Subventionen Schavan will High-Tech-Firmen Sozialabgaben erlassen
Forschungsministerin Schavan hat eine Forschungsoffensive angekündigt. Um neue High-Tech-Firmen zu unterstützen, will sie diese von sämtlichen Sozialabgaben befreien

©Getty Images
Schavan: Will Start-Ups während der Gründungsphase von Sozialabgaben zu befreien
"Wir brauchen ein starkes Signal für die Zukunftstechnologien", sagte Annette Schavan (CDU) dem Magazin Focus. Sie kündigte für den 6. Mai ein "Innovationspaket" an. "Dazu gehört: Kleine, innovative Firmen brauchen nicht nur lobende Aufmunterung, sondern spürbare Unterstützung", so die Ministerin. "Ich werde vorschlagen, Start-Ups während der Gründungsphase von Sozialabgaben zu befreien." Sie will fünf Sparten fördern: Energie, Gesundheit, Sicherheit, Mobilität sowie die Informations- und Kommunikationstechnologie. "Wir brauchen eine zweite Gründerwelle."
Schavan sagte: "Ich will erreichen, dass unser Steuersystem innovationsfreundlicher wird. Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen steuerlich voll absetzbar sein." Das sei ein bewährtes System in vielen Ländern, nur nicht in Deutschland. Die Anreize seien vor allem wichtig zur Stärkung der Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen. "Da das mit der SPD nicht zu machen ist, muss dieses Paket ins Wahlprogramm der Union", so die Ministerin. Deutschland brauche die Zukunftstechnologien "als Quellen unseres Wohlstands".
Außerdem will die CDU-Politikerin Zuwanderung von Spitzenkräften noch weiter erleichtern. "Wir müssen die Hürden für hoch qualifizierte Kräfte aus dem Ausland weiter senken", sagte sie. "Experten raten uns, die Einkommensgrenze nicht über 50.000 Euro pro Jahr zu setzen." Deutschland dürfe auch in der Krise nicht nachlassen, um Spitzenkräfte von außen zu werben. "Der Kampf um die besten Köpfe wird härter." In Europa fehlten in den nächsten Jahren 700.000 Forscher.
- Datum 04.05.2009 - 12:54 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 13
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Diese Frau besitzt eine fachliche Kompetenz, die besticht.
High-Tech-Firmen könnten allerdings am Besten dadurch unterstützt werden, dass sie ihre Angestellten gar nicht mehr zu bezahlen brauchen.
Mit den Ein-Euro-Jobbern ist doch schon ein guter Anfang gemacht!
Überhaupt, dieses ganze Sozialgedöns ist doch hinderlich für die Arbeitsplätze.
Deshalb geht es den Menschen ja auch seit diesen "Arbeitsmarktreformen" besser und besser.
Sozial ist, was Arbeit schafft, sagte Frau Merkel.
Man erinnere sich an den Ort,über dessen Eingang stand, dass Arbeit frei macht?
zumindest grosse Loecher in den Sozialstaat bohren!
Herr Scholz erlaesst auf Herrn Hundt's Gebot ja auch die Sozialabgaben bei Kurzarbeit, warum nicht, die Kassen sind ja voll (jedenfalls fuer Unternehmen)!
zumindest grosse Loecher in den Sozialstaat bohren!
Herr Scholz erlaesst auf Herrn Hundt's Gebot ja auch die Sozialabgaben bei Kurzarbeit, warum nicht, die Kassen sind ja voll (jedenfalls fuer Unternehmen)!
zumindest grosse Loecher in den Sozialstaat bohren!
Herr Scholz erlaesst auf Herrn Hundt's Gebot ja auch die Sozialabgaben bei Kurzarbeit, warum nicht, die Kassen sind ja voll (jedenfalls fuer Unternehmen)!
Der Staat hat gar nichts von Schahwahns-Subventionitis, da die Firmen global operieren und mögliche Gewinne privatisieren.
Über Staatsbeteiligung könnte man schon eher reden.
Subvention nur noch im Gegenzug einer Staatsbeteiligung und die gesamte deutsche Wirtschaft ist in fünzehn Jahren ein sozialistischer VEB.
Solange wir nichts dagegen machen, funktioniert Kapitalismus hier nur durch Subventionen auf dem Rücken der Normalbürger, wie damals in der DDR.
