Wirtschaftskrise Bittere Bilanz für adidas
Jahrelang erzielte der deutsche Sportartikelhersteller Rekordgewinne. Nun trifft ihn die Krise hart, der Gewinn brach um mehr als 90 Prozent ein

© Vladimir Rys/Bongarts/Getty Images
Weniger Schuhe verkauft als zuvor: Der fränkische Sportartikelhersteller adidas
Nach Jahren des Wachstums bekommt jetzt auch der fränkische Sportartikel-Hersteller adidas die weltweite Wirtschaftskrise zu spüren. Das Unternehmen hatte den Abschwung für das erste Quartal 2009 zwar schon im vergangenen Jahr vorausgesagt. Die Bilanz des erfolgsverwöhnten Konzerns fällt nun allerdings schlechter aus als erwartet.
Nur noch fünf Millionen Euro verdiente adidas im ersten Quartal. Ein Jahr zuvor waren es noch 169 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz sank um 1,7 Prozent auf rund 2,58 Milliarden Euro. "Wir spüren die Auswirkungen des Konjunkturabschwungs in vielen unserer wichtigen Märkte", sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Dienstag.
Wegen der Wirtschaftskrise geben die Menschen derzeit rund um den Globus weniger Geld für Trikots und Sportschuhe aus. Auch die Händler bestellen immer weniger. So sanken die Konzernerlöse in Europa um 5 Prozent, in Nordamerika um 17 und in Asien um 6 Prozent.
In Japan, dem drittgrößten Absatzmarkt von adidas, brach die Nachfrage nach Turnschuhen und Sportartikeln im Zuge der Rezession ein. Auch in China sind die Kunden angesichts der Wirtschaftskrise verunsichert. Zwar sagen Experten dem Land in diesem Jahr weiterhin ein Wachstum in Höhe von 6 bis 8 Prozent voraus. Das allerdings ist gemessen am Wachstumstempo früherer Jahre wenig. Zudem ist in den Lagern derzeit kaum Platz: Sie sind noch mit den Beständen der Olympischen Spiele 2008 gefüllt.
Nervös sind die Händler und Konsumenten auch auf dem größten Markt, in den USA. Hier ist die Krise bereits stärker als in anderen Regionen bei den Bürgern angekommen. Weil die Kunden ausblieben, nahm adidas sogar einige Artikel vom Markt. Damit will das Unternehmen verhindern, dass seine Produkte zu Billigpreisen verkauft werden – und das Image der Marke leidet.
- Datum 06.05.2009 - 07:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Außer einer deutschen Firmenzentrale ist doch nichts mehr "deutsch"?!
Produziert wird in "Sweatshops", teilweise mit Kinderarbeit in ostasiatischen Niedriglohnländern.
http://de.wikipedia.org/w...
Und die Profite (Gewinn vor Steuern 2006: 1,165 Mrd.) werden dann ins Steuerparadies transferiert.
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Wie konnte man von einem Unternehmen, welches sich völlig einer Unternehmens-"Kultur" ala USA unterworfen hat erwarten, sich antizyklisch behaupten zu könnnen?
Abgesehen von der ins unsägliche übersteigerten Globalisierungswut rächt sich nun obendrein die ständige Notwendigkeit überproportionalen Wachstums um die groteske Kostenstruktur solcher virtuellen Unternehmen zu decken.
Die Fertigungskosten der Produkte dürften in der Kostenseite der P+L des Unternehmens wohl kaum mehr als 10% ausmachen.....bizarr, grotesk und vollkommen unflexibel.
Echt traurig: Da ist eine Firma in diesen zugegeben schwierigen Zeiten- UND MACHT GEWINN!
Habt Ihr sie noch alle da draußen?
Frag mal nach bei diversen anderen Unternehmen wie die sich freuen würden dieses Jahr auch nur annähernd an schwarze Zahlen heranzukommen.
"Gewinnwarnung"- eine der perversesten Wortschöpfungen dieser Zeit.
Zetti
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