Globalisierungskritik
Diskutieren, bis es kracht
Mehr als tausend Besucher, mehr als einhundert Workshops: Wer den McPlanet-Kongress besucht, hat viel über die Wirtschaftskrise, den Klimawandel und Genmais diskutiert. Und bleibt doch etwas ratlos zurück

© Thomas Lohnes/ ddp
Auf dem McPlanet-Kongress in Berlin diskutieren Globalisierungskritiker, Umweltschützer und Kirchenvertreter eine neue Weltordnung
Im abgedunkelten Hörsaal 110 an der TU Berlin fordert Joao Moraes, Gewerkschaftler aus Brasilien, gerade die soziale Kontrolle über die Ölgesellschaften. Gleich nebenan, in Raum 107, diskutieren Vertreter der Kirchen und des Bauernverbands Wege aus der Nahrungskrise. Und draußen auf dem Bürgersteig sitzt eine junge Frau in der Sonne und klagt über die "überkommenen Dinosaurierer-Strukturen in der Wirtschaft".
Es ist McPlanet-Time. Unter dem Motto "Game over – Neustart" haben Attac, Greenpeace, der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Evangelische Entwicklungsdienst und die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung eingeladen. Rund 1700 Teilnehmer erwarten die Organisatoren dieses Wochenende in Berlin.
Über den Titel mag man streiten – schließlich ist die Wirtschaftskrise für manchen Betroffenen viel mehr als nur ein Spiel – der Kongress ist für Umwelt- und Klimaschützer, Globalisierungskritiker, Linke und Kirchenvertreter ein Pflichttermin. Er findet bereits zum vierten Mal statt. Viele der Teilnehmer nutzen die Chance, um sich mit Mitstreitern aus dem Ausland auszutauschen.
Und natürlich geht es auch um Selbstbestätigung. "Hier kann man auftanken und Leute mit gleichen Ideen kennenlernen", schwärmt Ewald Kleybold, Lehrer und Attac-Aktivist aus dem Chiemgau. "Früher hielt man mich für einen totalen Spinner - heute, in Zeiten der Wirtschaftskrise, fühle ich mich bestätigt, dass das System so nicht funktioniert."
Das Publikum liebt die unkonventionelle, improvisierte Organisationen des Kongress. Ohne zu maulen, übernachten Teilnehmer in der Turnhalle, gegessen wird mittags in der Vokü, der mobilen Volksküche, die biologisch und mit Fairtrade-Lebensmitteln kocht. Es gibt veganen Birnenkuchen und Bionade. Holunderblüten in Plastikbechern versuchen, dem schäbigen Universitätsgebäude mit dem Charme einer Tiefgarage etwas Glanz zu verleihen.
- Datum 28.4.2009 - 09:27 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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(Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion /ft)
Die gegenwärtige Weltfinanzsystemkrise könnte als
CHANCE für einen grundlegenden CHANGE genutzt werden.
Der Weltfinanzsystemexperte Dirk Solte, hat in seinem Buch
"Weltfinanzsystem am Limit" - wie der Titel bereits ankündigt,
die Weltfinanzsystemkrise 2007 in einem seiner Szenarien vorhergesagt. Nun ist soeben sein Buch
"Weltfinanzsystem in Balance"
erschienen, das ausführt, wie sich mehrere Weltprobleme durch einen weltinnenpolitischen Paradigmenwechsel - siehe auch den o.a. ZEIT- Artikel von HABERMAS -
http://www.zeit.de/2008/4...
gleichzeitig lösen lassen:
- das Weltfinanzsystem- und das Weltwirtschaftsproblem
- das Klimakatastrophenproblem
- das Armutsproblem und allgemeiner die Verwirklichung der Millenniumziele über einen Global Marshall Plan und damit das friedensgefährdende
- Gerechtigkeitsproblem.
Sein zentraler Gedanke:
Eine Mehrwertsteuer auf Geld und Finanztransaktionen = Mehrgeldsteuer !!
damit in Zukunft das meiste Geld nicht mit Geld, sondern mit innovativen Produkten geschöpft werden kann, die z.B. auch der Klimakatastrophe entgegenwirken, die also eine
Ressourcen- und eine Effizienzrevolution, eine ökologische "Weltrevolution" fördern.
Unter nachfolgendem Link können die Grundgedanken der systemischen Lösung der Weltprobleme auf 10 Seiten (Leseprobe) gelesen:
http://news.forum-fuehrun...
dort scrollen
Diese Grundgedanken könnten einer tiefgründigen Diskussion des notwendigen weltinnenpolitischen Paradigmenwechsels dienen.
(Halbwegs) objektive Berichterstattung geht irgendwie anders.
Ihre Meinung über die Leute auf diesem Kongress (die meines Erachtens mit sehr viel Häme gespickt ist) möge Frau Uken bitte als solche verkaufen und/oder die Redaktion als "Meinung" oder "Kommentar" kennzeichnen.
Es wird viel rumgejammert, daß die journalistische Berichterstattung den Bach runtergeht. Hm, für mich ist der Artikel ein Paradebeispiel!
Wenn ich ein böser Mensch wäre, würde ich behaupten, der ist von irgendjemand anders bezahlt worden ;)...
[Bitte argumentieren Sie sachlich und legen Sie Ihre Gegenposition verständlich dar/ Redaktion; svb]
Keine Ahnung, wo in dem Artikel die Häme stecken soll. Aber vielleicht liegt hier auch nur ein Definitionsirrtum bezüglich des Wortes Häme vor. Hier ein meiner Meinung nach gutes Beispiel für echte Häme: Ich brauche kein böser Mensch zu sein, um zubehaupten, dass Frau Uken ganz sicher von irgendjemand anders für den Artikel bezahlt wurde, da ich einigermaßen begründet davon ausgehe, dass Journalisten für ihre Arbeit bezahlt werden. Häme Ende!
Keine Ahnung, wo in dem Artikel die Häme stecken soll. Aber vielleicht liegt hier auch nur ein Definitionsirrtum bezüglich des Wortes Häme vor. Hier ein meiner Meinung nach gutes Beispiel für echte Häme: Ich brauche kein böser Mensch zu sein, um zubehaupten, dass Frau Uken ganz sicher von irgendjemand anders für den Artikel bezahlt wurde, da ich einigermaßen begründet davon ausgehe, dass Journalisten für ihre Arbeit bezahlt werden. Häme Ende!
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