Wikileaks Die Geheimnisverräter
Das Portal Wikileaks veröffentlicht Informationen, die eigentlich geheim bleiben sollen. Mit seiner Offenheit stößt es dabei an rechtliche und organisatorische Grenzen.

©raex/photocase
Wikileaks will keine verschlossenen Türen
Als die Webseite Wikileaks.de in dieser Woche für einige Stunden nicht erreichbar war, hallte sofort eine Frage durch Internet-Foren und Weblogs: Zensur? Hat die Polizei die Server beschlagnahmt oder den Provider gezwungen, die Seite abzuschalten? Doch Fehlalarm: Der Server der "Whistleblower" – der Geheimnisverräter – war nur wieder einmal überlastet. Seit dort Polizei-Sperrlisten mit kinderpornografischen Seiten zu finden sind, ächzen die Server unter der Last der Neugierigen.
Wikileaks veröffentlicht anonym, was Firmen und Regierungen eigentlich geheim halten wollen. Angeliefert wird das Material oft von Insidern, die glauben, öffentliches Licht ist gesünder für die Demokratie als die Dunkelheit von Geheimnissen. "Nur wenn Quellen in vollem Umfang veröffentlicht werden, können sich wirklich alle informieren", sagt Wikileaks-Aktivist Daniel Schmitt. "Mündige Bürger brauchen alle Informationen, um wirklich Entscheidungen treffen zu können."
Die Internetaktivisten gehen dabei weiter, als es beispielsweise Journalisten können: Im März veröffentlichte das Portal über 2000 Internet-Adressen, die die australische Regierung sperren lassen wollte. Die Webseiten waren direkt verlinkt, so dass jeder Leser mit einem Mausklick sehen konnte, ob dort tatsächlich Kindesmisshandlungen dokumentiert sind. In vielen Ländern ist das illegal. "Die Entscheidung, die Liste in Form von Links zu veröffentlichen, haben wir bewusst getroffen. Wir wollen dem Leser eine Möglichkeit bieten, nachzuvollziehen, welche Seiten gesperrt werden", begründet Schmitt die provokante Aktion.
Bei deutschen Strafverfolgern stößt diese Offenheit auf wenig Verständnis. So wurde kurz nach der Veröffentlichung die Wohnung des Inhabers der Domain Wikileaks.de durchsucht, seine Rechner beschlagnahmt. Das könnte erst der Anfang sein. Die Bundesregierung plant nicht nur, Kinderporno-Seiten zu sperren, auch Seiten, die auf solche Angebote verlinken, sollen für deutsche Nutzer unzugänglich sein.
Daniel Schmitt sieht seine Arbeit dadurch nicht in Gefahr: "Wir haben Erfahrung damit, unsere Dienste auch in totalitären, nicht freiheitlichen Regimen wie China anzubieten. Und werden dies auch weiter erfolgreich tun."
Doch auch aus liberaleren Ländern kommen Klagen. So hatte das Schweizer Bankhauses Julius Baer Anfang 2008 versucht, Wikileaks tot zu klagen, weil dort Dokumente über Steuerbetrügereien der Bankkunden auftauchten. Doch die Seite war nur einige Tage offline. Die Bank verlor den Rechtsstreit.
Seither ist Wikileaks für viele Informanten die erste Anlaufstelle, um brisante Dokumente zu streuen - vom Korruptions-Skandal in Kenia bis hin zu internen Scientology-Papieren. Dabei ist die Seite nicht gefeit vor Fälschungen: So war ein falscher Aidstest zu sehen, der Apple-Gründer Steve Jobs die Krankheit andichten wollte und den man bewusst veröffentlichte um zu verhindern, dass andere ihm Glauben schenken.
- Datum 27.04.2009 - 09:27 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wikileaks.. möchte mal irgendeiner wissen wie oft ich schon auf dieser Seite war!?
Nie! Jetzt noch damit es sich jeder Aufschreiben kann...0 ...
Erlich gesagt hörte ich das erste mal darüber über die herkömmlichen Medien
also Fernsehen, Radio. Darum ist es mir auch wirklich Schnuppe ob das Ding geschlossen wird. Super... Bundesregierung, was würde ich ohne euch machen!?
Wenn ihr jetzt auch nicht etwas tut für gegen die Wirtschaftskrise habt ihr mich überzeugt.