Das Geld fehlt dann auch für ein besseres Schulsystem. Nach dem die Normalverdiener unseres Landes wirtschaftlich geschwächt sind, wollen Politiker dann wie Schahwahn, Entwicklungsländer um ihre Spitzenkräfte bringen. Absolut asozial finde ich Schahwahns Vorschlag. So etwas müßte - zusammen mit dem Namen des verantwortlichen Politikers - auch auf die schwarze Liste der OECD.
"Der Staat hat gar nichts von Schahwahns-Subventionitis, da die Firmen global operieren und mögliche Gewinne privatisieren."
Das ist sicherlich völlig richtig, hat aber nichts mit den Unternehmen zu tun, um die es hier geht. Es geht nämlich um Start-ups aus Deutschland. Die von Frau Schawan angesprochene Entlastung wäre in der Tat eine riesige Erleichterung, da solche Unternehmen (und ich gründe derzeit selbst eines) schlicht nicht das Kapital haben, fachlich gute Leute ins Boot zu holen, zumindest nicht aus Basis einer Festanstellung.
Wenn es mir jemand anbieten würde, dann säßen bei mir nicht zwei sondern vier Programmierer. Blöd nur, dass ich mir dank 50 Prozent Sozialabgaben in der Gründungsphase, in der ich mein eigenes Geld reinbuttere, nicht mehr leisten kann. Und das in der Phase, in der ich dringend mehr Menschen bräuchte.
Aber anscheinend lesen und kommentieren hier nur Sozialrevolutionäre und Beamte. Und denen kann es ja egal sein.
"Der Staat hat gar nichts von Schahwahns-Subventionitis, da die Firmen global operieren und mögliche Gewinne privatisieren."
Das ist sicherlich völlig richtig, hat aber nichts mit den Unternehmen zu tun, um die es hier geht. Es geht nämlich um Start-ups aus Deutschland. Die von Frau Schawan angesprochene Entlastung wäre in der Tat eine riesige Erleichterung, da solche Unternehmen (und ich gründe derzeit selbst eines) schlicht nicht das Kapital haben, fachlich gute Leute ins Boot zu holen, zumindest nicht aus Basis einer Festanstellung.
Wenn es mir jemand anbieten würde, dann säßen bei mir nicht zwei sondern vier Programmierer. Blöd nur, dass ich mir dank 50 Prozent Sozialabgaben in der Gründungsphase, in der ich mein eigenes Geld reinbuttere, nicht mehr leisten kann. Und das in der Phase, in der ich dringend mehr Menschen bräuchte.
Aber anscheinend lesen und kommentieren hier nur Sozialrevolutionäre und Beamte. Und denen kann es ja egal sein.
Die Neoliberalen Konzepte schleichen sich weiterhin in die Gesellschaftlichen Strukturen. Manchmal offensichtlich, nun nachdem man eine Lernphase durchmachen konnte, vieleicht auch einiges mehr das als das erkannt werden kann...
Etliches das aus diesem eher steinzeitlichen Gedankengut hervorkommt bemerken wir aber leider nicht. Schade eigentlich, da die Endresultate dieser Konzepte dem Standardbürger sehr wahrscheinlich in's Portemonaie greifen oder diesen gleich ganz aus dem Arbeitsleben entfernen.
Viele Jahre später kommt dann noch die auf tiefststände abgesunkene Privatisierte Rente dazu... man wundert sich ob den Dreisten Konzepten die stehts darauf basieren profitable Systeme inkl. Profite zu privatiseren und verlustbehaftetes dem Staat und somit uns allen zu überlassen...
Es würde mich nicht wundern wenn die staatlich finanzierten Sozialabgaben bei diesem Konzept gleich zu den privaten Versicherern fliessen so wie das bei den Riesterkonzepten auch praktiziert wird.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
wird auch die hier vorgeschlagene ein erneuter Rohrkrepierer in Reinstform.
ist seit Mitte der Ära Kohl-Genscher aufgrund der fundamentalistischen Haushaltssanierungsdogmen praktizierte Regierungspolitik.
Mit der Übernahme der Macht durch die Schröder-Fischer-Koalition wurde diese
Zerstörung sogar intensiviert und durch die Zerstörung der Staatsfinanzen mittels der "Schröderschen Unternehmenssteuerreform" zur fiskalischen ultima ratio erklärt.
