Integration Weniger deutsche Pässe für Zuwanderer
Die Zahl der Einbürgerungen ist 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurückgegangen. Schuld daran ist nicht zuletzt der Sprachtest
Die Zahl der Eingebürgerten in Deutschland ist vergangenes Jahr unter 100.000 gesunken. Dies geht aus Antworten auf Parlaments-Anfragen der Linkspartei und einer Umfrage der Süddeutschen Zeitung in einzelnen Ländern hervor.
Alle neun Bundesländer, von denen die Daten bislang herausgegeben wurden, verzeichnen demnach deutlich weniger Neu-Bürger, berichtet die Zeitung. Allein Nordrhein-Westfalen, wo etwa ein Viertel der Einbürgerungen erteilt wird, registrierte ein Minus von etwa 20 Prozent.
Grund für die rückläufigen Zahlen ist offenbar eine Reihe von Voraussetzungen, die die Bewerber erfüllen müssen und die eine bürokratische Hürde darzustellen scheinen. Dazu zählt vor allem auch der 2007 von Bund und Ländern eingeführte Sprachtest. Neben flüssigem Deutsch müssen die Einbürgerungswilligen zudem sieben weitere Nachweise erbringen.
Wer beispielsweise seine Familie ohne staatliche Zuschüsse nicht ernähren kann, ist ebenfalls von der Einbürgerung ausgeschlossen. Auch, wer einmal zu einer Strafe von 90 Tagessätzen verurteilt wurde, muss sich vom Traum eines deutschen Passes verabschieden. Dieser Nachweis trifft, so die Süddeutsche Zeitung, vor allem Jugendliche.
Zwar wirbt die Bundesregierung unter Zuwanderern dafür, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen. Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt.
Dem gegenüber stehen jedoch auch zahlreiche EU-Ausländer, die per se kein Interesse am deutschen Pass haben. Ihnen genügen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, wie aus einer Studie der Caritas hervorgeht.
- Datum 29.04.2009 - 16:04 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 29
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Mein Vater ist selbst kein gebürtiger Deutscher, aber ich finde wir sollte an die zukünfitegen Büger unseres Landes ein Minimum an Anforderungen stellen. Dazu zähle ich "Wer beispielsweise seine Familie ohne staatliche Zuschüsse nicht ernähren kann, ist ebenfalls von der Einbürgerung ausgeschlossen. Auch, wer einmal zu einer Strafe von 90 Tagessätzen verurteilt wurde, muss sich vom Traum eines deutschen Passes verabschieden."
Wer es nicht schafft sich im Rahmen der Aufenthaltserlaubnis eine Solide Basis zu erarbeiten auf die er/sie auch später noch bauen kann und wer es nicht schafft sich in diesem Land ordentlich zu benehmen der sollte sich überlegen in welcher Weise er zu diesem Land beitragen will oder kann. Deutschland IST seine Bürger.
Wenn 80% es schaffen diese Anforderungen zu erfüllen dann ist das immer noch sehr viel.
Ich bitte hier auch zu unterscheiden: Es geht bei einer derartigen Prüfung nicht darum ob man "gut genug ist" um ein Deutscher zu sein, sondern ob man gewillt genug ist wirklich Bürger dieses Landes zu sein.
Wer beispielsweise seine Familie ohne staatliche Zuschüsse nicht ernähren kann, ist ebenfalls von der Einbürgerung ausgeschlossen. Auch, wer einmal zu einer Strafe von 90 Tagessätzen verurteilt wurde, muss sich vom Traum eines deutschen Passes verabschieden. Dieser Nachweis trifft, so die Süddeutsche Zeitung, vor allem Jugendliche.
Ahhhhh ja. Darf ich den Autor so verstehen: Solche Leute sind bisher problemlos eingebürgert worden? Und ich soll es bedauern, dass dem nun nicht mehr so ist?
Neben flüssigem Deutsch müssen die Einbürgerungswilligen ...
*stutz* Ja, wenn die Leute nicht einmal die Sprache ihres neuen Heimatlandes sprechen: Warum wollen sie denn dann deren Staatsbürgerschaft?!?
