Amerikagrippe Erste Mensch-zu-Mensch-Infektion in Deutschland

In Deutschland ist erstmals ein Mensch an der Amerikagrippe erkrankt, der zuvor nicht in Mexiko war. Wissenschaftler rechnen mit weiteren Fällen

Mit Atemmasken versuchen sich Menschen vor der Ansteckung mit der Amerikagrippe zu schützen – so wie hier in einer Apotheke Barcelona

Das Bundesministeriums für Gesundheit und das des Freistaates Bayern teilten am Freitag mit, die Frau aus Niederbayern hatte Kontakt mit einem bereits Infizierten. Mittlerweile sei die Frau wieder gesund. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich um eine Krankenschwester.

Das Robert Koch-Institut (RKI) bestätigte damit einen dritten Fall in Bayern, insgesamt haben sich in Deutschland bisher vier Menschen mit dem auch als Schweinegrippe bekannten Virus vom Typ A/H1N1 infiziert. RKI-Präsident Jörg Hacker befürchtet weitere Infektionen in Deutschland. Trotz der Gefahr einer Pandemie bestehe aber weiter kein Grund zur Hysterie, sagte Hacker.

Die bisher in Deutschland nachgewiesenen vier Fälle der amerikanischen Grippe bezeichnete er am Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin  als "insgesamt milde". Von zwölf Verdachtsfällen in Deutschland seien inzwischen durch virologische Analysen fünf widerlegt worden.

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Am  späten  Mittwochabend hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die zweithöchste Pandemie-Warnstufe ausgerufen.

Die Zahl der Personen, die sich in Mexiko nachweislich mit dem Virus A/H1N1 infiziert haben, ist auf 312 gestiegen. Dies gab der mexikanische Gesundheitsminister José Ángel Córdova am Donnerstagabend in Mexiko-Stadt bekannt. Die Zahl der Toten habe sich nicht weiter erhöht. Bisher kamen in dem Land zwölf Menschen durch diese Grippe ums Leben.

Keine Reiseverbote in Europa

Im Kampf gegen die Amerikagrippe verzichten die EU-Staaten auf drastische Maßnahmen wie Reiseverbote. Einen solchen Schritt habe letztlich kein Land in Betracht gezogen, sagte die tschechische Gesundheitsministerin und Vertreterin der EU-Ratspräsidentschaft, Daniela Filipiova, am Donnerstag nach einem Krisentreffen der EU-Minister in Luxemburg. "Europa ist weltweit am besten vorbereitet, es besteht kein Anlass zur Panik."

Deutschland, Großbritannien, Spanien, Österreich und einige andere Staaten lehnten Frankreichs Vorschlag ab, Flüge nach Mexiko zu untersagen, wo das Virus ausgebrochen war.

Alle EU-Länder rieten von Reisen in die mittelamerikanische Region ab, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "Aber wenn jemand sagt, ich möchte trotzdem reisen, hat ein Staat nicht die Macht zu sagen, du darfst das nicht machen." Die EU wolle stattdessen gemeinsame Informationen an den Flughäfen ausgeben. Ärztliche Untersuchungen sollten freiwillig bleiben.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Wann läßt man die Katze aus dem Sack ? -

    WHO ruft zweithöchste Alarmstufe aus -
    aber kein Grund zur Sorge ?

    Obahma Mitarbeiter erkrankt......

    Da hilft auch keine Namensänderung -

    sollte sich mein erster Kommentar bewahrheiten ?

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    nach Mexiko Reise.... ob der nun Schweine gesehen hat will keiner sagen.

    nach Mexiko Reise.... ob der nun Schweine gesehen hat will keiner sagen.

    • bloggi
    • 01.05.2009 um 12:12 Uhr

    ... gar nicht soooo unwichtig. ansonsten denk ich, ist alles nicht so dramatisch wie dargestellt. guckst du auch:
    kommunikat.blog.de

  2. Finanzkrisen-, Arbeitsmarkt-, Überalterungs- .... Schweinegrippe-, Amerikagrippe-, Hühnergrippe-, Bayern-München- .... Panik.

    Was soll das alles? Eine Erkrankung sind gerechnet auf die Einwohner wieviel % ?

    Wenn es um Cholera oder Pest ginge würde ich vielleicht auch Panik bekommen.