Die besondere Brisanz dieser Zerschlagung des früheren demokratischen und zivilisierten Bildungswesens in Deutschland dokumentiert sich in der stratigisch immer extremistischeren Unterfinanzierung des öffentlichen Schul- und Universitätssystems und des mit dem "MoRaKG" vom Deutschen Bundestag mehrheitlich beschlossenen Finanzspekulations- und -betrugswirtschaftsförderungsgesetzes.
Dass wir in Deutschland heute eine ständisch-besitzbürgerliche Politfunktionärsautokratie durch die fundamentalistische Trennung von Parteien und Wählerschaft aufweisen, mag von den meisten Biedermännerinnen und Biedermännern verdrängt, verleugnet und bestritten wird, erinnert an die letzten Jahre der DDR. Damals zeigten die dortigen Macht- und Besitzeliten die gleichen Anzeichen von Prä- und Omnipotenz, die sie zu den strukturellen Vorgängern unserer heutigen Besitz- und Machtelitaristen machten.
Dass sich die gute Schavanin als gelehrige Tochter ihres geistigen Übervaters Kohl outet, spricht auch noch gegen ihre politische Intelligenz. Kohl hat mit der kalten Enteignung der Kapitalrücklagen der deutschen Sozialversicherungen die Eingliederung der bankrotten DDR finanziert. Faktisch hat er die Ersparnisse aller
abhängig beschäftigten Erwerbstätigen und ihrer Familien gestohlen, um seine Wählerklientel vor der steuerfinanzierten Eingliederungskostenbeteiligung zu verschonen.
Heute stellt sich diese Madame Schavan hin und schwadroniert über die Finanzierung der High-Tech-Startups auf Kosten der gleichen Bevölkerungskreise.
Wer da noch die Soziopatische Partei Deutschlands oder die Charismatische Deutsche Union mit ihren Absiedelungen CSU und FDP wählen möchte, der soll sich ruhig seine politischen Anlagen bei diesen Verkäufern politischer Lehman-Zertifikate kaufen und bei den kommenden Wahlen die Cretins des post-produktiven Deutschlands in das Parlament wählen.
Überlegen wir aber auch ganz genau, wer sich da heute mal wieder in der Position des Prinzen Max von Baden positioniert, um sich selbst im Untergang der 2. Deutschen Republik noch eine dickes Scheiberl vom Fleischpflanzerl des Deutschen Michel abzuschneiden.
Heute scheint Deutschland ein Land zu sein, dass in politischer Unwissenheit und Unmündigkeit den gleiche Zustand erreicht hat, den - wie oben schon angedeutet - die DDR in ihren letzten Jahren aufwies.
für alle Unternehmen die Sozialabgaben zu senken. Die Kosten aus Sozialversicherung, die Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt zahlen müssen, machen immerhin bis zu nahezu 1.000 Euro im Monat aus.
Spitzenkräfte gibt es nicht für 50.000 Euro im Jahr. Hier hat Schavan nur im Auge, billige Arbeitskräfte ins Land zu holen. Den Effekt der Lohndrückerei konnten wir bereits beobachten. Solange wir noch haufenweise arbeitslose hochqualifizierte Deutsche jenseits der 45 haben, ist weitere Zuwanderung ohnehin indiskutabel.
"Besser wäre für alle Unternehmen die Sozialabgaben zu senken"
Noch besser waere, alle Abgaben fuer alle Unternehmen abzuschaffen (fehlt ja nicht mehr viel, zB bei Opel).
"Solange wir noch haufenweise arbeitslose hochqualifizierte Deutsche jenseits der 45 haben.."
Werden immer mehr, die werden naemlich nicht mehr eingestellt!
"Besser wäre für alle Unternehmen die Sozialabgaben zu senken"
Noch besser waere, alle Abgaben fuer alle Unternehmen abzuschaffen (fehlt ja nicht mehr viel, zB bei Opel).
"Solange wir noch haufenweise arbeitslose hochqualifizierte Deutsche jenseits der 45 haben.."
Werden immer mehr, die werden naemlich nicht mehr eingestellt!
"Der Staat hat gar nichts von Schahwahns-Subventionitis, da die Firmen global operieren und mögliche Gewinne privatisieren."
Das ist sicherlich völlig richtig, hat aber nichts mit den Unternehmen zu tun, um die es hier geht. Es geht nämlich um Start-ups aus Deutschland. Die von Frau Schawan angesprochene Entlastung wäre in der Tat eine riesige Erleichterung, da solche Unternehmen (und ich gründe derzeit selbst eines) schlicht nicht das Kapital haben, fachlich gute Leute ins Boot zu holen, zumindest nicht aus Basis einer Festanstellung.
