Somalia Deutscher Frachter von Piraten entführt
Erneut haben somalische Seeräuber ein deutsches Schiff in ihre Gewalt gebracht. Bereits Anfang des Monats wurde ein deutscher Frachter gekapert
Die Angriffe von Seeräubern vor der somalischen Küste nehmen drastisch zu. Somalische Piraten haben im Golf von Aden einen deutschen Getreidefrachter gekapert. Die 17-köpfige Besatzung des Schiffes sei unverletzt, teilte ein Vertreter der in Kenia ansässigen Organisation East African Seafarers Assistance mit.
In den vergangenen Monaten haben somalische Seeräuber zahlreiche Schiffe entführt und hohe Lösegelder erpresst. Auch der deutsche Frachter “Hansa Stavanger“ ist seit Anfang April in der Gewalt von Piraten. Unter den Geiseln befinden sich fünf deutsche Seemänner.
In den ersten drei Monaten des Jahres haben sich die Piratenattacken vor Somalia gegenüber dem Vorjahr verzehnfacht. Nach Angaben der Piratenmeldestelle des internationalen Maritim-Büros wurden weltweit neun Schiffe entführt, 34 geentert und 29 beschossen. 178 Seeleute wurden als Geiseln festgehalten. Neun Menschen wurden verletzt, fünf verschleppt und zwei ermordet.
- Datum 25.04.2009 - 12:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Anscheinend existiert irgendwo ein Konsens, dass sich die zivilisierte Welt einfach berauben lassen muss. Irgendwelche Politiker sind da wohl auf den Leim gekrochen, dass nachgiebige Schwäche und Tatenlosigkeit gut sei und Härte nur zu schlimmen Reaktionen von Geldräubern und Geiselgangstern führen würde. Extrapoliert in die Zukunft wird das große Geld nur noch bei den Räubern zu finden sein. Dem gegenüber steht die Erfahrung, dass Demokratien kämpferisch zu sein haben, wenn sie bestehen wollen. Die Bürger lernen momentan, dass die Politiker keinerlei wirkungsvolles Konzept gegen die Piraterie haben.
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