Und der Satz
Zwar wirbt die Bundesregierung unter Zuwanderern dafür, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen. Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt.
ist ja geradezu infam!
Da wird doch angedeutet, dass die Hauptsache für die Bundesregierung Zahlen sind; und wenn man dazu auch Leute einbürgern muss, die zu einer Strafe von 90 Tagessätzen - oder vielleicht gar mehreren?!?
Das kann ich ja nun gar nicht glauben!
Man könnte ja den Eindruck gewinnen, dass sich früher haben Leute einbürgern lassen, denen es nur um HartzIV gegangen sei! Die dann in reiner, unschuldiger Liebe zu einem Partner in ihrem Heimatland entbrannt sind, sogar ohne ihn persönlich auch nur gesehen, geschweige denn kennengelernt zu haben, so dass der heiratsweise nach Deutschland kommen musste. Sprachkenntnisse? "Brauchen wir nicht: Wir sind uns selbst genug! Die Sprache des Herzens wird überall verstanden!"
So aber war es ja ganz und gar nicht!
war ich da wohl, da Sie schon in exakt die Kerbe geschlagen haben, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Danke dafür.
Eine Anmerkung noch:
"Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt."
Also ist Beherrschen der Sprache und des Landes und keine Kriminalität eine zu hohe Anforderung an ein Fünftel der möglichen Imigranten. Interessant...
Salus Publica Suprema Lex
war ich da wohl, da Sie schon in exakt die Kerbe geschlagen haben, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Danke dafür.
Eine Anmerkung noch:
"Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt."
Also ist Beherrschen der Sprache und des Landes und keine Kriminalität eine zu hohe Anforderung an ein Fünftel der möglichen Imigranten. Interessant...
Salus Publica Suprema Lex
...haben wir eine große Zahl von Zuwanderern aus den ehemaligen GUS Staaten, die alle diese Bedingungen nicht erfüllen müssen, und die dennoch großzügig alimentiert werden. Hartz IV Empfänger erblassen vor Neid...
http://www.russlanddeutsc...
solche Fehler machte das ist kein Grund sie fort zu setzen.
solche Fehler machte das ist kein Grund sie fort zu setzen.
war ich da wohl, da Sie schon in exakt die Kerbe geschlagen haben, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Danke dafür.
Eine Anmerkung noch:
"Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt."
Also ist Beherrschen der Sprache und des Landes und keine Kriminalität eine zu hohe Anforderung an ein Fünftel der möglichen Imigranten. Interessant...
Salus Publica Suprema Lex
> Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt. <
Hat er sich mal erkundigt was jemand machen muss wenn er einen USA-Pass oder Canada-Pass bekommen will? Und eine Verurteilung unter 90 Tagessätzen ist völlig normal für einen deutschen Pass? Warum verschenken oder verlosen wir nicht einfach deutsche Pässe?
Was in Deutschland gefordert wird ist das mindeste.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
DUMMHEIT diktiert die Vermutung,
ANGST geht bei den Nachbarn um -
KEINER kommt in die Versuchung,
glaubt ihr, es sind ALLE dumm?
Die Geschichte lehrt es besser,
wer läuft in gezückte Messer?
Längst schon hat sich rum gesprochen,
was in Deutschland so passiert -
REISEN werden ABGEBROCHEN,
sonst wird man nur MASSAKRIERT!
(Elisabeth Rosing)
Mehr davon?
HIER:
http://schreie-aus-der-de...
Hm, also Forderungen wie Sprachkenntnisse, wirtschaftliche Selbständigkeit, keine Vorstrafen etc. sind zwar "Hürden", aber keine "bürokratischen", sondern sachlich gut begründet; und wenn viele Kandidaten das nicht leisten können, ist es um sie dann schade? Ich vermute ohnehin, daß irgendeinmal die meisten Migranten, die ein Interesse an der Einbürgerung haben, sie bereits beantragt haben. Bleiben also vor allem diejenigen, die entweder nicht eingebürgert werden wollen oder kein Gewinn wären.
