Proteste 1. Mai - viel Arbeit für die Polizei
NPD, Autonome Nationalisten, Ultralinke: Am 1. Mai marschieren Radikale in vielen deutschen Städten auf. Die Ordnungshüter werden alle Hände voll zu tun haben
Selten dürfte an einem Maifeiertag die Einsatzfähigkeit der Polizei so strapaziert werden wie in diesem Jahr. Gleich in mehreren Städten und zum Teil auch am 2. Mai wollen radikale Linke und Rechtsextremisten demonstrieren oder zumindest Kundgebungen abhalten. Als krawallträchtig gelten vor allem die für den 1. Mai geplanten Veranstaltungen in Berlin.
Verboten bleibt die geplante Neonazi-Demonstration in Hannover. Das Bundesverfassungsgericht nahm am Donnerstag eine Verfassungsbeschwerde der Veranstalter gegen das Verbot nicht zur Entscheidung an. Damit bestätigte das Karlsruher Gericht eine Entscheidung des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom Dienstag. Bei dem Aufmarsch sei mit gewaltbereiten Demonstranten sowie erheblichen Gefahren für Menschen und Sachen zu rechnen, hatte das Gericht in Lüneburg argumentiert.
Zu dem Aufmarsch in Hannover hatten vor allem die Autonomen Nationalisten mobilisiert, die sich am 1. Mai 2008 in Hamburg Straßenschlachten mit Linken und der Polizei geliefert hatten. Die Gefahr einer Wiederholung ist allerdings auch nach der Karlsruher Entscheidung nicht gebannt. Sicherheitsexperten vermuten, die Neonazis könnten ausweichen – beispielsweise nach Berlin, wo die NPD eine Kundgebung veranstaltet, oder in eine andere Stadt, in der die Szene einen Auftritt angekündigt hat. Möglicherweise versuchen die Rechtsextremen auch, trotz des Verbots durch Hannover zu marschieren. Manch ein Eintrag auf rechten Internet-Seiten kann zumindest so verstanden werden.
Weitere rechtsextreme Aufmärsche sind geplant in Dresden (Veranstalter ist die NPD), Neubrandenburg (NPD), in Ulm (Junge Nationaldemokraten) und anschließend im benachbarten Neu-Ulm (Neonazis), im ostbayerischen Weiden (Neonazis), in Mainz (Neonazis) und am 2. Mai in Kaiserslautern (NPD-nahe "Bürgerinitiative"). Überall wollen Demokraten und Linke gegenhalten. Sicherheitsexperten werten die vielen rechtsextremen Aufmärsche als gezielte Provokation und Versuch der Szene, am 1. Mai in Deutschland größtmögliche Präsenz zu zeigen.
Radikale linke Gruppierungen wollen den Feiertag ebenfalls nutzen. Die größte Anziehungskraft hat in der Szene die für den Abend angemeldete Revolutionäre Maidemonstration in Berlin. Weitere ultralinke Aufzüge sind in Hamburg, Magdeburg, Nürnberg und Wuppertal angekündigt. In Stuttgart verschob die linke Szene die revolutionäre Demo auf den 2. Mai, um am Feiertag an den Protesten gegen den rechten Aufmarsch in Ulm teilnehmen zu können.
- Datum 01.05.2009 - 17:22 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 14
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nutzen" sprich, gewalttätig demonstrieren, wenn es schon der Artikel unter den Tisch kehren will, dann hier noch mal in aller Deutlichkeit: In aller Regel geht die Randale vom linken Spektrum aus.
[Anmerkung: Bitte nehmen Sie von Pauschalisierungen Abstand. Danke. Die Redaktion/ew]
Ja, genau.
Das größte Problem an den 1.Mai Demos sind die NAZIS!!!
Wie kann man so eine durchsichtige Verdrehung der Tatsachen in einer Redaktion freigeben?
Ich würde diese Menschen überhaupt keinem Spektrum zuordnen. Sie halten sich für links und gehen unter dem Deckmantel linkspolitischer Ziele auf die Straße. Das sind einfach Chaoten, Krawallmacher und Straftäter. Die müssen einfach direkt von der Straße geholt werden. Es kann doch nicht wahr sein, dass wir jedes Jahr dasselbe Problem mit denen haben. Das ist für die ja schon wie ein Festival der schön im Kalender notiert ist. Da muss einfach mal härter duchgegriffen werden.
mal im Rahmen einer Haftstrafe zu einer kollektiven Aufraeumaktion verpflichten. Schoen, 200 Stunden den Muell von der Strasse aufheben, die ausgebrannten Autos wegtragen und die Graffities entfernen. Mal sehen, wieviele dann im naechsten Jahr noch mal wieder kommen moechten. Es kann doch nicht sein, dass der Steuerzahler da immer in die Pflicht genommen wird.
haben Sie einen dieser Demonstranten schon mal was vernünftiges arbeiten sehen?
haben Sie einen dieser Demonstranten schon mal was vernünftiges arbeiten sehen?
haben Sie einen dieser Demonstranten schon mal was vernünftiges arbeiten sehen?
