Afghanistan Steinmeier besucht verletzte Soldaten

Außenminister Steinmeier hat in Afghanistan verwundete Bundeswehrsoldaten besucht und die Anschläge verurteilt. Ein Soldat war in einem Hinterhalt getötet worden

In einer kurzen Ansprache verurteilte Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei seinem Besuch im Feldlager Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans die Anschläge auf die Bundeswehr. "Die Täter schrecken auch vor kaltblütigem Mord nicht zurück, um ihr Ziel zu erreichen." 

Auch Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) kritisierte die Attentate als "hinterhältig und verbrecherisch". Vermutlich seien die Anschläge von langer Hand geplant worden. Es gebe daher keinen Zusammenhang mit dem Afghanistan-Besuch Steinmeiers.

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Der Verteidigungsminister bekräftigte, dass die Bundeswehr ihre Arbeit in Afghanistan weiterführen wolle. "Dies sind wir auch unseren gefallenen und verwundeten Soldaten schuldig." Auch Steinmeier sprach sich für die Fortführung des Einsatzes am Hindukusch aus. "Nie wieder darf Afghanistan der Hort für weltweit agierenden Terrorismus werden."

Den Angehörigen des getöteten Soldaten sprach der Außenminister sein Beileid aus. Bei dem Toten, der bei dem zweiten Anschlag ums Leben gekommen war, handelt es sich um einen Hauptgefreiten einer Jägerkompanie aus Donaueschingen. Wann dieser nach Deutschland überführt werde, sei noch offen. Nach offiziellen Angaben war er bei einer Patrouillenfahrt in der Nähe des deutschen Lagers in Kundus mit seinen Kameraden in einen Hinterhalt geraten.

Vier weitere Bundeswehr-Soldaten wurden bei dem Anschlag am Mittwoch leicht verwundet. Der Trupp war mit Handfeuerwaffen und Granaten beschossen worden. Das Feuergefecht ereignete sich gegen 19.00 Uhr Ortszeit. Wegen der einbrechenden Dunkelheit waren weitere Ermittlungen schwierig.

Wenige Stunden zuvor waren bereits bei einem Selbstmordattentat in der Nähe von Kundus fünf andere deutsche Soldaten leicht verletzt worden. Zu der Tat hatte sich die radikal-islamische Taliban-Miliz bekannt. Vermutet wird, dass sie auch hinter dem zweiten Anschlag steckt.

Insgesamt sind bei dem Einsatz am Hindukusch seit 2002 bisher 32 deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Derzeit sind mehr als 3800 Bundeswehrangehörige in Afghanistan stationiert.
 

 
Leser-Kommentare
  1. > "Die Täter schrecken auch vor kaltblütigem Mord nicht zurück, um ihr Ziel zu erreichen." <

    Krieg ist Mord. Mit welchen Annahmen sind Soldaten dorthin geschickt worden? Das alle freundlich zu ihnen sind und sie dort Urlaub machen können?

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Chali
    • 30.04.2009 um 12:49 Uhr

    ... eingehen sollte, die da entleert werden ...
    ¨

    "In heller Wut ermordete sie kaltblütig ihren Mann ... "

    • Chali
    • 30.04.2009 um 12:49 Uhr

    ... eingehen sollte, die da entleert werden ...
    ¨

    "In heller Wut ermordete sie kaltblütig ihren Mann ... "

    • Chali
    • 30.04.2009 um 12:49 Uhr

    ... eingehen sollte, die da entleert werden ...
    ¨

    "In heller Wut ermordete sie kaltblütig ihren Mann ... "

  2. Danke, Herr Steinmeier Sie sind ein herzensguter Mensch.

    Mit der Äusserung "Die Täter schrecken auch vor kaltblütigem Mord nicht zurück", betreiben Sie aber leider wieder Politik. Und relativieren alles.

    Mittlerweile weiss jeder, dass dort Krieg herrscht. Hören Sie also auf, uns mit Begriffen wie "Täter" und "Mord" für dumm zu verkaufen.

    Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des gefallenen Kameraden vom JgBtl 292. Mehr sollten auch Sie dazu eigenlich nicht sagen.

    • navy
    • 01.05.2009 um 9:37 Uhr

    Aus dem Umfeld von Steinmeier wurde der Besuch weiter gegeben, was beim AA Standard ist. Alles inklusive der NATO Stäbe ist doch unterwandert, wie schon die IEP-BND Studie Kosovo 2007 feststellt und das trifft auch für Afghanistan zu, wo Steinmeier direkt Warlords, Drogen Bosse finanziert und diesen prominenten Verbrechern sogar Schutzgelder bezahlt. u.a. dem General Fahim 30.000 $ in cash. Das sind traditionelle Freiheits Kämpfer Herr Steinmeier und die Bundeswehr ist dort eine Besatzungs Macht, welche direkt die Drogen Bosse und Warlords finanziert um die Drogen Produktion und die Handels Wege absichert. Und genau das weiß jeder Bundeswehr Soldat. siehe auch Video von Christoph Hörstel über Afghanistan und Hintergründe der Steinmeier Banditen dort, welche nur eine Show eines Aufbaues inzenierern inklusive eines angeblichen Polizei Aufbaues, der schon seit Jahren gescheitert ist.
    "Verweigerung vor der Realität"
    Afghanistan-Experte: NATO steht vor Niederlage am Hindukusch
    Moderation: Klaus Remme

  3. Wie bereits schon in Kommentaren aufgezeigt, kann ich nicht oft genug sagen, schreiben und fragen, was wollen diese Vorzeige Politiker wirklich? Von Steinmeier wissen wir`s er will Bundeskanzler werden. Möge uns die Mehrheit der Bundesbürger davor bewahren. Herr Jung, den seinerzeit kaum einer kannte hat sein neues Betätigungsfeld "Kriegsspiele" gefunden. Das leidvolle daran ist, es sind keine Blei oder Pappsoldaten sondern unsere Angehörigen die wieder einmal für Volk und Vaterland mit dem Leben bezahlen! Das ist aber nicht der Wille der Mehrheit des deutschen Volkes! Diese immerwiederkehrenden Phrasen, Floskeln und Begriffe wie . "Die Täter schrecken auch vor kaltblütigem Mord nicht zurück, um ihr Ziel zu erreichen." Oder, Franz Josef Jung kritisierte die Attentate als "hinterhältig und verbrecherisch". Bekräftigte, dass die Bundeswehr ihre Arbeit in Afghanistan weiterführen wolle. "Dies sind wir auch unseren gefallenen und verwundeten Soldaten schuldig". Und "Nie wieder darf Afghanistan der Hort für weltweit agierenden Terrorismus werden." Heute Afghanistan, morgen Pakistan? Und übermorgen der Rest der Terrorristenwelt? Wehret den Anfängen, und lasst uns versuchen den Frieden zu erhalten, durch Maßnahmen „Hilfe zur Selbsthilfe“, aber nicht gegen den Willen der betreffenden Völker !

  4. Anstatt, dass die Nato hier Schwerpunkte schafft gegen die Taliban und sonstige Terroristen, wurstelt jeder "Verein" der NATO vor sich hin. Sie haben nichts gelernt, hier ist Taktik Fehlanzeige. Herr Steinmeier übt wie seine Freunde aus der SPD immer die gleiche Betroffenheitsmasche als Ansprache nachher, schämen sich diese Politiker überhaupt nicht?

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