Gekaperter Frachter FDP fordert KSK-Einsatz gegen Piraten
Wieder ist ein deutsches Schiff vor Somalia von Piraten gekapert worden. Sicherheitspolitiker rufen nach neuen Strategien
Sie kamen aus kleinen Fischerbooten und hatten wenig Mühe: Acht Piraten enterten die MV Victoria, mit geringem Aufwand, denn deren Reling ist niedrig. 120 Seemeilen nördlich der somalischen Hafenstadt Boosaaso hat Deutschland damit einen weiteren Entführungsfall, auch wenn keine Deutschen auf dem Frachter sind. Die elfköpfige, ausschließlich rumänische Besatzung soll unversehrt sein, doch die MV Victoria ist das siebte deutsche Schiff, das Freibeuter binnen Jahresfrist enterten. Zudem sind fünf Deutsche in der Gewalt der Piraten – auf dem vor Wochen entführten Frachter Hansa Stavanger, der in einem Hafen der somalischen Küste liegt.
Unter Sicherheitspolitikern kommen Zweifel auf, ob das bisherige Vorgehen gegen die Seeräuber das richtige ist. Die SPD verlangte verstärkte Anstrengungen des Militärs am Horn von Afrika. "Wir brauchen eine 24-Stunden-Luftaufklärung, um Piratenschiffe schneller zu erkennen", sagte der SPD-Obmann im Verteidigungsausschuss des Bundestages, Rainer Arnold, ZEIT ONLINE. "Da müssen die Nato und die Streitkräfte der Atalanta-Mission mehr tun."
Die MV Victoria war im Auftrag einer deutschen Reederei auf dem Weg von Indien nach Saudi-Arabien unterwegs und fährt unter der Flagge Antiguas. Sie hat 10.000 Tonnen Reis geladen. Der Frachter war in einem Korridor unterwegs, der von Marineschiffen bewacht wird. Eine türkische Fregatte war rund 100 Seemeilen entfernt, ein dort gestarteter Hubschrauber konnte den Frachter nicht rechtzeitig erreichen. Als er eintraf, waren die Piraten schon an Bord. Die Bewachung sei "nicht lückenlos", räumte das Ministerium ein. Für die Schiffe wird der wichtige Handelsweg durch den Golf von Aden in den indischen Ozean damit zum Risikotrip.
Sicherheitspolitiker Arnold forderte deshalb auch eine bessere Abstimmung von Nato, den Atalanta-Alliierten und beteiligten Drittstaaten, die in dem Seegebiet am Horn weitgehend unabhängig voneinander agieren. "Die Parallelität der Missionen hilft uns nicht weiter", sagte Arnold. Auch Grünen-Fraktionsvize Jürgen Trittin kritisierte "Defizite der EU-Mission Atalanta". Er sprach von "Schlendrian" und forderte die Errichtung eines Internationalen Strafgerichtshofes für Piraterie.
Vor Tagen wurde bekannt, dass die deutsche Polizei-Eliteeinheit GSG 9 eine Befreiung der entführten Deutschen auf der Hansa Stavanger in letzter Minute abgebrochen hatte. Arnold hält diese Entscheidung für richtig und warnte vor derartigen Aktionen. "Das Risiko einer Befreiung ist für Geiseln und Einsatzkräfte immer extrem hoch." Ein Zugriff sei nur unmittelbar nach der Entführung sinnvoll, "bevor sich die Piraten auf dem Schiff eingerichtet haben". Tage später sei dies ein großes Risiko. Erste Reeder rüsten bereits auf.
Die Liberalen verlangten den Einsatz der Bundeswehr-Elitetruppe KSK ("Kommando Spezial-Kräfte") gegen die Piraten. Das KSK solle gezielt auf derartige Einsätze vorbereitet und dann auch ans Horn von Afrika geschickt werden, sagte FDP-Verteidigungsexpertin Birgit Homburger dem Tagesspiegel. Das Mandat für die EU-Mission Atalanta sieht ausdrücklich vor, Seeräuber auch mit Gewalt zu stoppen. Vor Wochen hatte der Unions-Innenexperte Hans-Peter Uhl (CSU) bekräftigt, das Militär müsse Piraten-Mutterschiffe unverzüglich versenken.