Sehr geehrter Herr Jansen ,
auch wenn Sie dies ganz offensichtlich anders sehen , so will ich Ihnen dennoch versichern das es Opfern von Gewalttaten und Zerstörungswut gänzlich egal ist welche Ideologie der Täter hatte. Abseits der Ideologie bleiben Taten gleich verwerflich, und werden bekanntermassen auch gleich vom Gesetz behandelt.
Ihnen scheint jedoch die Plakatierung 'Nazigegner' zu reichen um deren gesammte Version einer 'Demonstration' zu legitimieren und zu begrüssen, jedoch stellt sich dann die Frage warum mit trauriger Regelmässigkeit hauptsächlich Polizisten und unbeteiligte Dritte zu den Opfern der 'Nazigegner' gehören und weniger Neonazis selbst ?
Denken sie denn wirklich allen ernstes es in Berlin friedlich bleiben würde wenn es keinen Aufmarsch der NPD gäbe ? Nein , denn die letzten Jahre haben uns dies bereits gelehrt und natürlich gäbe es genau diegleichen Ausschreitungen der Linksextremisten, nur würden sie dann eine andere Begründung vorschieben.
"warum mit trauriger Regelmässigkeit [...] unbeteiligte Dritte zu den Opfern der 'Nazigegner' gehören"
Waswerwiewo?
Man sollte nicht Maiabendrandaletouristen mit Nazigegnern bzw Linken verwechseln. Politisch motivierte Straftaten können übrigens zu einer Strafverschärfung führen.
Den Opfern rechter Gewalt wird die Ideologie der Täter sicherlich nicht egal sein. Denn darin steckt doch zumeist der Grund für ihr "Opfersein", oder etwa nicht?
Guten Morgen!
"warum mit trauriger Regelmässigkeit [...] unbeteiligte Dritte zu den Opfern der 'Nazigegner' gehören"
Waswerwiewo?
Man sollte nicht Maiabendrandaletouristen mit Nazigegnern bzw Linken verwechseln. Politisch motivierte Straftaten können übrigens zu einer Strafverschärfung führen.
Den Opfern rechter Gewalt wird die Ideologie der Täter sicherlich nicht egal sein. Denn darin steckt doch zumeist der Grund für ihr "Opfersein", oder etwa nicht?
Guten Morgen!
Egal wo sie herkommen. Es sind Verbrecher. Und Verbrecher sperrt man ein.
Salus Publica Suprema Lex
Interessant wie sich zu diesem speziellen Tag etliche äussern die, betrachtet man die Soziale Leiter, den 1 Mai Feiernden und auch den Randalierern um einigens näher sind als den paar wenigen sehr weit oben um deren Verhaltnisse und Auswirkungen auf die Gesellschaftlichen Aspekte es eigentlich geht...
Einkommen von 1, 10, 100, 1000, 10'000 oder darf es gar doch noch etwas mehr sein, zum Träumen vieleicht... 100'000, 1'000'000... langsam könnte einem schon schwindlig werden... aber weiter... 10'000'000, 100'000'000...
Kein Witz, alles im Bereich der Realität. Wobei aber die allermeisten von denen die sich über den 1 Mai Lustig machen oder über die Randalierer enervieren sehr wahrscheinlich in den 1sten 5 Gruppen von Einkommensklassen wiederfinden dürften.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Und selbst wenn ich bei meiner Arbeit noch draufzahlen würde, würde ich mich über diese "Demonstrierenden", die all jenen, die das wirklich tun oder mal getan haben nichts als Schande bereiten, enervieren.
Salus Publica Suprema Lex
Und selbst wenn ich bei meiner Arbeit noch draufzahlen würde, würde ich mich über diese "Demonstrierenden", die all jenen, die das wirklich tun oder mal getan haben nichts als Schande bereiten, enervieren.
Salus Publica Suprema Lex
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