Übernahme Fiat-Offerte an Opel "nicht seriös"
Die aus Turin angebotene Summe soll deutlich unter den Erwartungen geblieben sein. Schon am Montag wird der Fiat-Chef bei der Bundesregierung erwartet
Am Donnerstag hatte Fiat eine Allianz mit dem US-Konzern Chrysler besiegelt, der am selben Tag in Insolvenz ging. Im zweiten Schritt will er an Opel heran. Im Kampf um den Einstieg beim Rüsselsheimer Autobauer soll Unternehmenschef Sergio Marchionne nun ein "nicht seriöses" erstes Angebot vorgelegt haben. Fiat habe weniger als eine Milliarde Euro für Opel geboten, was aus Sicht der Opel-Mutter General Motors deutlich zu wenig sei, berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf Verhandlungskreise.
Ob Fiat nachbessere, sei derzeit unklar. Der Turiner Autobauer gilt mit seinem derzeitigen Schuldenberg von sechs Milliarden Euro als finanzschwach.
Anders sehe es beim kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer Magna aus. Allein das Privatvermögen von Magna-Eigner Frank Stronach wird auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Das erste Konzept, das Magna für die Übernahme einer Opel-Mehrheit vorgelegt habe, sei deutlich überzeugender als das von Fiat - zumal Magna angeblich fünf Milliarden Euro geboten haben soll.
Fiat-Chef Marchionne wird bereits am Montag mit der Bundesregierung über einen Einstieg bei Opel verhandeln. Dabei wolle er mit Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) beraten und ein erstes grobes Konzept vorlegen, sagten Sprecher beider Ministerien und bestätigten damit einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. Auch ein Gespräch mit dem Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Franz sei geplant. Laut der Zeitung sollen alle deutschen Standorte von Opel erhalten bleiben. Das sind Werke in Rüsselsheim, Eisenach, Kaiserslautern und Bochum, allerdings nicht alle in der bisherigen Größe.
Fiat-Chef Marchionne wolle einen Autokonzern schaffen, der jährlich mindestens fünf Millionen Fahrzeuge herstelle, hieß es. Opel sucht seit Monaten intensiv nach Investoren, um sich aus dem Verbund mit seiner krisengeschüttelten Mutter General Motors zu lösen. Die Bundesregierung hat dabei Kredithilfen zugesagt.
Der Verband der Opel-Händler steht Fiat skeptisch gegenüber. "Es gibt zumindest Zweifel, ob ein Engagement von Fiat nachhaltig wäre", sagte ein Sprecher des Verbands Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler. Die Händler wollen sich ebenfalls an einem neu zu gründenden Unternehmen Opel Europa beteiligen.
Der Opel-Betriebsrat und die IG Metall hatten sich bisher klar gegen einen Einstieg der Italiener positioniert und den Konzern Magna als Investor favorisiert.
Dort wächst die Sympathie ebenfalls: Der Magna-Betriebsrat gab seinen Widerstand gegen den möglichen Minderheitseinstieg bei Opel offenbar auf. "Ich sehe mehr Chancen als Risiken im Falle eines Einstiegs von Magna", sagte der Betriebsrat von Magna Steyr in Graz, Thomas Stoimaier, der Automobilwoche.
Ebenfalls noch offen ist die Entwicklung bei Chrysler: Nach dem Insolvenzantrag ruht die Fertigung in den kanadischen Werken des Konzerns nun bis auf weiteres. Etwa 7000 Arbeiter in den beiden Betriebsstätten sind davon betroffen. Die US-Automobilwirtschaft trifft die Krise noch immer hart: Die Autobauer verkauften im April 34 Prozent weniger Fahrzeuge als im selben Monat 2008.
- Datum 04.05.2009 - 08:34 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, 2.5.2009
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Durch solch ein Unseriöses Angebot an Opel durch Fiat , ist doch schon das Vertrauen Zerstört , Absichtlich solche Angebote zu Unterbreiten weist darauf hin das Fiat von Anfang an seinen eigenen Vorteil sucht .
Ein anderes Unternehmen hat 5 Milliarden Geboten , da ist auch Spielraum zum Wirtschaften da .
Warum gibt sich Opel eigentlich mit Fiat ab ?
erinnern mich an Menschen, die kurz vor dem Ersaufen die Bedingungen den Rettern stellen. Der saturnierte Wohlstand verleitet zur Verkennung der Realität und Verlust der Vernunft.
Zumal bilde mich dabei ein wenig ein, etwas vom Chauvinismus zu riechen...
Es ist ungefähr der Geruch, den deutsches Automobilfernsehen und Autofahrer-Fachblätter bei Testberichten ausströmen, in der Art: "Ganz nett, diese Spagettis, aber deutsche Wertarbeit ist halt doch konkurrenzlos", eben dieser bräsige Mief, den schon die Wortschöpfung "Opelaner" sich zum Paradigma macht, so eine Art erhabene Kaste oder Sekte, um die sich jeder Gedanken machen sollte in einer Zeit, wo jeden Monat 35.000 andere Menschen arbeitslos werden, seltsam wie sich doch mikroskopische Effekte in die grösseren Gesellschaftlichen Strukturen hineinkristallisieren, ich meine damit das am meisten zuerst gesprochene Wort eines Kleinkindes: "AUDO".