Arnold kann dem nichts abgewinnen: "Ich kann nicht erkennen, was das KSK anders machen würde als die GSG 9", sagte er und kritisierte: "Es ist naiv zu glauben, die Piraten zögen sich nach einem gewaltsamen Befreiungseinsatz zurück." Eine solche Aktion von Polizei oder Militär bewirke nur eine Strategieänderung der Freibeuter, die dann ihre Geiseln früher ans sichere Land bringen würden. Angesichts der Piraterie seien "starke Sprüche vom Politikertisch aus keine Lösung".
- Datum 07.05.2009 - 09:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, tst, 06.05.2009
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...dass die Luftaufklärung und ein Internationaler Kampf gegen die Piraterie wichtig ist. Aber ich verstehe nicht, warum sich die KSK für ein Schiff unter Antiguas flagge einsetzen sollte. sollte sich der deutsche Staat genauso selbstverständlich für die Befreiung von ausländischen Geiseln ein, wenn sie für eine deutsche Firma arbeiten?
Ich denke, dass sich der deutsche Rederer, welcher aus Kostengründen nicht eine deutsche Mannschaft unter deutscher Flagge fahren lässt einfach an Antigua wenden soll.
Absolut richtig. Geiz ist Assozial auch auf hoher See und die sollen sich ihren Schutz selber kaufen. Warum sollten wir Steuerzahler für diese Leute auch nur einen Cent bezahlen?
...die anderen Ländern unrechtmäßig Inhaftierte abnehmen möchte, und ihre Freiheit am Hindukusch verteidigt, kann geradesogut für Bananen(oder was immer dort wächst)republiken Krieg führen.
Man sollte sich allerdings in allen Fällen gut bezahlen lassen, und die Aktionen nicht auf dem Rücken der Steuerzahler austragen.
Absolut richtig. Geiz ist Assozial auch auf hoher See und die sollen sich ihren Schutz selber kaufen. Warum sollten wir Steuerzahler für diese Leute auch nur einen Cent bezahlen?
...die anderen Ländern unrechtmäßig Inhaftierte abnehmen möchte, und ihre Freiheit am Hindukusch verteidigt, kann geradesogut für Bananen(oder was immer dort wächst)republiken Krieg führen.
Man sollte sich allerdings in allen Fällen gut bezahlen lassen, und die Aktionen nicht auf dem Rücken der Steuerzahler austragen.
Also es geht wohl weniger um die Qualifikation sowohl von GSG98 als auch von den KSK , eher doch darum das zuerst einmal politischer Wille da sein muss sie auch einzusetzen.
Genau daran hapert es, und nicht an mangelndem Training.
Warum wird in diesem Gebiet nicht einfach ein Internationaler Korridor für den Frachtverkehr eingerichtet, der ohne vorherige Anmeldung nicht befahren werden darf. Wer sich dort unangemeldet aufhält wird ohne weitere Vorwarnung versenkt, darüber ninaus könnte man mal ein paar Frachter mit KSK und GSG 9 Kräften besetzen, die den Piraten eine beim Versuch das Schiff zu betreten eine bleierne Überraschung verpassen könnten, dann vergeht denen bestimmt bald die Lust auf weitere Aktionen!
da lacht das Herz im Leibe des passionierten Piratenfilmguckers...
Im Ernst: ich verstehe nicht, warum die Reedereien ihre gefährdeten Schiffe nicht mit Sicherheitspersonal ausstatten - warum soll der deutsche Staat für die Sparwut der deutschen Reeder, die mit Billigbesatzungen arbeiten, bluten (finanziell und womöglich noch mit Menschenleben?)
Die Lösung sähe so aus: die Reeder bezahlen Sicherheitspersonal, das unter Berufung auf Notwehr bei Angriffen alle Mittel einsetzen kann, und die internationale Armada schützt sie Seewege, indem sie die nicht vorhandene Küstenwacht vor Somaila übernimmt. Piratenschiffe werden ab einer gewissen Seemeilenzone eben nicht mehr durchgelassen. Und deren Heimathafen kennt man ja -: es ist gar nicht nötig, die gesamte Küste abzuriegeln.
Nach einem halben Jahr einer solchen konsequent durchgesetzten Doppelstrategie gibt es keine Piraterie mehr - hoffentlich aber auch keine Fischraubzüge der Weltflotten vor Somalias Küste...
Was spricht eigentlich gegen den völlig überzogenen und Hirnlosen Einsatz von Gewalt und damit Mlitär? Das war doch schon immer die deutscheste aller deutschen Lösungen. Erst Schießen dann fragen und wenn es in den Sand gesetzt wurde gib es den Persilschein für alle. Vorallem sollten wir damit Tarifflüchtlinge, Sozialbetrüger und sonstige Kriminelle unter den Reedern das Gefühl vermitteln ihr seid Deutschland. Die Übertragungsrechte an der Sache bekommt von der FDP Bertelsmann, Springer und damit das Privatfernsehen.
