Mai-Krawalle Gewalteskalation unerwartet heftig: "Das war extrem"
Bis nach Mitternacht haben sich Randalierer und Polizei in Berlin heftig bekämpft. Der Schwarze Block war größer als im Vorjahr, die Scharmützel härter. Auch in Hamburg brannte es
In den vergangenen Jahren hatte die Intensität der Auseinandersetzungen abgenommen. Doch am Abend des diesjährigen 1. Mai eskalierte die Gewalt früher und heftiger als in der Vergangenheit.
Über Stunden attackierten betrunkene Randalierer, vermummte Linksautonome und junge Migranten die Polizei mit Flaschen und Steinen. Bereits am frühen Abend hatten sie zwei Polizeiautos stark beschädigt und Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen.
Später stapelten sie Material an mehreren Stellen zu Barrikaden auf und zündeten auf den Straßen Feuer an. Auch Brandsätze flogen auf die Polizisten, Müllcontainer brannten. Die Beamten reagierten mit Pfefferspray und Tränengas.
Die Einsatzkräfte gingen in Gruppen gegen die aggressive Menge vor, um als sogenannter Schwarzer Block formierte Autonome auseinander zutreiben und einzelne Störer zu fassen. Ein Hubschrauber kreiste über der teils alkoholisierten Menge. Mehrere Randalierer hatten blutende Wunden. Ein Sanitäter wurde angegriffen. In einer Straße brannten Barrikaden meterhoch. Die Randalierer demolierten auch Scheiben von Buswartehäuschen, rissen Absperrgitter und eine Ampel um.
Immer wieder stürmten Polizisten in die Menge, um der Lage Herr zu werden. In der Nähe der Krawalle feierten rund 30.000 Menschen friedlich ihr jährlich stattfindendes "Myfest" weiter.
Noch nach Mitternacht flammten die Randale immer wieder auf, es gab weiter Scharmützel und Feuer. Einige Straßen boten ein Bild der Verwüstung. Nicht nur Pflastersteine, auch Platten wurden aus Gehwegen als Wurfgeschosse herausgerissen.
Der Schwarze Block mit rund 400 Störern war laut Augenzeugen größer als in der Vergangenheit. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Randale heftiger gewesen, sagte ein Polizeisprecher, der am Abend von einer "ganzen Reihe von Festnahmen" sprach. Es habe über eine lange Zeit "massive Steinwürfe" gegeben. "Das war anders als in den Vorjahren." Gleich zu Beginn der abendlichen Demo seien zwei Polizeifahrzeuge vor einer Feuerwache angegriffen worden. "Das war extrem."
Auch im Hamburger Schanzenviertel gab es die zweite Nacht in Folge gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei. Die Autonomen bewarfen die Beamten über mehrere Stunden hinweg mit Flaschen und Steinen, auch ein Auto habe gebrannt, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Die Polizei drängte die Randalierer mit Wasserwerfern zurück. Erst gegen 3 Uhr beruhigte sich die Lage in dem Szeneviertel.
Schon kurz nach 2 Uhr hatte sich die Lage in Berlin weitgehend beruhigt. Rund 6000 Polizisten waren dort im Einsatz gewesen. Es gab zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten, bei der Polizei zählte man 273 Beamte mit Blessuren. In den Vorjahren gab es in Berlin-Kreuzberg stets Gewaltausbrüche im Dunkeln. Polizisten nahmen mindestens 250 Randalierer vorübergehend fest, allein in Berlin-Kreuzberg mehr als 200, wie es aus Sicherheitskreisen hieß.
- Datum 04.05.2009 - 17:13 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, 2.5.2009
- Kommentare 22
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...wunderts, nachdem Frau Schwan und Herr Sommer "soziale Unruhen" förmlich herbeigeredet haben. Eine direktere Aufforderung zur Randale hat es in den letzten 80 Jahren kaum gegeben.
vielleicht hatten die beiden ja auch einfach recht?
vielleicht hatten die beiden ja auch einfach recht?
vielleicht hatten die beiden ja auch einfach recht?
Die deutsche Politik und die Medien sind auf dem linken Auge BLIND!