Wie lange wird es dauern, bis Frau von Leyens Anti-Kinderporno-Filter auch gegen Seiten wie Wikileaks eingesetzt wird ?
Einige Tage ? Ein paar Wochen?
Eliten (und die sich dafür halten) definieren sich über Geld und Information.
Logisch, dass das Internet dringendst zensiert gehört.
Gott sei Dank gibt es noch Möglichkeiten, sich über so manchen Schmutz zu informieren, die Unternehmen und staatliche Stellen gerne verschlossen halten würden.
Gerade hier in Deutschland sind die Handlungen der Unternehmen und der Politik zur Überwachung/Datensammlung doch unglaublich geworden. Insofern ist es gut, wenn es mutige Bürger gibt, die aufklären.
Halten Sie es etwa für gut, wenn eine Behörde (BKA) mit Druck und ohne ausreichende Gesetzesgrundlage Geheimverträge mit privaten Unternehmen (Internetprovider) abschliesst? In was für einem Staat leben wir denn mittlerweile?
Ich wusste bis heute auch nicht von Wikileaks - und bin überrascht! Die ethische Grundlage, die Gefahren, der Missbrauch usw. sind alles dort niedergeschrieben und lesenswert. Man sollte sich diese Zeit nehmen
Natürlich bleibt bei allen Versuchen für neue Wege in Sachen Offenheit, Transparenz, Demokratie das Risiko von Falschinformation oder Mißbrauch. Da wir aber OHNE solche mutigen Versuche EBENFALLS ja ständig Falschinformationen aufgesessen sind (siehe aktuell Wirtschafts- und Finanzpolitik usw) ist dies also als Grund für eine Verhinderung oder Unterbindung nicht anzusehen.
Problematisch wird es natürlich für Laien sein, Wahrheitsgehalte zu überpüfen. Aber auch dies wiederum ist ebenfalls kein Hinderungsgrund, da es davon sowohl im Internet wie auch in den Medien nur so wimmelt... und wir nicht umhin kommen, uns selbst schlau zu machen. Das bedeutet Arbeit und Engagement...
Man kann nur hoffen, dass sich bei diesem fast schon extremen Experiment das extrem Gute und extrem Wichtige gegen das extrem Gefährliche durchzusetzen weiss. Es scheint eine Art Informations-"Schlacht" zu sein, wo die stärksten Waffen eben aufgefahren werden: die Enttarnung des Geheimen und damit die Entwaffnung des Gegners mit dem Wort - statt mit Atom
Die dreizehn Lügen der Zensursula
Das BKA hat nachweislich Beweise im MG-Prozess gefälscht.
BKA-Zeuge lügt (schlecht) über gefälschte Akten
Der Artikel von Wallraff über das System Mehdorn ist auch sehr lesenswert:
In Mehdorns Diensten
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...wie man leider heute wieder bei Heise nachlesen kann.
Aber das Ziel ist trotzdem klar: Eine demokratisch nicht kontrollierbare, autokratische Überwachung des Internets durch das BKA. Und dann will ich sehen, dass Wikileaks die ersten internen Papiere der CDU veröffentlicht und trotzdem hier kein Stopschild steht.
Will jemand wetten?
Tikker
...wie man leider heute wieder bei Heise nachlesen kann.
Aber das Ziel ist trotzdem klar: Eine demokratisch nicht kontrollierbare, autokratische Überwachung des Internets durch das BKA. Und dann will ich sehen, dass Wikileaks die ersten internen Papiere der CDU veröffentlicht und trotzdem hier kein Stopschild steht.
Will jemand wetten?
Tikker
...wie man leider heute wieder bei Heise nachlesen kann.
Aber das Ziel ist trotzdem klar: Eine demokratisch nicht kontrollierbare, autokratische Überwachung des Internets durch das BKA. Und dann will ich sehen, dass Wikileaks die ersten internen Papiere der CDU veröffentlicht und trotzdem hier kein Stopschild steht.
Will jemand wetten?
Tikker
.. denn eben dieses Stop-Schild würde die Erweiterung ja entlarven. Es würde deutlich werden, dann eine Seite gesperrt wird, die nicht im einzugsbereich der Kinderpornos steht.
Seit Jahren kursieren Gerüchte über die so gern titulierte Stasi2.0. Schäuble kam mit deinem Schmarrn nicht durch, jetzt wird die gleiche Gesetzesgrundlage latent umformuliert um mit der Unterstützung der Allgemeinheit als Anti-Kinderporno-Aktion zum Beschluss zu kommen.
