Hochschule Baku Amokläufer tötet mehrere Studenten und einen Lehrer

Zuerst schoss er auf der Straße herum, drang dann in eine Hochschule ein: Ein Gewalttäter hat in der Öl-Akademie im aserbajdschanischen Baku mehrere Menschen umgebracht

Die Polizei mit einem der Todesopfer

Die Polizei mit einem der Todesopfer

Der 29-jährige Mann platzte mitten in den Unterricht an der nationalen Öl-Akademie in Baku und erschoss 13 Studenten und einen Lehrer. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, wie Behördenvertreter in der aserbajdschanischen Hauptstadt Baku mitteilten. Der Schütze, ein Staatsbürger Georgiens mit aserbajdschanischer Abstammung, habe sich danach offenbar selbst getötet, berichteten Medien des Landes.

Der Grund für die Bluttat war zunächst unklar. Hintergrund könnte ein Streit unter Studenten sein, hieß es. (Video>>>)

"Wir schrieben am Morgen um 9 Uhr einen Test. Dann hörten wir Schüsse. Unser Lehrer versperrte die Tür", schilderte ein türkischer Student, der in einem oberen Stockwerk des Gebäudes war, dem Sender CNN-Türk. "Nach einer Stunde öffneten wir die Tür und sahen in jedem Stockwerk Tote."

Laut aserbaidschanischen Medienberichten hatte der Täter die ersten Schüsse noch auf der Straße vor der Akademie abgefeuert. Er sei dann in das Gebäude eingedrungen und habe wahllos Menschen erschossen. Viele Tote hatten demnach gezielte Kopfschüsse. Ein weiterer Student sagte, der Angreifer habe wahllos jedem Menschen in seiner Nähe in den Kopf geschossen. War ein Opfer nicht sofort tot, habe er ein zweites Mal gefeuert.

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Zeitweise habe sich der Schütze mit mehreren Geiseln verbarrikadiert. Zunächst war über zwei Angreifer berichtet worden. Unter den Verletzten waren ein Syrer und mehrere türkischen Studenten.

Der aserbajdschanische Staatspräsident Ilcham Alijew drückte den Familien der Opfer sein Beileid aus. "In diesen schweren Tagen teilen wir alle das Gefühl der Trauer", sagte er.

Die Öl-Akademie war am Donnerstag weiträumig abgesperrt. Aserbajdschan erlebt seit mehreren Jahren einen Ölboom, der das Land zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften der Welt gemacht hat.

 
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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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    • Schlagworte Hochschule | Lehrer | Student | Medien | Georgien | Baku | Gebäude
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