Ich unterstütze es, dass an Einbürgerungswillige Anforderungen gestellt werden. Der Artikel verkürzt hier allerdings so stark, dass ich nicht in der Lage bin, zwischen bürokratischen und sachlich begründeten Hürden zu unterscheiden.
Womit ich - als unverbesserlicher Gutmensch? - nicht klarkomme, sind Formulierungen, wie 'ist es um sie dann schade'. Bei allem gerechtfertigten Selbstschutz unserer staatlichen Errungenschaften ersuche ich doch ausdrücklich darum, Einwanderungswillige weiterhin als Menschen (und gleichwertig) wahrzunehmen. Technokratie mag teilweise gerechtfertigt sein, aber - um ihre Frage zu beantworten - natürlich ist es um diese Menschen schade.
Ich unterstütze es, dass an Einbürgerungswillige Anforderungen gestellt werden. Der Artikel verkürzt hier allerdings so stark, dass ich nicht in der Lage bin, zwischen bürokratischen und sachlich begründeten Hürden zu unterscheiden.
Womit ich - als unverbesserlicher Gutmensch? - nicht klarkomme, sind Formulierungen, wie 'ist es um sie dann schade'. Bei allem gerechtfertigten Selbstschutz unserer staatlichen Errungenschaften ersuche ich doch ausdrücklich darum, Einwanderungswillige weiterhin als Menschen (und gleichwertig) wahrzunehmen. Technokratie mag teilweise gerechtfertigt sein, aber - um ihre Frage zu beantworten - natürlich ist es um diese Menschen schade.
Ich unterstütze es, dass an Einbürgerungswillige Anforderungen gestellt werden. Der Artikel verkürzt hier allerdings so stark, dass ich nicht in der Lage bin, zwischen bürokratischen und sachlich begründeten Hürden zu unterscheiden.
Womit ich - als unverbesserlicher Gutmensch? - nicht klarkomme, sind Formulierungen, wie 'ist es um sie dann schade'. Bei allem gerechtfertigten Selbstschutz unserer staatlichen Errungenschaften ersuche ich doch ausdrücklich darum, Einwanderungswillige weiterhin als Menschen (und gleichwertig) wahrzunehmen. Technokratie mag teilweise gerechtfertigt sein, aber - um ihre Frage zu beantworten - natürlich ist es um diese Menschen schade.
Habe ich mich doch etwas mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte eher: Wenn diejenigen keine Einbürgerung beantragen, die wir - aus bestimmten Gründen - nicht einbürgern wollen, ist das genau das, was beabsichtigt war und kein Anlaß zur Beunruhigung.
Die Kriterien, die im Artikel genannt werden (Sprachkenntnisse, Vorstrafen, wirtschaftliche Selbständigkeit), sind nach meinem Eindruck alles sachliche Kriterien und keine bürokratischen. Ich würde bei Sprachkenntnissen allerdings meinen, daß der Besuch von bestimmten Kursen nicht verlangt werden sollte, sondern eine Prüfung sollte genügen (die dann allerdings ruhig anspruchsvoll sein darf).
Allerdings ist "sachlich begründet" kein objektives Kriterium, sondern es ist eine politische Entscheidung, was man anstrebt und welche Bedingungen man dafür stellt.
Habe ich mich doch etwas mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte eher: Wenn diejenigen keine Einbürgerung beantragen, die wir - aus bestimmten Gründen - nicht einbürgern wollen, ist das genau das, was beabsichtigt war und kein Anlaß zur Beunruhigung.
Die Kriterien, die im Artikel genannt werden (Sprachkenntnisse, Vorstrafen, wirtschaftliche Selbständigkeit), sind nach meinem Eindruck alles sachliche Kriterien und keine bürokratischen. Ich würde bei Sprachkenntnissen allerdings meinen, daß der Besuch von bestimmten Kursen nicht verlangt werden sollte, sondern eine Prüfung sollte genügen (die dann allerdings ruhig anspruchsvoll sein darf).
Allerdings ist "sachlich begründet" kein objektives Kriterium, sondern es ist eine politische Entscheidung, was man anstrebt und welche Bedingungen man dafür stellt.
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