeitung.de

    Somit wäre der Indische Ozean ein piratenverseuchtes Gewässer.

    • taxis
    • 26.04.2009 um 12:39 Uhr

    "Laut Kapitän Pinto ereignete sich der Angriff auf offener See - gut 330 Kilometer von den Seychellen und rund 1100 Kilometer von der somalischen Küste entfernt. Es sei daher anzunehmen, dass die Piraten Unterstützung von einem Schiff bekommen hätten, so der Kapitän." so Netzeitung.de

    Somit wäre der Indische Ozean ein piratenverseuchtes Gewässer.

    • taxis
    • 26.04.2009 um 12:39 Uhr

    "Laut Kapitän Pinto ereignete sich der Angriff auf offener See - gut 330 Kilometer von den Seychellen und rund 1100 Kilometer von der somalischen Küste entfernt. Es sei daher anzunehmen, dass die Piraten Unterstützung von einem Schiff bekommen hätten, so der Kapitän." so Netzeitung.de

    Somit wäre der Indische Ozean ein piratenverseuchtes Gewässer.

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    ...auf die Karte, ehe Sie hier schlaumeiern.

    http://www.mapsofworld.co...

    ...auf die Karte, ehe Sie hier schlaumeiern.

    http://www.mapsofworld.co...

    • Witan
    • 26.04.2009 um 12:44 Uhr

    und nicht etwa durch ein Kaffeekräntzchen am runden Tisch.
    Unerhört sowas.

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    da moechte ich nichts mehr kommentieren denn unter
    anderem : MIR FEHLEN EINFACH DIE WORTE........! arno-cote d'azur

    die sicherheitsleute waren israelis.
    trotzdem sucht man vergebens nach einer umdeutung der ereignisse, wonach der sicherheitsdienst sich unerhoert aggressiv gegenueber den piraten aufgefuehrt hat, ja diese ueberhaupt erst zu ihrer verzweiflungstat getrieben hat, und deshalb vor ein internationales strafgericht gestellt gehoert.

    da moechte ich nichts mehr kommentieren denn unter
    anderem : MIR FEHLEN EINFACH DIE WORTE........! arno-cote d'azur

    die sicherheitsleute waren israelis.
    trotzdem sucht man vergebens nach einer umdeutung der ereignisse, wonach der sicherheitsdienst sich unerhoert aggressiv gegenueber den piraten aufgefuehrt hat, ja diese ueberhaupt erst zu ihrer verzweiflungstat getrieben hat, und deshalb vor ein internationales strafgericht gestellt gehoert.

  2. da moechte ich nichts mehr kommentieren denn unter
    anderem : MIR FEHLEN EINFACH DIE WORTE........! arno-cote d'azur

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    MAZELTOV!!!!

    MAZELTOV!!!!

  3. ...auf die Karte, ehe Sie hier schlaumeiern.

    http://www.mapsofworld.co...

    Antwort auf "Eine kleine Korrektur"
    • taxis
    • 26.04.2009 um 16:52 Uhr

    Was sehen sie denn auf der Karte? Ich sehe folgende: Das Operationsgebiet der Piraten hat sich von den Küstengewässern Somalias weit in den Indischen Ozean ausgedehnt. Es ist nicht mehr begrenzt und damit vermeitbar. Somit werden auch Schiffe angegriffen die auf vermeintlich sicheren Seewegen unterwegs sind. Wir haben es nicht mit Touristen zu tun die im Jemen Urlaub machen und sich wundern, dass sie gekidnapped werden. Der Spassfaktor ist weg.

    • eras
    • 26.04.2009 um 17:45 Uhr

    ....generell auf private Sicherheitskräfte? Also eine Art bewaffneter Lotsenservice.

    Ich halte diese Lösung für weit effektiver und kostengünstiger als das Herumkreuzen mit hochtechnisierten Kriegsschiffen. Meinetwegen kann man auch eine Regelung einführen, die solche Bewachung im Heimathafen steuerlich absetzbar macht. Für die Absicherung der Schiffe dürfte ein 5-Mann-Team mit einem Scharfschützen schon ausreichen. Die bleiben dann nur an Bord, solange man sich im gefährdeten Gebiet befindet. Die Piraten ständen vor einem fast unlösbaren Problem, denn gegen eine gut ausgebildete und ausgerüstete Truppe sind sie chancenlos.

  4. die sicherheitsleute waren israelis.
    trotzdem sucht man vergebens nach einer umdeutung der ereignisse, wonach der sicherheitsdienst sich unerhoert aggressiv gegenueber den piraten aufgefuehrt hat, ja diese ueberhaupt erst zu ihrer verzweiflungstat getrieben hat, und deshalb vor ein internationales strafgericht gestellt gehoert.

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    'die sicherheitsleute waren israelis.
    trotzdem sucht man vergebens nach einer umdeutung der ereignisse, wonach der sicherheitsdienst sich unerhoert aggressiv gegenueber den piraten aufgefuehrt hat, ja diese ueberhaupt erst zu ihrer verzweiflungstat getrieben hat, und deshalb vor ein internationales strafgericht gestellt gehoert.
    '

    Na ja... man sucht nicht ganz vergebens:

    'But Andrew Mwangura, of the Mombasa-based East African Sea Farers Assistance Programme, said: "Having weapons on a passenger or merchant ship is dangerous. They should have used other means to shake off the pirates, like a loud acoustic device."' [scotsman]

    ;-)

    'die sicherheitsleute waren israelis.
    trotzdem sucht man vergebens nach einer umdeutung der ereignisse, wonach der sicherheitsdienst sich unerhoert aggressiv gegenueber den piraten aufgefuehrt hat, ja diese ueberhaupt erst zu ihrer verzweiflungstat getrieben hat, und deshalb vor ein internationales strafgericht gestellt gehoert.
    '

    Na ja... man sucht nicht ganz vergebens:

    'But Andrew Mwangura, of the Mombasa-based East African Sea Farers Assistance Programme, said: "Having weapons on a passenger or merchant ship is dangerous. They should have used other means to shake off the pirates, like a loud acoustic device."' [scotsman]

    ;-)

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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  • Schlagworte Somalia | Schiff | Genua | Kenia | Entführung | Baden-Württemberg | Seychellen
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