Hochschulranking Welche Uni passt zu mir?
Studieren – aber was und wo? Das neue Hochschulranking analysiert über 250 Hochschulen und über 30 Fächer und hilft Studienanfängern bei der Wahl der richtigen Uni

© Adrian Sonderegger & Jojakim Cortis
Was soll ich bloß studieren? Es gab noch nie so viele Möglichkeiten
Im vergangenen Jahr begannen in Deutschland 386.500 junge Menschen ein Studium, so viele wie nie zuvor. Das ist eine erfreuliche Nachricht, nicht nur weil ein Studium immer noch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wer studiert, der lernt andere Menschen und sich selbst besser kennen. Wer an die Uni geht, hat die Chance, sich Tag für Tag mit Themen zu beschäftigen, die ihn wirklich interessieren.
Jedes Jahr stehen viele Abiturienten in Deutschland vor der Qual der Wahl: Was soll ich studieren? Wo soll ich studieren? Nach der Schulzeit sollen sie auf einmal selbst entscheiden, wie es weitergeht. Das ist gar nicht einfach. Zumal es noch nie so viele Studienmöglichkeiten wie heute gab.
Zur Orientierung bei der Wahl von Studienfach und Hochschule bietet ZEIT ONLINE in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zum fünften Mal das Hochschulranking an. Mit 31 Fächern und knapp 300 analysierten Universitäten und Fachhochschulen ist das Hochschulranking der größte, seriöseste und detaillierteste Hochschulvergleich.
Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung der Hochschulen und Forschungserfolgen beinhaltet das Ranking auch die Urteile von rund 200.000 Studenten über die Bedingungen an ihrer Uni: Wie bewerten sie die Qualität der Lehre an ihrer Universität oder Fachhochschule? Wie gut ist die Forschung? Wie ist die Bibliothek ausgestattet? Ergänzt werden die Studentenurteile durch Empfehlungen von 15.000 Professoren zur Reputation der Fachbereiche.
- Datum 12.05.2009 - 12:45 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das sog. "Hochschulranking" (mein Vorschlag für das Unwort des Jahres) - des CHE kann man getrost in die Tonne treten. Jedem Abiturienten mit der Absicht ein Studium zu beginnen, sei geraten lieber ein paar Tage zu investieren um die Unis der eigenen engeren Wahl abzuklappern und sich ein eigenes Bild zu machen.
Die CHE GmbH ist nichts weiter als ein neoliberaler Thinktank von Bertelsmann, der seit Jahren versucht, vernünftige Bildungspolitik zu sabotieren.
"Geradezu ein Musterbeispiel für die „Verbetriebswirtschaftlichung“ des bildungspolitischen Denkens ist die seit weit über 10 Jahren andauernde Kampagne des CHE für die Einführung von Studiengebühren."
Dieser Beitrag auf den Nachdenkseiten ist dem Zusammenhang noch lesenswert:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3726
Jetzt müssen alle Unis cool aussehen um erfolgreich zu sein. Meine Uni sieht auf den ersten Blick sehr schick aus und gilt als Aushängeschild, aber viele Studenten, so auch ich, bemängeln, dass die Lehre an andern Unis besser läuft.
Lieber hinfahren und mal mit Leuten reden, anstatt sich wie alle anderen Schafe auf den zwanzig höchsten Unis zu bewerben...
Grundsätzlich lässt sich gegen Rankings nichts einwenden. Richtig angewandt können sie ein hervorragendes Mittel sein, damit Hochschulen untereinander um gute Lehre und Studienbedingungen konkurrieren.
Leider basieren die Rankings in der Regel auf einer derart unsoliden Basis, dass sich jeder seriöse Wissenschaftler schämen würde, so etwas zu veröffentlichen. Wenn man das erfoderliche Geld nicht hat, sollte man es lieber sein lassen.
Ein besonderer Kritikpunkt meinerseits: Alle Fächer werden nach denselben Kriterien gerankt. Viele Fächer haben Besonderheiten, die hierdurch vollkommen verloren gehen.
Andererseits: das ZEIT-Ranking ist unter den Blinden der Einäugige. Die Rankings von Karriere/Wiwo/Handelsblatt oder Focus sind derart außerhalb jeder Diskussion, dass zu hoffen bleibt, dass angehende Studierende, wenn sie denn ein Ranking für die Studienplatzwahl zu Rate ziehen, das ZEIT-Ranking nehmen. Es ist das einzige, das nicht völlig nutzlos ist.
Ansonsten gilt uneingeschränkt das von d_bolle Gesagte: Nicht wahllos bei 20 Unis bewerben, sondern zu den Unis hinfahren, sie sich angucken und mit aktuellen Studierenden sprechen (ganz wichtig). Das wichtigste für jeden Studierenden ist ein gut organisiertes Studium.
Wie bitte soll man irgendwas vergleichen, egal was, wenn die zu verarbeitenden Faktoren in so grosser Anzahl vorhanden sind das diese nicht mehr im Kopf verarbeitet werden können? Das können wir Menschen nun mal nicht...
Keine Chance da irgend etwas vergleichen zu können. Zu guter letzt bleibt nicht's anderes übrig als sich auf "errechnete" Endergebnisse zu verlassen deren Berechnungsgrundlagen leider mehr als über alle Zweifel erhaben sind.
Genau gleich schaut es etwa bei der freien Arztwahl aus oder nur schon wie man sich einen guten Handwerker oder Garagisten aussucht.