Es ist zum Auswachsen. Dem Geldgewerbe ohne parlamentarische Kontrolle - wo bleibt da eigentlich der Verfassungsminister - hunderte von Milliarden in´s gesalbte Gesäß geschoben und kaum einer regt sich auf.
Von Gegenwehr ganz zu schweigen.
Aber so ein paar lumpige Somali, die sich was dazu verdienen, indem sie für ihre potenten Hintermänner die Drecksarbeit machen, die fordern Vergeltung, da schreit es nach Rache, auf zu den Waffen.
Was die modernen Piraten per Anno kassieren läuft bei der Deutschen Bank unter Peanuts.
Um einmal die Proportionen zu klären.
da lacht das Herz im Leibe des passionierten Piratenfilmguckers...
Im Ernst: ich verstehe nicht, warum die Reedereien ihre gefährdeten Schiffe nicht mit Sicherheitspersonal ausstatten - warum soll der deutsche Staat für die Sparwut der deutschen Reeder, die mit Billigbesatzungen arbeiten, bluten (finanziell und womöglich noch mit Menschenleben?)
Die Lösung sähe so aus: die Reeder bezahlen Sicherheitspersonal, das unter Berufung auf Notwehr bei Angriffen alle Mittel einsetzen kann, und die internationale Armada schützt sie Seewege, indem sie die nicht vorhandene Küstenwacht vor Somaila übernimmt. Piratenschiffe werden ab einer gewissen Seemeilenzone eben nicht mehr durchgelassen. Und deren Heimathafen kennt man ja -: es ist gar nicht nötig, die gesamte Küste abzuriegeln.
Nach einem halben Jahr einer solchen konsequent durchgesetzten Doppelstrategie gibt es keine Piraterie mehr - hoffentlich aber auch keine Fischraubzüge der Weltflotten vor Somalias Küste...
Was spricht eigentlich gegen den völlig überzogenen und Hirnlosen Einsatz von Gewalt und damit Mlitär? Das war doch schon immer die deutscheste aller deutschen Lösungen. Erst Schießen dann fragen und wenn es in den Sand gesetzt wurde gib es den Persilschein für alle. Vorallem sollten wir damit Tarifflüchtlinge, Sozialbetrüger und sonstige Kriminelle unter den Reedern das Gefühl vermitteln ihr seid Deutschland. Die Übertragungsrechte an der Sache bekommt von der FDP Bertelsmann, Springer und damit das Privatfernsehen.
Es ist zum Auswachsen. Dem Geldgewerbe ohne parlamentarische Kontrolle - wo bleibt da eigentlich der Verfassungsminister - hunderte von Milliarden in´s gesalbte Gesäß geschoben und kaum einer regt sich auf.
Von Gegenwehr ganz zu schweigen.
Aber so ein paar lumpige Somali, die sich was dazu verdienen, indem sie für ihre potenten Hintermänner die Drecksarbeit machen, die fordern Vergeltung, da schreit es nach Rache, auf zu den Waffen.
Was die modernen Piraten per Anno kassieren läuft bei der Deutschen Bank unter Peanuts.
Um einmal die Proportionen zu klären.
da lacht das Herz im Leibe des passionierten Piratenfilmguckers...
Im Ernst: ich verstehe nicht, warum die Reedereien ihre gefährdeten Schiffe nicht mit Sicherheitspersonal ausstatten - warum soll der deutsche Staat für die Sparwut der deutschen Reeder, die mit Billigbesatzungen arbeiten, bluten (finanziell und womöglich noch mit Menschenleben?)
Die Lösung sähe so aus: die Reeder bezahlen Sicherheitspersonal, das unter Berufung auf Notwehr bei Angriffen alle Mittel einsetzen kann, und die internationale Armada schützt sie Seewege, indem sie die nicht vorhandene Küstenwacht vor Somaila übernimmt. Piratenschiffe werden ab einer gewissen Seemeilenzone eben nicht mehr durchgelassen. Und deren Heimathafen kennt man ja -: es ist gar nicht nötig, die gesamte Küste abzuriegeln.
Nach einem halben Jahr einer solchen konsequent durchgesetzten Doppelstrategie gibt es keine Piraterie mehr - hoffentlich aber auch keine Fischraubzüge der Weltflotten vor Somalias Küste...
zahlen muessten ist es immer noch billiger als was den Piraten gezahlt werden muss.
