Fussball-Bundesliga Hannover sichert in Bochum die Klasse
Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison, dem 2:0 in Bochum, hat Hannover 96 seinen Abstiegskampf am 30. Spieltag beendet. Für die Bochumer wird es immer enger

© Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Hanno Balitsch (links) lässt sich von seinen Mitspielern Mike Hanke und Leon Andreasen beim Torjubel beobachten
Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison hat Hannover 96 die letzten Zweifel am Klassenverbleib in beseitigt und den VfL Bochum in größte Abstiegsnot gestürzt. Die Niedersachsen gewannen zum Auftakt des 30. Spieltages mit 2:0 (2:0) in Bochum und haben nun zehn Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Beim VfL dagegen beginnt nach der vierten Heimpleite in Serie wieder das große Zittern. Arnold Bruggink (12. Minute) und Hanno Balitsch (32.) machten mit ihren Kopfballtoren den 96er-Erfolg schon vor der Pause perfekt. Mit starken Paraden sicherte Hannovers Nationaltorwart Robert Enke in der Schlussphase den Sieg.
Bochum startete vor 26.072 Zuschauern zwar stürmisch in das "Spiel des Jahres" (Mittelfeldspieler Daniel Imhof) und hatte durch Mimoun Azaouagh auch die erste Torchance (4.) – es sollte allerdings die letzte vor dem Seitenwechsel bleiben. Nur acht Minuten später wurden die Gastgeber das erste Mal kalt erwischt. Jacek Krzynowek konnte auf der linken Seite ungestört flanken, der Holländer Bruggink ebenso unbehelligt einköpfen. Auch beim 0:2 leistete die Bochumer Hintermannschaft ungewollt Hilfestellung. Nach einem Eckball von Bruggink stieg Balitsch an der kurzen Ecke zum Kopfball hoch und überwand VfL-Schlussmann Daniel Fernandes erneut. Die Bochumer Fans quittierten den Auftritt ihrer Mannschaft beim Gang in die Kabine mit einem lauten Pfeifkonzert, das Wirkung zeigen sollte.
Die Gäste waren drei Tage nach dem 65. Geburtstag von Klubchef Martin Kind das anfangs bessere und am Ende glücklichere Team. Nach dem Wechsel wurden die Bochumer stärker und erarbeiteten sich endlich auch gute Torchancen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Enke. Der Nationaltorhüter, dem durch den Sieg die Relegation erspart bleiben und der Bundestrainer Joachim Löw damit für die Asienreise zur Verfügung stehen dürfte, brachte vor allem Hashemian zur Verzweiflung. Der Iraner scheiterte zweimal (64./75.) an Enke, einmal stand der Pfosten im Weg.
- Datum 01.05.2009 - 22:50 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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