Wo sind die Aktionen gegen Linksextremismus? Kann die ZEIT nicht auch ein Netz gegen autonome Gewalttäter ins Leben rufen?
dass man eher ein Wiedererstarken des Nazitums befürchten muss als zu viel und zu radikalen Sozialismus?
dass man eher ein Wiedererstarken des Nazitums befürchten muss als zu viel und zu radikalen Sozialismus?
Manche meinen
Lechts und rinks
Kann man nicht velwechsern
Werch ein Illtum!
(Ernst Jandl)
Wer linksextremistische Ausschreitungen jahrelang als Folklore durchgehen läßt, braucht sich nicht zu wundern. Empfehlung: Jandl beherzigen und außerdem mal wieder Biedermann und die Brandstifter lesen.
Ich finde diese "Demonstrationen" zum ersten Mai vollkommen sinnlos und lächerlich!
Da sammelt sich ein homogener Haufen von Leuten die alle gleich angezogen sind und alle diesselbe Meinung haben um was zu tun? Um etwas kaputtzumachen! Super! Das hat was wirklich großes! Die Begründungen sind dann aber auch so sinnfrei!
Als ob die rechte Klientel, welche sich, um es hier mal anzudeuten nicht einmal ihre Finanzen in den Griff bekommt, in der Lage/Situation wäre auch nur irgendwas wie 1933 zum Laufen zu kriegen. Die Linken sind doch ehrlich gesagt doch schon so weit nach links gerutscht das sie am polititschen Vollkreis wieder rechts angekommen sind:D
Solche Versammlungen wie sie am ersten Mai in Deutschland passieren gibt es so auf der Welt eventuell nur noch in Frankreich:D Da schliesst sich dann auch wieder der gleiche politische EU-Kreis.
Wirklich Leid tun mir die Immigranten die aus dieser Ecke in Berlin nicht wegkommen dies aber gerne möchten!
Diese mitunter ehrlichen Arbeiter muessen diesen sinnfreien Spass dann auch noch mit ihren Steuergeldern finanzieren! Es ist eine Schande wofür die BRD Geld rauswirft! Mit Revolution hat dies wenig zu tun, obwohl hiesige gleichgeschaltete Medien dies als romantisch tituieren. Falls diese beschäftigungsarme Klientel gerne Lagerfeuer macht, gibt es dazu auch ganz andere Möglichkeiten, wie z.B. die Pfadfinder! Da wird mitunter sowas gelehrt wie, dass Toleranz auf Gegenseitigkeit beruht!
Meines Erachtens ist der Staat hier in die Verantwortung zu ziehen das sowas überhaupt in solch einem Umfang stattfindet!
Diese "Revolutionäre" sind eine Schande für mich als Neudeutsche! Von einem Rechtsstaat wie Deutschland ist nicht zu erwarten das es "No-Go-Areas" gibt!
Und dann will man Schusswaffen auch noch verbieten! Womit soll man dann bitte schön sein Gut und Leben verteidigen????
q.e.d.
q.e.d.
dass man eher ein Wiedererstarken des Nazitums befürchten muss als zu viel und zu radikalen Sozialismus?
Zwischen Nationalsozialismus (Sozialismus von rechts) und Sozialismus gibt es nur äusserlich Unterschiede. Konzentrationslager auf der einen, GULAGs auf der anderen Seite. Der Staat wird pervertiert in eine Zusammenrottung radikaler Sozis und somit Ausgangspunkt alltäglicher Gewalt. Nach all den sozialistischen Experimenten in Deutschland sollte man wie bereits im Rest der Welt endlich damit Schluss machen.
Ich halte diesen vermeintlichen Gegensatz von extrems rechts und extrem links für völlig unsinnig. Dem Opfer ist es herzlich egal, ob es von Stalin oder von Hitler umgebracht worden ist. Und Horst Mahler hat keine Entwicklung zum anderen Extrem durchgemacht, sondern ist nur von einem ins benachbarte Dreckloch gekrochen. Der wirkliche Gegensatz ist der zwischen Freiheit und Unfreiheit. Beide Extreme, die nationalen Sozialisten wie ihre internationalen Genossen, stehen für die Unfreiheit.
