Sarrazins Sprüche Über Hartz und Haushalt
Berlins scheidender Finanzsenator Thilo Sarrazin verfügt über unstrittige Qualitäten bei der Haushaltssanierung. Sein Sparkurs war so erfolgreich, dass die Hauptstadt 2008 erstmals keine neuen Schulden machte. Doch der Doktor der Ökonomie wurde auch durch seine provokanten Sprüche bekannt. Zum Beispiel diese:
"Wenn die Energiekosten so hoch wären wie die Miete, würden sich die Leute überlegen, ob sie nicht mit dicken Pullovern bei 15, 16 Grad auskommen."
Über einen günstigen Heizungsersatz, 29.07.2008.
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"Es ist ja auch anstrengend, über die Straße zu latschen und immer mit denselben Jugendlichen zu sprechen. Da sehnt man sich vielleicht nach einem warmen Büro mit einem übersichtlichen Aktenstapel, wo das Telefon dreimal am Tag klingelt."
Eine Bemerkung über Sozialarbeiter im Juli 2008.
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Ein seit vielen Jahren bei der BVG tätiger Busfahrer verdiene trotz kürzerer Arbeitszeit heute in etwa so viel wie ein Steuerfachexperte.
… sagte Thilo Sarrazin im März 2008 zur Begründung, warum der Senat beim BVG-Streik nicht eingreifen will.
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Der Haushalt ist "objektiv verfassungsfeindlich".
Der neu angetretene Finanzsenator Thilo Sarrazin im Februar 2002 über die vielen neuen Schulden in seinem eigenen Haushalt.
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"Die Beamten laufen bleich und übel riechend herum, weil die Arbeitsbelastung so hoch ist."
Bei seinen Untergebenen macht man sich bei seinem Einstand mit solchen Sprüchen auch nicht unbedingt beliebt (Februar 2002).
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"Es wird ja so getan, als ob der Senat die Kinder ins Konzentrationslager schicken wollte."
Sarrazins blaffende Reaktion, als Eltern 2002 gegen die erhöhten Kita-Gebühren demonstrieren. Dies ist übrigens sein einziger Ausspruch, für den er sich später ausdrücklich entschuldigt.
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"Ihr seid doch Arschlöcher."
Als streikende Studenten im November 2003 Sarrazins Büro besetzen, ist der Herr Senator eher ungehalten und verzichtet auf jegliche diplomatische Formeln. Anschließend lässt Sarrazin sie von der Polizei aus dem Haus werfen.
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"Das vereinte Land ist natürlich immer eine Stadt Berlin mit angeschlossener landwirtschaftlicher Fläche."
Anfang 2005 flammt einmal mehr die Diskussion über eine Vereinigung Berlins und Brandenburgs auf. Sarrazin lässt ganz klar den arroganten Großstädter raushängen.
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"Der Schutt ist abgeräumt. Wir leben hier nicht mehr im Jahre 1945, sondern wir leben im Jahre 1947."
Über Berlins finanzielle Lage. Die allerschlimmsten Folgen des Bankenskandals seien aufgefangen, mehr aber nicht, will der Finanzsenator im August 2006 damit sagen.
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"Wer als Hartz-IV-Empfänger genug Kraft für ein Ehrenamt findet, der sollte dann die Kraft darin legen, Arbeit zu finden."
Thilo Sarrazin im Oktober 2007 im Berliner Parlament über ehrenamtlich arbeitende Arbeitslose. Auch damit macht er sich keine Freunde.
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Der Flughafen Tempelhof ist "kein Filetstück" Berlins. Und "wenn, dann ist es ziemlich verdorben, da schauen schon die Maden raus".
So antwortet Sarrazin im November 2007 einer Journalistin, die im Interview mit ihm Tempelhof immer als Filetstück bezeichnet.
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"Das kleinste Problem von Hartz-IV-Empfängern ist das Untergewicht."
Thilo Sarrazins Reaktion auf die Kritik, die er und seine Verwaltung bekommen, seit sie Anfang Februar 2008 minutiös durchgerechnete Hartz-IV-Speisepläne vorgestellt haben.
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"Die können mehr ohne Abschluss als unsere in Berlin mit Abschluss."
So spricht der belesene Volkswirtschaftler Sarrazin im Februar 2008 über bayerische und Berliner Hauptschüler. Der Senator soll es im Scherz gesagt haben, meint seine Sprecherin. Die SPD geht auf Distanz, Lehrerverbände fordern eine Entschuldigung.
- Datum 30.04.2009 - 12:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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müsste dieser Mann eigentlich entsprechend behandelt werden.
Es ist abscheulich, wenn jemandem, der gerade erst durch die Gunst der Stunde in eines der höchsten Ämter dieses Landes mit einem der höchsten Pensionsansprüche gespült wurde, nichts besseres einfällt, als wie bisher gegen die Ärmsten dieser Gesellschaft seine Bosheiten abzulassen.
Aber vielleicht ist er ja nur eine Art "Auftragshetzer" für höher gestellte "Herrschaften", die sich ihre Hände nicht schmutzig machen wollen.
@maguscarolus
Ich stimme Ihnen voll zu.
Wie weit muss es um das Land Berlin bestellt sein, dass jemand mit einem der "[...] höchsten Ämter dieses Landes mit einem der höchsten Pensionsansprüche[...]
sich in seinen eigenen Sarkasmus mit einschliesst!
Und es stimmt! Berlin muss entsprechend behandelt werden.
Gut, für viele ist es eben abscheulich, Wahrheiten hören zu müssen. Man will das ja gar nicht, schon um die "Ärmsten der Gesellschaft" nicht mit unnötigen Wahrheiten zu belästigen.