Es ist ungefähr der Geruch, den deutsches Automobilfernsehen und Autofahrer-Fachblätter bei Testberichten ausströmen, in der Art: "Ganz nett, diese Spagettis, aber deutsche Wertarbeit ist halt doch konkurrenzlos", eben dieser bräsige Mief, den schon die Wortschöpfung "Opelaner" sich zum Paradigma macht, so eine Art erhabene Kaste oder Sekte, um die sich jeder Gedanken machen sollte in einer Zeit, wo jeden Monat 35.000 andere Menschen arbeitslos werden, seltsam wie sich doch mikroskopische Effekte in die grösseren Gesellschaftlichen Strukturen hineinkristallisieren, ich meine damit das am meisten zuerst gesprochene Wort eines Kleinkindes: "AUDO".
Ein Krüppel (Chrysler) und ein Lahmer (FIAT) kooperieren. Aus 2 Kranke wird eigentlich kein Gesunder. Geht das Ganze dennoch auf? Vermutlich ja. Unter dem Druck von Arbeitsplätzen kann man sowohl in den USA als auch in Italien satt Staatsgelder akquirieren. Und hinzu kommt die italienische Eitelkeit. Jetzt bietet sich die Chance, international gross herauszukommen. Man vergisst dabei, dass sich schon Daimler mit seinem Potential in den USA verhoben hat. Aber man kann das Thema ja einfach mal mit italienischer Elegance weglegen.
Und jetzt noch die Chance, eine im Grunde solide und technisch hochgerüstete Marke in Deutschland! (Eine Marke, so die Branchenkenner, die in Deutschland nicht gebraucht wird). Und hier winken auch Staatsgelder.
Wie würde ich als Manager von FIAT entscheiden? Ich greife mir mit Staatsgeldern von jedem Land beide Marken. Ich hoffe einfach, dass die Übernahmen klappen. Auf jeden Fall hole ich mir alles notwendige know-how einschl. Patente. Wenn die Firmen es nicht schaffen, dann gehen sie eben in die Pleite. Die Staaten bezahlen es ja, nicht FIAT. Und ich habe quasi ohne eigenen Geldeinsatz.. na, was? Das Wichtigste: know-how und Patente.
Wenn Herr zu Guttenberg Opel nach einem Verkauf an FIAT mit deutschen Staatsgeldern vesehen sollte, so gehört er nach meiner Ansicht geteert und gefedert. Das ist alles zu durchsichtig. Soll doch der italienische Staat FIAT die Opel-Übernahme finanzieren.
irgendein Staat irgendein Unternehmen "finanzieren"? Schlimm genug, daß wir den Banken Geld in den Abgrund hinterherwerfen - man sieht ja, welche ordnungspolitischen Verwerfungen das hervorruft.
Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Kommse ran, kommse ran, an den Fiskus darf jeder!
irgendein Staat irgendein Unternehmen "finanzieren"? Schlimm genug, daß wir den Banken Geld in den Abgrund hinterherwerfen - man sieht ja, welche ordnungspolitischen Verwerfungen das hervorruft.
Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Kommse ran, kommse ran, an den Fiskus darf jeder!
Es ist ungefähr der Geruch, den deutsches Automobilfernsehen und Autofahrer-Fachblätter bei Testberichten ausströmen, in der Art: "Ganz nett, diese Spagettis, aber deutsche Wertarbeit ist halt doch konkurrenzlos", eben dieser bräsige Mief, den schon die Wortschöpfung "Opelaner" sich zum Paradigma macht, so eine Art erhabene Kaste oder Sekte, um die sich jeder Gedanken machen sollte in einer Zeit, wo jeden Monat 35.000 andere Menschen arbeitslos werden, seltsam wie sich doch mikroskopische Effekte in die grösseren Gesellschaftlichen Strukturen hineinkristallisieren, ich meine damit das am meisten zuerst gesprochene Wort eines Kleinkindes: "AUDO".
irgendein Staat irgendein Unternehmen "finanzieren"? Schlimm genug, daß wir den Banken Geld in den Abgrund hinterherwerfen - man sieht ja, welche ordnungspolitischen Verwerfungen das hervorruft.
Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Kommse ran, kommse ran, an den Fiskus darf jeder!
Konzepte lebendiger Arbeit, nach der die italienische Automobilfabrik aus Turin (ital.: FIAT) verlangt und deshalb bei der Bundesregierung am Montag vorstellig wird, sind durch Mehrdimensionalität (Derrida) charakterisiert; wobei die Dimensionen im Verhältnis zueinander abgeschlossen sind und die Charakteristik deshalb auch als systemisch bezeichnet ist. Weil über diese Konzepte Akte hoheitlicher Gewalt ergingen, fällt der Bundesregierung intermediäre Funktion zu und sie hat FIAT nicht nur offenzulegen, in wessen Händen entsprechende Konzepte liegen, sondern auch deren Vertretung zu übernehmen. Orientierte sich indessen die Bundesregierung nicht über diese intermediäre Funktion, schließt diese Untätigkeit von vornherein aus, dass sich FIAT überhaupt an irgendeinem anderen industriellen Betrieb je beteiligen kann. Es stellte somit einen sehr tiefreichenden industriepolitischen Eingriff eines Staates dar, der darauf gerichtet wäre, das nicht ermöglichte zu versuchen und dazu aufbräche, Marktmechanismen auszuhebeln. Sollte sich die Bundesregierung auf diese Weise verhalten, desavouierte sie sich politisch für lange Zeit.
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