Zwischen Nationalsozialismus (Sozialismus von rechts) und Sozialismus gibt es nur äusserlich Unterschiede. Konzentrationslager auf der einen, GULAGs auf der anderen Seite. Der Staat wird pervertiert in eine Zusammenrottung radikaler Sozis und somit Ausgangspunkt alltäglicher Gewalt. Nach all den sozialistischen Experimenten in Deutschland sollte man wie bereits im Rest der Welt endlich damit Schluss machen.
Ich halte diesen vermeintlichen Gegensatz von extrems rechts und extrem links für völlig unsinnig. Dem Opfer ist es herzlich egal, ob es von Stalin oder von Hitler umgebracht worden ist. Und Horst Mahler hat keine Entwicklung zum anderen Extrem durchgemacht, sondern ist nur von einem ins benachbarte Dreckloch gekrochen. Der wirkliche Gegensatz ist der zwischen Freiheit und Unfreiheit. Beide Extreme, die nationalen Sozialisten wie ihre internationalen Genossen, stehen für die Unfreiheit.
... dass es den Kommentatoren eher darum geht, rechte und linke Gewalt gegeneinander aufzurechnen, statt sich mit der im Artikel im Kern thematisierten Frage auseinanderzusetzen: Warum werden die Ausschreitungen größer und was bedeutet das?
Die Neonazi-Fraktion kriecht wohlorganisiert rechtzeitig aus ihren Löchern, weil sie - in der gegenwärtigen Situation verständlich - wie ihre historischen Vorbilder Morgenluft schnuppert. Die gewaltsamen "Gegendemonstrationen" sind die Spitze eines viel zu kleinen Eisbergs des Widerstands.
Dass dieser Eisberg auch hier im Forum nicht seine breite Basis versteckt, zeigen die irreführenden Beiträge, die es hier wieder zu lesen gibt. Sog. "Autonome" vom Fleck weg als "links" einzustufen, zeugt schon von - vermutlich unbewusst tradiertem - politischem Kalkül. Ganz offensichtlich machen sich immer mehr junge, immer jüngere Menschen Luft. Leicht abtun kann man's freilich, indem man so tut, als gebe es schlicht ein paar Tausend in jeder Großstadt, die gern Gewalt ausüben. "Da kann man doch nichts tun ... "
An dieser beschränkten Analyse sind sicher die Steinewerfer zu einem Großteil selbst schuld. Sie artikulieren keine Ziele, sie leben nichts aus als anarchistische Gewalt gegen Repräsentanten dieses Staats. Warum es aber mehr werden, darüber spricht kaum jemand. Warum sie jünger werden, darüber spricht niemand. Ob es einen Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und sozialer Situation gibt, wird hier genauso tot geredet wie im Falle der jüngsten Amok-Taten.
>>Warum es aber mehr werden, darüber spricht kaum jemand. Warum sie jünger werden, darüber spricht niemand. Ob es einen Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und sozialer Situation gibt, wird hier genauso tot geredet wie im Falle der jüngsten Amok-Taten.<<
Wenn eine überwältigende Mehrheit im Lande mit den Verhältnissen zufrieden wäre gäbe es keine derartigen Auseinandersetzungen. Oder?
Wer es dann ist, der aus zunehmender Entsolidarisierung der deutschen Gesellschaft und Prekarisierung großer Teile der Jugend sein politisches Süppchen zu kochen versucht ist aber nicht egal.
>>Warum es aber mehr werden, darüber spricht kaum jemand. Warum sie jünger werden, darüber spricht niemand. Ob es einen Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und sozialer Situation gibt, wird hier genauso tot geredet wie im Falle der jüngsten Amok-Taten.<<
Wenn eine überwältigende Mehrheit im Lande mit den Verhältnissen zufrieden wäre gäbe es keine derartigen Auseinandersetzungen. Oder?
Wer es dann ist, der aus zunehmender Entsolidarisierung der deutschen Gesellschaft und Prekarisierung großer Teile der Jugend sein politisches Süppchen zu kochen versucht ist aber nicht egal.
q.e.d.
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