Ist ein Standpunkt, keine Frage...
Leider ist an den meisten dieser schön auf den Punkt gebrachten spitzen Bemerkungen des Herrn Sarrazin viel Wahres dran.
Vielleicht sollte man des doch einfach wie Herr Wowereit halten, der mit süffisantem Schmunzeln auf den Lippen einmal von sich gab: "Wir sind zwar pleite, aber sexy!"
Auf das alles sexy bleiben möge!
In diesem Sinne,
gute Nacht!
Thilo Sarazin ist prominentes Mitglied der SPD, die gerade ein vernichtendes Wahldebakel erlebt hat.
Man sollte dem SPD-Mann daher in diesen Wochen einen Sozen-Bonus für seine krasse Ausdrucksweise einräumen, statt ihn anzuklagen.
Diese Republik lebt von schrägen Querköpfen wie Sarrazin, nicht nur wegen des Unterhaltungswertes, sondern weil er gerne unbequeme Dinge anspricht, die die restliche Politik-Elite gerne mit Schweigen übergeht. Die rot-rote Politik in Berlin hat auf jeden Fall ein paar Verbal-Watschen verdient.
In einem Punkt würde ich noch weiter gehen als Sarrazin:
Wenn Migranten aus dem islamischen Kulturkreis zur Bedrohung für Juden werden, dann sind die Täter schleunigst einzubuchten oder abzuschieben. Der Schutz der Juden hat Vorrang. Das sind wir Deutsche den Überlebenden der Shoa schuldig.
Islamischer Antisemitismus und links-/rechts-/islamisch-extremistische Hetze gegen den jüdischen Staat haben in Deutschland nichts zu suchen.
1. Die politische Diskussion ist gefüllt mit krassen Ausdrucksweisen. Das sind unwürdige rhetorische Schaukämpfe. Es gibt diese Auswüchse in allen Parteien - nicht nur in der SPD. Es sind Einzelne wie Sarrazin. Die meisten sind akzeptabel und setzen sich für uns und unser Land ein.
2. Die Politik lebt nicht von 'schrägen Querköpfen' sondern von guten Rhetorikern, die in allem ein Vorbild sind. Sarrazin ist in seinen Äusserungen kein Vorbild sondern ein Abklatsch undemokratischer faschistischer Randalierer.
3. Der Unterhaltungswert der Politik besteht in guten Reden und angenehmen Personen.
4. Der Schutz der Juden hat keinen Vorrang. Es gibt weder Privilegierung noch Diskriminierung. Alle Menschen geniessen den Schutz des Staates. Jede Bedrohung ist zu verfolgen - nicht nur die von Juden.
Gruss
1. Die politische Diskussion ist gefüllt mit krassen Ausdrucksweisen. Das sind unwürdige rhetorische Schaukämpfe. Es gibt diese Auswüchse in allen Parteien - nicht nur in der SPD. Es sind Einzelne wie Sarrazin. Die meisten sind akzeptabel und setzen sich für uns und unser Land ein.
2. Die Politik lebt nicht von 'schrägen Querköpfen' sondern von guten Rhetorikern, die in allem ein Vorbild sind. Sarrazin ist in seinen Äusserungen kein Vorbild sondern ein Abklatsch undemokratischer faschistischer Randalierer.
3. Der Unterhaltungswert der Politik besteht in guten Reden und angenehmen Personen.
4. Der Schutz der Juden hat keinen Vorrang. Es gibt weder Privilegierung noch Diskriminierung. Alle Menschen geniessen den Schutz des Staates. Jede Bedrohung ist zu verfolgen - nicht nur die von Juden.
Gruss
1. Wir leben in einer repräsentativen Demokratie. Sarrazin repräsentiert einen Teil des Volkes. Vielleicht ist die repräsentative Demokratie falsch. Es sollten nur die Besten gewählt werden. So weit ist das Volk noch nicht.
2. Wie sollte man einen Haushalt sanieren? Vor allem nicht auf dem Rücken der Armen. Die Hartzsätze mögen richtig sein - die höheren Einkommen sind es nicht. Sanierung des Haushalts geht über Senkung der Lohnsumme der Beamten, Steuererhöhungen oder Streichung sinnloser Staatsausgaben.
3. Sie hätten ihn besser in Pension geschickt als in den Zentralbankrat. Seine Pension ist hoch genug. Er kann noch ehrenamtlich weiterarbeiten bis an die Grenze seiner Arbeitsfähigkeit - wenn er es denn möchte. Ich bin froh wenn ich einmal in Rente bin - je früher desto besser. Meine Familie, meine Freunde und meine Hobbys warten schon.
1. Die politische Diskussion ist gefüllt mit krassen Ausdrucksweisen. Das sind unwürdige rhetorische Schaukämpfe. Es gibt diese Auswüchse in allen Parteien - nicht nur in der SPD. Es sind Einzelne wie Sarrazin. Die meisten sind akzeptabel und setzen sich für uns und unser Land ein.
2. Die Politik lebt nicht von 'schrägen Querköpfen' sondern von guten Rhetorikern, die in allem ein Vorbild sind. Sarrazin ist in seinen Äusserungen kein Vorbild sondern ein Abklatsch undemokratischer faschistischer Randalierer.
3. Der Unterhaltungswert der Politik besteht in guten Reden und angenehmen Personen.
4. Der Schutz der Juden hat keinen Vorrang. Es gibt weder Privilegierung noch Diskriminierung. Alle Menschen geniessen den Schutz des Staates. Jede Bedrohung ist zu verfolgen - nicht nur die von Juden.
Gruss
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