Wenn es mir jemand anbieten würde, dann säßen bei mir nicht zwei sondern vier Programmierer. Blöd nur, dass ich mir dank 50 Prozent Sozialabgaben in der Gründungsphase, in der ich mein eigenes Geld reinbuttere, nicht mehr leisten kann. Und das in der Phase, in der ich dringend mehr Menschen bräuchte.
Aber anscheinend lesen und kommentieren hier nur Sozialrevolutionäre und Beamte. Und denen kann es ja egal sein.
Die Idee, Startups zu subventionieren, ist mal wieder typischer Hirnriss. Startups sind ja letztendlich profitable Unternehmungen, nur kommt das Geld erst später (mit hohem Risikofaktor). In den USA, wo das mit den Startups lange Zeit gut geklappt hat (bis jetzt zur Kreditklemme) funktioniert das so: Fonds investieren einen festen Teil ihrer Einlagen als Venture Capital - das gehört zur "guten Praxis". Wer das bekommt, entscheiden nicht gierige Banker (wie bei uns am Neuen Markt - die lassen sich von den größten Betrügern über den Tisch ziehen), sondern Leute aus der Industrie, die sich mit dem Geschäft auskennen (sogenannte Inkubatoren), und deren Verbindungen den Startups auch helfen, ihr Geschäft aufzubauen. Die Startups, die etwas geworden sind (ca. 10%), werden gewinnbringend verkauft oder an die Börse gebracht. 70% sind zwar lebensfähig, aber nicht gewinnbringend, und 20% gehen wieder ein.
Da können sie von mir aus vorschreiben, dass ein Teil der Riester-Renten und Lebensversicherungen so eingesetzt werden müssen, aber das ist dann keine Subvention. Das ist nur gut (aber eben nicht konservativ) angelegtes Geld. Die aktuelle Regulierung sorgt ja dafür, dass das Geld nur in Immobilien und Staatsanleihen geht, meiner Meinung nach in einem Land wie Deutschland mit schrumpfender Bevölkerung und sich stetig weiter verschuldendem Staat eine langfristig extrem schlechte Anlage (Immobilienpreise fallen jetzt schon in weiten Teilen des Landes, und dass eine wachsende Verschuldung bei gleichzeitig zurückgehender Bevölkerung irgendwann im Staatsbankrott endet, dafür braucht man auch keine Glaskugel).
Die Idee, Startups zu subventionieren, ist mal wieder typischer Hirnriss. Startups sind ja letztendlich profitable Unternehmungen, nur kommt das Geld erst später (mit hohem Risikofaktor). In den USA, wo das mit den Startups lange Zeit gut geklappt hat (bis jetzt zur Kreditklemme) funktioniert das so: Fonds investieren einen festen Teil ihrer Einlagen als Venture Capital - das gehört zur "guten Praxis". Wer das bekommt, entscheiden nicht gierige Banker (wie bei uns am Neuen Markt - die lassen sich von den größten Betrügern über den Tisch ziehen), sondern Leute aus der Industrie, die sich mit dem Geschäft auskennen (sogenannte Inkubatoren), und deren Verbindungen den Startups auch helfen, ihr Geschäft aufzubauen. Die Startups, die etwas geworden sind (ca. 10%), werden gewinnbringend verkauft oder an die Börse gebracht. 70% sind zwar lebensfähig, aber nicht gewinnbringend, und 20% gehen wieder ein.
Da können sie von mir aus vorschreiben, dass ein Teil der Riester-Renten und Lebensversicherungen so eingesetzt werden müssen, aber das ist dann keine Subvention. Das ist nur gut (aber eben nicht konservativ) angelegtes Geld. Die aktuelle Regulierung sorgt ja dafür, dass das Geld nur in Immobilien und Staatsanleihen geht, meiner Meinung nach in einem Land wie Deutschland mit schrumpfender Bevölkerung und sich stetig weiter verschuldendem Staat eine langfristig extrem schlechte Anlage (Immobilienpreise fallen jetzt schon in weiten Teilen des Landes, und dass eine wachsende Verschuldung bei gleichzeitig zurückgehender Bevölkerung irgendwann im Staatsbankrott endet, dafür braucht man auch keine Glaskugel).
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