Was bleibt ist das Vertrauen als allein dastehende Verbindung. Ist das nicht vorhanden muss man so oder so andere Wege gehen. Aussderdem denken sich vermutlich so etliche, das wenn die Note gut sein muss auch die individuellen Endergebnisse gut sein müssen... aber auch das ist eine Illusion. Da macht sich so mancher etwas vor...
Am besten man schafft dieses Ranking und den Wettbwerb in der Bildung wieder ab. Bildungseinrichtungen wie Unternehmen zu führen obwohl diese keine sind und es auch nicht sein sollen...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Das große Hunderennen. Derzeit liegt München vorn, aber Berlin holt auf, Berlin.... aber nein, das ist doch Göttingen..oder Heidelberg? Göttingen wird zurückgerankt, die haben gedopt. Puh, was ist das spannend!
DAFÜR verschenkt der Staat Millionen Steuergelder an die "gemeinnützige" Bertelsmann-Stiftung. Und die ZEIT fiebert fleißig mit. Zum Glück bin ich schon lange ausgewandert.
Ich kann den Schreierei hier schon wieder nicht verstehen. das CHE Ranking besteht zum Glück nicht blos aus einer Rangfolge der Unis, sondern bewertet die Lehranstalten anhand verschiedener Gesichtspunkte. Innerhalb dieser Kriterien werden die Unis dann in Spitzen-, Mittel, und Schlussgruppe eingeteilt. So kann man sich an jeder Uni ansehen, was hier besonders gut läuft und was eher nicht.
Natürlich muss jedem klar sein, dass diese Rankings immer nur ein grober Leitfaden sein können. Das hilfreichste Mittel, um die beste Uni zu finden, bleibt hinzufahren und angucken. Vieles merkt man jedoch auch erst, wenn man schon am Studieren ist.
Und bevor nun wieder kommt: "Ist ja klar, dass der Heini von der TUM nichts gegen das Ranking hat.": Die TU wird im Ranking in meinem Fachbereich ziemlich passend dargestellt. Die Lehre im Grundstudium ist unpersönlich und sehr arbeitsintensiv, besonders gut betreut fühlt man sich eigentlich nicht, obwohl viele Angebote da sind. Hat man es jedoch durch das Grundstudium geschafft, wird man mit exzellenten Arbeitsbedingungen und tollen Forschungsprojekten belohnt. Genau das wird im CHE Ranking auch deutlich.
Also nicht gleich wieder die Weltverschwörung herbeireden, sondern einfach mal genau anschauen, was da so steht.
Aus der Detailansicht der Bewertung des Studiengangs Informatik an der TU Darmstadt geht hervor dass die Studenten die Raumsituation als schlechter als anderswo mit fallender Tendenz nach unten bewerten. (Roter Punkt, Pfeil nach unten)
Zufällig kenne ich die Räumlichkeiten des Fachbereichs Informatik in Darmstadt. Diese bestehen in einem frisch renovierten Altbau der Jahrhundertwende mit Marmorfußboden im Flur und teilweiße Monitoren im Flur anstelle von Bildern und Aushängen. Der Hinterausgang dieses Prachtbaus führt mit einer ausladenden Treppe direkt in den Stadtpark. Das Gebäude enthällt nebst den Instituten und einem eigenem modernem Vorlesungssaal für 200 Leute noch ein eigenes Bistro.
http://www.rc.ce.tu-darms...
http://www.informatik.tu-...
Kann die Raumsituation denn irgendwie besser sein? Und was sagt dieser Einzelpunkt über die Aussagekraft des Hochschulrankings im ganzen aus.
Warum verabschiedet sich die ZEIT vom Journalismus und macht Propaganda im Dienste der Bertelsmann-Lobby?
Ich hätte gerne von den ZEIT-Redakteuren eine ausführliche Auseinandersetzung mit den detaillierten Vorwürfen, die man bei den Nachdenkseiten nachlesen kann:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3932
Z.B.:
„Die Zeit“ als Medienplattform für dieses Ranking begibt sich mit der Veröffentlichung in den Graubereich der Vermischung von Journalismus und PR. Der „ZEIT-Studienführer“ dient eher der Imagepflege des CHE und der Bertelsmann-Stiftung als neutralen und gemeinnützigen Einrichtungen. Das Ranking selbst dient dem CHE, um seine Ideologie vom Wettbewerb als Steuerungsinstrument für die Hochschulen zu propagieren. Die dem Ranking zugrundeliegenden Kriterien werfen mehr Fragen als Antworten auf, aus kaum einem Kriterium lässt sich wirklich auf die Qualität des Studienangebotes schließen.
Wie unpräzise und verwirrend die angewandten Kriterien sind, kann man leicht selbst testen.
Man wähle ein naturwissenschaftliches Studium wie Physik Biologie oder Chemie aus und versuche sich vorzustellen, wie wohl die Kriterien zu 3. "Was ist Ihnen wichtig?" zu quantifizieren wären, wie etwa "viel Forschung" oder "Gute Ausstattung".
Bei meiner Studienplatzwahl war ein Kriterium ausschlaggebend, dass sich in keinem Ranking wiederfindet:
Bei der Uni meiner Wahl (klein, aber fein) waren in meinem Studienfach die Praktikumsplätze im Labor durchgehend für mich garantiert. Bei der Vergleichsuni (groß und renommiert) hätte es für JEDES Praktikum Eingangsklausuren gegeben.
Rückblickend kann ich sogar sagen, dass ich an meiner Uni nie nur eine Matrikelnummer war. Alleine diese zwei Kriterien haben meine Wahl gerechtfertigt. Ein sog. 'Hochschulranking' wäre dabei nicht hilfreich gewesen.
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