Aber ich denke auch,Reeder muessen einfach besser fuer die Sicherheit ihrer Schiffe und Besatzung sorgen, und das wird wohl nicht zum Nulltarif zu haben sein.
zahlen muessten ist es immer noch billiger als was den Piraten gezahlt werden muss.
Aber ich denke auch,Reeder muessen einfach besser fuer die Sicherheit ihrer Schiffe und Besatzung sorgen, und das wird wohl nicht zum Nulltarif zu haben sein.
...die fdp hat doch in wirklichkeit nur sorgen, dass das top-anlageprodukt der zahnärzte und rechtsanwälte schaden nimmt.
da fehlt in punkto doppelbödigkeit nur noch der appell an die ksk, doch bitte bei der befreiung des schiffes keine sachwerte zu zerstören.
oder gibt's hier eigentlich irgendwen, der ernsthaft glaubt, bei den überlegungen ginge es um die leben der rumänischen, ukrainischen, philippinischen besatzung?
Absolut richtig. Geiz ist Assozial auch auf hoher See und die sollen sich ihren Schutz selber kaufen. Warum sollten wir Steuerzahler für diese Leute auch nur einen Cent bezahlen?
auf einmal heisst es Geiz ist asozial......dabei war es doch gerade der deutsche Verbraucher der sich das Motto: Geiz ist geil auf die Flagge geschrieben hatte.
auf einmal heisst es Geiz ist asozial......dabei war es doch gerade der deutsche Verbraucher der sich das Motto: Geiz ist geil auf die Flagge geschrieben hatte.
Was spricht eigentlich gegen den völlig überzogenen und Hirnlosen Einsatz von Gewalt und damit Mlitär? Das war doch schon immer die deutscheste aller deutschen Lösungen. Erst Schießen dann fragen und wenn es in den Sand gesetzt wurde gib es den Persilschein für alle. Vorallem sollten wir damit Tarifflüchtlinge, Sozialbetrüger und sonstige Kriminelle unter den Reedern das Gefühl vermitteln ihr seid Deutschland. Die Übertragungsrechte an der Sache bekommt von der FDP Bertelsmann, Springer und damit das Privatfernsehen.
geht doch.
Trotzdem ein irritierendes Gefühl, wenn Realität und Zynismus immer mehr in Eins fallen.
geht doch.
Trotzdem ein irritierendes Gefühl, wenn Realität und Zynismus immer mehr in Eins fallen.
Ein Schiff, das nicht einmal unter deutscher Flagge fährt, sondern aus Kostengründen unter der Flagge Antiguas.
Dies bedeutet, dass für Schiff und Besatzung keine Steuern in die deutschen Bundeskassen fliessen. Außerdem gelten unter der Flagge Antiguas für Seeleute und Schiffe keine deutschen Sozial- und Sicherheitsstandards.
Unter der Besatzung befindet sich kein einziger Deutscher.
Das Schiff läuft nicht einmal deutsche Häfen an, sondern verkehrt zwischen Indien und Saudi-Arabien. Das Schiff wurde aus Kostengründen wahrscheinlich gar nicht auf einer deutschen Werft, sondern auf einer Koreanischen hergestellt.
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Es gibt darum weder für die KSK, noch für die GSG9 oder die Marine einen einzigen Grund sich auf Kosten des deutschen Steuerzahlers und auf Kosten des Lebens und der Gesundheit der Einsatzkräfte für die Sicherheit dieses einen Schiffes einzusetzen.
Deutschland hat von diesem Schiff gar nichts.
Anders sieht es aber aus für :
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- Antiguas: deren Flagge
- Rumänien: deren Besatzung
- Indien: den ihr Reis
- Saudi-Arabien: die wollen was zum Essen und haben Geld ohne Ende
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Sollen sich diese 4 Länder um das Problem kümmern, wir haben da kein Problem mit.
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Der nächste gekaperte Frachter wird wahrscheinlich einer unter der Flagge Burkina Fasos sein, mit Billig-T-Shirts aus China. Da haben wir dann auch nichts mit zu tun, denn diese Waren bekommen wir in Top-Qualität z.B. von der deutschen Markenfirma und deutschlands größtem T-Shirt Hersteller Trigema (die Werbung mit dem Affen). Solche Transporte vernichten hier nur Arbeitsplätze.
Ohne diese wahnsinnige Globalisierung, gibt es diese Probleme nicht.
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