Fakt ist nunmal, dass diejenigen, die sich so eine Sauerei tatsächlich ansehen wollen Mittel und wege finden werden ihre Perversionen auszuleben.
Fakt ist zudem, dass die Grundrechte für die herrschende Elite nichts als Steine sind, die es aus dem Weg zu räumen gillt um den selbstdefinierten Machtanspruch weiterhin ausbauen zu können.
Fakt ist weiterhin, dass der Bürger weiterhin in seiner Meinungsfreiheit beschnitten werden MUSS um nicht Gefahr zu laufen von der eigenen Scheiße die gebaut wurde, gebaut wird und weiterhin gebaut werden will eingeholt zu werden, weil das Internet und dieser zeitneutrale Informationsaustausch es den Bürgern ermöglicht die Quelle zu beastimmen, abzugleichen und vieles mehr.
Das Internet in seiner unzensierten Form ist das einzige Hinderniss hin zu einer Herrschaft der Geldsäcke.
Hätte ich die Möglichkeit wikileaks mit infos zu versorgen, ich würde es sofort tun und auch nur wenn es aus dem Grund der Genugtuung wäre.
Ich bekomme den übelsten Brechreitz, wenn ich nur daran denke wo das alles hinführen wird die nächsten Jahre denn ich sehe wenig Hoffnung dem einhalt zu gebieten ... unsere Gerichte scheinen ja nicht dazu in der Lage zu sein ... siehe "In Mehdorns Diensten" ... da wird nur noch eines helfen ....
_________________
Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-
.. denn eben dieses Stop-Schild würde die Erweiterung ja entlarven. Es würde deutlich werden, dann eine Seite gesperrt wird, die nicht im einzugsbereich der Kinderpornos steht.
Seit Jahren kursieren Gerüchte über die so gern titulierte Stasi2.0. Schäuble kam mit deinem Schmarrn nicht durch, jetzt wird die gleiche Gesetzesgrundlage latent umformuliert um mit der Unterstützung der Allgemeinheit als Anti-Kinderporno-Aktion zum Beschluss zu kommen.
Fakt ist nunmal, dass diejenigen, die sich so eine Sauerei tatsächlich ansehen wollen Mittel und wege finden werden ihre Perversionen auszuleben.
Fakt ist zudem, dass die Grundrechte für die herrschende Elite nichts als Steine sind, die es aus dem Weg zu räumen gillt um den selbstdefinierten Machtanspruch weiterhin ausbauen zu können.
Fakt ist weiterhin, dass der Bürger weiterhin in seiner Meinungsfreiheit beschnitten werden MUSS um nicht Gefahr zu laufen von der eigenen Scheiße die gebaut wurde, gebaut wird und weiterhin gebaut werden will eingeholt zu werden, weil das Internet und dieser zeitneutrale Informationsaustausch es den Bürgern ermöglicht die Quelle zu beastimmen, abzugleichen und vieles mehr.
Das Internet in seiner unzensierten Form ist das einzige Hinderniss hin zu einer Herrschaft der Geldsäcke.
Hätte ich die Möglichkeit wikileaks mit infos zu versorgen, ich würde es sofort tun und auch nur wenn es aus dem Grund der Genugtuung wäre.
Ich bekomme den übelsten Brechreitz, wenn ich nur daran denke wo das alles hinführen wird die nächsten Jahre denn ich sehe wenig Hoffnung dem einhalt zu gebieten ... unsere Gerichte scheinen ja nicht dazu in der Lage zu sein ... siehe "In Mehdorns Diensten" ... da wird nur noch eines helfen ....
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Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-
.. denn eben dieses Stop-Schild würde die Erweiterung ja entlarven. Es würde deutlich werden, dann eine Seite gesperrt wird, die nicht im einzugsbereich der Kinderpornos steht.
Seit Jahren kursieren Gerüchte über die so gern titulierte Stasi2.0. Schäuble kam mit deinem Schmarrn nicht durch, jetzt wird die gleiche Gesetzesgrundlage latent umformuliert um mit der Unterstützung der Allgemeinheit als Anti-Kinderporno-Aktion zum Beschluss zu kommen.