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

  3. In Deutschland gibt es jährlich 15.000 bis 20.000 Grippetote. Daran hat man sich gewöhnt. Darüber redet niemand. Jedenfalls nicht in dieser panischen "German Angst". Selbst die Möglichkeit der jährlichen Grippeimpfung wird von vielen nicht wahrgenommen.

    Die Mexiko-Grippe hat bisher noch keinen einzigen Toten in Deutschland gekostet. In Mexiko wird aktuell von 9 Toten gesprochen. Bevor nicht viel mehr passiert, sollte man die Kirche im Dorf lassen.

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    • none
    • 01.05.2009 um 19:45 Uhr

    Das ist genau richtig. Diese Grippe hat, von den Auswirklungen her, in der westlichen Welt aehnliche Symptome und niedrige Sterblichkeit wie jede gewoehliche Grippe auch. Viel ist Panikmache und Wichtigtuerei.
    Ausserdem sollten wir die "Spanische Grippe" nun in "Europa-Grippe" umbenennen.

    • none
    • 01.05.2009 um 19:45 Uhr

    Das ist genau richtig. Diese Grippe hat, von den Auswirklungen her, in der westlichen Welt aehnliche Symptome und niedrige Sterblichkeit wie jede gewoehliche Grippe auch. Viel ist Panikmache und Wichtigtuerei.
    Ausserdem sollten wir die "Spanische Grippe" nun in "Europa-Grippe" umbenennen.

    • Anonym
    • 01.05.2009 um 17:27 Uhr

    Liebe Zeit-Redaktion,

    Auf der einen Seite veröffentlicht ihr Artikel, in denen ihr davon redet, wie schlecht doch die Panikmache sei und dass das Virus eigentlich kein Virus vom Schwein ist:

    http://www.zeit.de/online...

    Und auf der anderen Seite tragt ihr selber zur Panikmache bei, mit der doch recht, recht seltsamen Betitelung dieses Artikels.

    Wie nennt sich diese Art von Journalismus? Heuchelei? Oder ist das Eure Art von Ironie? Seltsam...

    • Zel
    • 01.05.2009 um 17:30 Uhr

    Wieso "erste Mensch zu Mensch Übertragung"? Bisher gab es doch nur Mensch-zu-Mensch Übertragungen. Oder gibt es gar eine unsichtbare Horde von Supermutantenschweinen, die auf Weltreise gegangen ist und Grippeviren verteilt?

    Es gab bisher keinen Fall von Grippe unter Schweinen, der sich mit der momentanen Grippekleinstwelle in zeitlichen Einklang bringen lässt.

    Die Sterblichkeit der "Amerikagrippe" ist unterhalb einer jeden Grippewelle, die keinen medienwirksamen Migrationshintergrund vorweisen kann.

    Problematisch ist alleine, dass kein Mensch eine wirkliche Notstandsmeldung mehr ernst nehmen kann, sollte mal wirklich einer eintreten. Man gibt uns die jährliche Vogelgrippe, im Wechsel mit Schweinegrippen und Moorhuhnmasern, das nimmt doch wirklich keiner mehr ernst. Zumal es nie zu schlimmen Erscheinungen gekommen ist, wenn die Presse schon den Pandemieplaneten ausgerufen hat.

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    "Erste Mensch-zu-Mensch-Infektion IN DEUTSCHLAND" ;)

    Tja den Menschen muss man halt immer gleich mit der Pandemie-Weltuntergangs-Keule kommen, damit sie es überhaupt ernst nehmen.

    "Erste Mensch-zu-Mensch-Infektion IN DEUTSCHLAND" ;)

    Tja den Menschen muss man halt immer gleich mit der Pandemie-Weltuntergangs-Keule kommen, damit sie es überhaupt ernst nehmen.

  4. "Erste Mensch-zu-Mensch-Infektion IN DEUTSCHLAND" ;)

    Tja den Menschen muss man halt immer gleich mit der Pandemie-Weltuntergangs-Keule kommen, damit sie es überhaupt ernst nehmen.

    Antwort auf "Schwein muss man haben"
    • none
    • 01.05.2009 um 19:45 Uhr

    Das ist genau richtig. Diese Grippe hat, von den Auswirklungen her, in der westlichen Welt aehnliche Symptome und niedrige Sterblichkeit wie jede gewoehliche Grippe auch. Viel ist Panikmache und Wichtigtuerei.
    Ausserdem sollten wir die "Spanische Grippe" nun in "Europa-Grippe" umbenennen.

    Antwort auf "Grippetote"

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