Fakt ist nunmal, dass diejenigen, die sich so eine Sauerei tatsächlich ansehen wollen Mittel und wege finden werden ihre Perversionen auszuleben.
Fakt ist zudem, dass die Grundrechte für die herrschende Elite nichts als Steine sind, die es aus dem Weg zu räumen gillt um den selbstdefinierten Machtanspruch weiterhin ausbauen zu können.
Fakt ist weiterhin, dass der Bürger weiterhin in seiner Meinungsfreiheit beschnitten werden MUSS um nicht Gefahr zu laufen von der eigenen Scheiße die gebaut wurde, gebaut wird und weiterhin gebaut werden will eingeholt zu werden, weil das Internet und dieser zeitneutrale Informationsaustausch es den Bürgern ermöglicht die Quelle zu beastimmen, abzugleichen und vieles mehr.
Das Internet in seiner unzensierten Form ist das einzige Hinderniss hin zu einer Herrschaft der Geldsäcke.
Hätte ich die Möglichkeit wikileaks mit infos zu versorgen, ich würde es sofort tun und auch nur wenn es aus dem Grund der Genugtuung wäre.
Ich bekomme den übelsten Brechreitz, wenn ich nur daran denke wo das alles hinführen wird die nächsten Jahre denn ich sehe wenig Hoffnung dem einhalt zu gebieten ... unsere Gerichte scheinen ja nicht dazu in der Lage zu sein ... siehe "In Mehdorns Diensten" ... da wird nur noch eines helfen ....
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Aus so krummem Holz wie der Mensch geschnitzt, lässt sich nichts gerades zimmern. - i.kant-
dass es Arme gibt und Reiche? /
Mensch ich böte Deiner Leiche /
noch im Sarge Prügel an! //
Der Meinung, die Menschheit teile sich in "die Bösen da oben" und "die Guten hier unten" (wobei letztere gegen erstere ja sowieso nichts ausrichten können), kann und will ich mich nicht anschließen.
Natürlich ist das geplante Gesetz höherer Blödsinn; genauso gut könnte man versuchen, die Grippe auszurotten, indem man das Wort aus dem Duden streicht - und jeden strafrechtlich verfolgen ließe, der "Husten" oder "Fieber" nachschlägt.
Aber wenn mir das nicht passt, dann muss ich mir überlegen, was ich dagegen unternehmen kann. Plakativer Zynismus bringt uns nicht weiter, auch dann nicht, wenn er von Immanuel Kant stammt.
Tikker
(Zitat aus E. Kästner: Warnung vor Selbstschüssen)
dass es Arme gibt und Reiche? /
Mensch ich böte Deiner Leiche /
noch im Sarge Prügel an! //
Der Meinung, die Menschheit teile sich in "die Bösen da oben" und "die Guten hier unten" (wobei letztere gegen erstere ja sowieso nichts ausrichten können), kann und will ich mich nicht anschließen.
Natürlich ist das geplante Gesetz höherer Blödsinn; genauso gut könnte man versuchen, die Grippe auszurotten, indem man das Wort aus dem Duden streicht - und jeden strafrechtlich verfolgen ließe, der "Husten" oder "Fieber" nachschlägt.
Aber wenn mir das nicht passt, dann muss ich mir überlegen, was ich dagegen unternehmen kann. Plakativer Zynismus bringt uns nicht weiter, auch dann nicht, wenn er von Immanuel Kant stammt.
Tikker
(Zitat aus E. Kästner: Warnung vor Selbstschüssen)
dass es Arme gibt und Reiche? /
Mensch ich böte Deiner Leiche /
noch im Sarge Prügel an! //
Der Meinung, die Menschheit teile sich in "die Bösen da oben" und "die Guten hier unten" (wobei letztere gegen erstere ja sowieso nichts ausrichten können), kann und will ich mich nicht anschließen.
Natürlich ist das geplante Gesetz höherer Blödsinn; genauso gut könnte man versuchen, die Grippe auszurotten, indem man das Wort aus dem Duden streicht - und jeden strafrechtlich verfolgen ließe, der "Husten" oder "Fieber" nachschlägt.
Aber wenn mir das nicht passt, dann muss ich mir überlegen, was ich dagegen unternehmen kann. Plakativer Zynismus bringt uns nicht weiter, auch dann nicht, wenn er von Immanuel Kant stammt.
Tikker
(Zitat aus E. Kästner: Warnung vor Selbstschüssen)
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